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Mehrwerte des Internets – Fazit

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Welche Mehrwerte bieten die Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internets gegenüber den traditionellen Angeboten ?

Fazit:


Erkenntnis
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Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien ersetzen nicht das konstruktive Denken eines Menschen, eröffnen ihm aber völlig neue und effektive Wege, schnell und gezielt an die Antworten auf seine Fragen zu gelangen. 

Jeder, der das möchte, kann am großen Gespräch im Internet teilnehmen. Da die auf diesem Wege veröffentlichten Informationen im Gegensatz zu den Gesprächen von Angesicht zu Angesicht elektronisch gespeichert werden, können sie von allen Interessierten (auch jene, die nicht direkt am Gespräch beteiligt waren) später schnell und gezielt mit Hilfe entsprechender Suchtechnologien und Suchanfragen im jeweiligen Sinnzusammenhang wieder gefunden werden. 

Der wohl wichtigste Leitgedanke, ohne den das Internet sehr stark an Bedeutung verlieren würde, ist: "Eigenes Wissen zur Verfügung stellen und gleichzeitig vom Know how des anderen profitieren – gemeinsam wissen wir mehr."

Was wäre das Internet ohne die Menschen, die es verbindet, um Antworten auf konkrete Fragen zu finden, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu beraten, um so das vorhandene Wissen des Einzelnen zu erweitern bzw. neues Wissen für die Allgemeinheit zu schaffen ? 

 

Wer das Internet intensiv zur Informationsbeschaffung nutzt, wird schnell merken, daß die von ihm genutzten Informationen in der Regel von Menschen stammen, die er nicht persönlich kennt. Umgekehrt werden die von ihm selbst im Internet veröffentlichten Informationen von vielen anderen Menschen genutzt, mit denen er wohl nie persönlich Kontakt haben wird. 

Wir profitieren also von den Informationen, die uns Menschen geben, denen wir sehr wahrscheinlich selbst nie direkt mit unseren eigenen Informationen helfen und umgekehrt. Das erfordert ein Umdenken, denn bisher war es meistens so, daß die Informationen in persönlichen Gesprächen von Angesicht zu Angesicht ausgetauscht wurden und zwar in der Regel zwischen Menschen, die sich kennen.

Wer aber den grundlegenden Netzwerkgedanken verstanden hat, dem wird das Umdenken nicht sehr schwer fallen.

In diesem Zusammenhang paßt auch ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe [Johann Peter Eckermann, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens, Berlin und Weimar, 1982, S.662 ff]:

Im Grunde aber sind wir alle kollektive Wesen, wir mögen uns stellen, wie wir wollen. Denn wie weniges haben und sind wir, das wir im reinsten Sinne unser Eigentum nennen! Wir müssen alle empfangen und lernen, sowohl von denen, die vor uns waren, als von denen, die mit uns sind. Selbst das größte Genie würde nicht weit kommen, wenn es alles seinem eigenen Inneren verdanken wollte. Das begreifen aber viele sehr gute Menschen nicht und tappen mit ihren Träumen von Originalität ein halbes Leben im Dunkeln. … Es ist im Grunde auch alles Torheit, ob einer etwas aus sich habe oder ob er es von anderen habe; ob einer durch sich wirke oder ob er durch andere wirke: die Hauptsache ist, daß man ein großes Wollen habe und Geschick und Beharrlichkeit besitze, es auszuführen; …

Neben dem zeit- und ortsunabhängigen Zugang zu den unterschiedlichste Informationen verbessert das Internet auch die Möglichkeiten, selbst Informationen zu veröffentlichen.

So kann jetzt jeder, der über einen Computer mit Internetzugang und eine grundlegende Netzwerkkompetenz verfügt, beispielsweise auf die Äußerungen (Behauptungen, aktuelle Meldungen, Meinungen,…) seiner Mitmenschen reagieren oder seine Erfahrungen, die er mit den erworbenen Produkten und Diensten gemacht hat, allen interessierten Internetteilnehmern mitteilen und so aktiv und konstruktiv an der Erweiterung bzw. sinnvollen Ergänzung der bestehenden Informationen mitwirken.

Informationen können mit entsprechenden Anwendungsprogrammen am eigenen Rechner erstellt, via Internet auf einem Webserver veröffentlicht, bei den gängigen Suchmaschinen und Suchkatalogen angemeldet und so einfach und kostengünstig weltweit bekannt gemacht oder in Windeseile beispielsweise per E-Mail an ganz bestimmte Empfänger verteilt werden. 

Das Internet bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen mit vergleichsweise geringem Aufwand rund um die Uhr, weltweit erreichbar, multimedial aufbereitet und kostengünstig zu präsentieren. Die Kommunikation kann zeitversetzt oder zeitgleich über Telefon- und Datenleitungen von zuhause aus, am Arbeitsplatz oder am jeweiligen Aufenthaltsort mit Internetzugang erfolgen. Mit wenig Aufwand läßt sich im Internet ein virtuelles Büro mit E-Mail, IP-Telefon, Fax, SMS, Terminkalender und Adreßbuch einrichten. 

Aber auch für den Privatanwender bietet das Internet zahlreiche für den Alltag nützliche Informationsdienste, die offline in dieser Form nicht denkbar wären, beispielsweise jederzeit verfügbare Verbraucherinformationen wie etwa Änderungen, die Telekommunikation, Energieversorgung und das Postwesen betreffen, Online-Versicherungsvergleiche, Meinungen und Erfahrungen anderer Menschen zu den unterschiedlichsten Themen, hersteller- und händlerunabhängige Testberichte von Produkten und Dienstleistungen, die Online-Autoschwacke oder der aktuelle Steuertipp.

Eine interessante Frage zum Schluß wäre noch, wie das Internet unser Leben in absehbarer Zukunft verändern wird. Diese Frage kann man zwar nicht exakt beantworten; Fakt ist jedenfalls, daß die Änderungen nahezu alle Lebensbereiche betreffen werden. Das Ausmaß der Änderungen wird von jedem Einzelnen abhängen, sowohl von den Anbietern als auch von den Anwendern. 

Die Angst vieler, daß mit dem Internet traditionelle Angebote, etwa Schulen oder Ladengeschäfte, komplett verschwinden und nur noch virtuell über das Internet verfügbar sind, wird sich eher nicht bewahrheiten. Vielmehr werden die Internetangebote die traditionellen sinnvoll ergänzen. Webbasierte Bildungsangebote werden die traditionelle Schule nicht ersetzen, aber die Möglichkeiten der Fernlehre verbessern. Hier sind vor allem die Vorteile des zeit- und ortsunabhängigen Lernens zu nennen. Genauso wenig wird E-Commerce den traditionellen Handel ersetzen, aber die Möglichkeiten des Versandhandels verbessern. Wichtige Vorteile sind hier beispielsweise der Verkauf von Nischenprodukten, die bessere Transparenz des Produkt- und Dienstleistungsangebots und die Suche nach Waren, die ohne das Internet nur schwer oder gar nicht zu finden wären.

Im Hinblick auf den künftigen Einfluß des Internets auf unser Leben wurde auch eine interessante Befragung von 71 Nobelpreisträgern (das sind fast ein Drittel aller lebenden Nobelpreisträger) vom Princeton Survey Research Associates (PSRA) zwischen Juli und Oktober 2001 durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage können im Internet auch unter "www.cisco.com/nobel" abgerufen werden.

Die Frage an die Nobelpreisträger war: Wie wird das Zusammenspiel von Internet, Bildung und Innovation in den nächsten 20 Jahren die Welt beeinflussen ?

 

Den Preisträgern zufolge hat das Internet auch in Zukunft weiterhin einen positiven Einfluss auf die Verbreitung von Wissen und Bildung sowie auf den allgemeinen wirtschaftlichen Wohlstand.

Grenzenlose Kommunikation
Im Zentrum der Umfrage standen die Themen Bildung, Innovationen und Lebensstandard. 93 Prozent der Befragten denken, dass das Internet die grenzüberschreitende Kommunikation verbessern wird. Auf diese Art werden ihrer Meinung nach Barrieren fallen, die im Moment noch zwischen Kulturkreisen bestehen. Auf lange Sicht ergäben sich ökonomische Vorteile für die Bevölkerung. 72 Prozent der Befragten zufolge birgt das Internet für Menschen in Entwicklungsländern mehr Möglichkeiten, am ökonomischen Aufschwung teilzuhaben.

Rob Lloyd, President von Cisco Systems Europa: "Die Umfrage gibt uns einen Eindruck davon, wie einige der größten Denker unserer Zeit die Möglichkeiten des Internet einschätzen, die Welt zu verändern." 

Internet beeinflusst die Arbeit nachhaltig
Als potenzielle Gefahren durch das Internet sehen die Preisträger die Verletzung der Privatsphäre (65 Prozent), eine wachsende Entfremdung (51 Prozent) sowie größere politische oder wirtschaftliche Ungleichheit (44 Prozent). Dennoch fasst die Mehrheit der Befragten das Internet als positiv auf. 85 Prozent gaben an, dass ihre eigene Arbeit und ihr Leben positiv durch das Internet beeinflusst werden. Die meisten Preisträger (89 Prozent) benutzen einen Computer, das Internet und E-Mail zur Kommunikation. 69 Prozent sind der Ansicht, dass sie mit Hilfe des Internet ihre Arbeiten schneller fertig stellen konnten. "Die Umfrageergebnisse sind deswegen so bedeutend, da die meisten der Preisträger ohne Computer oder Internet aufgewachsen sind.", so Mary McIntosh, Vizepräsidentin bei PSRA. "Das Durchschnittsalter der Befragten beträgt 72 Jahre."

E-Learning gehört die Zukunft
Das Internet wird Bildung und Lernmöglichkeiten verbessern, indem virtuelle Klassenzimmer entstehen. Dies wurde von 74 Prozent der Befragten angegeben. Innovationen werden den meisten Preisträgern zufolge beschleunigt und der Stand der Wissenschaft erweitert (82 Prozent). Fast alle Preisträger (93 Prozent) sind der Meinung, dass das Internet einen verbesserten Zugang zu Bibliotheken, Informationen und Lehrkörpern eröffnen wird.

Nach Ansicht von Cisco ist E-Learning das Ausbildungswerkzeug der Zukunft. Mehr als 230.000 Studierende nehmen weltweit am Cisco Networking Academy Program teil und über 90 Prozent der Cisco Vertriebs-Mitarbeiter besuchen E-Seminare. Neben schnellen Internetzugängen sind hochwertige Inhalte eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches E-Learning. Cisco Systems stellt die Infrastruktur für das Netzwerk der Nobel-Webseite zur Verfügung, damit Nobel-Veranstaltungen über Internet-TV in hoher Qualität übertragen werden können.

 

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Mehrwerte des Internets

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Welche Mehrwerte bieten die Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internets gegenüber den traditionellen Angeboten ?

Um eine Antwort auf die Frage zu finden, soll das, was das Internet verbessern soll, nämlich die traditionellen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten, zunächst kritisch hinterfragt werden. Am einfachsten fällt dies wohl, wenn man dazu einen konkreten traditionellen Informationsdienst kritisch betrachtet und mit seinem Internetauftritt vergleicht. Ein gutes und vor allem jedem bekanntes Beispiel bietet das Fernsehen.

Ohne die Möglichkeiten des Internets konnte der Fernsehzuschauer, abgesehen von der Videotechnologie, bisher die jeweiligen Sendungen nur zu den im Programm vorgegebenen Zeiten ansehen. Protokolle, um die Inhalte der Sendung später noch einmal nachzulesen, oder Flyer, Ratgeber und Bücher mit zusätzlichen Informationen waren nur mühsam, beispielsweise über den Postweg, zu bekommen. Gerade bei den Informationen, die erst auf Papier gedruckt werden müssen, kann es mitunter lange dauern, bis man das betreffende Schriftwerk erhält oder man geht sogar leer aus, weil die Auflage aus Kostengründen sehr klein gehalten wurde. Überhaupt war der Zugriff auf Informationen mit einem teilweise sehr hohen Aufwand verbunden. Mangelhafte Aktualität bedeutet bei vielen Informationen in unserer schnelllebigen Zeit gleichzeitig eine eingeschränkte Verlässlichkeit oder gar fehlende Gültigkeit. Die direkte Kommunikation mit anderen Zuschauern war nahezu undenkbar. Nicht zuletzt fehlte es auch an Möglichkeiten, das Fernsehprogramm auf die persönlichen Interessen und Freizeitmöglichkeiten des Einzelnen abzustimmen.

All die genannten Einschränkungen gehören dank der technischen Möglichkeiten des Internets der Vergangenheit an. Die Mitschnitte und zusätzliche Informationen zu Fernsehreportagen und -berichten können nun über das Internetangebot des Fernsehsenders bequem und jederzeit von zuhause aus abgerufen werden. Die Texte der so bereitgestellten Inhalte können gezielt über eine Stichwortsuche nach bestimmten Wörtern durchsucht werden. Die relevanten Informationen können lokal so abgespeichert werden, daß sie später per Stichwortsuche leicht wiederauffindbar sind. Entsprechende Informationen können auch Freuden oder Bekannten, die sie benötigen, schnell und kostengünstig per E-Mail zugesandt werden. Darüber hinaus können auch Nachrichten, die eben erst in der Redaktion eingetroffen sind, sofort online zugänglich gemacht werden

Über Diskussions- und Chatforen können die Zuschauer nun über die Inhalte der jeweiligen Fernsehsendungen von zuhause aus und (jederzeit) mit anderen Zuschauern oder Fachexperten diskutieren, Meinungen und persönliche Erfahrungen austauschen oder gezielte Rückfragen stellen. Per E-Mail kann man Kontakt mit den für die Sendung zuständigen Redakteuren und Moderatoren aufnehmen. 

Durch die Einführung und flächendeckende Bereitstellung von Breitbandtechnologien wird es in Zukunft auch möglich sein, über das Internet ein auf die persönlichen Interessen abgestimmtes Programm einzurichten, bei dem jeder selbst bestimmen kann, wann er welche Sendung ansieht, und nicht nur das: Ein weiteres Szenario wäre der Zugriff auf archivierte Sendungen, beispielsweise auf bestimmte Sportereignisse, Musikfestivals oder auf spezielle Dokumentationen vom 2. Weltkrieg.

Die genannten Mehrwerte können natürlich auch auf andere Informationsdienste-Anbieter übertragen werden wie etwa alle aktiven und kompetenten Internetteilnehmer, Rundfunksender, Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Verlage, Bibliotheken, Ministerien, Behörden, Hochschulen, Verbände oder Vereine, die im Rahmen von funktionierenden Netzwerken konstruktiv zusammenarbeiten.

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Das Internet bietet dem Nutzer durch seine Informations- und Kommunikationstechnologien gegenüber den traditionellen Möglichkeiten folgende wesentliche Verbesserungen bzw. Mehrwerte:

  • Mit Hilfe von Hyperlinks ist es möglich, direkt zu im aktuellen Kontext relevanten und im World Wide Web gespeicherten Websites, Internetseiten oder Textstellen zu springen.

    Die Bedeutung von Hyperlinks demonstriert das nachfolgende Beispiel: Stellt man sich eine Internetseite als eine Buchseite vor, die Website als ein Buch und den Web-Server, auf dem die Websites veröffentlicht werden, als Bibliothek, so ermöglichen die Hyperlinks, daß man von einer bestimmten Seite eines Buches, das zum Beispiel in einer Bibliothek in Hamburg steht, mit einem Mausklick auf die Seite eines anderen Buches springen kann, das in einer Bibliothek in Moskau steht. Das Springen per Mausklick innerhalb von Sekunden von einer Internetseite zu einer anderen, die auf einem räumlich weit entfernten Rechner gespeichert ist, und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, eröffnet für den Anwender ungeahnte Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung
    Über eine ausgeklügelte Navigation ist ein recht zügiges Ansteuern von beliebigen Internetseiten auch innerhalb von umfangreichen Websites möglich. Die durch Hyperlinks und Textmarken verbundenen Textstellen auf Internetseiten ermöglichen es dem Anwender, per Mausklick binnen Sekunden an beliebige Textpassagen innerhalb einer Website zu springen. Hyperlinks sind den Querverweisen von Büchern in Sachen Geschwindigkeit um ein Vielfaches überlegen. Die Internetseiten können mit Hilfe der Suchfunktion des WWW-Clients , die am schnellsten durch die Tastenkombination Strg + F aktiviert werden kann, schnell und einfach nach Stichworten durchsucht werden

  • Die Fragen und Antworten, die Diskussionen und auch die Aktivitäten zur Informationsbeschaffung aller Netzwerkteilnehmer können aufgezeichnet und mit Hilfe der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien leicht wiederauffindbar abgespeichert werden

    Eine einmal entstandene Information (die Antwort auf eine Frage, eine Idee,…) kann so sofort von allen Netzwerkteilnehmern, die sie benötigen, gezielt aufgefunden und zur Lösung eines Problems oder zur Erfüllung einer bestimmten Aufgabe eingesetzt werden. Während also die Informationen, die in einem traditionellen Gespräch ausgetauscht wurden, nur den zum jeweiligen Zeitpunkt anwesenden Personen von Nutzen waren, ermöglichen die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien es nun, diese Informationen allen Interessierten über einen langen Zeitraum hinweg und leicht auffindbar bereitzustellen. Die Inhalte einer konstruktiven Diskussion oder eine glaubwürdige und verständlich formulierte Antwort können so beliebig vielen Menschen bei ihren Fragestellungen weiterhelfen. Die bei Gesprächen erzeugten Informationen (Fragen und Antworten, Diskussionsprotokolle,…) und die veröffentlichten Dokumente (Fachartikel, Doktorarbeiten, Diplomarbeiten,…) einzelner Personen können so wesentlich besser als mit den traditionellen Möglichkeiten von allen, die daran interessiert sind, genutzt werden. Besonders interessant ist dieser Mehrwert, wenn man bedenkt, daß eine Information umso wertvoller wird, je häufiger sie genutzt wird (bei einem Gegenstand bzw. Produkt ist es bezüglich dem Geldwert genau umgekehrt) – diese Erkenntnis gilt natürlich auch für das mit der Information konstruierte Wissen. So verstaubten bisher beispielsweise viele Diplomarbeiten ungenutzt in den Regalen der Hochschulen – nun können sie, falls sie im Internet veröffentlicht wurden, den jeweils Interessierten zum Einstieg in ein Thema dienen oder eine bestimmte Fragestellung beantworten. 

    Hinweis
    Der genannte Mehrwert setzt allerdings auf verantwortungsbewußte Netzwerkteilnehmer, da die elektronisch dokumentierten Informations- und Kommunikationsaktivitäten auch mißbraucht werden können. Die Gefahr des Mißbrauchs besteht vor allem dann, wenn die Nutzdaten in einen eindeutigen Zusammenhang mit den persönlichen Daten des Internetanwenders gebracht werden können. Falls dies der Fall ist, kann beispielsweise die Werbeindustrie die Personen, deren Neigungen und Vorlieben sie nun kennt, einfach und kostengünstig mit entsprechender (aber häufig unerwünschter) Werbung versorgen.

  • Sich häufig ändernde Informationen können über eine Website wesentlich schneller und kostengünstiger veröffentlicht oder per Newsletter an die elektronischen Postfächer der einzelnen Abonnenten versandt werden, als mit traditionellen Druckerzeugnissen und den damit notwendigen Einzelprozessen. Praktische Beispiele, in denen dieser Mehrwert genutzt wird, sind brandaktuelle Nachrichten beispielsweise auf den Online-Angeboten von Nachrichtenagenturen, tagesaktuelle Preislisten für Produkte mit Tagespreisen oder die neuesten Börsencharts.

  • Das Internet stellt verbesserte Möglichkeiten bereit, um nach bestimmten Informationen in einem umfangreichen Informationsbestand zu suchen. So können auch umfangreiche Datenbestände und Dokumente mit zig-Tausenden von Einzelseiten über Suchmaschinen (Datenbanken) bequem und schnell nach Stichwörtern gezielt durchsucht oder das Gesuchte über relevante Kategorien herbeigeklickt werden. Wer die Navigation durch das World Wide Web beherrscht, kommt wesentlich schneller zur gesuchten Information, als dies in einer ebenso umfassenden Bibliothek möglich wäre. 

  • Das Internet ermöglicht einfache und gezielte Preis- und Leistungsvergleiche (regional, national und weltweit) und schafft eine bisher im traditionellen Handel nicht da gewesene Markttransparenz für den Verbraucher.

  • Über ein Internetangebot ist es möglich, einen Anwender selbständig zu erkennen und dann vollautomatisch und dynamisch mit den Informationen zu versorgen, die für ihn relevant und interessant sind – die Informationsangebote können personalisiert werden. Durch geeignete Programme können die Interessen und Neigungen eines bestimmten Anwenders ermittelt werden, beispielsweise durch die Analyse seiner Rechercheanfragen bei Suchsystemen. Die ihm präsentierten und aus einer Datenbank erzeugten Seiten enthalten dann nur die Informationen aus dem gesamten Informationsbestand der Website, die seinem Interessenprofil entsprechen. Damit entfällt das unnötige und zeitintensive Durchsuchen des jeweiligen Internetangebots nach den gewünschten Informationen. Die Verhaltensmuster und Interessen des Anwenders können jedes Mal, wenn dieser die Website besucht, auf den neuesten Stand gebracht werden. 

    Bei der Personalisierung legt der Anbieter fest, in welchem Rahmen der Anwender das Diensteangebot an seine persönlichen Vorlieben anpassen kann. Man findet diese Personalisierungsmöglichkeiten beispielsweise bei Yahoo und dem virtuellen Marktplatz Ebay.

    Die Internettechnologien schaffen aber auch die Möglichkeit, die Wirkungs- und Funktionsweise eines Dienstes auf die thematischen und inhaltlichen Belange einer Person (Anwendergruppe) zuzuschneiden. Man bezeichnet dies als Individualisierung, bei der im Unterschied zur Personalisierung der Anwender die Wirkungs- und Funktionsweise eines Systems durch entsprechende Angaben an seine individuellen Vorstellungen anpaßt, oder umgekehrt, das System paßt sich dem Anwender an. Dazu muß es allerdings sein Verhalten protokollieren und auswerten. Da es hier leicht zu Mißverständnissen zwischen dem System und dem Anwender kommen kann, hat dieser meist die Möglichkeit, kontrollierend und korrigierend einzugreifen.

  • Die Informationen sind über eine Website theoretisch von jedem Ort aus zu jeder Zeit abrufbar und für viele Anwender gleichzeitig lesbar. Durch die gemeinsame Nutzung elektronischer Informationen können die Kosten für deren Bereitstellung gegenüber gedruckten Dokumenten (Bücher, Zeitungen,…) gesenkt werden. Diese gemeinsame Nutzung von Informationen lohnt sich vor allem für Dokumente, beispielsweise Lexika, Atlanten oder Enzyklopädien, deren Anschaffung sich für jemanden, der das Nachschlagewerk sehr selten benötigt, kaum lohnt.

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  • Im Gegensatz zu den traditionellen Angeboten (Rundfunk- und Fernsehsendungen, Fachzeitschriften, Fachbücher,…) kann der Nutzer selbst entscheiden, wann er wo welches Angebot nutzen möchte. So ist es beispielsweise möglich, zu jeder Zeit eine virtuelle Bibliothek zu benutzen oder bestimmte Artikel aus einer älteren Ausgabe einer Fachzeitschrift gezielt zu recherchieren und auf den eigenen Rechner herunterzuladen. Darüber hinaus können digitale Informationsangebote auch mit entsprechenden Programmen an die individuellen Vorstellungen angepaßt werden. Ein praktisches Beispiel hierfür wäre die nachträgliche Bearbeitung eines vom Internet heruntergeladenen Videos.

  • Falls beim Durchlesen der Inhalte einer Website Begriffe nicht verstanden werden, so gibt es zahlreiche sofort online verfügbare Lexika und Wörterbücher. Gibt es Schwierigkeiten aufgrund fehlender Vorkenntnisse, so kann über einen Link ein hierfür geeignetes Internetdokument sofort angesehen oder die fehlende Information mit Hilfe der zahlreich vorhandenen Such- und Informationsdienste gesucht bzw. gefunden werden. Dies unterstreicht einen ganz wesentlichen Mehrwert des Internets, nämlich die schnelle Verfügbarkeit der unterschiedlichsten Informationen.

  • Da die Informationen bei elektronischen Dokumenten wie etwa Internetseiten schon in digitaler Form vorliegen, können sie auf einfache Weise mit den modernen IT-Systemen archiviert werden, beispielsweise über eine Wissensdatenbank im XML- oder HTML-Format. Die so archivierten Informationen können später durch die Eingabe von Stichwörtern und die Angabe bestimmter Suchkriterien schnell und gezielt auf dem lokalen Rechner wieder gefunden werden. Das Suchergebnis kann alphabetisch, chronologisch oder auch nach sonstigen Kriterien sortiert und damit effektiv ausgewertet werden.

    Hinweis
    In elektronischer Form vorliegende Dokumente (Projektberichte, Zeitschriften, Bücher, Diplomarbeiten, Lexika, Kataloge, Verzeichnisse,…) haben aber noch weitere Vorteile:

    • Elektronische Dokumente können multimedial aufbereitet werden, etwa durch, Animationen oder Videos zur Erklärung eines Sachverhalts, Lernprogramme oder Bestellformulare, die einfach in das Dokument integriert werden.

    • Es ist ohne allzu großen Aufwand und Materialverbrauch möglich, Ideen zu sammeln und zu verbessern, um so schrittweise zu einer praktisch umsetzbaren Vorgehensweise zu gelangen. Die einzelnen Schritte können festgehalten werden, beispielsweise dadurch, daß man sie von einem Programm mitprotokollieren läßt oder die Zwischenergebnisse separat abspeichert. Das endgültige Ergebnis kann dann mit Hilfe von entsprechenden Metadaten und/oder über hierarchisch organisierte Kategorien für die weitere Verwendung leicht wiederauffindbar abgespeichert werden.  

    • Beliebige Dateien und elektronische Dokumente können in unbegrenzter Anzahl und ohne Qualitätsverlust auf einfache Art und Weise kopiert und über die Informations- und Kommunikationstechnologien des Internets in alle Welt verteilt werden. Die einfache Möglichkeit des Verteilens fördert die Kooperation, beispielsweise die gemeinsame Bearbeitung eines Dokuments.

      Hinweis
      Dies hat natürlich nicht nur Vorteile, da dadurch auch Mißbrauch leichter möglich ist. Darum setzt die Zusammenarbeit über das Internet verantwortungsbewußte Anwender voraus, die die Copyright-Bestimmungen bzw. das Urheberrecht beachten. 

    • Inhalte eines elektronischen Dokuments können korrigiert, ergänzt und in andere Dokumente in einem anderen Zusammenhang eingefügt und damit wiederverwendet werden, ohne daß das Ursprungsdokument zerstört wird. Damit ist es möglich, elektronische Dokumente schnell und einfach fortlaufend zu aktualisieren und weiterzuentwickeln.

  • Über die auf einer Website angebotenen Kommunikationsmöglichkeiten kann der Anwender raum- und zeitunabhängig und kostengünstig mit dem Internetanbieter oder anderen Besuchern der Website in Kontakt treten. Zum Austausch von Meinungen, Erfahrungen und Informationen oder zum Stellen von speziellen Fragen stehen E-Mail, Diskussionsforen, Diskussionslisten und Chatforen zur Verfügung. Mit entsprechender Bandbreite sind auch Videokonferenzen denkbar. Eine Nachricht bzw. eine darin enthaltene Frage, einmal in ein Diskussions- oder Chatforum geschrieben, kann von allen, die daran interessiert sind, theoretisch sogar weltweit gelesen werden. Damit erreicht die Nachricht und damit die Frage eine sehr hohe Zahl von Menschen, die diese vielleicht beantworten können. Ein weiterer Vorteil ist, daß der gesamte Informationsaustausch in den Diskussionsforen archiviert werden kann. Somit können bestimmte Informationen über lange Zeit hinweg mit entsprechenden Suchfunktionen leicht wieder gefunden werden. Auch die Inhalte entsprechender Chatforen können protokolliert, archiviert und später nachgelesen werden.

  • Über eine Website kann man die Informationen auch mit Hilfe bewegter Bilder wie Animationen und Videos in Kombination mit gesprochenem Text präsentieren. Damit ist es möglich, über Websites und deren multimediale Möglichkeiten die Art und Weise zu optimieren, wie Menschen Informationen aufnehmen. Hier ist beispielsweise die Kombination aus Animation und gesprochenem Text zur Erklärung von komplexen (technischen) Zusammenhängen zu nennen.

  • Die in einer Website angegebenen und per Hyperlink verknüpften Internetobjekte (Texte, Programme, Bilder, Audios, Animationen und Videos), beispielsweise von Ministerien, Autoren oder Herstellern, können im Gegensatz zu Literaturhinweisen in Büchern oder Zeitschriften mit einem Mausklick sofort betrachtet werden. Weiterführende Buchliteratur muss erst umständlich bestellt und bezahlt werden, während die Inhalte der Websites (Internetseiten), auf die externe Links verweisen, meist kostenlos einzusehen sind. Die Verknüpfung kann dabei zur besseren Verständlichkeit auch über ein Bild erfolgen.

    Hinweis
    Die Hypertexttechnologie führt aber auch nicht selten dazu, daß man sich in der Menge der miteinander verknüpften Einzelinformationen verliert, vor allem dann, wenn wenig Vorwissen vorhanden ist und viele einzelne Informationen deshalb erst zu Wissen verarbeitet werden müssen.

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