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Virtuelle Marktplätze

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Buch geöffnetVirtuelle Marktplätze

Das Prinzip eines elektronischen Marktplatzes ist die automatische Zusammenführung von Angebot und Nachfrage.

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Wie bereits erwähnt wurde, bringt der Anbieter eines virtuellen Marktplatzes Käufer und Verkäufer, meist aus einer bestimmten Branche, auf seiner Plattform zusammen. Das Ziel des Anbieters ist es dabei, möglichst viele Käufer und Verkäufer auf seinem Marktplatz zu versammeln. Gerade für B2B-Marktplätze ist es sogar notwendig, daß hierbei eine kritische Masse erreicht wird, da es der Anbieter nur so schaffen wird, große Unternehmen und andere B2B-Marktplatz-Anbieter als Partner zu gewinnen, die wiederum hilfreich beim Aufbau des Vertrauens von Neukunden sind und für finanzielle Sicherheit sorgen können. 

Für weniger bekannte Unternehmen hat ein gut besuchter virtueller Marktplatz den Vorteil, daß sie durch dessen große Bekanntheit einen größeren Kundenkreis ansprechen können. Dies beruht auf dem Grundgedanken, daß eine ganze Ansammlung von Unternehmen einer Branche eher aufgesucht wird als ein einzelnes. 

Natürlich sind virtuelle Marktplätze auch für den B2C-Bereich interessant; bekannte Beispiele hierfür sind Online-Auktionen wie Ebay oder Atrada und Online-Kleinanzeigenmärkte.

Ein virtueller Marktplatz kann für den Nutzer (Käufer, Verkäufer) folgende Werkzeuge bereitstellen: 

  • Ausschreibungen
    Über eine Ausschreibung kann ein geplanter Auftrag der öffentlichen Hand (behördliche Ausschreibung), eines Unternehmens (gewerbliche Ausschreibung), aber auch eines beliebigen privaten Auftraggebers (private Ausschreibung) bekannt gegeben werden. Eine Ausschreibung soll dem Auftraggeber helfen, das wirtschaftlichste Angebot für einen Auftrag (Dienstleistung oder Ware) zu finden.
    Mehr über Ausschreibungen erfahren Sie in der Lektionseinheit „Günstig einkaufen“ und dort im Abschnitt „Ausschreibungen„. 

  • Online-Auktionen
    Bekannte Auktionsformen sind englische Auktionen (steigende Gebote bis höchstbietender Käufer Zuschlag erhält), holländische Auktionen (vorgegebener Preis wird gesenkt bis erster Bieter akzeptiert) und umgekehrte Auktionen, sogenannte Reverse Auctions (Startpreis wird vorgegeben, Verkäufer bzw. Lieferanten unterbieten diesen Preis, Verkäufer bzw. Lieferant mit geringstem Gebot erhält Zuschlag).
    Mehr über Online-Auktionen erfahren Sie in der Lektionseinheit „Günstig einkaufen“ und dort im Abschnitt „Auktionen„.

  • Gruppenkauf (Powershopping)
    Hierbei handelt es sich um die Möglichkeit, durch die Bildung von Kaufgemeinschaften (Bündelung von Bestellungen von Einkäufern gleicher Produkte) einen entsprechenden Mengenrabatt zu bekommen und so die Einkaufspreise zu drücken. Je mehr Einkäufer sich bereit erklären, ein bestimmtes Produkt zu kaufen, desto billiger wird es für den einzelnen. Ein fester Mindestbetrag kann dabei jedoch nicht unterschritten werden.
    Mehr über Powershopping erfahren Sie in der Lektionseinheit „Günstig einkaufen“ und dort im Abschnitt „Gruppenkauf (Powershopping)„.

  • Kleinanzeigenmärkte und Tauschbörsen
    Dabei handelt es sich um die elektronische Ausführung der von den entsprechenden Rubriken der Tageszeitungen und Fachzeitschriften her bekannten Kleinanzeigenmärkte – nur eben kostengünstiger, mit verlängerter Zugriffsdauer, größerer Reichweite (deutschlandweit, europaweit,…) und mit erweiterten Präsentationsmöglichkeiten (Bilder des Produkts). Das gleiche gilt für die sogenannten Tauschbörsen, bei denen Produkte mit ähnlichem Wert (Differenz wird durch Geldwert ausgeglichen) getauscht werden.
    Mehr über Kleinanzeigenmärkte und Tauschbörsen erfahren Sie in der Lektionseinheit „Günstig einkaufen“ und dort im Abschnitt „Kleinanzeigenmärkte und Tauschbörsen„. 

  • Kataloge (Lieferkataloge)
    Damit können die Preise der Waren (und damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen) von verschiedenen Anbietern über entsprechende Suchformulare gezielt verglichen und somit transparent gemacht werden.  
    Der Vorteil für den Kunden liegt vor allem darin, daß mehrere Einzelkataloge zu einem Gesamtkatalog überführt werden und der Kunde dann herstellerunabhängig und produktbezogen den Gesamtkatalog durchsuchen und auswerten kann. Weiterhin muß man sich nicht mit der jeweiligen Anwendung der Einzelkataloge abmühen, sondern es reicht, wenn man mit dem Gesamtkatalog zurecht kommt. 

    Hinweis Hinweis
    Kataloge für die unterschiedlichsten Produkte und Dienstleistungen (Aus-/Weiterbildung, Auto, Betrieb/Büro/Gewerbe, Heim/Haus, Hobby/Freizeit, Sicherheit, Sport,…) finden Sie beispielsweise unter „www.kataloge.de„.

  • Community
    Untersuchungen haben ergeben, daß ein Großteil der Online-Käufer während des Einkaufs gerne kommunizieren würde, um Ratschläge und Meinungen von anderen einzuholen. Dazu stellt die Community die entsprechenden Kommunikationswerkzeuge (Diskussions- und Chatforen, Bewertungssysteme, Online-Umfragen,…) bereit, mit Hilfe derer die Käufer und Verkäufer eigene Inhalte generieren können, indem sie untereinander diskutieren, sich unterstützen oder Anregungen geben. 

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    In Diskussionsforen können sie selbst Diskussionen anzustoßen, eigene Artikel schreiben und auf die Beiträge anderer Mitglieder reagieren. Diese Beiträge, bestehend aus Nachrichtentitel und Nachrichtentext, werden dann auf dem Server mit Angabe des Autors, des Datums und der Uhrzeit abgespeichert. Dadurch können sie auch später leicht wiederauffindbar archiviert werden. Das Schreiben von Beiträgen ist allerdings nur für registrierte Mitglieder erlaubt, um die Qualität der Artikel zu erhöhen und dem zufälligen Besucher einen Anreiz zur Registrierung zu geben. Dieser kann dann, falls er den Informationsaustausch als glaubwürdig einschätzt, als Kunde gewonnen und an den Anbieter gebunden werden.

    Eine weitere Kommunikationsmöglichkeit bietet ein Chatforum, bei dem sich die Mitglieder via Tastatur in Echtzeit unterhalten können. Dies kann innerhalb einer Gruppenkommunikation geschehen, wo die Kurznachrichten von mehreren Teilnehmern gesendet und empfangen werden, oder man zieht sich zurück in einen Privatchat, um unter vier Augen (20 Fingern) zu chatten. Oft entwickeln sich so engere soziale Kontakte unter den Mitgliedern, was ebenfalls ihre Bindung an die Community erhöht.

    Das Bewertungssystem zur Beurteilung von Produkten und Leistungen unterstützt die Community-Mitglieder bei der Entscheidung für oder gegen den Kauf/Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung von einem bestimmten Käufer/Verkäufer. 

    Innerhalb einer virtuellen Gemeinschaft (Community) können die Käufer und Verkäufer Informationen, Meinungen und Tipps austauschen. Beispielsweise kann der Käufer mit anderen über den Service, die Zahlungskonditionen und weitere Kriterien diskutieren, die für die Kaufentscheidung relevant sind. Damit beschränkt sich die gewonnene Information nicht, wie das beispielsweise bei den Preisdatenbanken der Fall ist, nur auf einen Preisvergleich, sondern durch die Community wird ein umfassender Preis-/Leistungsvergleich ermöglicht. 
    Da die Kommunikation archiviert wird, entsteht mit der Zeit eine umfangreiche Wissensdatenbank, die wiederum als wichtige Hilfe im täglichen Einsatz herangezogen werden kann, beispielsweise zur Beantwortung wichtiger Fragen. 
    Die Community dient dem Aufbau von neuen und langfristigen Kundenbeziehungen durch soziale Bindung des Kunden. 
    Mehr über Communities erfahren Sie in der Lektion „Virtuelle Gemeinschaften„.

  • elektronische Branchenbücher 
    Dabei handelt es sich meist um eine speziell dafür vorgesehene Rubrik des Marktplatzes, unter der die Unternehmen mit wesentlichen Firmeninformationen und einem Link auf ihre jeweilige Homepage aufgelistet sind.  

  • Informationsangebote 
    Damit sind in der Regel branchenspezifische Nachrichten und Infos gemeint, wie etwa Marktforschungsergebnisse, Marktstudien oder Branchen-Berichte.

Zusätzlich zu den genannten Elementen unterstützen viele Markplatzanbieter den Kunden bei der elektronischen Logistik und Online-Zahlungsverfahren und bieten einen umfassenden Service von der Anforderung bis zur Lieferung der Ware.

In der Regel werden die virtuellen Marktplätze von Drittfirmen betrieben, die es den Käufern und Verkäufern ermöglichen, die elektronische Handelsplattform mit geringem Aufwand zu nutzen. 

Natürlich möchte der Anbieter des Marktplatzes von seiner Plattform profitieren; dazu stehen ihm folgende wichtige Einnahmequellen zur Verfügung: 

  • Mitgliedsbeiträge (Feste Grundgebühren pro Monat oder Quartal)
  • Transaktionsprovisionen  
    Das bedeutet, daß der Marktplatzanbieter im Falle eines erfolgreichen Geschäftsabschlusses seiner Kunden beispielsweise einen prozentualen Anteil vom Verkaufspreis erhält. 
  • Gebühren für hochwertige Informationen oder Kaufangebote/-gesuche
  • Provisionen für zusätzliche Dienstleistungen (Logistik, Bezahlung per Treuhandkonto, Lieferung,…)
  • Verkauf eigener Produkte über die Plattform
  • branchenspezifische Werbung

Neben dem Handel zwischen Käufern und Wiederverkäufern verzeichnet der Business-to-Business-Bereich hohe Zuwachsraten im Geschäft zwischen Zulieferern und Herstellern. 

Praxistip

Bislang waren Zulieferfirmen oftmals gezwungen, teuere Speziallösungen anzuschaffen, die an die Warenwirtschaftssysteme der Hersteller angekoppelt wurden und direkte Bestellungen sowie den Abgleich des Lagerbestands ermöglichten. Solche Aufgaben lassen sich heute wesentlich preiswerter über das Internet per B2B-Marktplatz lösen. 

Die meisten Marktplätze existieren im Bereich der allgemeinen Beschaffung, für den medizinischen Bedarf und das Gesundheitswesen, im Elektronikbereich und der Land- und Forstwirtschaft. Auf diesen Marktplätzen kann normalerweise aus einem Multi-Lieferanten-Katalog gewählt werden, teilweise lassen sich Restposten über Auktionen erwerben. Eine weitere Möglichkeit zur preisgünstigen Warenbeschaffung ist Powershopping, bei dem – wie bereits beschrieben – der Preis von der Anzahl der Käufer abhängt. Allerdings existieren noch zahlreiche Bereiche in Deutschland, in denen sich zukünftig kleine vertikale Marktplätze oder ein großer horizontaler etablieren können. So besteht beispielsweise der Maschinenbau aus sehr vielen vergleichsweise kleinen Unternehmen, was im Prinzip eine ideale Voraussetzung für den Aufbau eines Marktplatzes darstellt. Viele dieser jetzt noch ungenutzten Möglichkeiten werden allerdings erst dann wirtschaftlich interessant, wenn die Kosten für Marktplatzsoftware weiter sinken, die Internetnutzung in Unternehmen weiter steigt und für die Abwicklung von Transaktionen in den Firmen selbstverständlich wird.

Nachfolgend soll nun kurz der horizontale B2B-Marktplatz „IHB“ (www.ihb.de oder www.holzboerse.de) vorgestellt werden, der Käufer und Verkäufer zusammenbringen soll, die in der Holzbranche tätig sind. 

Um mit Holz, Maschinen und Dienstleistungen zu handeln, trifft sich die Branche (Waldbesitzer, Sägewerke, Holzhändler, Agenten, Furnierhersteller, Plattenhersteller, Treppenbauer, Fensterfabrikanten,…) seit 1996 auf der Handelsplattform von IHB. Über Online-Kleinanzeigenmärkte und Auktionen können die Verkäufer ihre Waren und Dienstleistungen viersprachig (Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch) den interessierten Käufern anbieten bzw. Käufer ihren Bedarf anmelden. 

In der IHB Holzbörse wird beispielsweise mit Holz gehandelt. Ähnlich einem Kleinanzeigenmarkt sind hier Angebote und Gesuche aufgelistet, insgesamt 693, wobei in den letzten 7 Tagen 181 in die Kleinanzeigenbörse gestellt wurden, davon 32 am Tag, an dem die Börse besucht wurde.


Abb. Ihb.de – Holzbörse (Holzprodukte)


Ein Klick auf das Angebot „Seitenware Birke parallel besäumt 26×100/125/150 mm“ liefert weitere Details. 

Hinweis
Die mit „*“ gekennzeichneten Firmendaten sind natürlich nur für registrierte Teilnehmer des Marktplatzes zugänglich und können von diesen über die Schaltfläche „Kontakt aufnehmen“ und der anschließenden Eingabe der Zugangsdaten eingesehen werden. Ansonsten gelangt man ebenfalls über die genannte Schaltfläche zum Registrierungsformular für Neukunden.  


Abb. Ihb.de – Holzbörse (Holzprodukte) – Angebot „Seitenware Birke parallel besäumt 26×100/125/150 mm“


Zusätzlich zu der vorher gezeigten Holzbörse gibt es auch eine Maschinen- und Dienstleistungsbörse, in denen mit Maschinen und Dienstleistungen, die die Holzbranche betreffen, gehandelt wird. 


Abb. Ihb.de – Dienstleistungsbörse (Holz-Dienstleistungen)


Weitere Servicefunktionen von IHB sind umfangreiche Informationen rund um das Thema Holz (tagesaktuelle nationale und internationale Nachrichten, Normen, Lexikon, Branchenadressen, Newsletter, Termine,…).



Abb. Ihb.de – News


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Das Hauptziel, das der Anbieter mit dem vorher gezeigten Marktplatz verfolgt, ist die Zusammenführung des an Produkten bzw. Dienstleistungen aus der Holzbranche interessierten Käufers mit dem betreffenden Verkäufer bzw. Anbieter. 

Online-Stellenmärkte

Eine weitere interessante Form eines virtuellen Marktplatzes sind Online-Stellenmärkte, deren Anbieter dem Stellensuchenden entsprechend seinem Qualifikationsprofil das passende Stellenangebot vermitteln wollen. 

Es gibt mittlerweile ein riesiges Angebot an Datenbanken, in die sowohl Jobsuchende als auch -anbietende die aus Stellenanzeigen in der Zeitung bzw. aus Bewerbungsanschreiben bekannten Daten eintragen können. Zur meist kostenlosen Anmeldung für diesen Service sind lediglich Name, Anschrift und E-Mail-Adresse notwendig. In vielen Fällen lassen sich diese Anzeigen auch anonym, d.h. per Chiffre aufgeben, damit etwa der Chef nicht schon verfrüht von einem bevorstehenden Job-Wechsel Wind bekommt.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können diese Datenbanken per Suchmaschine durchsuchen und, falls die gestellten Anforderungen mit dem gefundenen Job oder der gefundenen Person übereinstimmen, Kontakt mit dem jeweils anderen aufnehmen. Beide Seiten sparen sich dadurch einen erheblichen Zeit-, Arbeits-, und Kostenaufwand. Für den Arbeitsuchenden ist die Jobsuche bei allen Job-Börsen kostenlos, für den Job-Anbieter fallen Gebühren an, die sich bei einer Laufzeit von beispielsweise 4 Wochen zwischen 25 und 500 Euro bewegen können.

Eine sehr nützliche Funktion, die von immer mehr Job-Börsen (Stepstone.de, Monster.com,…) angeboten wird, ist die Benachrichtigung per E-Mail (Job-Agent). Die Inanspruchnahme dieses Dienstes ist dann sinnvoll, wenn man vorher auch nach ausgiebiger Suche bei verschiedenen Online-Stellenmärkten nicht das gewünschte Stellenangebot oder den passenden Bewerber gefunden hat und nun automatisch vom Anbieter der Jobbörse informiert werden möchte, falls eine passende Stelle oder ein passender Bewerber gefunden wurde. Um die Chance hierfür zu erhöhen, gibt es Stellenmärkte wie Skillxl.de (www.skillxl.de); dort können Unternehmen ihre Stellenausschreibungen erstellen und an die jeweils relevanten von über 400 Jobbörsen, die auf dieser Plattform gebündelt sind, verteilen. 

Das gleiche gilt für den Stellensuchenden, der über 400 Jobbörsen nach der gewünschten Stelle durchforsten kann. Einige Stellenmärkte, die mit Skillxl.de zusammenarbeiten, sind Bankjob.de, Jobpilot.de, SIS (der Stellen-Informations-Service der Bundesanstalt für Arbeit), Computerjobs24, Ingenieurweb.de, Jobsintown.de, Mamas.de, Monster.de und StepStone.de.


Abb.  Skillxl.de – Was ist SkillXL ?


Online-Stellenmärkte haben gegenüber traditionellen Job-Börsen eine Reihe von Vorteilen:

  • Die Stellenanzeigen können kostengünstiger veröffentlicht werden, da sie mit relativ geringem Aufwand entworfen, getextet und gestaltet werden können. Nach dem Abschluss der Layout-Arbeiten fallen für die Produktion der Stellenanzeigen bei den elektronischen Jobbörsen im Vergleich zu den Printmedien kaum noch Kosten mehr an. 
  • Da alle Informationen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf,…) elektronisch erfaßt und transportiert werden und somit auch in elektronischer Form zur Verfügung stehen, können diese einfacher und schneller von den Unternehmen ausgewertet werden. Außerdem entfallen Zeit- und Kostenaufwand für das Verschicken auf dem umständlichen Postweg.
  • Sowohl Stellenangebote als auch Stellengesuche können einfach und schnell, gegebenenfalls sogar täglich aktualisiert werden. 
  • Die Stelleninformationen sind 7 Tage die Woche rund um die Uhr verfügbar, bei den Printmedien erst zum Erscheinungszeitpunkt.
  • Die Stellenanzeigen sind weltweit verfügbar. 

Für Online-Stellenmärkte gelten folgende wichtige Bewertungskriterien:

  • Das Verhältnis zwischen Stellenangeboten und -gesuchen sollte ausgewogen sein (gut wäre hier, wenn das aktuelle Verhältnis in Bezug auf jeweilige Berufsgruppe leicht erkennbar angegeben wird). Viele Stellenangebote und wenig -gesuche führen dazu, daß der Stellensuchende zwar aus einem großen Angebot auswählen kann, viele Stellen aber zumindest über den betreffenden Online-Stellenmarkt nicht besetzt werden können. Auch der umgekehrte Fall ist nicht wünschenswert, da er auch nicht zur Zufriedenheit beider Seiten führt, sondern eine bevorzugt.

    Einer der wenigen Stellenmärkte, auf dem zumindest das Gesamtverhältnis zwischen Stellenangeboten und -gesuchen angezeigt wird, ist Jobjet.de (www.jobjet.de). Über einen Klick auf den Link „bewerber“ im Hauptmenü auf der Startseite gelangt man auf die entsprechende Einstiegsseite.


    Abb.  Jobjet.de – Startseite (Hauptmenü)


    Unter der ersten Rubrik „Jobsuche“ findet man die aktuell bei Jobjet.de verfügbaren Stellenangebote, nämlich 23718. Klickt man dann im Hauptmenü (auf jeder Seite oben zu sehen) auf den Eintrag „Unternehmen„, erhält man die Einstiegsseite für Unternehmen.


    Abb. Jobjet.de – Informationen für Bewerber


    Ebenfalls in der ersten Rubrik „Bewerbersuche“ sind dort aktuell 12435 nationale und internationale Stellengesuche (Bewerber) angegeben. Zum Zeitpunkt des Aufrufs waren also fast doppelt so viele Stellenangebote vorhanden als Stellengesuche, wobei hier natürlich nicht nachgeprüft wurde, ob die Angebote und Gesuche tatsächlich noch dem aktuellen Stand entsprechen.

    Wirklich aussagekräftig ist aber letztendlich nur das Verhältnis von Stellenangeboten zu -gesuchen für die gewünschte Berufsgruppe, in die man den betreffenden Beruf einordnen kann; es nützt wenig, wenn dieses Verhältnis bei den Ingenieuren allgemein ausgewogen ist und man bei der Suche nach einer Stelle als Ingenieur der Elektrotechnik feststellt, daß ein krasses Mißverhältnis besteht.


    Abb. Jobjet.de – Informationen für Unternehmen


    Hinweis
    Auffällig bei Jobjet.de ist die übersichtliche Aufteilung der Einstiegsseiten, eine für die Bewerber und eine für die Unternehmen. Der Stellenmarkt bietet, wie man an den zahlreichen Rubriken sehen kann, auch umfangreiche Zusatzinformationen. 

  • Die Online-Funktionalität des Stellenmarktes sollte gegeben sein, d. h. die technischen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internets werden bestmöglich genutzt, um den Stellensuchenden und -anbietenden tatsächlich Mehrwerte zu bieten. 
  • Die Stellenanzeigen sollten immer aktuell gehalten werden.
  • Die Suchfunktionen sollten sehr umfangreich und vielfältig sein, um möglichst gezielte Suchanfragen stellen zu können, die wiederum zu präzisen Suchergebnissen führen.
  • Es sollten zusätzliche Informationen auf dem Stellenmarkt angeboten werden wie etwa die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen, Musterlebensläufe, Wissenswertes zum Vorstellungsgespräch oder eine Newsletter mit nützlichen Karrieretipps.
  • Falls der Stellenmarkt Schwerpunkte setzt (beispielsweise bestimmte geographische Zielgebiete, Branchen oder Berufsgruppen), sollte dies sofort erkennbar sein.

Praxistip

Wenn Sie bereits die ein oder andere Firma ins Auge gefaßt, in den Job-Börsen aber nichts Passendes gefunden haben, lohnt sich immer auch ein direkter Blick auf die jeweilige Firmen-Homepage. Immer mehr Unternehmen nutzen ihre Homepage auch zur Personalsuche (Personalmarketing und „eRecruiting“); die relevanten Bereiche sind häufig unter den Rubriken „Jobs“, „Karriere“ oder „Stellenangebote“ zu finden. Dort finden Sie neben konkreten und ganz aktuellen Angeboten oftmals auch die Kontaktadressen für eine Blindbewerbung. Dies gilt übrigens auch für staatliche Einrichtungen wie Universitäten oder Ämter. 

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Wichtige Quellen für Jobangebote sind auch: „Die Stellenanzeigen-Rubriken, die in Tageszeitungen (z. B. Süddeutsche Zeitung, http://jobcenter.sueddeutsche.de/index.php) und Fachzeitschriften angeboten werden und die regionalen Stellenmärkte der Städte und Gemeinden, die man am besten über Meinestadt.de (http://home.meinestadt.de/deutschland/stellen) und die Eingabe der betreffenden Stadt finden kann, es erscheint dann, das jeweilige Portal der Stadt, dort klicken Sie dann auf den Menüpunkt „Stellenmarkt“ den Sie rechts im Hauptmenü finden“.

Das Unternehmen jobsintown.de AG ist der Spezialist für regionale Stellenmärkte in Deutschland. Als einzige Stellenbörse platziert dieses Unternehmen Angebote parallel neben dem Internet-Auftritt in Stadtmagazinen und bundesweiten auflagenstarken Zeitungen und verbreitet sie zusätzlich über Hörfunkspots.

Ein guter Online-Stellenmarkt für die deutschland- und weltweite Suche nach Stellenangeboten und -gesuchen ist Jobpilot.de, der unter der Adresse www.jobpilot.de zu finden ist. Ob ein Stellenmarkt Schwerpunkte setzt, sollte auf der Startseite angegeben werden; manchmal kann man es am Suchformular erkennen und im schlechtesten Falle erst bei der Auswertung des Suchergebnisses. Liefert es beispielsweise nur gute Suchergebnisse, wenn Berufe aus einer bestimmten Branche eingegeben werden, dann liegt nahe, daß der Stellenmarkt hier Schwerpunkte setzt.

Eine Angabe über das Verhältnis von Stellenangeboten und -gesuchen für die einzelnen Berufsgruppen war zum Zeitpunkt des Aufrufs leider nicht zu finden. Neben einer großen Auswahl an Stellenangeboten gibt es auch weitere Informationen rund um das Thema „Arbeit und Karriere“, beispielsweise das Karriere-Journal mit News und Artikeln zum Thema. 

Eine Übersicht über die Service-Leistungen, die Jobpilot.de für die Arbeitgeber anbietet, kann über den Link „Für Arbeitgeber“ aufgerufen werden, der sich oben links befindet.


Abb. Jobpilot.de – Startseite


Dort findet man nun die einzelnen Serviceleistungen, deren Hauptziel es ist, die Unternehmen bei der schnellen und effizienten Suche von entsprechend qualifizierten Arbeitskräften zu unterstützen. Zu jedem Service-Angebot gibt es eine Kurzbeschreibung; falls man beispielsweise weitere Informationen über den Service „Bewerberdatenbank“ erhalten möchte, klickt man einfach unter der betreffenden Rubrik auf den Link „mehr„. 


Abb. Jobpilot.de – Für Arbeitgeber (Service-Übersicht)


Abb. Jobpilot.de – Für Arbeitgeber – Die Bewerberdatenbank


Für Stellensuchende bietet Jobpilot.de eine ausgefeilte Suchfunktion an, die im Hauptmenü links unter dem Link „Stellenangebote“ zu finden ist. 

Im nachfolgenden Beispiel werden dazu deutschlandweite Stellenangebote der letzten 4 Wochen durchsucht, die dem Berufsfeld „IT/Telekommunikation“ bzw. dem Internetbereich und der Branche „Elektrotechnik“ zugeordnet sind. 


Abb.  Jobpilot.de – Stellenangebote – Suchmaschine – Suchanfrage  


Nach dem Anklicken der Schaltfläche „Suchen“ erscheint ein weiteres Suchformular mit entsprechenden Suchkriterien, um die Suche zu verfeinern.


Abb. Jobpilot.de – Stellenangebote – Suchmaschine – Suchanfrage (Suche verfeinern) 


Nach dem Anklicken der Schaltfläche „Suche starten“ liefert Jobpilot.de die in der betreffenden Datenbank gefundenen (mit der Suchanfrage übereinstimmenden) Stellenangebote, die mit einem Klick auf den Titel der Stellenanzeige angezeigt werden können.


Abb.  Jobpilot.de – Stellenangebote – Suchmaschine – Suchergebnis


Ein weiteres nützliches Angebot ist die Community in Form von Experten-Chats und Webforen. So fand beispielsweise ein Experten-Chat am 20.11.2002 von 17 bis 18 Uhr mit der Expertin „Suzanne Walter“ statt und behandelte das Thema „Karriere im Ausland“. Über den Link „zum Chat-Archiv„, der sich unten links befindet, kann man in den bereits stattgefundenen und archivierten Experten-Chats stöbern. 


Abb.  Jobpilot.de – Chats & Foren (Übersicht)


Recht interessant klingt beispielsweise der Chat vom 21.08.2002 mit dem Titel „IT-Zertifikate„, dessen Inhalt mit einem Klick auf den gleichnamigen Link angezeigt werden kann.


Abb.  Jobpilot.de – Chats & Foren – Chat-Archiv


Abb.  Jobpilot.de – Chats & Foren – Chat-Archiv – Experten-Chat zum Thema „IT-Zertifikate“


Auf der Übersichtseite zu „Chats & Foren“ werden neben den Experten-Chats auch Webforen für Bewerber, Berufseinsteiger, Bewerber, die im Berufsleben stehen und Studenten & Auszubildende angeboten. Über den Link „Bewerber“ beispielsweise kann das gleichnamige Webforum angezeigt werden. 


Abb.  Jobpilot.de – Chats & Foren (Übersicht)


Wie man an der Spalte „Datum“ erkennen kann, wird dieses Forum von den Mitgliedern von Jobpilot.de häufig genutzt. Die Registrierung ist übrigens nur dann notwendig, wenn man eigene Beiträge schreiben möchte, gelesen werden können diese von allen Interessierten.

Insgesamt werden von Jobpilot.de die technischen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internets gut genutzt, um dem Stellensuchenden und -anbietenden die Mehrwerte zu zur Verfügung zu stellen, die offline nicht oder nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand zu haben sind.


Abb.  Jobpilot.de – Chats & Foren – Bewerber-Foren – Webforum für „Bewerber“


Praxistip

Für eine umfassende Stellensuche sind übrigens spezielle Meta-Suchmaschinen besser geeignet als eine einzelne Jobbörse, da sie eine Suchanfrage gleich an mehrere Stellenmärkte gleichzeitig weiterleiten und so auf ein wesentlich größeres Stellenangebot zugreifen können als dies bei einer einzelnen möglich ist.

Ein besonders einfach zu bedienendes Angebot dieser Art ist Jobworld.de (www.jobworld.de). Dort gibt man Suchbegriffe ein, die den gewünschten Job beschreiben, definiert die Suchkriterien (Postleitzahl/Region, Branche, Funktion, Maximale Suchzeit) und schickt mit einem Klick auf die Schaltfläche „Job finden“ die Suchanfrage zum Jobworld-Server.

Hinweis
Im Suchformular können weiterhin auch nur bestimmte Stellenmärkte ausgewählt werden, die durchsucht werden sollen, oder man übernimmt die automatische Voreinstellung, bei der alle mit Jobworld.de zusammenarbeitenden Stellenbörsen abgefragt werden.


Abb.  Jobworld.de – Suchmaschine  – Suchanfrage


Als Suchergebnis erhält man dann eine Liste mit Links zu den abgefragten Stellenmärkten. Die Spalte „Treffer“ zeigt dabei an, wie viele passende Stellenangebote bei der betreffenden Jobbörse gefunden wurden. Bei der Süddeutschen Zeitung (www.sueddeutsche.de) beispielsweise wurden 3 Stellenangebote gefunden. Mit einem Klick auf den Link „sueddeutsche.de“ gelangt man zum entsprechenden Suchergebnis.


Abb.  Jobworld.de – Suchmaschine  – Suchergebnis


Dort erhält man die genaue Bezeichnung der Position des gefundenen Stellenangebots, das private oder staatliche Unternehmen, von dem die Stelle ausgeschrieben wurde, sowie den Dienstsitz und das Datum, an dem die Stellenanzeige aufgegeben wurde. Mit einem Klick auf den Link „Laboringenieur/in“ beispielsweise könnte man nun weitere Einzelheiten zu diesem Stellenangebot erfahren.


Abb.  Jobworld.de – Suchmaschine  – Suchergebnis (Süddeutsche Zeitung)


Relevante Internetadressen:

Meta-Suchdienste

www.jobworld.de

www.jobrobot.de

www.cesar.de

deutschland- und weltweite Stellenmärkte

www.careernet.de oder www.stepstone.de

www.stellenanzeigen.de

www.jobpilot.de

www.jobscout24.de

www.jobs.de

http://neuvoo.de/de  
Neuvoo ist eine Jobsuchmaschine, die automatisch und kostenlos Jobs von Unternehmen, Vermittlungsagenturen und Jobbörsen indexiert. Die Jobsuchmaschine bietet um die 450.000 Stellen in Deutschland an (Stand: 03/2016).

www.jobs.zeit.de

www.monster.com oder www.job.de

www.yourfirm.de
Die Online-Jobbörse Yourfirm.de ist die erste Adresse für Fach- und Führungskräfte auf der Suche nach Stellenangeboten und Arbeitgebern im Mittelstand. Statt altbekannter Großkonzerne und Zeitarbeitsfirmen stehen hier ausschließlich führende mittelständische Unternehmen, sogenannte Hidden Champions im Fokus. Bewerber haben auf Yourfirm die Möglichkeit, gezielt nach Stellenanzeigen, Praktika, Trainee- und Ausbildungsstellen im Mittelstand zu suchen. Darüber hinaus bietet der umfangreiche Karriere-Ratgeber wertvolle Bewerbungstipps sowie detaillierte Informationen zur Karriereplanung und weiteren interessanten Themen. Die Seite ist für Stellensuchende weder anmelde- noch kostenpflichtig.

www.jobware.de

www.stellenmarkt.de

www.sueddeutsche.de

www.jobjet.de

www.worldwidejobs.de

Stellensuche der Bundesagentur für Arbeit http://jobboerse.arbeitsagentur.de


Abb.  Arbeitsamt.de – Online-Jobbörsen-Sortiment


branchenbezogene Stellenmärkte

Jobs für Ingenieure www.ingenieurweb.de

Jobs für Internet- und Multimediaspezialisten www.multimedia.de

www.financecareer.de, financecareer.de ist ein kostenloser, überregionaler Stellenmarkt für Fach- und Führungskräfte im Bereich Finanz- und Rechnungswesen

Hinweis
Ein ähnliches Ziel wie die eben vorgestellten Online-Stellenmärkte, nämlich, Menschen mit bestimmten Eigenschaften und Interessen zusammenzubringen, verfolgen virtuelle Kontaktmärkte mit Kontaktanzeigen, Singlereisen oder Singleparties, die den kontaktwilligen Mann entsprechend seinem Wesensprofil und Aussehen mit der ebenfalls kontaktwilligen und passenden Frau zusammenbringen möchten. Auch die Benutzung geschieht auf ähnliche Art und Weise wie die eines Online-Stellenmarkts. Einige bekannte Anbieter sind das Datingcafe.de (www.datingcafe.de), Matchnet.de (www.matchnet.de), Friendscout24.de (www.friendscout24.de) oder Liebe.de (www.liebe.de).


Finanzmärkte

Auch die Börse ist im Prinzip ein Marktplatz;  unter dem Dach der „Deutsche Börse AG“ versuchen Angestellte von Banken oder Maklerfirmen (sogenannte Broker) , Käufer und Verkäufer für Aktien, Optionen und Anleihen zusammen zu bringen.

Will man beispielsweise Aktien kaufen oder verkaufen, so teilt man diesen Wunsch der Bank etwa per E-Mail, Telefon oder Fax mit, die dann die Order (Auftrag) an die Börse weiterleitet oder in dem elektronischen Handelssystem „Xetra“ bekannt gibt. Findet sich jemand, der die Aktien zum angegebenen Preis verkauft, kommt es zum Handel, ansonsten heißt es abwarten oder den maximalen Preis, den man bereit ist, zu bezahlen (Limit), zu erhöhen. Wie es auf einem Markt nun einmal ist, bestimmen auch hier Nachfrage und Angebot den Preis. 

Das am meisten an der Börse gehandelte Objekt ist die Aktie, die ein Anteilschein am Eigenkapital einer Firma ist. Wer also Aktien kauft, wird Teilhaber am jeweiligen Unternehmen, wenn auch meist nur zu einem sehr geringen Teil. Besteht die Aussicht, daß ein Unternehmen (Aktiengesellschaft) beispielsweise durch aktuelle zukunftsweisende und gewinnträchtige Projekte ihr Eigenkapital in absehbarer Zeit erhöht, dann steigt auch der Kurs seiner Aktien. Der aktuelle Aktienkurs zeigt an, wie viel die jeweilige Aktie im Moment wert ist. Eigentlich sollte der Kurs auch die Gewinnaussichten des jeweiligen Unternehmens wiederspiegeln; daß dies in der Realität oftmals anders aussieht, zeigte eindrucksvoll der neue Markt, der vielen (Klein)-Aktionären im Fieber des Aktiengefechts eine Menge Geld gekostet hat, und man hierbei den Eindruck hatte, daß die Finanzmärkte mehr auf Panik und Gerüchten basieren als auf ökonomischem Sachverstand.  

Der Kurs einer Aktie wird also nicht nur von der aktuellen (Auftrags)-Lage des betreffenden Unternehmens bestimmt, sondern zusätzlich durch eine Vielzahl von Faktoren, die das Angebot und die Nachfrage in Bezug auf eine bestimmte Aktie beeinflussen.

Einige Beispiele hierfür wären:

  • Bekanntgabe von Zahlen, Unternehmensmeldungen, Hauptversammlungen, Pressekonferenzen,…
  • Kauf/Verkaufsempfehlungen von Banken, Zeitschriften, Börsenprofis,…
  • aktuelle Zinsentwicklung  (je niedriger, desto besser i.d.R. für die Aktien)
  • wirtschaftliche Lage der Nation, aber natürlich auch weltweit
  • besondere Ereignisse (Affären, Kriege, Katastrophen,…)

Aus diesem Grunde kommt es nicht selten vor, daß der Kurs für die Aktien eines Unternehmens steigt, obwohl dessen Gewinnaussichten schlecht sind. Die Nachfrage nach der (gefährlichen) Aktie kann beispielsweise durch positive Unternehmensmeldungen, die Kaufempfehlung einer Fachzeitschrift und ein besonderes Ereignis (an dem das Unternehmen mit verdient) angekurbelt worden sein.

Hinweis
Da es in diesem Internet-Kurs auch um das sichere Ein- und Verkaufen geht, kann man denjenigen, der über die Börse reich werden möchte, nur eindringlich davor warnen, dies ohne gründliche Vorüberlegungen zu versuchen.
Wer also wirklich mit Aktien Geld verdienen möchte, der muß über ein umfangreiches Wissen in Sachen Wirtschaft und Finanzen verfügen, beispielsweise um abschätzen zu können, ob ein Produkt langfristig auf dem Markt erfolgreich sein kann oder nicht und – vielleicht noch wichtiger – den richtigen Riecher haben, da gerade Zukunftsprognosen nicht immer mit Fachwissen und Logik gemacht werden können. 

Es kann gerade Anfängern nur empfohlen werden, die Börsenartikel aus der Zeit, als der neue Markt boomte, noch einmal Revue passieren zu lassen. Die Suchaktion nach diesen Artikeln zum Thema Börse, insbesondere Aktien, startet man am besten bei den mittlerweile zahlreich vorhandenen Online-Ausgaben von Tages- und Wochenzeitungen bzw. entsprechenden Fachzeitschriften zum Thema Wirtschaft und Finanzen. Diese bieten teilweise sogar kostenlos zugängliche Online-Archive (Datenbanken) an, in denen mit entsprechenden Suchanfragen gezielt nach bestimmten Artikeln gesucht werden kann. Beim Stöbern in diesen alten Berichten stellt man fest, daß viele Unternehmen des neuen Marktes sogar über entsprechende Gewinnwarnungen bekannt gegeben haben, daß sie auch langfristig nicht mit Gewinnen rechnen können, trotzdem haben viele unwissende Aktionäre deren Aktien gekauft, ohne auf die Warnungen zu hören. Die betreffenden Unternehmen kamen im Gegensatz zu manch anderen wenigstens ihrer gesetzlichen Pflicht nach, die besagt, daß eine Aktiengesellschaft alle Informationen an den Aktionär weitergeben muß, die dessen Entscheidungen, zu kaufen oder verkaufen, beeinflussen können. 

Der Laie, der die Börse als Zockerbude verwendet, wird langfristig, wie die stürmischen und sehr wechselhaften Entwicklungen am neuen Markt zeigen, als Verlierer aus dem Rennen gehen. Doch nicht nur Kleinanleger, sondern auch viele Unternehmen haben über die Börse große Verluste erlitten. Diese haben Sie in der Regel den Aktionären zu verdanken, die ausschließlich ihre kurzfristigen Gewinne im Kopf haben und nicht das langfristige Bestehen des Unternehmens. Hier wäre es für den Unternehmer (Manager) sicherlich sinnvoller gewesen, wenn er den Zeit- und Arbeitsaufwand in die Verbesserung seiner Produkte/Dienste investiert hätte, anstatt sich auf risikoreiche Geldgeschäfte einzulassen. 

Wenn man sich allerdings überlegt, wie viel mehr Geld man mit Spekulation an der Börse, anstatt mit unternehmerischer Leistung verdienen kann, ist es nicht verwunderlich, daß immer mehr Unternehmen (ohne ihre Kunden und Mitarbeiter) ihre Gewinne auf diesem Wege zu erzielen, versuchen. Was damit gemeint ist, zeigt folgendes Beispiel. 140 000 abhängig Beschäftigte der Gruppe Peugeot erwirtschafteten im ersten Halbjahr 1998 einen Gewinn von 330 Millionen Dollar – ein Rekorderfolg. Im gleichen Zeitraum brachten es aber ganze 340 Händler der Citibank mit ihren Devisenspekulationen zu einem Gewinn von 552 Millionen Dollar – pro Person entspricht dies einem 400 mal so großen Erfolg. Reale volkswirtschaftliche Leistung und Einkommen auf ihre Kosten verhalten sich hier also wie 1 zu 400.

Sicherer sind in jedem Fall langfristige Geldanlagen wie beispielsweise Aktien-Fonds. An diesen Fonds kann sich jeder beteiligen. Eine Möglichkeit, seinen Aktienbesitz zu streuen, sind die DAX-Firmen. Das sind die 30 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands, über die auch der Deutsche Aktien-Index (DAX) ermittelt wird, und zwar nach ihrer Gewichtung am Markt. Aber auch beim DAX ist der Anleger nicht vor Verlusten gefeit, wie beispielsweise das Jahr 2002 zeigte. In diesem Jahr büßte der DAX innerhalb von 12 Monaten rund 40 % ein und damit mehr als jeder andere Index der großen Industrienationen in Europa, den USA oder Japan.

Fazit:

Da Geld nichts anderes als gespeicherte Arbeit ist, kann die Börse selbst kein Geld erwirtschaften. Die Aktienspekulanten spielen praktisch um die von den Mitarbeitern eines Unternehmens hart erarbeiteten Gewinne.

Wie könnte man das Problem lösen, das die hart erarbeiteten Gewinne der Mitarbeiter eines Unternehmens sinnlos auf dem Börsenmarkt verzockt werden ?

oder

Wie kann man verhindern, daß Menschen, die nur an der Vermehrung ihres eigenen Geldes interessiert sind, ein Unternehmen als Werkzeug für genau dieses Ziel mißbrauchen können, indem sie Anteile des Unternehmens „günstig“ kaufen und „teuer“ verkaufen, ohne Rücksicht auf die aktuelle Lage des Unternehmens ?

Am sichersten wäre es wohl erst gar keine Aktiengesellschaften zu gründen. Da aber unter den derzeitigen Bedingungen viele Unternehmen erst mit ihrem Gang zur Börse wachsen können, ist dies zumindest keine kurzfristige Lösung.

Eine solche Lösung wäre es, die Großaktionäre mit ihrem Privatvermögen voll haftbar zu machen, falls sie nachweislich durch ihre Habgier dazu beigetragen haben, daß ein Unternehmen pleite gemacht hat. Derzeit ist es so, daß ein Gesetz diese Haftung beschränkt.

Eine weitere kurzfristige Lösung wäre es, daß ein Unternehmen, seine Aktien nur an seine Mitarbeiter und enge Partner (Kunden, Lieferanten,…) verkauft. Der Grundgedanke hierbei ist das die Mitarbeiter und Partner des Unternehmens nicht nur an ihren Aktiengewinnen, sondern auch Freude an der Arbeit haben möchten und an dem Fortbestehen des Unternehmens interessiert sind und deshalb im Sinne des Allgemeinwohls handeln. 


Wie unterschieden sich Online-Shop und virtueller Marktplatz ?

  Online-Shop Virtueller Marktplatz
Preisbildung Der Preis eines Produkts steht im Online-Shop bereits vor dem Verkauf fest.

 

Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt oder von den Geschäftspartnern frei ausgehandelt. 

Der Endpreis ergibt sich bei Online-Kleinanzeigenmärkten häufig nach den Verhandlungen um einen bestimmten Basispreis (Verhandlungsbasis oder kurz VB), beim Powershopping durch die Anzahl der Käufer und den dadurch möglichen Mengenrabatt, bei Online-Auktionen wird er durch den Auktionsablauf gefunden oder der Preis wird bei einer erfolgreichen Vermittlung fällig  (Stellenmärkte, Heiratsmärkte,…).

Verkaufsplattform Der Anbieter verkauft seine eigenen Produkte oder die von bestimmten Herstellern über seinen eigenen oder einen gemieteten Online-Shop.

Der Käufer kauft direkt beim Betreiber des Online-Shops.

Das Hauptziel für den Anbieter ist die automatische Zusammenführung von Angebot und Nachfrage.

Der virtuelle Marktplatz wird von einem Anbieter bereitgestellt und betreut und kann dann von den betreffenden Käufern und Verkäufern zur Informationsbeschaffung, Geschäftsanbahnung und -abwicklung verwendet werden.

Der Käufer kauft beim Verkäufer und nicht beim Anbieter des Marktplatzes, dieser stellt nur die Infrastruktur zur Verfügung, damit der Handel stattfinden kann.

Produktangebot Der Käufer kann aus einer begrenzten, vom Anbieter ausgesuchten Produktpalette auswählen. Das Produktangebot ist bei entsprechend gut besuchten Marktplätzen äußerst vielfältig.

Tab.  Vergleich der beiden Handelsmodelle Online-Shop und virtueller Marktplatz


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Hinweis
Natürlich gibt es neben den genannten Handelsformen auch Mischformen, die beispielsweise aus einem Online-Shop und einem oder mehreren Elementen eines virtuellen Marktplatzes bestehen, wie der bereits beschriebene Online-Shop „Amazon“, der auch Online-Auktionen anbietet.

Wozu dienen virtuelle Marktplätze und Online-Shops ?

Ganz allgemein dienen beide Verkaufsmodelle sowohl dem Kunden als auch dem Anbieter dazu, die traditionellen Handelsmöglichkeiten zu erweitern und an geeigneter Stelle zu verbessern; ein Beispiel hierfür wäre das zeit- und ortsunabhängige Ein- und Verkaufen.
Den Unternehmen helfen virtuelle Marktplätze und Online-Shops ferner, neue Vertriebs- und Vermarktungskanäle zu erschließen und in möglichst kurzer Zeit geeignete Handelspartner, Produkte, Serviceleistungen über eine entsprechende Datenbankanfrage zu finden. 
Darüber hinaus dienen virtuelle Marktplätze den Unternehmen dazu, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, indem sie in möglichst vielen Marktplätzen ihrer Branche genannt werden. 

Dem Einkäufer (Beschaffer) kann der virtuelle Marktplatz als Plattform 

  • für die Suche nach neuen Lieferanten, die möglicherweise billiger und zuverlässiger sind, 
  • zur Recherche nach relevanten Ausschreibungen,
  • zur Teilnahme an Auktionen (Reverse Auctions) und 
  • zur gezielten Informationsbeschaffung (aktuelle Nachrichten, Berichte,…) 

dienen und so helfen, den Beschaffungsmarkt zu erweitern und so die Wettbewerbssituation des Unternehmens zu verbessern.

Dem Verkäufer (Lieferant) kann der Marktplatz 

  • zur Steigerung seines Bekanntheitsgrads durch den Eintrag in eine Lieferantendatenbank und eine Linkliste zum Lieferanten-Online-Shop,  
  • zum Verkauf seiner Waren mittels entsprechender Ausschreibungen oder durch die Teilnahme an Auktionen (Reverse Auctions) 
  • zur gezielten Informationsbeschaffung (aktuelle Nachrichten, Berichte,…) 

dienen und unterstützt damit das Unternehmen dabei, den Absatzmarkt auszuweiten und so seine Wettbewerbssituation zu verbessern.

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