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Sicher bezahlen im Online-Handel

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Buch geöffnetSicher bezahlen im Online-Handel

Folgende Fragen beantwortet der Abschnitt

  • Welche wichtigen Kriterien sollte ein ideales Online-Zahlungssystem erfüllen ? Bildlink-Pfeil

  • Welche wichtigen Zahlungssysteme gibt es und wie funktionieren sie ? Bildlink-Pfeil

  • Welches Zahlungssystem ist für den Käufer am Besten und welches für den Verkäufer ? Bildlink-Pfeil

  • Welche Möglichkeiten gibt es, um die Anschrift und/oder die wirtschaftlichen Verhältnisse (Zahlungsfähigkeit, Kreditwürdigkeit) von Unternehmen und Privatpersonen zu überprüfen und verschollene Schuldner ausfindig zu machen ? Bildlink-Pfeil

Theorie

Welche wichtigen Kriterien sollte ein ideales Online-Zahlungssystem erfüllen ? Bildlink-Pfeil

Eine der Kernfunktionen eines jeden Geschäftes ist der Zahlungsvorgang. Da bei einem Online-Kauf nicht einfach "das Geld auf den Tisch gelegt werden kann", müssen für den Fernkauf geeignete Zahlungssysteme bereitgestellt werden. Generell sollte ein solches Zahlungssystem idealerweise sowohl für den Käufer als auch für den Anbieter sicher, einfach, komfortabel und auch für die Bezahlung von kleinen Geldbeträgen geeignet sein.

Ein ideales Online-Zahlungssystem aus Sicht des Käufers sollte sicher und einfach zu handhaben sein und von einer breiten Masse akzeptiert werden (hohe Verbreitung). Eine einfache Handhabung bedeutet beispielsweise, daß kein Mehraufwand in Form der Installation einer zusätzlichen Software entsteht. Sinnvoll wäre auch, wenn der Online-Händler auffällige Links zu Internetseiten anbieten würde, auf denen die Funktion und die Vor- und Nachteile des von ihm verwendeten Zahlungssystems kurz erklärt werden. Falls in den AGB's des Anbieters Klauseln über die Bezahlung enthalten sind, so sollte der Kunde zum einen die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten hierzu haben, und zum anderen sollten diese Möglichkeiten alle so beschrieben sein, daß sie von einem Normalanwender leicht und eindeutig verstanden und angewendet werden können. Für Notfälle sollte eine Hotline-Nummer eingerichtet werden (Kundenservice). 

Hinweis
AGB's gelten nur dann, wenn sie wirksam in den Kaufvertrag mit einbezogen worden sind; Einzelheiten hierzu können Sie im Abschnitt "Allgemeine Geschäftsbedingungen" nachlesen.

Ein ideales Online-Zahlungssystem aus Sicht des Verkäufers sollte vor allem möglichst wenig Zahlungsausfälle verursachen, sicher sein und von einer breiten Masse akzeptiert werden (hohe Verbreitung). Ein weiteres wesentliches Kriterium ist die Höhe der Gebühren für den laufenden Betrieb des Bezahlsystems.  

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Sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer hat die Sicherheit des Online-Zahlungssystems einen hohen Stellenwert. Wenn Sie einen Rechner ans Internet anschließen, ist dieser Rechner Bestandteil eines großen Computer-Netzwerkes. Deshalb werden die Daten (Postanschrift, Kreditkartennummer, Kontonummer,…), die Sie beispielsweise in ein WWW-Bestellformular eingeben und absenden oder per E-Mail verschicken, nicht direkt zum Empfänger gesendet, sondern – durch die Netzstruktur des Internets bedingt – auf jedem Netzknoten zwischengespeichert, der auf dem Weg zum Empfänger liegt. Wegen der Datensicherung und als Vorsorge für Systemausfälle nehmen diese Netzknotenrechner auch längerfristige Speicherungen vor. Es werden also mehrfach Kopien Ihrer Daten angelegt. Ihre Bestelldaten können auf dem Weg von Ihrem Rechner zum Computer des Empfängers folgende Stationen durchlaufen: Kopie Ihrer Bestelldaten auf Ihrem PC — Kopie Ihrer Bestelldaten bei Ihrem Provider — Kopie Ihrer Bestelldaten auf einem/mehreren Netzknoten — Kopie Ihrer Bestelldaten beim Provider des Empfängers — Kopie Ihrer Bestelldaten auf dem PC des Empfängers. Da Sie nicht wissen, welche Personen Zugang zu den Netzknotenrechnern haben und der Transport von Daten via Internet ohne entsprechende Schutzmaßnahmen vergleichbar ist mit dem Versenden einer Postkarte über den Postweg, kann von einer ungeschützten Übertragung nur abgeraten werden; dies gilt vor allem im Hinblick auf die Zahlungsinformationen.

Welche Kriterien sollte aber ein sicheres Online-Zahlungssystem erfüllen ?

  • Kriterium 1: Verbindlichkeit
    Verbindlich sind die bei einer Kommunikation ausgetauschten Daten und Informationen dann, wenn sie verläßlich und zu einem späteren Zeitpunkt nachweisbar eindeutig den Personen zugeordnet werden können, von denen sie versendet, empfangen und erzeugt wurden. Verläßlich bedeutet in dem Zusammenhang, daß sichergestellt ist, daß sich das System und die Dienste so verhalten, wie der berechtigte Anwender es erwarten kann, daß also beispielsweise das System nicht so geändert wird, daß bestimmte Befehle plötzlich ganz andere Wirkungen als gewohnt haben.

    Verbindlichkeit bedeutet somit, daß die Kommunikationspartner eindeutig identifiziert werden können; von den im Rahmen der Kommunikation ausgetauschten Dateien und Dokumenten muß die Herkunft eindeutig nachweisbar sein (Authentifizierbarkeit) und die Kommunikation muss in geeigneter Weise protokolliert werden. Die Protokoll-Dateien müssen dabei so ausgelegt sein, daß sie weder gelöscht noch geändert werden können. Dadurch wird es möglich, eventuelle Unstimmigkeiten bei der Bezahlung im System beweiskräftig zu dokumentieren, so daß sie zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen, beispielsweise als Beweis für gerichtliche Auseinandersetzungen. Da durch den verbindlichen Abschluß eines Geschäfts von den Vertragspartnern (Käufer, Verkäufer) sowohl die Identität und deren Echtheit als auch deren Einwilligung in das Geschäft eindeutig nachgewiesen werden kann, ist dies alles nicht mehr abstreitbar. Das gleiche gilt dann natürlich auch für die Kommunikationsdokumente, die während des Geschäfts entstanden sind, beispielsweise Mahnungen, die der Kunde erhalten hat.

  • Kriterium 2: Vertraulichkeit
    Als vertraulich bezeichnet man Informationen und Kommunikationsbeziehungen, die nur bestimmten Personen bekannt sein sollen. Die Vertraulichkeit ist gewährleistet, wenn unberechtigte Personen weder vertrauliche Daten und Informationen lesen können, noch die Kenntnis darüber erlangen, daß vertrauliche (Fern)-Gespräche zwischen bestimmten Personen stattgefunden haben.

  • Kriterium 3: Unversehrtheit (Integrität)
    Die via Internet transportierten Daten und Informationen müssen unversehrt und unverändert beim rechtmäßigen Empfänger ankommen. Dazu muß gewährleistet werden, daß die übertragenen Daten und Informationen nicht auf ihrem Weg zum Empfänger von unberechtigten Personen abgefangen und verändert oder gar gelöscht werden können oder – anders formuliert – die Daten und Informationen müssen genauso beim rechtmäßigen Empfänger ankommen, wie sie vom rechtmäßigen Absender abgeschickt wurden. 

    Dies gilt natürlich nicht nur für die Daten, die übertragen werden, sondern auch für die lokal abgespeicherten Daten und Programme beim Internetdienste-Anbieter, die ebenfalls nicht ohne ausdrückliche Berechtigung durch den Eigentümer verändert oder gelöscht werden dürfen.

  • Kriterium 4: Verfügbarkeit 
    Der Zugriff auf die gerade benötigten Daten muss jederzeit möglich sein. Dazu muß die Funktionsfähigkeit der Systeme, die der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von Daten bzw. Informationen dienen, immer gewährleistet sein. 

Die Online-Zahlungssysteme, die die vorher genannten Kriterien erfüllen, beruhen größtenteils auf Verschlüsselungs- und Signiertechnologien. Die elektronische Verschlüsselung soll dabei sicherstellen, daß die (per Internet) übertragenen Zahlungsdaten nur vom rechtmäßigen Empfänger gelesen werden können (Vertraulichkeit der Information). Die elektronische Signatur dient dem Empfänger dazu, die eindeutige Identität des Absenders und daß dieser die Bezahlung tatsächlich durchgeführt hat nachzuweisen. Darüber hinaus dient sie auch dazu, die Unversehrtheit der Zahlungsinformationen sicherzustellen (Authentizität und Integrität der Information). 

Durch die Verwendung von ausgewählten Online-Zahlungssystemen kann ein hohes Maß an Sicherheit geschaffen werden. Für eine absolute Sicherheit kann keines der Systeme garantieren; diese gibt es allerdings auch in traditionellen Bereichen nicht, wie etwa die Fälschungen von handschriftlichen Unterschriften oder das Kopieren von vertraulichen Papierdokumenten beweisen. Entscheidend für ein als sicher anzusehendes Online-Zahlungssystem ist, daß der Aufwand, den der Kriminelle betreiben müßte, um die Sicherheit des Systems auszuhebeln, den Nutzen bei weitem übersteigt.

Fazit:

Trotz der weitgehenden Einhaltung der vorher genannten Sicherheitskriterien bei der Entwicklung der Online-Zahlungssysteme konnte sich laut einer von der Mummert + Partner Unternehmensberatung begleiteten Untersuchung der Universität Karlsruhe, die im April 2002 veröffentlicht wurde, keines dieser Systeme wirklich durchsetzen – in der Regel wird immer noch mit herkömmlichen Zahlungsmethoden wie Lieferung auf Rechnung oder Nachnahme bezahlt. Bei eCash, dem Online-Zahlsystem der deutschen Bank, mißfiel dem Kunden, das er das Geld im voraus auf ein eigenes Online-Bezahlkonto einzahlen mußte, Millicent machte es erforderlich, bei jedem Händler ein eigenes Konto zu eröffnen und CyberCash arbeitete nur mit registrierten Händlern zusammen. 

Es ist eine Tatsache, daß Online-Zahlverfahren häufig nicht akzeptiert werden, weil sie zu kompliziert und umständlich sind (Installation, Administration und Bedienung der notwendigen Soft- und Hardware) und bei den Händlern hohe Kosten verursachen. Ein weiteres Problem ist, daß die zum Einsatz eines Online-Zahlsystem notwendigen Zertifikate von Bankinstituten mit einigem Zeitaufwand beglaubigt werden müssen. 

Man sollte allerdings nicht vergessen, daß alle neuen Technologien gewisse Anlaufschwierigkeiten haben, da sie das Vertrauen der Menschen erst gewinnen und vor allem vorher erst einmal bekannt sein müssen. Das geht auch aus diesbezüglichen Studien hervor, die ergaben, daß viele Anwender von der Existenz der meisten Online-Zahlungsverfahren noch gar nichts wissen.

Praxis

Welches Zahlungssystem ist für den Käufer am besten und welches für den Verkäufer ? Bildlink-Pfeil

Eine generelle Regel, welches Zahlungsverfahren nun das beste ist, läßt sich weder für den Käufer noch für den Verkäufer aussprechen, dies hängt einfach von zu vielen individuellen Kriterien ab. Während für den einen die Sicherheit an erster Stelle steht, ist es für den anderen das Wichtigste, daß sich die Bezahlung einfach und bequem durchführen läßt. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Art der verkauften Ware, also ob es sich um Produkte handelt, die schon in elektronischer Form vorliegen, wie etwa Software, Musik oder Dokumente, oder um sogenannte harte Ware wie beispielsweise Elektrogeräte oder gedruckte Dokumente. Für bereits in digitaler Form vorliegende Waren bieten sich Online-Zahlungsverfahren wie etwa Firstgate Click&Buy und SET an oder generell die Bezahlung mit einer sogenannten Wallet (elektronische Geldbörse) oder gar eine Kombination aus verschiedenen Zahlverfahren, etwa SET als Sicherheitsprotokoll in Verbindung mit einer SmartCard und einem Kartenlesegerät. Bei harten Waren sind es eher traditionelle Zahlungsverfahren wie etwa die Lieferung auf Rechnung oder das (elektronische) Lastschriftverfahren.

Da es, wie bereits erwähnt, nicht möglich ist, das beste Zahlungsverfahren für die Allgemeinheit festzulegen, sollen nachfolgend besonders sichere Zahlungsverfahren für Geschäftspartner vorgestellt werden, die sich nicht kennen und die mit harter Ware handeln.

Sicherste Zahlungsart für den Käufer

Die für den Käufer sicherste Zahlungsmethode ist die Lieferung auf Rechnung, da er so die Ware in aller Ruhe auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüfen kann. Ist er zufrieden, dann kann er den offenstehenden Rechnungsbetrag überweisen. Leider hat dieses Zahlverfahren den Nachteile für den Verkäufer, daß der Kunde die Zahlung jederzeit zurückrufen kann, solange das Geld noch nicht auf dessen Konto gutgeschrieben ist. Eine weitere relativ sichere Zahlungsmethode ist das Lastschriftverfahren, da der Käufer bei eventuellen Schwierigkeiten die Abbuchung innerhalb von 6 Wochen rückgängig machen kann.

Eine Grundregel lautet: 

Was offline, also beispielsweise per Post geliefert wird, sollte auch offline bezahlt werden (Lieferung per Rechnung, Lastschriftverfahren,…), Ware, die online geliefert wird (Software, Bilder, Musik,…) sollte auch online bezahlt werden, etwa mit SET, Firstgate Click&Buy oder der Geldkarte in Verbindung mit einem Kartenlesegerät.

Sicherste Zahlungsmethode  für den Verkäufer

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Wie das Berliner Wirtschafts-Forschungsinstitut Berlecon Research anhand einer Untersuchung im Februar 2001 festgestellt hat (die Beobachtungen dürften auch heute noch gültig sein), stellt die Zahlungsabwicklung beim Online-Kauf für den Händler ein größeres Risiko dar als für die Endkunden. Laut der Untersuchung sind es nicht die Probleme, die das Vertriebs-Medium Internet aufgrund technischer Gegebenheiten mit sich bringt (Bedienungsprobleme, Web-Betrügereien, Hacker-Angriffe,…), die dem Online-Handel spürbare Verluste einbringen; vielmehr haben die dort tätigen Händler mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie auch ihre Kollegen im traditionellen Ladengeschäft, nämlich zu spät oder überhaupt nicht eintreffende Zahlungen und der damit verbundene Verwaltungsaufwand.

Die sichersten traditionellen Zahlungsverfahren für den Verkäufer wären die Vorauskasse oder die Zahlung per Nachnahme. Leider sind beide nicht besonders attraktiv für den Käufer. Ein sehr sicheres Online-Zahlungsverfahren speziell für die Kreditkarte ist SET, das aber zum einen mit der geringen Verbreitung der Kreditkarte in Europa zu kämpfen hat und zum anderen für viele Kunden zu kompliziert ist. Da aber dieser Sicherheitsstandard auch für andere Zahlungsverfahren wie beispielsweise die Bezahlung mit der Geldkarte verwendet werden kann, muß man hier abwarten, was die Zukunft bringt und ob SET stärker als bisher zum Einsatz kommen wird. 

Fazit: Sicherste Zahlungsart für den Käufer und den Verkäufer

Gerade bei kleinen und mittelständischen Händlern können ausstehende Zahlungen die Existenz bedrohen. Genauso wenig möchte der Käufer die Katze im Sack kaufen und der weniger versierte Anwender sich mit komplizierten Zahlungsverfahren abmühen müssen, bei denen er Hard- und Software kaufen, installieren und konfigurieren muß.

Für beide Seiten akzeptabel könnte folgende Lösung sein:

Der Neukunde kauft zunächst beispielsweise per Vorauskasse oder Nachnahme, um seine Zahlungsmoral unter Beweis zu stellen. Verläuft die Anfangsphase für den Händler zufriedenstellend, können die Waren künftig per Rechnung geliefert oder mit dem (elektronischen) Lastschriftverfahren bezahlt werden. 

Für Unternehmen, die teure Güter über das Internet ein- und verkaufen und auch ein entsprechendes Budget für die Sicherheit des Zahlungsverkehrs aufbringen können, bietet sich SET an, da es einen einfachen, schnellen und vor allem sicheren Zahlungsverkehr im Internet ermöglicht und von den großen Banken sowie Unternehmen wie Microsoft und IBM unterstützt wird. 

Eine weitere, im nächsten Teilabschnitt genauer beschriebene Möglichkeit ist, daß der Händler vor Auslieferung der Ware oder dem Erbringen einer Dienstleistung an Erstkunden deren Anschrift und wirtschaftlichen Verhältnisse (Zahlungsfähigkeit, Kreditwürdigkeit) überprüft. Darüber hinaus könnte sich der Online-Händler nach jeder Erstbestellung durch eine Rückfrage per E-Mail oder per Post vergewissern, ob auch der Absender derjenige ist, dessen Name aus der Bestellung ersichtlich ist und er die betreffende Ware tatsächlich haben möchte. 

Ebenfalls für beide Seiten akzeptabel dürfte die Bezahlung über ein Treuhandkonto sein. Diese verhindert Zahlungsausfälle beim Händler, gibt dem Käufer die notwendige Sicherheit, auch die gewünschte Ware ordnungsgemäß zu erhalten und ist sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer relativ einfach in der Anwendung. Oberstes Kriterium ist hier die Vertrauenswürdigkeit des Treuhändlers, da diesem beide Seiten vertrauen müssen, damit das Geschäft zustande kommt.

Praxis

Welche Möglichkeiten gibt es, um die Anschrift und/oder die wirtschaftlichen Verhältnisse (Zahlungsfähigkeit, Kreditwürdigkeit) von Unternehmen und Privatpersonen zu überprüfen und verschollene Schuldner ausfindig zu machen ? Bildlink-Pfeil

Wie eine Studie des Wirtschaftsinstitutes Berlecon Research vom Jahre 2001 und weitere diesbezügliche Studien bestätigen, läßt die Zahlungsmoral der Kunden im Online-Geschäft sehr zu wünschen übrig. Von dem Problem sind vor allem die kleinen und mittelständischen Händler betroffen, für die eine entsprechende Anzahl von nicht zahlungsfähigen oder -willigen Kunden den Konkurs bedeuten kann. 

Die Großen der Branche dagegen haben ein Abwehrnetz entwickelt, um das genannte Problem in den Griff zu bekommen. Eine dieser Schutzmaßnahmen von großen Versandhäusern ist beispielsweise der Austausch der Adressen jener Kunden, die wegen Zahlungsschwierigkeiten bereits aufgefallen sind. Was aber können kleine und mittelständische Unternehmen machen, um die Anschrift und/oder die wirtschaftlichen Verhältnisse (Zahlungsfähigkeit, Kreditwürdigkeit) von Unternehmen und Privatpersonen zu überprüfen und verschollene Schuldner ausfindig zu machen ?

Dazu gibt es beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  • Telefon-CD's Bildlink-Pfeil

  • Einwohnermeldeämter, Veröffentlichungen im Bundesanzeiger (Insolvenzen, Geschäftsberichte,…) und öffentliche Register (Handelsregister, Vereinsregister, Schuldnerverzeichnis,…) Bildlink-Pfeil

  • Bankinstitute,  SCHUFA und Gerichtvollzieher Bildlink-Pfeil

  • Inkasso-Unternehmen  Bildlink-Pfeil

  • Auskunfteien, Detekteien und Privatdetektive Bildlink-Pfeil

Telefon-CD's Bildlink-Pfeil

Eine Möglichkeit zur aktuellen und bundesweiten Recherche nach Telefon-, Fax- und Mobilfunknummern sowie nach Adress- und Brancheneinträgen bietet die Telefon-CD von KlickTel (www.klicktel.de). 

Falls man sich den Kauf der CD sparen möchte, kann man übrigens auch telefonisch über die Telefon-Auskunft (011815) auf die KlickTel-Datenbestände zugreifen. Weitere Telefon-CD-Anbieter sind das "Telefonbuch für Deutschland" (www.tvg-software.de/) und "D-Info" (www.d-info.de). Natürlich kann man auch Online-Telefonbücher verwenden wie etwa Teleauskunft.de (www.teleauskunft.de) für die nationale Suche nach Telefonnummern oder Auslandsauskunft.de (www.auslandsauskunft.com) für die internationale Telefonnummernsuche. Allerdings muß man hier den Wohnort der Person oder den Geschäftssitz des Unternehmens kennen.

Praxistip

Für die kostenlose Suche nach Personen oder Unternehmen lohnt sich auch ein Blick in die Suchergebnisse der Suchmaschine Google. Um so fündig zu werden, muß die betreffende Person bzw. das Unternehmen natürlich zum einen Spuren im World Wide Web oder in Newsgroups hinterlassen haben, beispielsweise durch eine eigene Homepage oder Beiträge in Webforen oder Newsgroups, und zum anderen müssen die Internetseiten mit den Spuren in den Google-Datenbanken indexiert sein.

Wird die Suche mit Google im World Wide Web (Register "Web") durchgeführt, dann geben Sie am besten den Vor- und/oder Nachnamen der Person oder den Firmennamen in das Eingabefeld der Suchmaschine ein und starten die Suche. Natürlich kann man auch eine Phrasensuche (Suchanfrage "Name Vorname") durchführen. Die Suche in den Newsgroups (Register "Groups") kann prinzipiell genauso wie Suche im Web durchgeführt werden; zusätzlich gibt es hier noch die Möglichkeit, über "Author" nach Beiträgen in Newsgroups zu suchen, die von einem bestimmten Autor verfaßt wurden. Dazu muß man allerdings dessen E-Mail-Adresse kennen und in das Suchfeld "Author" in der erweiterten Suche eingeben. 

Falls man die E-Mail-Adresse nicht kennt, so kann man mit den folgenden speziellen Suchdiensten versuchen, diese ausfindig zu machen:

Der Dienst http://mesa.rrzn.uni-hannover.de fragt die Suchmaschinen Bigfoot, laf, Populus, Suchen, Whowhere und Yahoo People Search ab.

www.email-verzeichnis.de/index.html

www.whowhere.lycos.com

http://people.yahoo.com Suchmaschine für internationale E-Mail-Adressen, Telefon- und Netphone-Nummern  

www.bigfoot.de

Einwohnermeldeämter, Veröffentlichungen im Bundesanzeiger (Insolvenzen, Geschäftsberichte,…) und öffentliche Register (Handelsregister, Vereinsregister, Schuldnerverzeichnis,…) Bildlink-Pfeil

Zur Suche nach Privatpersonen kann man direkt bei dem jeweils zuständigen Einwohnermeldeamt anfragen, das sich aus der letzten bekannten Postadresse der gesuchten Person ergibt. Grundsätzlich sollte man aber bedenken, daß die vom Einwohnermeldeamt gefundene Meldeanschrift lediglich besagt, daß sich die betreffende Person bei diesem Amt angemeldet hat, nicht aber, daß sie tatsächlich dort wohnt. Es wird weiterhin auch nicht überprüft, ob eine mitgeteilte Verzugsanschrift noch aktuell ist. Eine andere Möglichkeit ist, daß man die Anfrage an einen speziellen Suchdienst wie etwa Ewoma.de (www.ewoma.de) richtet, der diese dann an das zuständige Einwohnermeldeamt weiterleitet und die so gefundene Meldeanschrift dann per E-Mail oder über eine SSL-gesicherte Internetseite dem Kunden mitteilt. Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Suche ist, wie bei der direkten Anfrage beim Einwohnermeldeamt auch, eine vollständige, ehemals gültige deutsche Anschrift der gesuchten Person, die nicht älter als 10 Jahre sein sollte, weil es sonst sein kann, daß die entsprechenden Unterlagen nicht mehr vorhanden sind. Von Vorteil ist es darüber hinaus, wenn zusätzlich das Geburtsdatum der betreffenden Person bekannt ist. Laut Ewoma.de hängen die "Lieferzeiten" ( 2 – 93 Tage) im wesentlichen vom betreffenden Einwohnermeldeamt ab.

Hinweis
Eine weitere Möglichkeit zur Suche nach Personen bieten die Bürgerämter in den Städten, Gemeinden oder den Verwaltungsgemeinschaften.

Die Suche nach Adressen, Auskünften und Telefonnummern von juristischen Personen (Unternehmen,…) und Privatpersonen in Deutschland und ganz Europa bietet Supercheck.de (www.supercheck.de) Inkassounternehmen, Anwaltskanzleien, Leasingunternehmen, Banken, Versicherungsunternehmen, dem Versandhandel, Finanzdienstleistern, Internet Service-Providern, Telekommunikationsunternehmen und Unternehmen im Handel und Handwerk an. Der Anbieter gewährt keine Auskünfte an Privatpersonen. Als Informationsquellen dienen laut Anbieter hochaktuelle eigene sowie externe Datenbestände angebundener Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie  von Behörden und Einwohnermeldeämtern, darüber hinaus Vor-Ort-Recherchen (Umfeldermittlungen inklusive Befragung von Nachbarn, Vermietern oder Hausbewohnern). Die Recherche kann einige Stunden, Tage, aber auch Wochen in Anspruch nehmen. Der aktuelle Status der Suche kann jederzeit online überprüft werden. Im Gegensatz zu den Daten der vorher genannten Einwohnermeldeämter, die in manchen Fällen auch veraltet sein können, werden die von Supercheck.de einer zusätzlichen Zustellbarkeits-Prüfung unterzogen und, falls erforderlich, korrigiert.

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Eine gute Informationsquelle zur Suche nach Firmeninformationen sind auch öffentliche Register wie etwa das Handelsregister, in dem Unternehmen der unterschiedlichsten Rechtsformen (Einzelkaufmann, Gesellschaft mit beschränkter Haftung,…) eingetragen sind. Dort sind unter anderem folgende Informationen über ein Unternehmen zu finden: die Eröffnung, Einstellung oder Aufhebung eines Insolvenzverfahrens oder der Vorstand und die Höhe des Grundkapitals bei einer Aktiengesellschaft. Neben online verfügbaren Datenbanken kann auch das für den Standort des Unternehmens zuständige Amtsgericht als Anlaufstelle dienen, um den jeweiligen Handelsregistereintrag einzusehen. Alle Eintragungen im Handelsregister müssen übrigens im später näher beschriebenen Bundesanzeiger und in mindestens einem weiteren Blatt bekannt gemacht werden, so daß natürlich auch diese beiden als Bezugsquelle für die genannten Informationen dienen können.
Weitere öffentlich zugängliche Register sind das Vereinsregister, in dem Vereine (§ 21 BGB) eingetragen sind, deren Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet ist (keine Gewinnabsicht, Gemeinnützigkeit), und das Schuldnerregister, in dem Unternehmen und Privatpersonen verzeichnet sind, die eine "Eidesstattliche Versicherung" gemäß § 807 Zivilprozeßordnung (ZPO) oder nach § 284 Abgabenordnung (AO) – früher Offenbarungseid- über ihr Vermögen abgegeben haben oder gegen die zur Abgabe dieser Versicherung die Haft angeordnet worden ist. Man sollte hierbei bedenken, daß es auch viele zahlungsunfähige Schuldner gibt, die noch nicht im Schuldnerregister eingetragen sind. Die Inhalte der genannten Register können ebenfalls über Online-Datenbanken durchsucht oder über das zuständige Amtsgericht erfragt werden.

Nachfolgend werden einige Anlaufstellen für die Suche im Handelsregister genannt, die im Internet zur Verfügung stehen:

Handelsregister-info.de (www.handelsregister-info.de) ermöglicht den Zugriff auf deutschlandweite Register (Handelsregister, Schuldnerverzeichnis, Vereinsregister, Musterregister, Güterrechtsregister, Genossenschaftsregister, Binnen- und Seeschiffahrtsregister,…) und Register, die sich auf die Hauptstadt Berlin beschränken.  
www.jusline.de bundesweite Expressrecherche im Handelsregister

Eine zentrale Anlaufstelle zur Suche nach Unternehmensinformationen ist der Bundesanzeiger, der vom Bundesjustizministerium herausgegeben wird. Im Bundesanzeiger werden folgende Informationen veröffentlicht: Eintragungen in das Handels- und sonstige Register, Jahresabschlüsse, Hinterlegungsbekanntmachungen, Bekanntmachungen von Aktiengesellschaften und Unternehmen anderer Rechtsformen, Insolvenzen, gerichtliche sowie andere Bekanntmachungen. 

Im elektronischen Bundesanzeiger (www.ebundesanzeiger.de) beispielsweise kann man gezielt via Internet nach gerichtlichen und sonstigen Bekanntmachungen über Aktiengesellschaften (AG) und Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA) recherchieren. Weiterhin werden dort bundesweite Konkurse, Gesamtvollstreckungs-, Vergleichs- und Insolvenzverfahren veröffentlicht.  

Hinweis
Es werden zwar alle amtlichen Bekanntmachungen aus der gedruckten Ausgabe des Bundesanzeigers auch elektronisch bereitgestellt; diese aber können laut bestehenden rechtlichen Vorgaben nur innerhalb von 2 Wochen nach dem ersten Tag der Veröffentlichung uneingeschränkt durchsucht werden. Nach Ablauf dieser Frist ist zwar noch eine Suche über den gesamten Datenbestand zulässig, aber nur mittels einer Suchfunktion über bestimmte vorgegebene Recherchekriterien. 

Über die Unternehmensinformationen, die vom Bundesanzeiger bereitgestellt werden, kann man sich natürlich auch längerfristig bezüglich eines bestimmten Unternehmens informieren, um so das Risiko eines Geschäftsabschlusses auch über einen längeren Zeitraum abschätzen zu können. Durch die fortlaufende Information können Veränderungen in der Situation des betreffenden Geschäftspartners, beispielsweise Insolvenzeröffnungen, Haftanordnungen, Änderungen im Handelsregister, Pressemitteilungen, Änderungen im Zahlungsverhalten und bei den Bilanzen und der GuV erkannt und entsprechend reagiert werden. 

Hinweis
Ein praktisches Beispiel, wie man mit Hilfe bestimmter Informationsquellen die Informationen finden kann, mit denen die wirtschaftlichen Verhältnisse eines bestimmten Unternehmens überprüft werden können, finden Sie im Abschnitt "Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbände, Vereine". 

Bankinstitute,  SCHUFA und Gerichtvollzieher Bildlink-Pfeil

Eine sichere Möglichkeit, mehr über die wirtschaftlichen Verhältnisse des betreffenden Kunden zu erfahren, ist die direkte Rückfrage bei seiner Hausbank. Allerdings darf diese aufgrund des Bankgeheimnisses nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden ihn betreffende Bank- und Kreditauskünfte weitergeben. 

Hinweis
Laut dem sehr interessanten, online unter "http://149.219.195.60/" verfügbaren Beitrag mit dem Titel "Datenhandel – Was wissen andere von Ihnen, was nicht einmal Sie selbst von sich wissen ?", der aus der WDR-Sendung "Ratgeber Recht" vom 03.03.2002 stammt, weiß niemand so genau, welche Informationen die Banken liefern. 
Dies geht aus folgendem Zitat des Beitrags hervor:  

Welche Informationen die Banken liefern, weiß keiner so genau. Noch nicht einmal die Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes konnten uns da genaueres sagen. Und wenn schon die "nichts genaues nicht wissen", kann auch niemand kontrollieren, mit welchen Daten gehandelt wird.

Die Aussage stammt vom Berliner Landesdatenschutzbeauftragten Gartska gegenüber dem ARD-Ratgeber Recht

Fest steht jedenfalls, daß die Banken regelmäßig Informationen an die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA, www.schufa.de) weitergeben; diese kann übrigens eine weitere interessante Anlaufstelle für Unternehmen sein, die konkrete Informationen über Bonität (Zahlungsfähigkeit) und Kreditwürdigkeit eines Kunden haben möchten.

Eine genaue Erklärung, was die SCHUFA ist und welche Daten sie woher für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit eines Kunden bezieht, können Sie auf der Website des Bundesbeauftragten für den Datenschutz (www.bfd.bund.de) unter der Rubrik "Datenschutz von A – Z" nachlesen. Dort finden Sie übrigens auch eine genaue Beschreibung zum bereits erwähnten Schuldnerverzeichnis. Interessant sind auch die Inhalte, auf die am Ende der Beschreibung unter "Bürgerfragen zum Thema:" verwiesen wird. 


Abb.  Bfd.bund.de – Datenschutz von A – Z – SCHUFA


Hinweis
Es gibt mittlerweile Payment-Dienstleister, die es ermöglichen, die Datenbank der SCHUFA direkt an das unternehmenseigene Warenwirtschaftssystem bzw. den Online-Shop anzukoppeln, um so vor der Auftragsbestätigung eine automatische Überprüfung der Zahlungsfähigkeit bzw. Kreditwürdigkeit des potentiellen Kunden vorzunehmen.

Auch eine Anfrage bei dem für den Schuldner zuständigen Gerichtsvollzieher kann wertvolle Informationen liefern, denn der Gerichtsvollzieher ist verpflichtet, sein Wissen über Geldforderungen und Arbeitgeber des Schuldners dem Gläubiger mitzuteilen. 

Inkasso-Unternehmen Bildlink-Pfeil

Mehr als die Anschrift oder Auskünfte über die Zahlungsfähigkeit bzw. Kreditwürdigkeit ihrer Kunden und Geschäftspartner bieten Inkasso-Unternehmen, sie übernehmen bei Bedarf das komplette Forderungsmanagement einschließlich gerichtlicher Mahnverfahren, Pfändungen oder eidesstattlicher Versicherungen. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (www.inkasso.de) bietet ein nach Postleitzahlen durchsuchbares Mitgliedsverzeichnis seriöser Inkasso-Unternehmen.

Auskunfteien, Detekteien und Privatdetektive Bildlink-Pfeil

Die Anschrift oder Auskünfte über die Zahlungsfähigkeit bzw. Kreditwürdigkeit eines Kunden kann man auch über Auskunfteien bzw. Detekteien erhalten, die  Daten von Personen und Betrieben speichern, um diese auf Anfrage an Dritte zu übermitteln. Die Auskunfteien erhalten nur einen Teil der Daten von ihren Kunden selbst, den größten Teil der notwendigen Informationen (Arbeitsgeber, Verdienst, Umsatz, Grundbesitz, Bankverbindung, Zahlungsverhalten, Schulden, Eintragungen im Schuldnerverzeichnis, Mahnbescheide, laufende Inkassoverfahren, Haftanordnungen,…) zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Unternehmen und Privatpersonen ermitteln sie selbst.

Dazu verwenden sie vorwiegend die bereits genannten Quellen, wie etwa Telefon-CD's oder -Bücher, Einwohnermeldeämter, Bürgerämter, Veröffentlichungen im Bundesanzeiger (Insolvenzen, Geschäftsberichte,…), öffentliche Register (Handelsregister, Vereinsregister, Schuldnerregister,…). Dies belegt auch die folgende Aussage aus der Infobroschüre zum Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) von Herrn Dr. Helmut Rödl, dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Vereine Creditreform e.V.: "Creditreform ist die marktführende Organisation, die ihre Mitglieder vor Forderungsausfällen schützt. Wir schaffen Transparenz mit hoch qualifizierten Bonitätsauskünften. Seit Jahrzehnten ist dabei der Bundesanzeiger unser wichtigster und verlässlichster Lieferant für vollständige und umfassende Unternehmensinformationen."

Hinweis
Wie ein Test des Wirtschaftsmagazins Capital (www.capital.de) vom 28.01.2000 ergab, sollte man die Informationen auch von renommierten Auskunfteien durchaus kritisch betrachten. 
Capital empfahl damals, sich bei Wirtschaftsanfragen besser an die Hausbank zu wenden, die sich dann mit dem Geldinstitut des potenziellen Geschäftpartners in Verbindung setzt. 

Sehr bekannte Auskunfteien in Deutschland sind beispielsweise der Verband der Vereine Creditreform e.V. (www.creditreform.de), die Vereinigten Auskunfteien Bürgel (www.buergel.de Dun & Bradstreet (www.dbgermany.com) und der Kreditschutzverein für Industrie, Handel und Dienstleistungen. 

Viele Auskunfteien bieten übrigens neben den Wirtschaftsauskünften über Unternehmen und Privatpersonen auch eine Vielzahl von weiteren Dienstleistungen an, wie das Beispiel des Verbandes der Vereine Creditreform e. V. zeigt. 

Dort werden zusätzlich folgende Dienste angeboten: Firmeninformationen (Informationsquellen, Bonitätsindex,…), Risikomanagement (Consulting, Risiko-Analysen, Kreditmanagement-Softwarelösungen, Newsletter, Links,…), Forderungsmanagement (Das kaufmännische Mahnverfahren, Das gerichtliche Mahnverfahren, Das Überwachungsverfahren, Auslandsinkasso, Verlustrechner,….), Wirtschafts- und Konjunkturanalysen (Bestellung von Analysen, Insolvenzen in Europa 2002/03, Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen 2002, Wirtschaftslage Handwerk 2002…). 

Der Verband der Vereine Creditreform e.V. bietet darüber hinaus auch eine wissens- und nutzwert-orientierte Website (www.creditreform-magazin.de) für Unternehmer im Mittelstand an. Neben Berichten aus aktuellen Ausgaben der Zeitschrift "Creditreform" findet man dort auch Checklisten, Tipps und Leserservices für das tägliche Business. 

Nachfolgend finden Sie eine Musterauskunft. Für die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit bzw. Kreditwürdigkeit ist dabei besonders der anschließend beschriebene Bonitätsindex von Bedeutung.



Abb.  Creditreform.de – Firmeninformationen – Musterauskunft


Der Bonitätsindex des vorher genannten Musterunternehmens wird mit Hilfe einer gewichteten Entscheidungsmatrix ermittelt (ein praktisches Beispiel hierfür finden Sie im letzten Teilabschnitt des Szenarios der Lektion "Virtuelle Gemeinschaften"). Da die Risikofaktoren "Zahlungsweise" (20%) und "Krediturteil" (25%) sehr hoch gewichtet werden und mit der Note (Klassifikation) 2 (2= gut,…, 6=ungenügend) in die Bewertung eingehen, was auch für die meisten übrigen Risikofaktoren gilt, ergibt sich ein insgesamt guter Bonitätsindex (229) und damit eine positive Beurteilung der Zahlungsfähigkeit des vorher genannten Musterunternehmens. 


Abb.  Creditreform.de – Firmeninformationen – Bonitätsindex


Für die Suche nach internationalen Detekteien und Auskunfteien bietet die Auskunftei "Smart Trackers Inc." mit Sitz in den USA eine interessante Linkliste (www.auskunftei.de), auf der unter anderem sehr bekannte Vertreter dieser Berufsgruppe wie etwa KROLL & ASSOCIATES (www.krollassociates.com), die ESPO SECURITY MANAGEMENT (www.espo.de) oder PINKERTON (www.pinkertons.com) kurz beschrieben werden.

Eine weitere Möglichkeit, um beispielsweise einen verschollenen Schuldner ausfindig zu machen, ist ist die Beauftragung eines Privatdetektives. Laut dem "Bundesverband Deutscher Detektive e.V." ist der Einsatz der Detektive dann sinnvoll, wenn die Polizei oder die Staatsanwaltschaft nicht oder erst bei konkreten Beweisen eingeschaltet werden soll; das gleiche gilt für Fälle, in denen die Behörden – aus welchen Gründen auch immer – die Ermittlungen eingestellt haben. Privatdetektive beschaffen und sichern Beweismaterial für Zivil- und Strafprozesse im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.

Hinweis
Der Tätigkeitsbereich eines Privatdetektivs geht übrigens weit über die Suche nach geschäftlichen Schuldnern hinaus. So können Privatdetektive bei Problemen mit der Einhaltung der Unterhaltspflicht genauso herangezogen werden wie für Versicherungsbetrugsdelikte, Schwarzarbeit, Verstöße gegen Wettbewerbsbestimmungen oder Patentrechtsverletzungen. Weitere Tätigkeitsfelder finden Sie auf der Homepage des "Bundesverband Deutscher Detektive e.V." (www.bdd.de). Außerdem wird dort ein Mitgliedsverzeichnis zur Recherche nach Privatdetektiven bereitgestellt, die Mitglied beim "BDD" sind. 

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Funktionsweise wichtiger Zahlungssysteme

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Praxis

Welche wichtigen Zahlungssysteme gibt es und wie funktionieren sie ?

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Der Online-Handel läuft überwiegend nach folgendem Muster ab: Der Kunde informiert sich online und bestellt im World Wide Web, die Auslieferung der Waren und das Einziehen des Rechnungsbetrages erfolgen jedoch offline. Für die Begleichung seiner Rechnung bedient er sich bereits bekannter Verfahren: Zusenden einer Rechnung mit ausgefülltem Überweisungsformular, Versand per Nachnahme oder Bankeinzug. Kann der Anbieter über weitere Verhandlungen einen Auftrag oder eine gesicherte Zahlungsvereinbarung erreichen, etwa durch Unterschrift des Kunden unter einen entsprechenden Beleg, dann kann er relativ sicher sein, daß er sein Geld auch erhält.

Es gibt eine ganze Reihe von Zahlungssystemen, die theoretisch auch im Internet zum Einsatz kommen können. Nachfolgend werden jedoch nur einige davon vorgestellt, die in nennenswertem Umfang zur Anwendung kommen oder spezifische und erfolgversprechende Lösungsmöglichkeiten für Händler und Käufer anbieten. 

Lieferung auf Rechnung (Zahlung per Überweisung)

Funktionsweise Die Ware und die Rechnung werden per Post geliefert, der Käufer kann dann, nachdem er die Ware überprüft hat, bequem den Kaufbetrag auf das Konto des Verkäufers überweisen.

Es wird dabei zwischen einer Einzelüberweisung (einmalige Überweisung eines Betrages) und einer Überweisung zu regelmäßig wiederkehrenden Terminen, beispielsweise die Bezahlung der Miete per Dauerauftrag, unterschieden. 

Zeitpunkt der Zahlung: nach Erhalt der Ware

besondere
Voraussetzungen
Käufer: keine

Verkäufer: Bankkonto

Kosten  Käufer: keine (abhängig von den Instituten)

Verkäufer: keine (abhängig von den Instituten)

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: hoch

Der Kunde zahlt nur die Ware, die er tatsächlich erhalten hat und er hat die Möglichkeit, das Produkt vor der Bezahlung noch einmal gründlich zu kontrollieren. Weiterhin müssen keine sicherheitskritischen Zahlungsdaten per Internet übertragen werden, so daß auch hier kein Mißbrauch befürchtet werden muß.

Sicherheit für den Verkäufer: mäßig

Der Kunde kann die Überweisung rückgängig machen, solange das Geld noch nicht auf dem Konto des Verkäufers gutgeschrieben ist. 

Verbreitung  hoch
Besonderheiten

Zahlung per Nachnahme

Funktionsweise Die Ware wird per Post geliefert und dort nach der Vorlage des Nachnahmescheins in Verbindung mit dem Personalausweis bezahlt. 

Zeitpunkt der Zahlung: mit der Auslieferung der Ware

besondere
Voraussetzungen
Käufer: Bargeld

Verkäufer: keine

Kosten  Käufer: Nachnahmegebühr für jeden Versandvorgang

Verkäufer: keine

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: mäßig

Bei dieser Zahlungsweise hat der Käufer den Nachteil, daß er die Ware zunächst bezahlen muß, bevor er sie erhält. Außerdem kann er sie nicht vor der Bezahlung prüfen; damit geht er das Risiko ein, etwas zu erhalten  und zu bezahlen, was vielleicht fehlerhaft ist oder nicht dem entspricht, was er bestellt hat. Ist dies der Fall, muss er sich selbst darum kümmern, den Kaufpreis vom Verkäufer zurück zu erhalten. Zwar haben Kunde und Verkäufer einen rechtswirksamen Kaufvertrag abgeschlossen, so daß der Verkäufer nicht einfach irgend eine andere Ware liefern kann, allerdings hat der Käufer das Geld zunächst bezahlt und anschließend den Ärger, der nicht selten erst vor Gericht endet. Schwarze Schafe in der Handelszunft machen sich das oft zunutze. Sie liefern per Nachnahme minderwertige oder andere Produkte und verlassen sich darauf, daß die meisten Kunden nicht bis zum Äußersten gehen.

Sicherheit für den Verkäufer: relativ hoch

Die Zahlungsart per Nachnahme ist für den Verkäufer sehr attraktiv. Er erhält auf jeden Fall sein Geld oder die Ware zurück, wobei das durchaus einige Wochen dauern kann, da diese von der Post solange zurückgehalten wird, wenn das Paket nicht zugestellt werden konnte oder nicht abgeholt wurde. Außerdem muß der Verkäufer die Rückversandkosten bezahlen.

Verbreitung  hoch
Besonderheiten Prinzipiell kann per Nachnahme jeder Waren bestellen und an eine beliebige Person verschicken (Scherzbestellung). 
Deshalb ist es sinnvoll, wenn der Verkäufer die Auftragsdaten auf Gültigkeit überprüft. Dies kann beispielsweise durch einen Kontroll-Anruf beim Auftraggeber oder eine Telefon-CD (wohnt die Person tatsächlich unter der angegebenen Adresse ?) geschehen. 

Vorauskasse

Funktionsweise Bei Vorauskasse wird der Kaufbetrag auf das Konto des Verkäufers überwiesen. Erst nach der Gutschrift der vollständigen Summe wird das Produkt geliefert. Auf dem Überweisungsschein sollte unter dem Verwendungszweck die Auftragsnummer angegeben werden. 

Zeitpunkt der Zahlung: vor dem Erhalt

besondere
Voraussetzungen
Käufer: keine

Verkäufer: Bankkonto

Kosten  Käufer: keine

Verkäufer: keine

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: gering

Es ist sehr unsicher, wenn die Ware oder Dienstleistung bereits vorher bezahlt werden muß. Dies sollte man wirklich nur bei Händlern oder allgemein Personen tun, zu denen man ein sehr großes Vertrauen hat.

Sicherheit für den Verkäufer: hoch

Verbreitung  wenig
Besonderheiten

(Elektronisches) Lastschriftverfahren 

Funktionsweise Die gängigste Art des Lastschriftverfahrens ist die Einzugsermächtigung (Bankeinzug). Der Käufer muss über ein eigenes Bankkonto (Girokonto) verfügen und dem Verkäufer per handschriftlicher Unterschrift die Einzugs-Ermächtigung bestätigen, damit dieser die Vollmacht bekommt, den entsprechenden Kaufbetrag vom Girokonto des Käufers abzubuchen. Das Konto wird normalerweise fünf Tage nach Erhalt der Rechnung mit dem in Rechnung gestellten Betrag belastet. Der Käufer hat bei einer Einzugsermächtigung innerhalb von 6 Wochen das Recht auf einen Rückruf der Zahlung, wenn er mit der Abbuchung nicht einverstanden ist. 

Sicherer für den Verkäufer ist hier das Lastschriftverfahren per Abbuchungsauftrag, da der Käufer dieser Abbuchung nicht widersprechen kann. Dieses Zahlverfahren wird beispielsweise beim Einzug von größeren Forderungsbeträgen aus Lieferung und Leistung zwischen Unternehmen eingesetzt.

Das elektronische Lastschriftverfahren wird in traditionellen Geschäften häufig über die EC-Karte abgewickelt. Dazu verfügt der Händler über ein entsprechendes Kartenlesegerät, das die auf der Karte gespeicherten Informationen liest und die Einzugs-Ermächtigung ausdruckt, die der Kunde dann unterschreibt. Die andere Möglichkeit ist, daß der Kunde seine PIN eingibt und sich damit als rechtmäßiger Besitzer der Karte ausweist und die Erlaubnis zur Abbuchung des Kaufpreises erteilt. Beide Verfahren sind aber für das Internet nicht geeignet, da die Zahlung dort ja rund um die Uhr und maschinell erfolgen soll.

Im Internet läuft die Bezahlung in der Praxis so ab, daß der Kunde die Kontodaten (Kontonummer, Bankleitzahl, Vor- und Nachname des Kunden) beim Ersteinkauf in ein Online-Formular eingibt und an den Händler schickt. Hier sollte auf eine sichere Übertragung, beispielsweise per SSL, geachtet werden. Häufig wird dabei auf die handschriftliche Unterschrift verzichtet, was vor allem für den Verkäufer im Zweifelsfalle ein Problem werden kann, wie später noch beschrieben wird. Die bestellte Ware wird geliefert und der Kaufpreis wird in der Regel 2-4 Tage nach Warenausgang vom Konto des Käufers abgebucht. 

Der Kunde hat wenig Ärger, er kann die Waren einfach bestellen und muss nur einmal seine Kontodaten übermitteln. Der Anbieter nutzt die Kontodaten, um den Gegenwert der bestellten Waren vom Konto abzubuchen. 

Zeitpunkt der Zahlung: je nach Zeitpunkt der Lastschrift, in der Regel vor dem Erhalt

besondere
Voraussetzungen
Käufer: gedecktes Girokonto

Verkäufer: Bankkonto

Kosten  Käufer: meist keine

Verkäufer: meist keine

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: relativ hoch (bei Einzugsermächtigung)

Gibt es Probleme mit der Lieferung, kann der Kunde die Abbuchung innerhalb von 6 Wochen rückgängig machen. Beim Lastschriftverfahren wird dem Verkäufer die Ermächtigung zur Einziehung des Kaufpreises bei der Bank des Kunden erteilt. Der Käufer hat hierbei nämlich das Risiko, daß diese Ermächtigung vom Verkäufer mißbraucht werden kann, weil die Bank die Wirksamkeit dieser Vollmacht häufig nicht überprüft. Vor Gericht beweiskräftig ist eigentlich nur eine Einzugs-Ermächtigung, die per handschriftlicher Unterschrift vom Käufer bestätigt wurde. Allein die Übermittlung der Kontodaten an den Händler reicht hierzu nicht aus, um einen sicheren Handel abzuschließen. Meist gehen die Banken davon aus, daß eine Einzugsermächtigung vorliegt, wenn ein Konto mit einem Lastschriftauftrag belastet wird. Die Prüfung der Lastschrift fällt so dem Kunden zu. Bucht der Verkäufer beispielsweise vom Konto des Käufers zu viel ab, so muß der Käufer selbst schriftlich Widerspruch einlegen und, wie oben schon erwähnt, die bereits erfolgte Abbuchung rückgängig machen.

Hinweis
Beim elektronischen Lastschriftverfahren sollte man darauf achten, daß die Zahlungsinformationen (Kontonummer,…) sicher zum Händler übertragen werden, beispielsweise per SSL.

Sicherheit für den Verkäufer:
mäßig

Die Lastschrift (Einzugsermächtigung) ist beliebt, da der Verkäufer in der Regel mit dem Versand der Ware wartet, bis das Geld auf seinem Konto gutgeschrieben wurde. Der Haken an der Sache ist, daß der Käufer innerhalb von 6 Wochen das Recht auf einen Rückruf der Zahlung hat, wenn er mit der Abbuchung nicht einverstanden ist. Der eingezogene Betrag wird dann auf sein Konto zurückgebucht. Der Verkäufer muß dann gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten, um die Rechtmäßigkeit seiner Forderung darzulegen und das Geld dann doch noch zu erhalten.

Auch bei Buchungsfehlern oder mangelnder Deckung auf dem Kundenkonto kann es zu einer Rückbuchung der bereits auf dem Konto des Verkäufers eingegangenen Summe kommen. Die meisten Rücklastschriften entstehen übrigens dadurch, daß die Konten der Käufer nicht gedeckt sind.

Der Verkäufer hat also bei einer Einzugsermächtigung keine absolute Zahlungsgarantie. 

Aus diesem Grund kann der Käufer bei vielen Anbietern nur  bis zu einem bestimmten Warenwert über das Lastschriftverfahren bezahlen.

Das schon beim Käufer angesprochene Problem mit der nicht handschriftlich unterschriebenen Einzugs-Ermächtigung kann auch dem Verkäufer Schwierigkeiten bereiten. 
So könnte beispielsweise ein Kunde die Ware behalten und den Lastschrift-Auftrag mit Hinweis auf die fehlende Einzugs-Ermächtigung bei der Bank rückgängig machen. In der Regel wird sich der Kunde, der den Verkäufer bewusst aufs Kreuz legen will, mit der Behauptung wehren, er habe die Ware nie erhalten. Dann hätte er den Lastschriftauftrag sogar rechtens rückgängig gemacht. Der Einlieferungsbeleg eines Pakets bei der Aufgabe zur Post gilt vor Gericht übrigens nur als Beleg dafür, dass etwas abgeschickt wurde, nicht jedoch, dass es auch angekommen ist. Dasselbe gilt für ein Einschreiben – Abhilfe schafft nur die Rückantwort. In diesem Fall ist es für den Kunden nicht möglich, den Erhalt der Ware zu bestreiten. 

Um das Problem zu lösen, gibt es sogenannte Scoring-Modelle – das sind Modelle, mit denen versucht wird, festzustellen, ob die Angaben des Kunden plausibel sind -, um zumindest die "faulsten" Kunden auszusieben. Sinnvoller sind allerdings die vertrauten Schufa-Listen, die Kunden benennen, die als schlechte Schuldner bereits auffällig geworden sind. Weitere Information hierzu erfahren Sie im nachfolgenden Teilabschnitt "Bankinstitute,  SCHUFA und Gerichtvollzieher Bildlink-Pfeil".

Verbreitung  sehr
Besonderheiten Bei falschen Kontoangaben oder Rückbuchungen, die nicht durch das Verschulden des Verkäufers zustande kommen, werden dem Käufer die Rückbuchungsgebühren der Bank berechnet. Aus diesem Grund kann der Käufer bei vielen Anbietern nur bis zu einem bestimmten Warenwert über das Lastschriftverfahren bezahlen.

Kreditkarte

Funktionsweise Die Zahlung mittels Kreditkarte ist eine sehr bequeme Möglichkeit der Online-Bezahlung , sie kann einfach und schnell abgewickelt werden: der Kunde gibt seine Kreditkarteninformationen (Name des Kreditkarteninstituts, Kreditkartennummer, Gültigkeitszeitraum, Vor- und Nachname) beim Ersteinkauf in ein Online-Formular ein und schickt sie zum Händler. Hier sollte auf eine sichere Übertragung geachtet werden, beispielsweise per SSL. 

Für den Online-Kauf ist weder die Geheimnummer (nur bei Bargeldabhebung) noch eine handschriftliche Unterschrift notwendig. 

Zeitpunkt der Zahlung: nach dem Vertragsschluß

besondere
Voraussetzungen
Käufer: Kreditkarte

Verkäufer: Schnittstelle zum Kreditkarten-Institut

Kosten  Käufer: jährliche Pauschale für die Kreditkarte

Verkäufer: Prozentsatz vom Umsatz (meist 2 Prozent)

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: mittel

Da zur Bezahlung nur die Kartennummer angegeben werden muß und damit nicht sichergestellt ist, ob die Karte vom rechtmäßigen Besitzer verwendet wird – sie könnte auch gestohlen worden sein -, sollte man sich, bevor man seine Kreditkartennummer herausgibt, von der Vertrauenswürdigkeit des Online-Händlers überzeugen und bei Zweifeln den Kaufvorgang abbrechen. Es werden immer mehr Fälle bekannt, in denen selbst Unbeteiligte, die noch nie online eingekauft haben, plötzlich Abbuchungen auf ihrer Kreditkartenrechnung finden, die sie nie veranlasst haben. In solchen Fällen ist es zwingend notwendig, innerhalb der Frist (meistens vier Wochen) Einspruch einzulegen. Später wird es kaum möglich sein, solche Zahlungen wieder zurückzubekommen – nicht einmal auf dem Rechtsweg.

Hinweis
Sicherer wäre die Bezahlung per Kreditkarte, wenn sich der Kunde per PIN oder einer handschriftlichen Unterschrift als rechtmäßiger Besitzer ausweisen würde. Noch höhere Sicherheit bietet der speziell für dieses Zahlverfahren verwendete und nachfolgend genauer beschriebene Sicherheitsstandard "Secure Electronic Transaction" (SET).

Sicherheit für den Verkäufer: mittel

Falls die Kreditkarte mißbraucht wurde, muß der Verkäufer selbst dafür sorgen, daß er entweder das Geld bekommt oder die Ware zurückerhält. Im schlimmsten Falle kann es auch passieren, daß er weder das eine noch das andere bekommt. Das liegt daran, daß die Kreditkartenunternehmen nicht in allen Einzelfällen haftbar gemacht werden können.

Verbreitung  in der USA sehr verbreitet, in Europa wächst die Zahl der Nutzer kontinuierlich
Besonderheiten Kreditkarten wie Visa und American Express sind weltweit anerkannt und eignen sich deshalb sehr gut für die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen, die im Ausland eingekauft werden. Ein praktisches Beispiel hierfür ist der Kauf einer Shareware direkt von einem Software-Autor, der beispielsweise aus der USA stammt. Ohne die Kreditkarte müßten hier hohe Gebühren für die Auslandsüberweisung bezahlt werden.

SET (Secure Electronic Transaction), sicherstes Verfahren für Kreditkarten-Zahlungen

Funktionsweise Ablauf der Kundenregistrierung:
Dazu stellt der Kunde zunächst bei seiner Bank einen Antrag für ein SET-Zertifikat (digitaler Personalausweis), das er für die sichere Teilnahme am SET-Zahlungsverfahren benötigt. Die Bank leitet den Antrag weiter an die Kreditkartengesellschaft, die wiederum ein Zertifikat für den Kunden bei einem allgemein anerkannten Trust-Center beantragt. Nach der Bearbeitung des Antrags gibt das Trust-Center bestimmte Informationen an die Kreditkartengesellschaft zurück, welche diese Angaben an die Bank weiterleitet. Diese wiederum überreicht dem Kunden dann sein Wallet (elektronische Geldbörse), das die Kreditkarteninformationen und das Zertifikat enthält. 

Wallets können grundsätzlich neben Kreditkartendaten und Zertifikaten auch Bankverbindungen, Einkaufsquittungen, Benutzernamen und Passwörter des Kunden speichern. Sie sind also vergleichbar mit einer traditionellen Geldbörse.

Dieses SET-Wallet muß der Kunde dann auf seinem Rechner installieren. Nach der Installation kann die erste Bezahlung (meist eine von der Bank bereitgestellte Möglichkeit zur Testzahlung) per SET erfolgen. 

Ablauf der Bezahlung per SET:
Der Kunde bestellt beim Händler die gewünschten Waren mit seiner Kreditkarte. Der Händler übermittelt die Transaktions-Nummer. Der Kunde übermittelt dem Händler sein Kunden-Zertifikat und die elektronisch unterschriebenen Bestell- und Zahlungsinformationen. Auf der Händlerseite wird das Kundenzertifikat und die elektronische Unterschrift überprüft. Die Bank des Händlers erhält die Zahlungsinformation und die elektronisch unterschriebene Autorisierungsanforderung des Händlers zusammen in einem digitalen Kuvert. Der Händler rechnet also mit dem Kreditkartenunternehmen ab, das Kreditkartenunternehmen mit dem Kunden. Der Vorteil für den Kunden: Der Händler bekommt die Kunden-Kartennummer nicht zu Gesicht. 
Das SET-Wallet gewährleistet sowohl die Identifizierung des Käufers als auch die verschlüsselte Übertragung der Kaufdaten. 

Hinweis
SET schützt die Daten nicht nur auf dem Transportweg, sondern stellt auch ein datenschutzfreundliches "Need-to-Prinzip" bereit. Händler und Abrechnungsstelle erhalten jeweils nur die für sie notwendigen Informationen: Der Händler bekommt keine Kartendaten und die Abrechnungsstelle keine Bestellinformationen. Elektronische Signaturen belegen die Verbindlichkeit des Kundenauftrags und die Gültigkeit der Kartendaten.

Zeitpunkt der Zahlung: nach dem Vertragsschluß

besondere
Voraussetzungen
Käufer: Nach dem Herunterladen einer speziellen Software aus dem Internet muss diese installiert und konfiguriert werden. Danach muss der Käufer das SET-Zertifikat von der Bank abholen.

Verkäufer: Schnittstelle zum SET-Anbieter

Kosten Käufer: jährliche Pauschale

Verkäufer: einmalige Einrichtungs- und laufende Betriebskosten für die Schnittstelle zum SET-Anbieter  

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: hoch

Der Kunde ist bei Missbrauch seiner SET-ID nicht haftbar, wenn er seinerseits alle Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Hierzu gehört beispielsweise die Anzeige eines Einbruchs auf seinen Rechner – wenn er ihn bemerkt.

Sicherheit für den Verkäufer: hoch

Über SET durchgeführte Zahlungen kann ein Kreditkartenkunde nicht so einfach stornieren wie eine normale Online-Kreditkartenzahlung.
Die bloße Angabe der Kreditkartennummer in einem Webformular, Brief, Fax oder am Telefon gilt als schwach autorisierte "Mailorder/Fone Order" – das Risiko solcher Zahlungsanweisungen liegt in diesen Fällen voll beim Händler.

Verbreitung  wenig

SET ist für viele Kunden zu kompliziert: Großen Aufwand bereiten die Installation des SET-Wallets und das SET-Zertifikat für die Kreditkarte, das der Kunde persönlich bei seiner Bank beantragen muß. Eine weitere Einschränkung ist, daß dieses System nur für Windows-Betriebssysteme verfügbar ist. 

Besonderheiten SET ist zweifelsfrei das sicherste Verfahren für Kreditkarten-Zahlungen im Internet. Die Verschlüsselung ist stark, die Beteiligten sind identifizierbar, und für den Kunden sind die Zahlungen kostenlos. 

Hinweis
Damit jeder sofort SET testen kann, funktioniert es mit und ohne Wallet sowie mit und ohne Kundenzertifikat. 
Erfolgt die Transaktion ohne Wallet, so können nur normale SSL-Zahlungen durchgeführt werden. Ohne Verwendung des Kundenzertifikats kann allerdings der Kunde nicht eindeutig identifiziert werden, womit die hohe Sicherheit von SET beträchtlich sinkt. 

Da SET selbst nur als Protokoll angelegt ist, muss die Zahlungsmethode nicht auf Kreditgeschäfte beschränkt sein. Über SET können weitere Protokolle gelegt werden, am wichtigsten dafür ist das JEPI (Joint Electronic Payment Initiative) Project. JEPI soll Technologien entwickeln, die das Hypertext Transfer Protokoll (HTTP) so erweitern, daß es daß es automatisch nach Auswahl der Zahlungsmethode (Kreditkarte, Geldkarte, elektronisches Lastschriftverfahren,…) das dazugehörige Zahlungsprotokoll verwendet.


Bezahlen per Geldkarte und Kartenlesegerät 

Funktionsweise

Auf der kontoungebundenen Geldkarte, EC-Karte oder S-Card befindet sich der Chip mit beschreibbarem Speicher. Dieser Chip kann an einem Geldkarten-Terminal aufgeladen werden, indem ein Betrag vom Girokonto auf die Karte übertragen wird. Das Guthaben dieser "elektronischen Geldbörse" reduziert sich dann jeweils um den zu zahlenden Betrag. 

Wie gewohnt wählt der Kunde das gewünschte Produkt beim Online-Händler aus, legt es in seinen Warenkorb und leitet die Bezahlung mit der Geldkarte ein. Wird ein Kartenlesegerät der Klasse 3 (mit Tastatur und Display) verwendet, dann wird nun der zu zahlende Betrag am Display angezeigt, bei einem der Klasse 2 (mit Tastatur ohne Display) erscheint er am PC-Bildschirm, und der Kunde wird aufgefordert, die Geldkarte in das an den PC angeschlossene Kartenlesegerät zu stecken. Danach muss er sich über seine PIN gegenüber der Geldkarte identifizieren, damit sichergestellt ist, daß er auch der Eigentümer der Karte ist. Die Identifizierung und der sichere Transport der Zahlungsinformationen zwischen Kunde, Händler und Zahlungssystembetreiber kann beispielsweise über das vorher beschriebene SET-Protokoll durchgeführt werden. Der zu zahlende Betrag wird von der Karte abgebucht und dem Händler gutgeschrieben. Nach erfolgter Abbuchung werden Händler und Kunde durch entsprechende Nachrichten über den Erfolg der Zahlung unterrichtet.

Zeitpunkt der Zahlung: mit dem Erwerb (sofort)

besondere
Voraussetzungen
Käufer: Kartenlesegerät, Geldkarte (z. B. EC-Karte)

Verkäufer: eigenes Geldkarten-Zahlsystem, natürlich kann das System auch bei einem Service-Provider angemietet werden

Kosten  Käufer: einmalige Anschaffung des Kartenlesegeräts

Verkäufer: keine
Händler entrichten an die Betreiber etwa 0,3% ihres Umsatzes 

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: hoch

Sicherheit für den Verkäufer: hoch

Verbreitung  Die Geldkarte ist ein weit verbreitetes Zahlungsmittel – allerdings nutzt nur ein geringer Teil der Besitzer ihre Geldkarte regelmäßig. Die Zahl der Shops, die mit der Geldkarte online arbeiten, ist daher gering.
Besonderheiten Derzeit fehlt es noch an preiswerten Kartenlesegeräten. 

Die Geldkarte eignet sich für Kaufbeträge bis 200 Euro – mehr lässt sich auf einer Geldkarte nicht speichern. 

Die Geldkarte in Verbindung mit einem Kartenleser ermöglicht es, daß auch Kleinstbeträge wirtschaftlich abgerechnet werden können.

Die elektronische Geldbörse des "GeldKarte"-Systems soll künftig nicht nur als Bargeldersatz dienen, sondern mit Zusatzfunktionen auch als elektronischer Fahrschein im Nahverkehr, als Eintrittskarte, Rabattmarkenheft oder als City-Karte zum Einsatz kommen. Für bereits ausgegebene Chipkarten soll es ein Konzept für ein Online-Upgrade geben; damit ließen sich auch weitere Zusatzanwendungen auf die Karten laden. 


Bezahlung über ein Treuhandkonto 

Funktionsweise

Der Anbieter des Treuhandkontos schaltet sich dabei zwischen Händler und Käufer und dient den beiden als vertrauensvolle Zwischenstation. Der Kunde bezahlt den Preis für die Ware nicht direkt an den Händler, sondern zunächst auf der Basis des Lastschriftverfahrens auf das Treuhandkonto. Dazu muß er sich vorher einmalig beim Anbieter des Treuhandkontos registrieren und erhält dann eine Kundennummer und ein Paßwort. 

Nachdem der Treuhänder die Identität des Kunden und dessen Kundenkonto (ist es gedeckt ?) überprüft hat, wird der Händler informiert. Ist alles in Ordnung, schickt der Verkäufer die Ware an den Kunden und stellt die Rechnung an den Treuhänder. Erst nach Lieferung der Ware bzw. Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist wird die Zahlung an den Händler weitergeleitet. Natürlich kann die Rechnung des Händlers auch unmittelbar, nachdem der Kunde die Ware erhalten, überprüft und dem Treuhänder Bescheid gegeben hat, von diesem  beglichen werden. 

Die Bezahlung über ein Treuhandkonto stellt also sicher, daß der Kunde die gewünschte Ware ordnungsgemäß erhält und der Händler sein Geld bekommt. 

Zeitpunkt der Zahlung: sofort, aber zunächst auf das Treuhandkonto; die endgültige Bezahlung an den Händler erfolgt, nachdem der Kunde die Ware erhalten hat bzw. nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist

besondere
Voraussetzungen
Käufer: Konto bei einer Bank, Registrierung beim Treuhändler

Verkäufer: Schnittstelle zum Anbieter eines Treuhandkontos

Kosten  Käufer : in der Regel keine

Verkäufer: in der Regel eine geringe Provision von seinem Bruttoumsatz 
Dafür erhält er eine komplette Abwicklung des Rechnungskaufs inklusive Zahlungszusage. Gegenüber einer Abwicklung via Kreditkarte werden die Kosten einer Zahlungstransaktion deutlich gesenkt. 
Sicherheit  Die Bezahlung über ein Treuhandkonto stellt sicher, daß der Kunde die gewünschte Ware ordnungsgemäß erhält und der Händler sein Geld bekommt. 

Sicherheit für den Käufer: hoch

Sicherheit für den Verkäufer: hoch

Verbreitung  wenig

Hinweis
Die Verbreitung dieser Zahlungsmethode wird mit der steigenden Zahl an Online-Einkäufen zunehmen. 

Besonderheiten Die Bezahlung per Treuhandkonto eignet sich sehr gut für Geschäfte (B2B oder B2C), bei denen es um höhere Geldbeträge geht uns bei denen sich die Geschäftspartner noch nicht kennen, wie es beispielsweise häufig bei virtuellen Marktplätzen (Online-Auktionen, Kleinanzeigenmärkten,…), aber auch bei unbekannten Shop-Anbietern der Fall ist.

Bezahlung per Mobiltelefon

Funktionsweise

Der Kunde übermittelt seine Handy-Nummer an den Anbieter des Handy-Zahlverfahrens und erhält dafür eine PIN (persönliche Identifikationsnummer). 

Nach der Auswahl des Produkts erfolgt die Bezahlung, die per Handy folgendermaßen abläuft:

Der Kunde sendet seine Bestelldaten und vor allem die Handy-Nummer an den Händler. Der Kunde sendet dann, nachdem er sich z.B. über seine PIN identifiziert hat, die Handy-Nummer und den Preis der bestellten Ware an den Anbieter des Handy-Zahlverfahrens; dieser wiederum teilt dem Käufer per Handy-Anruf den Betrag mit, der Käufer bestätigt (autorisiert) den Zahlungsauftrag per PIN-Eingabe auf seiner Handy-Tastatur. Der Anbieter des Handy-Zahlverfahrens dient also als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer. Der fällige Betrag wird dann vom Konto des Kunden per Lastschriftverfahren abgebucht. 

Zeitpunkt der Zahlung: nach dem Erwerb

besondere
Voraussetzungen
Käufer: Handy (alle Modelle)

Verkäufer: Schnittstelle zum Anbieter eines Handy-Zahlungsverfahrens

Kosten Käufer: Telefongebühren, meist ist ein Jahresbeitrag fällig 

Verkäufer: Telefongebühren, einmalige Einrichtungs- und laufende Betriebskosten für die Schnittstelle zum Anbieter des Handy-Zahlungsverfahrens

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: mittel 

Die Daten können während ihrer Übertragung über das Mobilfunknetz abgehört werden, da sie in der Regel unverschlüsselt übertragen werden.

Hinweis
Bei der Zahlung per Handy, beispielsweise mit dem Paybox-Verfahren, haftet im Falle eines Mißbrauchs der Kunde nur für Schäden in Höhe bis 50 Euro, sofern er nicht vorsätzlich gehandelt hat. Die Haftung entfällt sogar, wenn der Schaden eintritt, nachdem der Kunde eine Sperrung der Paybox veranlaßt hat und auch, wenn der Kunde nachweisen kann, daß er seine Sorgfaltspflichten nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich verletzt hat. 

Sicherheit für den Verkäufer: wie Käufer

Verbreitung  gering
Besonderheiten Voraussichtlich entfällt der Anbieter des Handy-Zahlverfahrens später als Vermittler, und das Online-Geschäft kann direkt zwischen dem Käufer und dem Verkäufer von Handy zu Handy abgewickelt werden.

Bezahlen über die Telefonrechnung (Firstgate click&buy)

Funktionsweise Mit Firstgate click&buy (www.firstgate.de) kann man im Internet providerunabhängig Kleinbeträge, wie sie etwa beim Lesen von kurzen Artikeln oder Testberichten anfallen können, via Telefonrechnung bezahlen. Dazu muss man sich einmalig bei Firstgate click&buy registrieren und neben der Postadresse die Bankverbindung oder Kreditkartendaten über eine sichere SSL-Verbindung übermitteln. 

Am nächsten Tag kommt eine Bestätigungs-E-Mail, die unter anderem den Benutzernamen und den Hinweis "Wir werden in den nächsten Tagen 0,01 Euro auf das von Ihnen angegebene Konto überweisen" enthält. Auf dem betreffenden Kontoauszug finden Sie dann im Feld "Verwendungszweck" die sogenannte FIRSTGATE-PIN (Personal Identification Number)". Dabei handelt es sich um eine Kontroll-Gutschrift, bei der auf das bei der Registrierung angegebene Konto ein Cent überwiesen wird. Damit überprüft der Anbieter die Identität des Nutzers. Die Überweisung enthält im Verwendungszweck weiterhin die PIN, mit der man sich dann auf dem Internetangebot von Firstgate einmalig identifizieren muß, um so ein Paßwort für die weitere Anmeldung bei dem Dienstleister zu erhalten.

Zusätzliche Programme müssen zur Bezahlung mit Firstgate Click&Buy nicht installiert werden. Alle genutzten und über Firstgate abgerechneten Internetdienste erscheinen unmittelbar nach Zahlung im Einzelverbindungsnachweis, der jederzeit auf der Website von Firstgate eingesehen werden kann. So hat man einen Überblick über die bereits entstandenen Kosten. Das Micropayment-System bietet zwei unterschiedliche Tarifvarianten: zum einen "Pay-per-Minute" (zeitabhängige Bezahlung) und "Pay-per-Click" (Zahlen per Mausklick).

Zeitpunkt der Zahlung: Firstgate bucht die entstandenen Kosten einmal monatlich per Lastschriftverfahren ab.

besondere
Voraussetzungen
Käufer:  Einmalige Registrierung bei Firstgate click&buy und ein Telefonanschluss innerhalb Deutschlands, bei dem die Netzkennzahlen der Telefongesellschaften (0 190er-Nummern) nicht gesperrt sind (einige Arbeitgeber nehmen eine solche Sperrung für ihre Telefonanlage vor). 

Verkäufer: Schnittstelle zu Firstgate click&buy

Kosten Käufer: keine

Verkäufer: Firstgate übernimmt Rechnungsstellung/-versand und den Zahlungsverkehr und verlangt dafür eine Umsatzprovision.

Sicherheit  Sicherheit für den Käufer: hoch

Sicherheit für den Verkäufer: hoch

Verbreitung  bisher gering

Hinweis
Die Verbreitung wird zunehmen, da immer mehr Internetdienste kostenpflichtig werden und Firstgate eine gute Möglichkeit bietet, Kleinbeträge einfach und sicher abzurechnen.

Besonderheiten Der Anbieter kann seine Preise auf den Cent genau und täglich ändern.

Dieses System eignet sich hervorragend, um kleine Beträge abzurechnen, beispielsweise können Verlagshäuser so einzelne Dokumente kostenpflichtig anbieten oder Suchmaschinen für die dort getätigten Archiv- und Rechercheabfragen bezahlt werden. Weitere Anwendungen wären die Bezahlung von Routenplanern, Telefon- und Reiseauskunft oder bestimmten Fachbeiträgen aus den Foren von Communities. Darüber hinaus eignet sich der Dienst auch für die Bezahlung von Musik, Videos, Spielen und Bildern.

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Hinweis
Sollten Unstimmigkeiten bezüglich der eingezogenen Summe, der Rechnungssumme oder der gelieferten Ware auftreten, kann sich der Käufer per Telefon oder E-Mail mit dem Verkäufer und/oder dem Anbieter des jeweiligen Zahlungsverfahrens in Verbindung setzen. 
Auch die Hausbank ist in so einem Fall ein kompetenter Ansprechpartner. Diese verfügen übrigens häufig über sehr informationsreiche Internetseiten, auf denen unter anderem auch verschiedene Zahlungsverfahren erklärt werden. Meistens wird auf den Internetangeboten eine lokale Suchmaschine bereitgestellt, mit der die Website gezielt nach bestimmten Stichwörtern (lastschrift, kreditkarte, geldkarte,…) durchsucht werden kann. Eine andere Möglichkeit ist die Suche durch die Eingabe von relevanten Stichwörtern in die Domain, beispielsweise www.geldkarte.de.  

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Zahlungsschwierigkeiten

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Problem

 Zahlungsschwierigkeiten 

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Grundsätzlich ist bezüglich dieser Frage der zweite Teil des BGB, das Schuldrecht, einschlägig. Es handelt sich hierbei weitgehend um dispositives Recht (die Einzelheiten der Vertragsabwicklung stehen zur Disposition), das heißt, die beiden Vertragspartner können weitgehend frei vereinbaren, wie der Vertrag abgewickelt werden soll bzw. wie die jeweiligen Einzelheiten des Vertrages geregelt werden, so beispielsweise die Art der Zahlung. Es ist möglich, beispielsweise per Rechnung oder per Nachnahme zu kaufen, bei Lieferung zu bezahlen oder einen eigens dafür bestimmten Zeitpunkt zu vereinbaren, z. B. auch (zumindest teilweise) vor Lieferung als Vorschuß. Es kann sowohl geliefert als auch selbst abgeholt werden (je nach Produkt). Treffen Käufer und Verkäufer keine gesonderte Absprache, so gelten die allgemeinen vorgegebenen Bestimmungen für den Abschluß von Verträgen.

Analogie

Wie läuft die Bezahlung im traditionellen Handel ab ? 

Im Laden um die Ecke entstehen Zahlungsschwierigkeiten in der Regel gar nicht erst, da der Kunde die Ware sofort bar bezahlt und die Ware dann mitnimmt. Ist die Ware nicht vorrätig, so muß meistens ein prozentualer Anteil des Verkaufspreises vom Kunden angezahlt und der Rest dann entrichtet werden, wenn die Ware beim Händler eingetroffen ist und vom Kunden abgeholt werden kann. 
Zwischenzeitlich hat sich das Bezahlen mit EC-Karte schon ebenso etabliert wie die Barzahlung, vor allem bei größeren Beträgen. Der Kunde zahlt direkt beim Einkauf, nimmt die Ware mit, sein Girokonto wird jedoch erst ein paar Tage später mit dem Betrag belastet. Durch die Unterschrift, die der Kunde auf dem Beleg, der beim Geschäft verbleibt (einen bekommt er als Quittung mit), leistet, gibt er die Zustimmung zur Abbuchung des genannten Betrages von seinem Konto.


Wie läuft die Bezahlung im Internethandel ab ? 

Ganz anders wie beim Kauf im Laden um die Ecke, wo man den gewünschten Artikel, falls vorrätig, sofort nach der Bezahlung mitnehmen kann, ist beim Online-Handel eine bestimmte Lieferzeit obligatorisch. Oftmals muß der Käufer bei der ersten Bestellung Vorkasse leisten, und die Ware wird erst nach Eingang des Kaufpreises versandt, so daß der Kunde dann in der Regel ein paar Tage später sein gekauftes Produkt erhält. Manchmal wird auch die Erstbestellung per Nachnahme vereinbart, d. h. der Kunde erhält über die Post oder einen Kurierdienst die gekaufte Ware und bezahlt den Preis direkt vor Ort an den Überbringer, der das Geld dann an den Verkäufer weiterleitet. Bei den weiteren Bestellungen kann dann je nach Anbieter beispielsweise per Lastschrift, Rechnung, Kreditkarte oder mit elektronischen Bezahlsystemen bezahlt werden.

Es kann bei manchen Online-Shops und -Auktionen durchaus vorkommen, daß ein Kunde wochenlang auf die bestellten oder ersteigerten und bereits bezahlten Produkte wartet. Mögliche Gründe für solche lange Lieferzeiten sind beispielsweise allgemeine Probleme des mit der Lieferung beauftragen Logistikunternehmens oder Verkäufer, die sich nicht klar machen, daß der Kunde sein Produkt ebenso schnell haben möchte wie er selbst sein Geld, und daß längere Lieferzeiten für den Kunden ein Grund sein könnten, zukünftig die Angebote dieses Verkäufers zu meiden. Bei ersteigerten Waren kommt häufig noch das Problem hinzu, daß der Anbieter des virtuellen Marktplatzes bzw. des Online-Auktionshauses, wo das Produkt ja angeboten wurde, bei Rückfragen oder Reklamationen nicht als Ansprechpartner zur Verfügung steht; dieser versteht sich nämlich lediglich als Vermittler zwischen Verkäufer und Kaufinteressenten.

Zumindest in Deutschland dominiert bei Online-Bestellungen die Lieferung auf Rechnung, Bezahlung per Nachnahme oder Lastschriftverfahren; hierbei ist es außer bei der Nachnahme, wo vor Erhalt der Ware bezahlt werden muß, für den Kunden möglich, nach der Lieferung die bestellte Ware zuerst genau zu prüfen und erst dann das Entgelt dafür zu entrichten. Ein Risikofaktor für den Händler, (Be-)zahlungsprobleme zu bekommen, ist hier der Kunde selbst, wenn dieser beispielsweise behauptet, nie bestellt oder die bestellte Ware nicht geliefert bekommen zu haben und dann natürlich auch nicht bezahlt; so etwas kommt leider nicht selten vor. 

Bei der Bezahlung im Internet gibt es im Prinzip ähnliche Schwierigkeiten wie im traditionellen Versandhandel bzw. tauchen die Probleme auf, die schon im vorangegangenen Teilabschnitt "Fehlender Identitätsnachweis der (Kauf)-Vertragspartner und dadurch keine eindeutige Rechtslage bei Vertragsabschlüssen ohne handschriftliche Signatur" angesprochen wurden. Wie wichtig der Identitätsnachweis für beide Geschäftspartner ist, wird ersichtlich, wenn man sich ansieht, warum es zu Rücksendungen kommt; oft sind Lieferadressen falsch angegeben. Das Abstreiten einer Bestellung bzw. des Erhalts der Ware durch den Kunden gehört zu den unerfreulichen Erfahrungen von Anbietern aus dem Versand- und Onlinehandel; ohne Nachweis, wer konkret seinerzeit die Bestellung vornahm, hat der Händler kaum Aussichten, seine (berechtigten) Forderungen geltend zu machen.

Hinweis
Weiterführende Informationen über verschiedene traditionelle und Online-Zahlverfahren finden Sie übrigens im Abschnitt "Sicher bezahlen im Online-Handel". 

Besonders interessant ist das Online-Geschäft mit Waren, die bereits in digitaler Form vorliegen, wie Informationen, Musik, Videos oder Software. Hier kann sich der Kunde üblicherweise vor dem Kauf einen Eindruck von der Produktqualität verschaffen, beispielsweise anhand einer zeitlimitierten Demoversion, die er sich bequem auf seinen Rechner herunterladen und testen kann. 
Auf eine darauffolgende Bestellung hin wird die Ware normalerweise im versiegelten, also verschlüsselten Zustand zum Kunden per Internet übertragen. 
Nach der (Online-)Bezahlung erhält der Kunde ein Paßwort zum "Entsiegeln". Eine sofortige Bezahlung liegt in diesem Fall im Interesse beider Seiten, denn der Vorgang soll so bequem und schnell wie möglich abgeschlossen werden. Außerdem hat sich der Grundsatz entwickelt, daß eine Ware, die online geliefert wird, auch online bezahlt werden soll. 

Derzeit ist es aber (noch) so, daß Online-Zahlungsverfahren, die dies ermöglichen würden, von vielen Kunden nicht akzeptiert werden. Der Hauptgrund hierfür ist, daß diese neue Art der Bezahlung für viele Anwender schlicht zu kompliziert ist. Aber auch traditionelle Zahlungsverfahren wie etwa die Bezahlung mit der Kreditkarte werden von vielen Anwendern gemieden, da sie unsicher sind und sie nicht genau wissen, was passiert, wenn die Karte verloren geht und irgend jemand unberechtigterweise Zahlungen damit vornimmt (und dies gilt keineswegs nur für den Online-Handel). 

Die Haftung des Karteninhabers beschränkt sich jedoch in der Regel auf eine kleinere Summe, wenn bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden. Der Inhaber ist grundsätzlich verpflichtet, seine Karte sorgfältig zu verwahren und sie vor Mißbrauch durch jemand anders zu schützen. Hierzu gehört beispielsweise, daß er die dazugehörige Gemeinnummer nicht auf der Karte notiert oder sonst irgendwo in der Nähe der Karte aufbewahrt. Geht die Karte verloren oder besteht auch nur der Verdacht eines Mißbrauchs, so muß er die Karte unverzüglich sperren lassen. Ist dies geschehen, so muß er nicht mehr für den Schaden aufkommen, den ein Unbefugter trotz Sperrung der Karte eventuell noch anrichtet. Für die Zeit vor der Anzeige des Verlustes der Karte beziehungsweise vor der Sperrung haftet er lediglich mit einem Höchstbetrag (ca. 50 Euro), außer natürlich, er hat seine Sorgfaltspflichten, die bereits oben kurz genannt worden sind, grob fahrlässig verletzt und damit dazu beigetragen, daß eine mißbräuchliche Nutzung der Karte möglich geworden ist.

Hinweis
Da der Online-Handel sich bisher bezüglich Bezahlung nicht wesentlich von anderen per Fernkommunikation geführten Geschäften wie etwa dem traditionellen Versandhandel oder Teleshopping unterscheidet, sondern für diese vielmehr große Verbesserungsmöglichkeiten bietet (in Zukunft könnten diese Handelsformen sogar in das Internet verlagert werden – beispielsweise digitales Fernsehen -), sollen diese hier nicht gesondert erwähnt werden.


Praktische Beispiele:

Bei der Zahlung per Nachnahme hat der Käufer den Nachteil, daß er die Ware erst erhält, wenn er gezahlt hat. Entspricht diese dann nicht den Erwartungen, weil sie entweder beschädigt ist oder sonstige Mängel aufweist, so muss er sich selbst darum kümmern, daß er den bereits entrichteten Kaufpreis vom Verkäufer zurückbekommt. Nicht selten müssen letztendlich die Gerichte entscheiden, wenn es zu Schwierigkeiten diesbezüglich kommt; dies bedeutet, daß der Kunde manchmal sehr lange auf die Rückerstattung seines Geldes warten muß. Es kommt leider nicht selten vor, daß schwarze Schafe, die es in jeder Branche gibt, sich darauf verlassen, daß die meisten Kunden den Gang vor Gericht scheuen, und daher den Kauf per Nachnahme manchmal dazu nutzen, fehlerhafte Waren auszuliefern. Diese Art der Zahlung ist für den Verkäufer sehr attraktiv, da er praktisch kein Risiko eingeht und im schlimmsten Falle, wenn der Käufer die Annahme verweigert oder das Paket nicht zugestellt werden konnte, höchstens die Kosten für den Rückversand tragen muß.

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Beim Lastschriftverfahren wird dem Verkäufer die Ermächtigung zur Einziehung des Kaufpreises bei der Bank des Kunden erteilt. Gibt es Probleme mit der Lieferung, kann der Kunde die Abbuchung innerhalb von 6 Wochen rückgängig machen. Ein Problem für den Verkäufer entsteht dann, wenn er beim Abschluß des Vertrags nicht auf einer handschriftlich unterzeichneten Einzugs-Ermächtigung besteht, sondern sich mit der bloßen Übermittlung der Kontodaten zufrieden gibt. Das führt dazu, daß ein Kunde im ungünstigsten Falle die Ware behält und den Lastschrift-Auftrag mit Hinweis auf die fehlende Einzugs-Ermächtigung bei der Bank rückgängig macht. Dann hat der Verkäufer die Beweislast im Falle eines Rechtsstreits. Vor Gericht beweisfest ist nämlich nur eine Einzugs-Ermächtigung, die per handschriftlicher Unterschrift vom Käufer bestätigt wurde.
In der Regel wird sich ein unlauterer Kunde immer mit der Behauptung wehren, er habe die Ware nie erhalten. Dann hätte er den Lastschriftauftrag sogar rechtens rückgängig gemacht. Auch der Einlieferungsbeleg eines Pakets vom Postschalter gilt vor Gericht übrigens nur als Beleg dafür, dass etwas abgeschickt wurde, nicht jedoch, dass es auch angekommen ist; hier muß dann auch noch der Auslieferer der Ware gefragt und überprüft werden, ob er seinen Lieferauftrag korrekt erfüllt hat und dies auch beweisen kann. Gleiches gilt für ein Einschreiben – Abhilfe schafft nur die Rückantwort.

Was vielleicht so mancher Käufer nicht weiß: Er ist für die Prüfung der Lastschrift selbst verantwortlich. Er trägt das Risiko, daß die von ihm erteilte Ermächtigung vom Verkäufer mißbraucht werden kann, weil die Bank die Wirksamkeit dieser Vollmacht häufig nicht überprüft. Die Übermittlung der Kontodaten allein reicht hierzu nicht aus. Meist gehen die Banken davon aus, dass eine Einzugsermächtigung vorliegt, wenn ein Konto mit einem Lastschriftauftrag belastet wird. Bucht der Verkäufer beispielsweise vom Konto des Käufers zu viel ab, so muß dieser selbst schriftlich Widerspruch einlegen und die Rücküberweisung des entsprechenden Betrages von seiner Bank verlangen. Dies ist – wie bereits oben erwähnt – innerhalb von sechs Wochen möglich. Fehlt der Lastschrift-Auftrag völlig, müssen die Gelder sogar über einen längeren Zeitraum zurückerstattet werden. 


Loesung
Der Online-Händler kann sich vor der Auslieferung der bestellten Ware an Erstkunden rückversichern und so Scherzbestellungen, gezielte Täuschung und Probleme mit zahlungsunfähigen Kunden vorbeugen. 
Der Käufer hat die Möglichkeit, sein Geld zunächst an einen vertrauensvollen Dritten zu übergeben und die endgültige Überweisung an den Verkäufer erst dann zu veranlassen, nachdem er die Ware ordnungsgemäß erhalten hat. 
Grundsätzlich sollten vertrauliche Daten nur verschlüsselt, beispielsweise per SSL, via Internet transportiert werden. 

Der Online-Händler kann sich vor der Auslieferung der bestellten Ware an Erstkunden rückversichern und so Scherzbestellungen, gezielte Täuschung und Probleme mit zahlungsunfähigen Kunden vorbeugen. 

Um das vorher bereits geschilderte Problem der zahlungsunwilligen Kunden für den Händler wenigstens so gering wie möglich zu halten, kann sich dieser vor Auslieferung an Erstkunden durch eine Anfrage bei einer Bonitätsprüfungsgesellschaft absichern. Kunden, die durch Zahlungsunwilligkeit oder durch das oben bereits geschilderte Verhalten aufgefallen sind, werden dort in eine Sperrliste eingetragen. Die Online-Nutzung eines solchen Systems ist bereits heute möglich. Überdies gibt es immer noch die vertrauten Schufa-Listen, die Kunden benennen, die als schlechte Schuldner bereits bekannt geworden sind. 

Darüber hinaus könnte sich der Online-Händler nach jeder Erstbestellung durch eine Rückfrage per E-Mail vergewissern, ob auch der Absender derjenige ist, dessen Name aus der Bestellung ersichtlich ist und er die betreffende Ware tatsächlich haben möchte. So wäre ein Großteil der Rücksendungen, die beispielsweise durch Scherzbestellungen verursacht werden, zu vermeiden. Es wäre zudem optimal, wenn diese Form der Rückversicherung automatisch erfolgen würde. 
Ein solches sicheres Bestell-System nennt sich "Double-opt-in-System" und wird häufig bei Newslettern oder Diskussionslisten verwendet. Dabei wird dem Abonnenten zusätzlich zur Rückmeldung auf eine erfolgreiche Anmeldung beim Anbieter eine E-Mail zugesendet, über die er noch einmal bestätigen muß, daß er die Newsletter tatsächlich bestellen bzw. an der Diskussionsliste teilnehmen möchte. Wäre dies jetzt eine Scherzbestellung, dann würde der Empfänger die E-Mail, da er sie beispielsweise für Spam hält, sicher löschen und würde somit nicht eingetragen. Erreicht die E-Mail dagegen den tatsächlichen Besteller, so wird dieser sie öffnen und – wie in der Mail beschrieben (hoffentlich verständlich und in der Landessprache) -, einfach mit der Reply/Antworten-Funktion an den Online-Händler zurücksenden und dann regelmäßig die bestellte elektronische Post erhalten. 

Der Käufer hat die Möglichkeit, sein Geld zunächst an einen vertrauensvollen Dritten zu übergeben und die endgültige Überweisung an den Verkäufer erst dann zu veranlassen, nachdem er die Ware ordnungsgemäß erhalten hat. 

Bei der Art und Weise der Bezahlung bietet sich neben den oben bereits genannten Methoden mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen die Benutzung eines Treuhandkontos an. Die Bezahlung einer Ware läuft dann folgendermaßen ab: Der Kunde überweist den Rechnungsbetrag für die Ware auf ein Treuhandkonto; ist dies geschehen, so liefert der Händler. Der Kunde nun hat dann ausreichend Zeit und Gelegenheit, zu prüfen, ob die Lieferung seiner Bestellung in allen Punkten entspricht. Ist dies der Fall, so informiert er den Betreiber des Treuhandkontos; dieser gibt das bereits vom Kunden überwiesene Geld frei und leitet es weiter auf das Konto des Händlers. Ist der Kunde nicht zufrieden, so bleibt das überwiesene Geld solange auf dem Treuhandkonto liegen, bis etwaige Mängel durch den Verkäufer behoben wurden. Im umgekehrten Fall liefert der Händler solange nicht, bis das Geld durch den Kunden auf diesem Konto hinterlegt wurde. Auf diese Art und Weise sind die beiden Vertragspartner sehr gut abgesichert, denn Behauptungen wie beispielsweise "ich habe nie etwas bestellt" oder "ich habe die bestellte Ware nicht bekommen und zahle daher nicht" sind dann von vorneherein ausgeschlossen. 

Grundsätzlich sollten vertrauliche Daten nur verschlüsselt, beispielsweise per SSL, via Internet transportiert werden. 

Das bedeutet, die persönlichen Zahlungsinformationen (Kreditkartennummer, Kontodaten,…) müssen und die sonstigen Daten (Bestelldaten,…) können bei der Übertragung verschlüsselt werden. Werden die Zahlungsinformationen mit dem Sicherheitsprotokoll SSL verschlüsselt, so sollte sichergestellt sein, das dies mit einem sicheren Verschlüsselungsalgorithmus (Triple DES, IDEA,…) und einer ausreichenden Schlüssellänge (1024 Bit für den Session Key und 128 Bit für die Verschlüsselung der Zahlungsinformationen) vorgenommen wird. Für Kreditkartenbezahlung eignet sich am besten SET.

Hinweis
Das Thema "Sicher bezahlen im Online-Handel" wird später ausführlich im gleichnamigen Abschnitt in dieser Lektionseinheit beschrieben.


Maßnahmen, die Zahlungsschwierigkeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindern: 

  • Beherzigen Sie folgende Regel: "Was offline, also beispielsweise per Post, geliefert wird, sollte auch offline bezahlt werden (Lieferung per Rechnung, Lastschriftverfahren,…), Ware, die online geliefert wird (Software, Bilder, Musik,…) sollte auch online bezahlt werden, etwa mit SET, Firstgate Click&Buy oder der Geldkarte in Verbindung mit einem Kartenlesegerät."

  • Machen Sie sich mit den Teilnahmebedingungen des Anbieters vertraut und lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). 
    Lesen Sie diese Angaben genau durch und fragen Sie den Anbieter, beispielsweise per E-Mail, falls Sie bestimmte Inhalte nicht verstehen. Wichtig zu wissen ist hierbei vor allem der Zeitpunkt, an dem die Zahlung fällig wird, beispielsweise mit Zugang der Ware oder eine Woche nach Erhalt. Bei elektronischen Zahlungsverfahren müssen Sie genau erkennen können, wann der Zahlungsvorgang ausgelöst wird, d. h. wann konkret Ihr Geld auf das Konto des Verkäufers gebucht wird.
    Drucken Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen aus oder speichern Sie diese lokal, bevor Sie endgültig bestellen.

    Hinweis
    Nähere Erläuterungen, worauf beim Lesen einer AGB geachtet werden muß, können Sie im Abschnitt "Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)" nachlesen.

  • Achten Sie auf den Gesamtbetrag der Bestellung einschließlich Mehrwertsteuer, Versand-/Logistikkosten und Zahlungsgebühren.
    Vergewissern Sie sich, daß der Preis, für den Sie ein Produkt haben können, auch der tatsächliche Endpreis ist und bereits alle anfallenden Kosten enthält. Fallen für eine bestimmte Zahlungsart, wie etwa eine Nachnahme, noch zusätzliche Kosten an, so müssen Sie klar erkennen können, ob diese schon im genannten "Endpreis" enthalten sind oder noch hinzugerechnet werden müssen und vor allem, wie hoch sie sind.

  • Vertrauliche Daten nur verschlüsselt, beispielsweise per SSL, via Internet übertragen.
    Werden vertrauliche Daten wie Kontonummer oder ähnliches verschlüsselt übertragen, so daß sie tatsächlich nur der rechtmäßige Empfänger erkennen kann, so wird ein unbefugter Zugriff verhindert und Mißbrauch vorgebeugt.

  • Falls der virtuelle Marktplatz ein Bewertungssystem für Käufer und Verkäufer anbietet, nutzen Sie es, um aus den Erfahrungen von anderen zu lernen und auch Ihre eigenen Erfahrungen weiterzugeben.
    Über das Bewertungssystem können Käufer die Verkäufer beurteilen und umgekehrt. Beim Online-Auktionshaus Ebay beispielsweise kann man über einen Klick auf den Link "Bewertung des Verkäufers" oder den Spitznamen des Verkäufers herausfinden, wie viele Produkte dieser bereits verkauft (versteigert) hat und wie zufrieden die Käufer waren. Eine weitere Maßnahme, mit der Ebay verhindern möchte, daß der Käufer betrogen wird, ist die Zertifizierung des Verkäufers, beispielsweise durch den Powerseller-Status. Befragen Sie den Verkäufer über sein Angebot. Lassen Sie sich die Telefonnummer für Rückfragen geben.  

  • Falls der Anbieter die Bezahlung der Ware über ein Treuhandkonto anbietet, machen Sie davon Gebrauch.
    Falls kein Treuhandkonto zur Bezahlung angeboten wird, bezahlen Sie nur per Rechnung oder Nachnahme. Leisten Sie nur Vorkasse, wenn Sie dem Verkäufer wirklich vertrauen können.

Wichtige Rechte des Verbrauchers:  

Die grundsätzlichen Bestimmungen über die Rechte des Verbrauchers in bezug auf die Bezahlung finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und dort in einem bestimmten Teil, nämlich im Abschnitt Schuldrecht. Bis zum 31.12.2001 gab es auch im Fernabsatzgesetz entsprechende Regelungen; diese jedoch wurden mit der Reform des Schuldrechts in das BGB mit aufgenommen.

Zahlungsschwierigkeiten 

Die Zahlung des Kaufpreises kann nur verlangt werden, wenn ein verbindlicher Vertrag mit dem Käufer zustande gekommen ist. Wann dies bei einem Online-Vertrag genau der Fall ist, wurde bereits in einem vorangegangenen Teilabschnitt genau beschrieben. 

Lange umstritten und noch immer nicht abschließend geklärt ist, ob durch den Zeitablauf ein Vertrag mit dem Höchstbietenden zu Stande kommt. Nach einer BGH-Grundsatzentscheidung zum Vertragsschluss durch Onlineauktionen wurde diese Frage bejaht (Urteil des BGH vom 07.11.2001, Az.: VIII ZR 13/01), da in diesem Falle der Verkäufer bereits bei Beginn der Auktion eine Erklärung abgegeben hatte, das höchste wirksam abgegebene Kaufangebot anzunehmen. So wurde letztinstanzlich entschieden, dass der Verkäufer (ein Autohändler), der im Wege der Online-Versteigerung einen Neuwagen "VW Passat" angeboten hatte, diesen zu einem wesentlich niedrigeren Preis an den Käufer herauszugeben hat, der den Zuschlag erhalten hatte. Der BGH wies darauf hin, dass rechtlich verbindliche Erklärungen auch per Mausklick abgegeben werden können. Mit der Einstellung des Angebots in die Auktionsseite sei ein verbindliches Angebot abgegeben worden, das der Käufer durch Höchstgebot und Zuschlag annehmen könne. Der BGH betonte, dass es insoweit nicht auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auktionshauses ankomme, da die zu Beginn der Auktion abgegebene Erklärung des Verkäufers unmißverständlich gewesen sei (www.bundesgerichtshof.de).

Bürgerliches Gesetzbuch

  • Sinn des Gesetzes
    Grundsätzlich ist die Abwicklung eines Vertrages bis auf einige wenige Ausnahmen den beiden Vertragsparteien überlassen; für den Fall jedoch, daß keine speziellen Vereinbarungen getroffen worden sind, regelt das BGB alle Fragen, die im Zusammenhang mit Verträgen entstehen können, so auch die Art und Weise der Bezahlung der gekauften Ware.  

  • Das Gesetz gibt unter anderem eine Antwort auf folgende wichtigen Fragen des Verbrauchers: 

    Wie können Zahlungsschwierigkeiten beim Einkauf über das Internet vermieden werden ?

    Aus dem BGB geht hervor, wann genau ein Kaufvertrag zustande kommt und wann aus diesem Rechte und Pflichten entstehen, unter anderem die Zahlungspflicht. Aus den AGB's des Anbieters, deren rechtliche Rahmenbedingungen ebenfalls im BGB festgelegt sind, ist in der Regel erkennbar, welche Möglichkeiten zur Bezahlung für den Kunden bereitgestellt werden. Dieser kann anhand dessen prüfen, welche im Einzelfall die jeweils geeignetste ist in Bezug auf Sicherheit und Kosten. Der Grundsatz "Was offline geliefert wird, sollte auch offline bezahlt werden und umgekehrt" sollte beachtet werden. Auch der Zeitpunkt der Zahlung ist wichtig und kann je nach Produkt und Hersteller sehr unterschiedlich sein; deshalb ist auch in diesem Bezug auf die AGB's zu achten.

    Hinweis
    Nähere Ausführungen dazu, was in Allgemeinen Geschäftsbedingungen grundsätzlich geregelt werden kann und wie diese wirksam Bestandteil des Kaufvertrages werden, können Sie dem Abschnitt "Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)" entnehmen. 

    Wer haftet, wenn bei der Online-Bezahlung mit Kredit- oder Geldkartenzahlung mal etwas schief geht?

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    Vorab sollen die rechtlichen Grundlagen einer Bezahlung mit Kredit- oder Geldkarte kurz erläutert werden:

    Der Käufer erteilt der kartenausgebenden Bank die Weisung, seine Schulden beim Verkäufer zu tilgen, und erhält dafür vom Verkäufer die Ware. Das erfolgt zumeist über den Belastungsbeleg, den der Verkäufer an die Bank gibt. Die Bank zahlt dann dem Verkäufer den Betrag aus und zieht ihn vom Konto des Kunden wieder ein. Der Einzug des Geldes ist nur mit einer gültigen Weisung des Kunden an die Bank zulässig. Liegt diese nicht vor, darf die Bank das ausbezahlte Geld auch nicht einziehen. Da der Kunde ja im allgemeinen nicht bei jedem Kauf seine Bank anrufen kann, gibt es verschiedene Verfahren zur Kennzeichnung einer gültigen Weisung. Die Rechtssprechung sieht beispielsweise folgende Verfahren vor:

    a) Einsatz der Kredit- oder Geldkarte in Verbindung mit der geheimen PIN

    b) Einsatz der Kredit- oder Geldkarte in Verbindung mit einer Unterschrift

    Den Beweis, dass der Kunde – und nicht jemand anders – die Weisung erteilt hat, muss die Bank führen, und nicht andersrum. Sollte also Ihre Bank von Ihnen den Beweis verlangen, dass Sie die Weisung nicht erteilt haben, ist Ihre Bank im Unrecht. 

    Derzeit erfolgen die meisten Kreditkartenzahlungen im Internet über die einfache Angabe von Kreditkartennummer, Ablaufdatum und Namen des Besitzers. Also alles Angaben, die nicht der Geheimhaltung unterliegen. Fordert nun ein Verkäufer unter Angabe dieser Informationen die Bank auf, ihm einen bestimmten Betrag auszuzahlen, führt die Bank diesen Auftrag im allgemeinen auch durch. Schließlich will man ja seinen Kunden nicht verärgern und Geschäftsvorgänge behindern. Wenn nun jemand diese Angaben missbraucht und auf Kosten des nichtsahnenden Kreditkartenbesitzers Zahlungen veranlasst, kommt die Bank und nicht der Besitzer in Schwierigkeiten: Die Bank hat nämlich keine rechtlich gültige Weisung zur Zahlung erhalten, da die Legitimation weder durch eine Unterschrift noch durch eine Geheimzahl erfolgt ist. Also muss die Bank das unrechtmäßig eingezogene Geld zurückzahlen. Die Bank kann auch nicht argumentieren, dass der Kunde nicht sorgsam mit seinen Daten umgegangen ist, denn die verwendeten Daten sind nicht geheim, weil sie jedem Händler bekannt sind, bei dem die Kreditkarte jemals benutzt wurde.

    Werden die Kreditkartendaten sicher übermittelt ?

    Achten Sie vor der Preisgabe solcher Daten darauf, ob Sie Angaben über die Sicherheit der Datenübermittlung auf der Website des Unternehmens beziehungsweise Händlers finden und ob er spezielle Maßnahmen ergreift, um Ihre (vertraulichen) Daten vor dem unbefugten Zugriff Dritter zu schützen, beispielsweise, ob er hierfür eigene Programme oder Technologien einsetzt. Sie finden solche Hinweise meistens in der Privacy Policy eines Unternehmens oder manchmal auch in sogenannten Kundeninformationen.

    Was können Sie tun, wenn jemand Ihre Kreditkartendaten missbraucht hat?

    Teilen Sie Ihrer Bank möglichst bald nach Erhalt der Abrechung mit, dass Sie die Abbuchung der Firma Lug&Trug über 1000 Euro nicht veranlasst haben, ihr deshalb widersprechen und die Rückbuchung des Geldes verlangen. Diese Mitteilung kann zunächst mündlich erfolgen, sollte jedoch zusätzlich schriftlich eingereicht werden. Die Bank wird dann den Verkäufer auffordern, die beim Kauf getätigte Legitimation nachzuweisen, also beispielsweise den Kartenbeleg einzusenden. Kann er das nicht, muss die Bank das Geld an Sie zurück überweisen. Sie wird zwar nun die Polizei zur Ermittlung des Täters einschalten, aber das kann Ihnen egal sein.

    Der Verkäufer muss gegenüber der Bank nachweisen, dass sich der Kunde bei ihm mit der Kreditkarte legitimiert hat, also entweder durch die Unterschrift auf dem Kreditkartenbeleg, den der Verkäufer zu Beweiszwecken aufheben muss, oder durch die Eingabe der PIN im Kartenlesegerät. Kann er das nachweisen, hat er der Bank gegenüber Anspruch auf Zahlung des Betrags.

    Anders sieht das allerdings wieder bei Käufen über das Internet aus. Hier verzichtet der Händler auf eine Legitimationsprüfung des Kunden durch PIN oder Unterschrift. Damit trägt er grundsätzlich das Risiko des Missbrauchs und die Bank kann sogar bereits ausgezahltes Geld von ihm zurückfordern, weil er seinen Prüfpflichten nicht nachgekommen ist. Dies wird sich erst mit der weitgehenden Einführung von elektronischen Erkennungszeichen wie der digitalen Signatur ändern. Dann kann sich auch der Internet-Kunde ausweisen und dem Händler gegenüber legitimieren. 
    Zu der Frage, inwieweit auch ein Kreditkartenunternehmen in einem solchen Falle haftet, hat der BGH im April 2002 entschieden, daß das komplette Abwälzen des Risikos eines Zahlungsausfalls auf den Unternehmer über die AGB'S des Kreditkartenunternehmens nicht zulässig ist; die ausführliche Begründung hierfür kann unter "www.bundesgerichtshof.de" nachgelesen werden.

  • Geltungsbereich des Gesetzes

    Das Bürgerliche Gesetzbuch gilt im gesamten Bundesgebiet für jede Art von Kaufverträgen und ist auch für den Internethandel anwendbar; dies gilt jedoch nicht für alle Verträge. Solche, bei denen beispielsweise eine bestimmte Form vorgeschrieben ist wie eine notarielle Beurkundung oder ähnliches, können nicht per Internet abgeschlossen werden.

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