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Programm-Dateien – Beispiele

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Beispiel

Wie kann man sich spezielle Such- und Informationsdienste für Programmdateien (Software) anhand einiger praktischer Beispiele vorstellen ?  

Um nach Software zu suchen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Wenn Sie nach aktuellen Programmen suchen, ist es am besten, Sie recherchieren mit einem speziellen Suchdienst oder Sie steuern gleich die Homepage des Programm-Herstellers an. Dieser kann häufig durch die Eingabe des Programmnamens in die Domain gefunden werden, wie etwa "www.programmname.de".

Weniger gut geeignet sind die genannten Möglichkeiten für die Suche nach älteren Programmen oder nach solchen, die offiziell nicht mehr angeboten werden, da die speziellen Suchdienste ältere Software relativ schnell wieder aus ihrem Angebot nehmen. Ist das gesuchte Programm auch auf der Homepage des Herstellers nicht mehr zu finden, dann können Sie versuchen, über eine allgemeine Suchmaschine und einer englischsprachigen (internationalen) Suche nach dem Programmnamen und evtl. zusätzlich nach der gewünschten Version zu recherchieren. So finden Sie vielleicht private Homepages, die das gesuchte Programm zum Download anbieten. 

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung der speziellen Suchfunktion für die Free- und Sharewaresuche von allgemeinen Suchmaschinen. Als Suchergebnis erhalten Sie Internetadressen zu FTP-Servern, auf denen die Suchmaschine die Programmdatei gefunden hat.

Nicht zu verachten sind auch die themenorientierten Netzwerke, über die Sie die freigegebenen Ordner der Festplatten von anderen Anwendern, die ebenfalls an dieses Netzwerk angeschlossen sind, mit Hilfe eines speziellen Programms nach der gewünschten Programmdatei (Free- oder Shareware) durchsuchen können. 

Hinweis
Vorsicht, Programmdateien können auch Schad- und Spionageprogramme enthalten.
Programmdateien sollten am Besten nur von sicheren Quellen heruntergeladen oder zumindest mit einem aktuellen Virenscanner überprüft werden. 

Workshop - das Basis-Sicherheitskonzept

Systematischer Inhalt
Nachfolgend sollen nun die genannten Möglichkeiten zur Suche nach Software noch einmal genauer erklärt werden. Diese Schritt für Schritt-Anleitung können Sie in der angegebenen Reihenfolge durchführen, das bedeutet, werden Sie unter 1. nicht fündig, versuchen es mit 2. und so weiter.

  1. Die Suche mit speziellen Suchdiensten Bildlink-Pfeil

  2. Die Suche in themenorientierten Websites (Homepage des Software-Herstellers) Bildlink-Pfeil

  3. Die Suche mit allgemeinen Suchdiensten  oder, falls vorhanden, mit deren speziellen Suchfunktionen für die Free- und Sharewaresuche Bildlink-Pfeil

  4. Die Suche in themenorientierten Netzwerken Bildlink-Pfeil

1. Die Suche mit speziellen Suchdiensten Bildlink-Pfeil

Mit den speziellen Suchdiensten kann nach aktueller Software zu allen denkbaren Anwendungsmöglichkeiten gesucht werden, entweder mit Hilfe eines Katalogsystems über die entsprechenden Kategorien oder über eine Suchmaschine per Stichworteingabe zum Abruf der relevanten Seiten von einer Datenbank. 

Insgesamt ist vor allem das Angebot an verschiedener Free- und Shareware auf amerikanischen Servern umfangreicher als auf den deutschen; ein herausragender amerikanischer Suchdienst wird von C-Net unter der Adresse www.download.com angeboten. Dieser soll nun nachfolgend kurz vorgestellt werden. 

Aktion 
Suche nach einem Programm zur Wortübersetzung von Englisch nach Deutsch mit Hilfe des speziellen Free- und Shareware-Suchdienstes Download.com

Dieser ist unter der Adresse www.download.com zu finden. Eine der besonderen Funktionen von Download.com ist die erweiterte Suche (Advanced Search), mit der die Recherche sehr genau eingegrenzt werden kann. 

Klicken Sie auf der Startseite neben dem Eingabefeld der Schnellsuche auf den Link "Advanced Search", um dieses Suchformular anzuzeigen.


Abb.  Download.com – Suchmaschine (Schnellsuche) – Link: Advanced Search


Hinweis
Auf der Startseite befindet sich auch die Übersicht des Suchkatalogs, über den die Free- und Sharewareprogramme in Kategorien gesucht werden können.

Der Suchkatalog zeigt außerdem, daß es nahezu für jeden Anwendungsbereich Free- und Sharewareprogramme gibt.


Abb.  Download.com – Suchkatalog (Übersicht)


Es soll nun nach einem Programm zur Wortübersetzung von Englisch nach Deutsch gesucht werden. Da hier ein englischsprachiger Suchdienst verwendet wird, ist es besser, wenn man englische Begriffe für die Suchanfrage verwendet. Der englischsprachige Ausdruck für das gesuchte (elektronische) Wörterbuch lautet "dictionary" und soll auf einem Windows -Betriebssystem installiert werden. Es soll vor allem dazu verwendet werden, um unbekannte Wörter beim Lesen von englischsprachigen Internetseiten zu übersetzen. 

Die Recherche läßt sich über das Suchformular der erweiterten Suche nach folgenden Suchkriterien eingrenzen:

  • Title
    Titel der Software
    Beispiel: keine Angabe

  • Author/Publisher
    Software-Autor/Software-Herausgeber
    Beispiel: keine Angabe

  • Description
    Beschreibung, welche Aufgabe das Programm erfüllen soll
    Beispiel: keine Angabe

  • Full Text Search
    Volltextsuche, also die Suche nach einem bestimmten Stichwort im Titel und in der Beschreibung des Programms
    Beispiel: dictionary

  • Category
    Kategorie, also ob das Programm für einen Handheld-PC (Taschen-Computer), für das Betriebssystem Linux, Apple Macintosh oder Windows bestimmt ist; diese Kategorien sind dann noch einmal in die jeweiligen Anwendungsfälle unterteilt;

    Beispiel: Windows – Internet

  • Operating System
    Betriebssystem, auf dem das Programm installiert werden soll; ein Suchdienst übrigens, der auch Free- und Shareware-Programme für andere Betriebssysteme als Windows anbietet, ist keine Selbstverständlichkeit.

    Beispiel: PC (Windows/DOS)


    Abb.  Download.com – Suchmaschine (Schnellsuche) – Operating System


  • Show titles added in the last
    Nur die Programme anzeigen, die in den letzten (1 day …20 days) Tagen in das Softwareangebot von Download.com aufgenommen wurden oder der Eintrag "all" für den Fall, daß es egal ist, wann die Software in den Index der Datenbank integriert wurde.
    Beispiel: all

  • License
    Lizenz, also ob das gesuchte Programm eine Demo, Free- oder Shareware sein soll. Bei Demos oder Shareware handelt es sich in der Regel um zeit- und/oder funktionsbeschränkte Ausgaben eines Programms. 
    Beispiel: all licenses

  • Number of Downloads
    Anzahl der Downloads, also die Vorgabe einer bestimmten Häufigkeit, mit der das Programm von anderen Anwendern von Download.com heruntergeladen wurde; dies läßt Rückschlüsse auf die Qualität des Programms zu. Man sollte allerdings hier nicht vergessen, daß dies nur für ältere Programme gilt, nicht aber für brandaktuelle, die ihre Qualität erst unter Beweis stellen müssen.
    Beispiel: over 1000

  • File size less than
    Die Dateigröße des Programms soll kleiner sein als (50 kByte….200 MByte).
    Beispiel: less than 5 MB

Die Suchmaschine sucht anhand der Angabe der Suchkriterien nach einem Programm, in dessen Volltext (Titel, Beschreibung,…) das Wort "dictionary" vorkommt, das in die Kategorie "Windows-Internet" eingeordnet ist, also auf einem Windows-Betriebssystem installiert werden soll, das bisher von mehr als 1000 Anwendern heruntergeladen wurde und das eine Dateigröße kleiner als 5 MByte hat. Starten Sie nach der Angabe der Suchkriterien die Suche.


Abb.  Download.com – Suchmaschine (Erweiterte Suche) – Suchanfrage


Resultat
Ergebnis der Suchanfrage und Auswertung der gefundenen Programme

Download.com findet 8 zur Suchanfrage passende Programme mit Link zum Server, von dem es auf die heimische Festplatte heruntergeladen werden kann. Besonders interessant scheinen viele Anwender das Shareware-Programm "Babylon-Pro 3.2.40" gefunden zu haben, da es immerhin fast 7 Millionen auf ihre Festplatte geladen haben. Diese Software soll nun nachfolgend näher betrachtet werden.

Zu jedem gefundenen Programm gibt es, falls vorhanden, Angaben über den Software-Titel (Babylon-Pro 3.2.40), das Betriebssystem, auf dem es installiert werden kann (Windows "all"), die Dateigröße (1,9 MB), die Lizenzart (Shareware), den Preis für die Registrierung (18 Dollar), das Datum, an dem das Programm bzw. die Version der Software in die Datenbank aufgenommen wurde (31.01.2002), Bewertung des Programms durch die Anwender (67 % von 295 Anwendern finden es gut), Anzahl der Anwender, die das Programm (nicht die aktuelle Version) bisher heruntergeladen haben (fast 7 Millionen), einen Link zum Download-Server (Download now) und eine kurze Beschreibung des Programms.

Klicken Sie nun auf den Titel "Babylon-Pro 3.2.40" der Software, um weitere Informationen zu diesem Programm zu erhalten.


Abb.  Download.com – Suchmaschine (Erweiterte Suche) – Suchergebnis


Sie finden dort neben schon bekannten Informationen wie etwa der Zahl der Anwender, die das Programm bereits auf ihre Festplatte heruntergeladen haben, den Link "Babylon.com" zur Homepage des Herstellers, daß ein Uninstaller (Programm zum Deinstallieren einer Software) integriert ist, um die Software wieder von der Festplatte zu löschen, und daß die Benutzung des Programms zum Testen auf 30 Tage begrenzt ist. Unterhalb von diesen Angaben befindet sich weiterhin eine genaue Beschreibung des Programms.

Kehren Sie dann wieder zurück zum Suchergebnis und klicken Sie dort in der Spalte "User Rating" auf die Angabe "67%", um weitere Informationen zur Bewertung des Programms zu erhalten.



Abb.  Download.com – Suchmaschine (Erweiterte Suche) – Suchergebnis (Programmbeschreibung)


Dort finden Sie Einzelheiten darüber, wie (1 = sehr schlecht bis 5 = sehr gut) verschiedene Kriterien (Funktionen, Bedienbarkeit, Stabilität und Geschwindigkeit) des Programms von den Anwendern bewertet wurden. Rechts daneben können Sie das Programm mit gut oder schlecht bewerten.
Unterhalb dieser Tabelle befinden sich konkrete Meinungen und Erfahrungen von Anwendern, die das Programm getestet haben.



Abb.  Download.com – Suchmaschine (Erweiterte Suche) – Suchergebnis (Bewertung des Programms durch andere Anwender)


Nach dem Download und der Installation des Programms müssen Sie unter anderem festlegen, mit welcher Maus-Tastenkombination die Übersetzung gestartet werden soll. Hier wurde das gleichzeitige Betätigen der rechten Maustaste und der Steuerungstaste (Strg oder Ctrl) eingestellt.


Abb.  Babylon Translator – Konfiguration


Zur Übersetzung muß nur das gewünschte Wort markiert, dann der Mauszeiger auf der Markierung platziert und anschließend gleichzeitig die rechte Maustaste und die Strg-Taste auf der Tastatur gedrückt werden.


Abb.  Download.com – Markierung des englischen Wortes, das in deutsch übersetzt werden soll


Es erscheint das Übersetzungsfenster von Babylon mit dem englischen Wort und der deutschsprachigen Bedeutung.


Abb.  Babylon Translator – deutsche Übersetzung von "review"


Praxistip

Wer beispielsweise Anwendungs-Software für das Betriebssystem Linux sucht, wird mit vielen Free- und Shareware-Suchdiensten nur mäßig oder gar nicht bedient, da diese oft auf Windows spezialisiert sind.
Hierfür gibt es Anbieter, die auf Linux-Software spezialisiert sind, wie etwa Linuxberg.de, oder themenorientierte Websites wie Linuxstart.com (www.linuxstart.com) oder Linuxsearch.de (www.linuxsearch.de)

Ein sehr nützlicher Suchdienst ist auch Rpmfind.com (www.rpmfind.com), mit dem sich vorkompilierte Installations-Pakete für die meisten Linux-Distributionen finden lassen. Dort findet man auch einzelne Programmbibliotheken, die für die korrekte Installation von Linux-Software notwendig sind.

Aktion 
Suche nach einem Programm zum Datenschutz mit Hilfe eines Software-Katalogs für kommerzielle Anwendungsprogramme

Einen sehr umfangreichen Software-Katalog bietet Softguide unter der Adresse www.softguide.de an. Dort findet man eine Marktübersicht mit detaillierten Informationen über Software für betriebliche Anwendungsbereiche (Produktion, Einkauf, Vertrieb, Verwaltung), branchenspezifische Software (Hersteller, Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistungen, öffentliche Organisationen) und Standard- und Systemsoftware (Programmierung, Netzwerk, Standardsoftware, technisch-wissenschaftliche Programme, Internet, Homeware, Sonstige) mit Herstellerinformation und Bezugsquellen.

Es soll nun nach einem Programm gesucht werden, mit dem die Gefahren, die beim Surfen im Internet lauern, abgewendet werden können. Hier wäre insbesondere der Schutz vor Schad- und Spionageprogrammen in Form von Computerviren und Trojanischen Pferden wichtig.

Das gesuchte Programm könnte am ehesten in der Hauptkategorie "Standard- und Systemsoftware" und dort unter der Kategorie "Programmierung – Datensicherung, -schutz" zu finden sein. Klicken Sie also auf den Link "Datensicherung, -schutz".


Abb.  Softguide.de – Startseite (Übersicht des Softwareangebots) – Rubrik: Standard- und Systemsoftware


Resultat
Liste mit Programmen zum Datenschutz und zur Datensicherheit

Es öffnet sich eine Seite mit einer langen Liste von Programmen, die den Anwender dabei unterstützen sollen, für die Sicherheit und den Schutz seiner Daten zu sorgen. 

Das Programm "Norton Internet Security" in der Version 2002 klingt vielversprechend – klicken Sie auf diesen Link, um weitere Angaben zu dieser Software zu bekommen. 

Hinweis
Das Programm kann übrigens per ESD gekauft werden, wie dem Hinweis "Sofortkauf mit Download" zu entnehmen ist. 


Abb.  Softguide.de – Rubrik: Standard- und Systemsoftware (Datensicherung, -schutz)


Das Programm für Windows-Betriebssysteme ab der Version 95 scheint laut der Beschreibung für das sichere Surfen im Internet sehr geeignet zu sein. 


Abb.  Softguide.de – Datensicherung, -schutz – Programm "Norton Internet Security" (Programmbeschreibung)


Auch die Pressemeldungen von verschiedenen Computer-Magazinen sprechen für dieses Programm.


Abb.  Softguide.de – Datensicherung, -schutz – Programm "Norton Internet Security" (Pressemeldungen zum Programm)


Am unteren Ende der Seite befinden sich Links zu Softwarehändlern, bei denen das Programm "Norton Internet Security" per ESD gekauft werden kann. 


Abb.  Softguide.de – Datensicherung, -schutz – Programm "Norton Internet Security" (Links zu Softwarehändlern, bei denen es per ESD gekauft werden kann)


2. Die Suche in themenorientierten Websites (Homepage des Software-Herstellers) Bildlink-Pfeil

Die Homepage von Software-Herstellern finden Sie entweder über die vorher genannten speziellen Suchdienste, indem Sie dort beispielsweise ein Programm für eine bestimmte Aufgabe suchen und im Suchergebnis neben vielen anderen Angaben die Internetadresse zur Homepage des Herstellers erhalten. Ansonsten verwenden Sie, um fündig zu werden, den Programmnamen zur Eingabe in die Domain. Natürlich gibt es auch viele Hersteller, die ihren eigenen Vor- und Nachnamen (z. B. www.vorname_zuname) oder ihren Firmennamen (z. B. www.firmenname.de) in die Domain einbauen. 

Wenn Sie sich für ein bestimmtes Programm entschieden haben, sollten Sie auf jeden Fall die Homepage des Herstellers besuchen und genauer betrachten. Oft sind dort neben Angaben zum Softwarehersteller sehr ausführliche Bedienungsanweisungen für das Programm (z. B. elektronische Handbücher) zu finden. Außerdem ist sie in der Regel die Anlaufstelle Nr. 1, wenn Sie Probleme oder Fragen zur Software haben; meist können Sie dazu den Hersteller per E-Mail befragen oder im optimalen Fall steht dort eine Problemdatenbank oder ein gut besuchtes Webforum zur Verfügung, in dem sowohl der Hersteller als auch andere Anwender wichtige Fragen beantworten. In der Regel wird an einem Programm weiterentwickelt und die Verbesserungen in Form von Updates (Folgeversion eines Programms, das auf das Softwaregerüst der Vorgängerversion aufbaut) an den Kunden weitergegeben. Diese veröffentlicht der Hersteller meistens auf seiner Homepage, was bedeutet, daß Sie diese ab und zu besuchen sollten, damit Ihnen keine wichtigen Neuigkeiten entgehen. Noch besser ist es natürlich, wenn der Hersteller Sie über eine Newsletter (elektronischer Informationsbrief) auf dem Laufenden hält.


Abb.  Babylon.com – Homepage


Abb.  Babylon.com – Webforen für den technischen Support


Aktion 
Suche nach dem Namen des Herstellers des Programms "Norton Internet Security"  mit der allgemeinen Suchmaschine Google

Da im vorangegangenen Teilabschnitt mit Softguide.de zwar sehr viele Informationen zu diesem Programm gefundenen werden konnten, aber leider nicht der Name des Programmherstellers, soll dieser nun mit Hilfe von Google gesucht werden.

Rufen Sie dazu die deutschsprachige Ausgabe der Suchmaschine Google (www.google.de) auf. Wählen Sie die Option "Seiten auf Deutsch", geben Sie die Suchanfrage "Norton Internet Security" hersteller ein und starten Sie die Suche. Die Suchmaschine liefert jetzt nur Internetdokumente, in denen die Phrase "Norton Internet Security" und der Suchbegriff "hersteller" vorkommen.


Abb.  Google.de – Suchmaschine – Suchanfrage


Resultat
Ergebnis der Suchanfrage und Auswertung der gefundenen Dokumente

Google findet 1530 passende Internetseiten. Ein interessantes Dokument scheint das mit dem Titel " PC-Welt Norton Internet Security 2002" zu sein, da es schon in seiner Kurzbeschreibung die Antwort auf die Suchanfrage liefert. Der Hersteller des Programms heißt demnach "Symantec".


Seiten auf Deutsch wurden nach "Norton Internet Security" hersteller durchsucht. Resultate 1 – 10 von ungefähr 1,530 . Suchdauer: 0.11 Sekunden.


Abb.  Google.de – Suchmaschine – Suchergebnis


Geben Sie nun die Internetadresse www.symantec.de (www.firmenname.de) in die Adresseingabezeile Ihres Browsers ein. 

Aktion 
Suche auf der Homepage von Symantec nach einer Möglichkeit, das Programm "Norton Internet Security" per ESD zu kaufen

Es öffnet sich dann die deutschsprachige Ausgabe der Hersteller-Homepage von Symantec. Klicken Sie dort im Hauptmenü auf die Schaltfläche "Produkte", um zu der Internetseite zu gelangen, auf der Symantec seine Produkte vorstellt.


Abb.  Symantec.de – Startseite der deutschsprachigen Homepage-Ausgabe


Sie können nun das Software-Produkt auswählen, zu dem Sie Informationen benötigen. Wählen Sie im Pull-Down-Menü "Lösungen für kleine bis mittelständische Unternehmen" den entsprechenden Eintrag aus.


Abb.  Symantec.de – Produkte (Norton Internet Security)


Es öffnet sich eine Seite mit einer Beschreibung des Programms.


Abb.  Symantec.de – Programm "Norton Internet Security 2002" (Programmbeschreibung)


Resultat
Am unteren Ende der Seite befindet sich eine Schaltfläche zum Symantec Store, über den das Programm "Norton Internet Security 2002" per ESD gekauft werden kann. Klicken Sie dort auf die Schaltfläche "Jetzt kaufen" in der Spalte "Box/ESD*" und der Zeile "Deutschland", um auf die gewünschte Seite des Online-Shops von Symantec zu gelangen.


Abb.  Symantec.de – Programm "Norton Internet Security 2002" (Verkauf der Software per ESD)


Abb.  Symantec.de – Symantec Store – Kauf per ESD (Software Download)


Aktion 
Kurze Betrachtung des Service-Angebots, das für das Programm "Norton Internet Security 2002" auf der Hersteller-Homepage bereitgestellt wird 

Klicken Sie dazu im Hauptmenü auf den Menüpunkt "Service und Unterstützung".


Abb.  Symantec.de – Hauptmenü (Service und Unterstützung) 


Sie können nun das Software-Produkt auswählen, für das Sie technische Unterstützung benötigen. Wählen Sie dazu in den Pull-Down-Menüs die entsprechenden Einträge aus und klicken Sie dann auf die Schaltfläche "Weiter".


Abb.  Symantec.de – Service und Unterstützung (Datenbank mit Problemlösungen) – Auswahl des Programms und Betriebssystems


Dort können Sie nun wiederum über Pull-Down-Menüs die entsprechenden Einträge auswählen, um das Problem einzugrenzen.


Abb.  Symantec.de – Datenbank mit Problemlösungen – Programm "Norton Internet Security" (Lösung eines Software-Problems)


Hinweis
Am unteren Ende der Seite finden Sie einen Link mit dem Namen "Unterstützungsdatenbank". Dort kann durch eine Stichworteingabe nach den Antworten zu den häufigsten Fragen und Problemen recherchiert werden.


Abb.  Symantec.de – Unterstützungsdatenbank – Auswahl des Programms "Norton Internet Security" und der Programmversion "2002 Professional Edition"


Abb.  Symantec.de – Unterstützungsdatenbank – Auswahl des Programms "Norton Internet Security" und der Programmversion "2002 Professional Edition" – Suchmaschine


Die themenorientierten Websites beziehen sich aber nicht nur auf die Homepages der Softwarehersteller, sondern auch auf kommerzielle oder private Websites, die sich entweder ausschließlich oder teilweise mit dem Thema "Software" beschäftigen. Einige davon sollen nun nachfolgend kurz demonstriert werden.

Aktion 
Suche nach einem kommerziellen Anwendungsprogramm zum Erstellen von eigenen Internetseiten mit Hilfe eines Software-Shops

Ein interessanter Software-Shop wird von Softwarehouse.de unter der Adresse www.softwarehouse.de angeboten. Laut eigenen Angaben können viele der dort gehandelten Softwareprodukte per ESD gekauft, also sofort nach erfolgter Bezahlung auf den Rechner heruntergeladen und installiert werden.

Das gesuchte Programm soll nun über den Produktkatalog gesucht werden. Klicken Sie dazu im Hauptmenü unter der Rubrik "Finden" auf den Link " Kategorien A-Z".


Abb.  Softwarehouse.de – Startseite 


Es öffnet sich eine Katalogseite, auf der die Programme nach ihrem Anwendungsbereich ausgewählt werden können. Da in diesem Fall ein Programm zum Erstellen von Internetseiten gesucht werden soll, könnte die Kategorie "Internet" die richtige sein. Klicken Sie auf diesen Link.


Abb.  Softwarehouse.de – Kategorien A-Z (Internet) – Auswahl des Anwendungsbereichs 


In der Kategorie Internet sind nun die Programme alphabetisch aufgelistet, die in diesen Anwendungsbereich eingeordnet werden können. Klicken Sie hier auf das Programm mit dem Namen "Dreamweaver", um dessen Produktbeschreibung anzuzeigen.


Abb.  Softwarehouse.de – Kategorien A-Z (Internet) – Auswahl des Programms 


Resultat
Das ausgewählte Programm scheint laut Beschreibung und Pressestimmen, die über das Menü oben links angezeigt werden können, eine besonders gute Software zur Erstellung von professionellen Websites zu sein.

Leider kann dieses Programm, wie am Symbol zu erkennen ist, nicht per ESD gekauft werden. Bei Softwarehouse.de muss sich der Kunde übrigens, wie bei den meisten anderen Online-Shops auch, vor dem ersten Kauf online registrieren. Nur so können die Software-Lizenzen ausgestellt werden.


Abb.  Softwarehouse.de – Produktinformationen zum Programm Dreamweaver 


Hinweis
Die Symbole, die in der vorangegangenen Abbildung zu sehen waren, haben folgende Bedeutung:

Schnellbestellung Das Produkt wird einmal erworben und Sie begeben sich direkt zum Bestellen.
Warenkorb Sie legen das Produkt in der gewünschten Anzahl in den Warenkorb.
face=verdana,arial,helvetica size=-1>Paket-Produkt face=verdana,arial,helvetica size=-1>Es handelt sich um eine Paketversion, die Ihnen innerhalb Deutschlands versandkostenfrei zugesendet wird.
face=verdana,arial,helvetica size=-1>Download-Produkt face=verdana,arial,helvetica size=-1>Sie können das Produkt direkt nach der Bestellung downloaden und sofort damit arbeiten.

Tab.   Softwarehouse.de – Symbolerklärungen 


Eine sehr interessantes Internetangebot ist beispielsweise Vollversion.de (www.vollversion.de), das zum Online-Gratisdienst Geizkragen.de (www.geizkragen.de) gehört. Dieser Dienst bietet keine Free- und Sharewareprogramme wie die vorher genannten speziellen Suchdiensten an, sondern ausschließlich echte Vollversionen von ehemals kommerziellen Softwareprodukten. Dabei handelt es sich um Programme, die anfangs als kommerzielle Produkte im Handel käuflich erworben werden konnten und vom Hersteller oder Autor nach Ablauf der kommerziellen Phase für die Verbreitung auf Heft-CDROMs oder als Download freigegeben wurden. Weiterhin können bei Vollversion.de nicht mehr im Einzelhandel erhältliche Heft-CDROMs mit oft interessanten Software-Produkten nachbestellt werden.


Abb.  Vollversion.de – Startseite (Software von CD-ROM's aus Computer-Magazinen)


Ein weiteres interessantes Internetangebot ist das komplette Microsoft Office-kompatible Büropaket "StarOffice" mit professionellen Komponenten wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation zum kostenlosen Download. StarOffice erhalten Sie unter anderem auf der deutschsprachigen Webseite des Software-Riesen Sun Microsystems GmbH unter der Adresse www.sun.com/…

Es kann nur empfohlen werden, über die Verwendung dieses hochwertigen Büropakets als Alternative zu Microsofts Office nachzudenken. Wichtige Kriterien hierbei sind der Anschaffungspreis, die leichte Bedienbarkeit, der Funktionsumfang, der Datenschutz und die Datensicherheit und leicht verständliche Programmhilfen. Da das Paket etwa 65 MByte groß ist, dauert es auch bei einer ISDN-Verbindung noch mehr als 2 Stunden, bis die Software vom Server auf die heimische Festplatte heruntergeladen wird. Deshalb ist es generell überlegenswert, ob man sich den Download spart und solch umfangreiche Softwarepakete über den Postweg auf CD-ROM zuschicken läßt. Die nachfolgend abgebildete Seite ist unter der Adresse www.sun.de/… zu finden.


Abb.  Sun.de – Büropaket: StarOffice 5.2


Interessante Softwareangebote findet man auch bei den Online-Gratisdiensten, meist unter der Rubrik "Software". Diese Internetdienste sind praktisch die Zentrale, auf der eine Vielzahl an kostenlosen Dienstleistungen und Produkten präsentiert wird und von der aus man auf die Homepage des jeweiligen Anbieters des kostenlosen Angebots verzweigen kann. Diese Anbieter sind keineswegs vom Wohlfahrtsinstitut, sondern verfolgen damit natürlich auch ihre Geschäftsinteressen – gerade zum Zwecke der Bekanntmachung eines Produkts oder einer Dienstleistung sind kostenlose Angebote eine hervorragende Möglichkeit. 

Ein sehr bekannter Online-Gratisdienst ist beispielsweise Kostenlos.de (www.kostenlos.de), der nachfolgend kurz demonstriert werden soll.

Zum Software-Angebot von Kostenlos.de gelangen Sie, indem Sie auf der Startseite im Hauptmenü auf den Menüpunkt "Software" klicken.


Abb.  Kostenlos.de – Startseite (Menüpunkt: Software)


Die dort angebotenen Programme können gezielt aus den Kategorien "Die Neuesten", "Die Besten", "PC-Spiele", "Anwendungen" und "Bildschirmschoner" ausgewählt werden.



Abb.  Kostenlos.de – Software


3. Die Suche mit allgemeinen Suchdiensten oder, falls vorhanden, mit deren speziellen Suchfunktionen für die Free- und Sharewaresuche Bildlink-Pfeil

Gerade für die Suche nach der Homepage eines Software-Herstellers oder älteren oder bereits vergriffenen Programmen sind allgemeine Suchmaschinen eine gute Anlaufstelle. Nach der Eingabe des Programmnamens liefern diese meist die Homepage des Herstellers oder kommerzielle und private Internetseiten, auf denen die Programme zum Download angeboten werden.

Die Meta-Suchmaschine Nettz.de (www.nettz.de) stellt unter der Adresse www.nettz.de/Sucher/shareware.html einen speziellen Meta-Suchdienst für die Suche nach Free- und Shareware zur Verfügung. Nach der Eingabe des Stichworts und dem Starten der Suchmaschine befragt diese gleichzeitig die Datenbanken der Computer-Magazine "Chip" und "c't" sowie die der speziellen Free- und Shareware-Suchdienste Download-tipp.de, Freewarepage.de, Shareware.com und Shareware.de.

Hinweis
Wie schon im Abschnitt "Spezielle Suchdienste für Bild-, Audio- und Videodateien" erwähnt:" Beachten Sie das Urheberrecht!"

Gerade auf privaten Internetseiten werden häufig eigentlich kostenpflichtige Programme zum kostenlosen Download angeboten. Da die Entwicklung von Software eine zeit- und arbeitsintensive Aufgabe ist, verdient sich der Free- und Sharewareautor sein Geld mehr als redlich. Laden Sie also nur jene Programme auf Ihren Rechner, bei denen Sie sicher sind, daß sie vom Urheber freigegeben wurden. 

Wenn Sie sich diesbezüglich nicht sicher sind, dann könnte Ihnen beispielsweise die Business Software Alliance (BSA) weiterhelfen. Diese Vereinigung setzt sich auch dafür ein, dass Internet-Seiten mit illegaler Software geschlossen werden, wobei dies nur für jene Seiten gilt, die dem deutschen Urheberrecht unterliegen; bei Programmen, die etwa auf amerikanischen Servern gespeichert sind, gilt deren Urheberrecht, das wesentlich mehr Freiheiten einräumt.

4. Die Suche in themenorientierten Netzwerken  Bildlink-Pfeil

Hier können Sie an einem Netzwerk innerhalb des weltweiten Netzwerks Internet teilnehmen und die freigegebenen Ordner der Festplatten der anderen Anwender, die ebenfalls an dieses Netzwerk angeschlossen sind, mit Hilfe eines Programms nach den unterschiedlichsten Dateien (Programm-Dateien) durchsuchen. 

Um an einem solchen Netzwerk teilnehmen zu können, muß, wie schon angesprochen, ein entsprechender Client installiert werden. Nach dessen Installation und Konfiguration kann man auf den freigegebenen Ordnern der Festplatten der übrigen Teilnehmer nach der gewünschten Datei suchen. Einzige Voraussetzung für den Zugriff ist, daß der betreffende Teilnehmer online ist. Sehr bekannte Netze, mit denen im Prinzip auch Peer-to-Peer-Netzwerke aufgebaut werden können, sind der Internet Relay Chat (IRC-Netzwerke) und Instant Messaging. Mehr über diese interessante Alternative zur Suche nach Software finden Sie hier in dieser Lektion im Abschnitt "Themenorientierte Netzwerke" oder zum Thema IRC in der Lektion "Webchats und IRC-Kanäle".

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Programm-Dateien

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Buch geöffnet Programm-Dateien (Software)

Einstieg   Infos/ Dienste Beispiel Adressen Bewertung

Folgende Fragen beantwortet der Abschnitt:

  • Welche verschiedenen Softwareformen gibt es ? Bildlink-Pfeil

  • Wie funktioniert die elektronische Bestellung und Lieferung von Softwareprodukten (ESD) ? Bildlink-Pfeil

  • Wie kann man sich spezielle Such- und Informationsdienste für Programmdateien (Software) anhand einiger praktischer Beispiele vorstellen ? Bildlink-Pfeil

  • Wie lauten die Internetadressen einiger spezieller Suchdienste für Programmdateien (Software) ? Bildlink-Pfeil

Theorie

Welche verschiedenen Softwareformen gibt es ? Bildlink-Pfeil

Die vertraglichen Rechte und Pflichten, unter denen die Programmierer ihre Software veröffentlichen, werden in sogenannten Lizenzmodellen beschrieben.

Einige gängige Lizenzmodelle sind: 

  • Open Source Software (OSS)

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    Open Source Software wird im Rahmen sogenannter Open-Source-Projekte entwickelt wo Menschen auf freiwilliger Basis zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, nämlich ein bestimmtes, für die Allgemeinheit nützliches Software-Produkt zu schaffen. An diesen funktionierenden Netzwerken können alle teilnehmen, die etwas Konstruktives zum Erreichen des gemeinsamen Ziels beitragen können, unabhängig von ihren Beziehungen, ihrer Position, ihrem Herkunftsland oder sonstigen unwichtigen Kriterien. Was im Rahmen eines Open-Source-Projekts zählt, ist nicht Geld und Profit, sondern Menschen, die Freude am Programmieren haben und denen es darum geht, etwas zu verwirklichen, was ihren ganz individuellen Vorstellungen entspricht und anderen einen Nutzen bringt.

    Angestoßen wurde die Open-Source-Bewegung von Richard Stallman, der 1984 das GNU-Projekt und 1985 die Free Software Foundation gründete. Seine Definition (GNU GPL) von Freier Software gilt auch heute noch als Standard. Die Lizenz ermöglicht es den Nutzern der Programme nicht nur, diese kostenlos und mitsamt Quelltext zu erhalten, sondern auch, diese beliebig zu verändern und an eigene Bedürfnisse anzupassen. Die originale, sowie die veränderte Software dürfen kopiert und (mit Copyright-Vermerk und Lizenz) weitergegeben werden. 

    Auf diese Weise entstehen im Internet durch die Zusammenarbeit von Programmierern aus aller Welt leistungsfähige Softwarepakete, die es in Funktionsumfang und Qualität leicht mit kommerziellen Produkten aufnehmen können und für jedermann kostenlos erhältlich sind. Auch die häufig zu hörende Kritik, das es für Open-Source-Software keinen Support gibt, wird durch die zahlreichen Newsgroups, Webforen, Diskussionslisten, Problemdatenbanken, Tipps- und Tricks-Artikel usw. die es im Internet zu den meisten Open-Source-Programmen gibt, widerlegt.

    Open-Source-Software bietet beispielsweise folgende entscheidende Vorteile:

    • die Software ist kostenlos verfügbar, das bedeutet keine hohen Anfangsinvestitionen durch Lizenzkosten und keine Folgekosten durch kostenpflichtige Updates

      Hinweis
      Dies ist gerade für Visionäre, Erfinder und Existenzgründer, die bekanntlich gerade am Anfang sehr knapp bei Kasse sind, ein unschätzbarer Vorteil – ohne Open-Source-Software wären viele innovative Produkte und Dienste, die auf den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien beruhen, gar nicht möglich.

    • da der Quellcode offen liegt, kann die Software wesentlich einfacher an die individuellen Bedürfnisse angepaßt und  weiterentwickelt werden als kommerzielle, herstellerabhängige Software-Produkte

    • nicht zuletzt sind Open-Source-Produkte auch vertrauenswürdiger, da die interessierte Öffentlichkeit (Programmierer aus aller Welt, die Experten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, des Chaos Computer Clubs oder des TÜV-IT,…) Zugang zum Quellcode hat und so überprüfen kann ob der Code in Ordnung ist 

      Hinweis
      Natürlich ist Open-Source-Software (z. B. das Betriebssystem Linux, der Web-Server Apache,..), genauso wie proprietäre (herstellerabhängige) Software (z. B. das Betriebssystem Windows, der Web-Server Internet Information Server,…) auch nicht fehlerfrei wie zahlreiche Sicherheitsnachrichten belegen, aber durch die hersteller-unabhängige Kontrolle des Quellcodes durch Sicherheitsexperten aus aller Welt, wird der Druck auf den Hersteller, eine qualitativ hochwertige Software zu entwickeln, erhöht.

    • da die Kommunikationsforen der Entwickler von Open-Source-Software in der Regel öffentlich zugänglich sind, kann man zeitnah wichtige Neuigkeiten über die Weiterentwicklung der Software erfahren

      Hinweis
      Die Aktivität der Entwickler-Community ist ein Maß für die Zukunftssicherheit der Software. Ein wichtiges Kriterium für eine aktive Community ist, daß sie in regelmäßigen Zeitabständen neue Versionen der Software veröffentlicht. Wichtig dabei ist, daß die Entwickler auch für weniger versierte Anwender verständlich mitteilen, was sie an der jeweiligen Version gegenüber der (den) vorhergehenden Version(en) verändert haben und wie diese Veränderungen dem Anwender nützen sollen.

      Ein weiteres Indiz für eine stabile und zukunftssichere Software ist, wenn diese von vielen angewendet (getestet) und gelobt wird. Eine Möglichkeit, dies herauszufinden, bietet die Anwender-Community (die Support-Foren auf der Website zur Software), über die die Anwender ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsam Probleme lösen, indem sie Fragen stellen oder die Fragen anderer beantworten. Darüber hinaus erfährt man so auch, welche Änderungen und Verbesserungen sich die Anwender der Software wünschen. Wer die Zeit hat, kann überprüfen, welche von den Anwendern vorgeschlagenen Änderungen in welchem Zeitabstand tatsächlich realisiert wurden.

      Neben den Kommunikationsinhalten aus den Entwickler- und Anwender-Communities spielen natürlich auch die Standards, die von der Software unterstützt werden, eine tragende Rolle für deren Zukunftssicherheit – diese Standards sollten auf jeden Fall zukunftsorientiert (also offen) sein. Ein solcher technischer Standard ist beispielsweise "XML", ein Dateiformat, das es dem Anwender ermöglicht eine Datei (ein Dokument) mit allen Anwendungsprogrammen zu bearbeiten, die dieses Format unterstützen. Der Anwender kann sich also völlig frei für das Bearbeitungsprogramm entscheiden, daß ihm am besten erscheint und ist nicht abhängig von einem bestimmten Software-Hersteller.

    • man ist nicht abhängig von einem einzelnen Unternehmen, das den noch weit verbreiteten fehlgeleiteten Konkurrenzkämpfen (die großen finanzstarken Unternehmen, mit einflußreichen Beziehungen zu anderen in den Hierarchien ganz oben angesiedelten Einzelpersonen und Gruppen, beseitigen oder kaufen die kleinen Unternehmen, die zwar gute Leistung bringen, aber nicht über das entsprechende Geld und die einflußreichen Beziehungen verfügen) ausgeliefert ist und schützt sich so besser vor dem möglichen Problem, daß der Software-Hersteller Konkurs anmeldet und damit möglicherweise auch die Weiterentwicklung der Software in Frage gestellt ist

    Hinweis
    Weitere wichtige Gründe die für Open-Source-Software sprechen finden Sie auf der Webseite "www.opensource.co.at/", die vom Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Österreich herausgegeben wird. 

     

  • Freeware 

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    Die Benutzung von Freeware ist, wie der Name schon verrät, für den (in der Regel nicht kommerziellen) Anwender völlig kostenlos. Die Software darf beliebig verteilt und kostenlos genutzt werden. Daneben kann Software von ihren Autoren auch als Public Domain (kurz PD) freigegeben sein – das bedeutet, der Autor verzichtet auf sein Urheberrecht. Das Wort "Public Domain" stammt aus dem Englischen und bedeutet „öffentliches Gut". Diese Produkte dürfen dann nicht nur frei kopiert, sondern zumeist auch beliebig verändert und an eigene Bedürfnisse angepaßt werden. 

    Da die Entwicklung einer Software meist mit einem hohen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden ist, stellt sich die Frage, wie sich die Hersteller von Freeware-Programmen finanzieren. Die Haupteinnahmequellen sind Marketing-Einnahmen für die Werbung, die auf der Benutzeroberfläche des Programms eingeblendet wird, aber auch freiwillige Spenden werden von den Herstellern gerne und verdientermaßen entgegengenommen. 

    Viele Freeware-Programme sind zudem auf die private Anwendung beschränkt, bei kommerziellem Einsatz fallen entsprechende Nutzungsgebühren an. Weiterhin sollte man die Mächtigkeit eines guten und weitverbreiteten Programms als Mittel zur Kundenbindung und zur Sicherung der Marktposition nicht außer Acht lassen.  Aber es geht nicht grundsätzlich nur um finanzielle oder wirtschaftliche Interessen, sondern auch um puren Idealismus nach dem Motto: "Ich verwende selbst gerne kostenlose Programme von anderen, also stelle ich meine Software ebenfalls den anderen umsonst zur Verfügung".

  • Shareware

    Shareware ist copyright-geschützte Software, die von ihrem Autor in der Regel ohne Quellcode und ohne Veränderungserlaubnis verteilt wird. Für die langfristige Nutzung von Shareware muß meist ein geringer Geldbetrag bezahlt werden. Dieser wird aber häufig erst nach einer bestimmten Testphase von beispielsweise 30 Tagen fällig; so hat man genügend Zeit, sich für oder gegen das Programm zu entscheiden. Übrigens ist die Weitergabe dieser Testversion an Freunde, Bekannte oder sonstige Interessenten ausdrücklich erwünscht – im Unterschied zu den Vollversionen kommerzieller Software; hier wäre es streng rechtlich sogar strafbar. 

    Hat man sich dann gegen Ablauf der Testphase für das Programm entschieden, dann muß man sich für den rechtmäßigen Erwerb beim Hersteller registrieren (Angabe des Namens, der E-Mail-Adresse, der Seriennummer des Programms, …) und das Shareware-Produkt bezahlen (Lastschriftverfahren, Kreditkarte,…). Danach erhält man vom Shareware-Hersteller einen Freischaltcode (Registrierungsnummer), mit dem die meist funktions- oder zeitlimitierte Testversion zur Vollversion ohne Einschränkungen freigeschaltet werden kann. 

    Die Funktionseinschränkungen können dabei recht unterschiedlich sein und reichen von einer nicht vorhandenen Funktion für das Ausdrucken oder Speichern der bearbeiteten Datei bis hin zu einer vom Anbieter begrenzten Anzahl von möglichen Programmstarts. Zur Erstellung solcher Testversionen gibt es verschiedene Programme, die nicht einmal einen Eingriff in den Quellcode der jeweiligen Software erfordern. Ein Beispiel hierfür ist das Programm "Flexim" der Firma Globetrotter (www.globetrotter.com). 

    Eine andere, eher seltene Variante des direkten Softwarevertriebs ist folgende: Der Hersteller bietet die Vollversion des Programms zum Download an und vertraut darauf, daß der Kunde diese bezahlt, wenn er sich für die dauerhafte Nutzung der Software entscheidet.

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    Ein Problem, mit dem viele Shareware-Hersteller zu kämpfen haben, ist, daß sie durch sogenannte Cracker um ihren verdienten Lohn gebracht werden. Diese veröffentlichen Freischaltcodes (Seriennummern) von zuvor gecrackter Shareware oder publizieren bereits freigeschaltete Programme im Internet, wo sie von jedermann einsehbar sind bzw. heruntergeladen werden können. Dies ist im Sinne des Gesetzes eindeutig ein Verstoß gegen das Urheberrecht.

    Solche Listen mit Freischaltcodes (Seriennummern) können aber auch die letzte Chance für den legalen Besitzer eines Shareware-Programms sein, um dieses etwa nach einem Festplatten-Crash oder einer Virus-Attacke wieder freizuschalten, denn nach einer Neuinstallation des Betriebssystems sind auch die Registrierungsschlüssel sämtlicher Shareware-Programme weg. Der erste Weg, diese wieder zu bekommen, führt zum Shareware-Hersteller, der die Schlüssel nur dem erneut zusendet, bei dem er sicher weiß, daß er das Programm legal bei ihm erstanden hat. Was aber passiert, wenn der Shareware-Hersteller keinen Nachweis hat, daß der Betroffene das Programm von ihm erstanden hat oder wenn der Hersteller gar nicht mehr existiert ? Dann helfen diese Listen mit Seriennummern, unter der im optimalen Fall auch der Freischaltcode für die gesuchte Shareware aufgeführt ist. Übrigens existiert sogar eine spezielle Suchmaschine für diese Seriennummern, die unter der Adresse "http://astalavista.box.sk" von der allgemeinen Suchmaschine Altavista angeboten wird. Dort kann man den Programmnamen und eventuell durch ein Leerzeichen getrennt noch die Versionsnummer eingeben, die automatisch mit einem logischen UND verknüpft werden, und dann die Suche einleiten.

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    Ein wirksame Methode, um den Softwaredieben entgegenzutreten, wäre, jedem Programm eine eigene Seriennummer zuzuordnen. Diese wird automatisch zum Software-Hersteller übertragen, wenn der jeweilige Programminhaber sich online auf dessen Homepage registriert. Aus der Seriennummer, dem (richtigen!) Namen des Kunden und dem Kaufdatum wird dann der Freischaltcode berechnet, der ihm nach der Bezahlung beispielsweise per E-Mail zugeschickt wird. Nach der Eingabe des so empfangenen Freischaltcodes in das Registrierungsformular des Programms und dem verschlüsselten Abspeichern der Eingaben wird die eingeschränkte Testversion zur Vollversion. Diese Online-Eintragung kann beispielsweise vor der Inanspruchnahme des technischen Supports oder vor dem Zugriff auf ein Update oder eine (kostenlose) Programmerweiterung, die auf der Hersteller-Homepage zum Download angeboten wird, erzwungen werden. Oft wird man aber auch während der Benutzung, etwa beim Starten des Programms, auf die Online-Registrierung hingewiesen. Übrigens ist laut dem deutschen Datenschutzrecht eine zwanghafte Registrierung nur dann zulässig, wenn diese ausdrücklich und schriftlich im Kaufvertrag vereinbart und dem Kunden vor dem Kauf nachweislich mitgeteilt worden ist. Nach der Eintragung kann das jeweilige Programm eindeutig einem bestimmten Besitzer zugeordnet und im Fall des Falles als Raubkopie erkannt werden. 

    Noch sicherer wäre, den Freischaltcode aus bestimmten Hardwareinformationen wie etwa der BIOS-Seriennummer oder bestimmten Festplattendaten zu erzeugen. Das Problem hierbei ist, daß der Anwender beim Austausch einer Hardwarekomponente automatisch Gefahr läuft, daß die Shareware, die beim Start vielleicht gerade diese Informationen abfragt, nicht mehr funktioniert. Noch eindeutiger ersichtlich wird das Problem bei einem Neukauf des gesamten Computers.

Wo findet man Open-Source-Software, Freeware und Shareware ?

Eine riesige Auswahl an Open-Source-Softwareprodukten findet man beispielsweise auf der Entwickler-Website Sourceforge.net (http://sourceforge.net). Sourceforge.net stellt freien Software-Entwicklern eine Plattform, mit wichtigen Werkzeugen (Diskussionslisten, CVS-Repositorien, Bug-Tracking, Dateiarchive, Diskussionsforen,…) zur gemeinsamen Durchführung von Open-Source-Projekten zur Verfügung und ist auch eine Anlaufstelle für Endnutzer, um geeignete freie Software-Produkte zu finden oder falls eine solche bereits installiert wurde, mit den Entwicklern in Kontakt zu treten, beispielsweise um Antworten auf offene Fragen zu finden oder Verbesserungsvorschläge anzubringen.

Free- bzw. Shareware für fast jeden Anwendungszweck findet man beispielsweise bei "scriptsearch.com" (www.scriptsearch.com), "koders.com" (www.koders.com) oder "php-resource.de" (www.php-resource.de/…). Um die Programme (z. B. in C/C++ oder Visual Basic) und Scripte (z. B. in Java Script oder Perl) zu verwenden, sollte man allerdings programmiertechnisches Hintergrundwissen besitzen.

Beachten Sie auch, daß Programmdateien Schad- und Spionageprogramme enthalten können und deshalb am besten nur von sicheren Quellen heruntergeladen oder zumindest mit einem aktuellen Virenscanner überprüft werden sollten. 

Software mieten anstatt kaufen

Praxistip

Kommerzielle Software muß nicht zwingend gekauft, selbst installiert, konfiguriert und gewartet werden, sondern kann auch über einen Application Service Provider gemietet und damit direkt über das Internet und einen gängigen Browser genutzt werden. 

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Die Entwicklung vom Großrechner zum Application Service Provider

Ganz am Anfang der Computerentwicklung teilten sich noch mehrere Benutzer einen Großrechner, der seinen Rechenaufgaben und Anzahl der Zugriffe entsprechend ausgelastet war. Um diese Rechnerleistung besser zu verteilen wurde in der nächsten Stufe jedem Anwender ein eigener Rechner zugeteilt, die allerdings noch nicht untereinander verbunden waren und damit keine effektive Nutzung gemeinsamer Datenbestände zuließen. Die benötigten Daten des jeweils anderen mußten auf eine Diskette kopiert und zum betreffenden Rechner getragen werden.

Die Lösung hierfür waren Computernetzwerke zur direkten Datenübertragung, bei denen ein großer Rechner (Server) die übrigen Computer (Clients) im Netzwerk mit den relevanten Daten versorgt. Eine Alternative zum Aufbau vor allem kleiner Computer-Netzwerke, ohne zentralen Server ist das sogenannte Peer-To-Peer-Netzwerk, bei dem alle Clients gleichberechtigt auf die Daten des jeweils anderen Clients zugreifen können. Die beschriebenen Netzwerke können zum Aufbau des lokalen Netzwerks, eines an einen bestimmten Standort gebundenen Unternehmens verwendet werden, genauso ist es jedoch möglich (weltweit) verteilte Arbeitsgruppen via Internet über ihre Computer zu verbinden oder einzelnen Mitarbeitern  (weltweites Netzwerk) unabhängig von ihrem Aufenthaltsort, den Zugang zum lokalen Netzwerk des Unternehmens zu ermöglichen.

Beide Netzwerke, ob nun mit oder ohne Server, stellen mehr oder weniger hohe Anforderungen an die Systemadministration, man denke hier an die Kosten zur Anschaffung der benötigten Hard- und Software und vor allem an den Aufwand die vorhandene IT-Umgebung (Betriebssystem, Anwendungsprogramme,…) generell in Betrieb und auf dem aktuellen Stand zu halten. Das fängt bei der regelmäßigen Installation von Updates (neue Programmversionen) oder Bugfixes (kleine Programme zur Beseitigung von Softwarefehlern) für das verwendete Betriebssystem und die darauf installierten Anwendungsprogramme an, setzt sich bei der nicht selten dadurch notwendigen Anpassung anderer Hard- und Softwarekomponenten des Systems und der zeitraubenden Fehlersuche fort und endet bei der regelmäßigen, nicht immer funktionierenden Datensicherung.

Ein Lösungsansatz hierfür ist es, bestimmte Anwendungssoftware nicht mehr für das eigene Netzwerk oder den eigenen Rechner zu kaufen und dort zu installieren und zu verwalten, sondern diese Aufgabe an einen entsprechenden Dienstleister zu delegieren, der die benötigten Programme über das Internet bereitstellt. Diese können dann, vorausgesetzt das Firmennetzwerk oder der Einzelplatzrechner hat Zugang zum Internet, gegen eine entsprechende Gebühr zur Nutzung gemietet werden. Der Kauf, die Installation und Konfiguration der jeweiligen Anwendungsprogramme entfallen, bzw. werden vom betreffenden Dienstleister übernommen. 

Den genannten Lösungsansatz versprechen sogenannte Application Service Provider (ASP), die über einen sehr leistungsfähigen Internet-Server, die benötigten, immer auf dem aktuellsten Stand befindlichen Anwendungsprogramme, gegen ein entsprechendes Entgeld (Miete) oder kostenlos durch Werbung finanziert, bereitstellen. Auf der Client-Seite ist dabei in der Regel nur ein Computer mit installiertem Betriebssystem beispielsweise Linux oder Windows, ein schneller Internetzugang (DSL, Kabel, Satellit,…) und ein gängiger und aktueller Web-Browser erforderlich. Mit dieser IT-Ausstattung kann dann nach der Anmeldung beim ASP-Anbieter, das benötigte Anwendungsprogramm direkt genutzt werden. 

Damit der Web-Browser das gerade benötigte Anwendungsprogramm ausführen kann, muß dessen Funktionalität in der Regel durch entsprechende Zusatzprogramme (Java Applets, ActiveX, Plug-ins,…) erweitert werden. Die dafür erforderlichen Programmdateien werden dazu einfach mit der jeweiligen Webseite heruntergeladen, in speziellen Verzeichnissen auf der Benutzer-Festplatte abgespeichert und anschließend lokal installiert. Nach dieser kurzen Prozedur kann das jeweilige Anwendungsprogramm genutzt werden. Um die Verbindung zwischen dem Benutzer und dem ASP-Anbieter abhörsicher gegen den Zugriff unbefugter Dritter abzusichern, werden die Daten in der Regel verschlüsselt ausgetauscht. Dazu kommt meist die SSL-Technologie (Secure Socket Layer) zum Einsatz. Im Web-Browser kann man diese sichere Verbindung meist über die Web-Adresse, die dann mit "https://" anfängt oder über ein Schloßsymbol in der Statusleiste erkennen. Grundsätzlich sollte man bei SSL auf eine möglichst aktuelle Version achten. Nach dem Gebrauch werden die vorher installierten Programmdateien meist automatisch wieder entfernt. Übrigens versprechen viele ASP-Anbieter die so erzeugten Daten, täglich auf ihrem System zu sichern. Das hat den Vorteil, das selbst bei einem Totalausfall des eigenen Rechners, die wichtigen Daten und Anwendungen sicher auf dem System des Anbieters lagern.

Application Service Provider stellen von typischer Standardsoftware wie Office-Anwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation,…) und Business-Software (Content-Managmentsystem, Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Groupware,…) über Messaging-Software (E-Mail, FAX, SMS,…) bis hin zur Kommunikations-Software (Diskussionsforen, Diskussionslisten, Chatforen,…) eine große Palette aus den gängigen Softwareanwendungen zur Verfügung. 

Allerdings birgt die Verwendung von ASP auch Risiken. Hier wäre vor allem die technische Abhängigkeit vom ASP-Anbieter zu nennen. Nur wenn die gesamte beteiligte Technik funktioniert, also sowohl die Netzwerksverbindung zum ASP-Anbieter und dessen Systemumgebung selbst, können die Programme genutzt werden. 

Prinzipiell sind wichtige Daten auf einem gut gewarteten Internet-Server besser aufgehoben als auf dem in der Regel mit weniger Aufwand betreuten Rechner eines Einzelanwenders oder dem lokalen Netzwerk eines kleinen Unternehmens. 

Da es sich bei ASP um eine neue Internetdienstleistung handelt, sind die Anbieter meist noch nicht lange auf dem Markt. Das bedeutet, daß es relativ schwierig ist, deren Zukunftssicherheit einzuschätzen. Geht das Unternehmen pleite, sollte gewährleistet sein, daß die dort gespeicherten Daten nicht verloren gehen.

Insgesamt kann sich ASP gerade für kleine und mittlere Unternehmen lohnen, die meist keine eigene IT-Abteilung samt Rechenzentrum und Fachpersonal haben und so viel Zeit- und Arbeit sparen können, um die Anwendungsprogramme bzw. das gesamte IT-System auf dem aktuellen Stand zu halten. Um diese Aufgaben kümmert sich dann der ASP-Anbieter. Andererseits sollte man zur Entscheidung für oder gegen eine Softwarenutzung per ASP auch die vorher genannten Risiken genau abwägen.

Hinweis
Die Leistungen eines Application Service Providers können übrigens weit über die reine Bereitstellung von Anwendungssoftware hinausgehen. 
So kann dieser beispielsweise auch Dienstleistungen für das Kundensystem selbst anbieten. Praktische Beispiele hierfür wären die Einrichtung und Pflege von Datenbanksystemen, die Absicherung des IT-Systems gegen Angriffe von innen und außen, die Instandhaltung und Instandsetzung des Kundensystems, die regelmäßige Datensicherung (Backups) und die Durchführung von Schulungsmaßnahmen.

Auch für Privatanwender kann sich die Nutzung von ASP-Software lohnen, dies hängt im Wesentlichen davon ab wie häufig und über welchen Zeitraum das jeweilige Programm verwendet wird. Denn mit diesen beiden Faktoren steigt auch die Miete für die Software und die Höhe der Online-Gebühren. Wobei letztere durch eine Flatrate stark gemindert werden können.

Die Adressen einiger ASP-Anbieter finden Sie am Ende des Abschnitts.

Ein praktisches Beispiel für eine ASP-Anwendung ist die Online-Version des Wiso-Sparbuchs, beispielsweise um die Einkommensteuererklärung zu machen, www.wiso-sparbuch.de

Praxis

Wie funktioniert die elektronische Bestellung und Lieferung von Softwareprodukten (ESD) ? Bildlink-Pfeil

Gerade für die Verbreitung von Software-Produkten bietet das Internet hervorragende Möglichkeiten, da diese wie auch andere in digitaler Form vorliegenden Produkte wie etwa Bild-, Musik- oder Video-Dateien gleich über das weltweite Datennetz direkt vom Anbieter zum Empfänger übertragen werden können. Damit sparen sich Anbieter und Kunde den zeit-, arbeits- und kostenaufwendigen Versand der Ware per Post.

Electronic Software Distribution (ESD) ist eine Vertriebsform, bei der die Software elektronisch bestellt, bezahlt und geliefert wird. Die Besonderheit gegenüber den anderen in großer Vielfalt erhältlichen Produkten ist, daß die Ware auf elektronischem Wege vom Anbieter zum Kunden gelangt und nicht, wie in der Regel üblich, auf dem Postweg. Hierfür eignen sich allerdings nur jene Produkte, die schon in digitaler Form vorliegen, wie etwa Software, Musik, Videos oder Bilder.

Beim Softwarekauf per ESD erhält der Kunde das Programm nach der Bestellung sofort als ESD-Paket; dieses wird nach erfolgter Zahlung mit einem Schlüssel zur unbeschränkten Nutzung umgehend freigeschaltet. Eine andere Form dieser neuen Art des Softwarevertriebs ist, daß der Kunde die Software auf dem Postweg erhält oder im Laden um die Ecke kauft und die Updates, Patches und Programmerweiterungen (Add-ons) dann über das Internet in einem geschützten Bereich der Hersteller-Homepage per ESD bezieht. In der Praxis findet man diese Vertriebsform beispielsweise häufig bei Antiviren-Programmen oder Intrusion-Detection-Software, da diese ständig aktualisiert werden müssen, um ihren Anwendungszweck optimal zu erfüllen.


Abb.  Handel mit digitalen Produkten (Software) im Internet


Nachdem der Kunde den Freischaltschlüssel erhalten und in das entsprechende Eingabefeld des Programms eingetragen hat, wird die volle Funktionalität der Software freigeschaltet.

Diskussion
Es soll nun nachfolgend eine kurze Diskussion über die Chancen und Risiken von ESD vor allem beim Software-Vertrieb geführt werden.

Welche Chancen bietet ESD für den Vertrieb von Software über das Internet ? 

  • Die Software-Hersteller können neue Programmversionen, Updates oder Patches sofort nach deren Fertigstellung anbieten.
    Für den Kunden bedeutet dies, das gekaufte Programm entspricht immer dem neuesten Stand, und das Problem mit den langen Wartezeiten bei eventuellen Lieferengpässen entfällt.

  • Die Einsparung der Kosten, die beim herkömmlichen Vertrieb für die CD-Herstellung, Lagerung der CD's, Verpackung und den Versand anfallen, können direkt an den Kunden weitergegeben werden.
    Bei der direkten Lieferung der Ware auf elektronischem Wege müssen weder CD-ROMs gebrannt noch diese in attraktive Hüllen gepackt werden. Ein weiterer Vorteil ist, daß diese Vertriebsart auch sehr umweltfreundlich ist, da keine CD's produziert, verpackt (Verpackungsmüll) und versendet (Fahrzeugabgase) werden müssen. 

  • Der ESD-Shop hat 7 Tage rund um die Uhr geöffnet, ist also immer erreichbar und kann von zuhause aus, also ohne Anfahrtswege und Parkplatzsuche besucht werden.
    Wer beispielsweise am Sonntag Vormittag seinen Virenscanner aktualisieren möchte, kann dies über die Homepage des Software-Herstellers oder eines entsprechenden ESD-Shops sofort tun.

  • Der Anbieter kann eine bessere Nähe zum Kunden herstellen, die eine Fülle von Vorteilen sowohl für den Kunden als auch für den Anbieter eröffnet.
    Da der Kunde die Software nicht mehr anonym im Geschäft kauft, sondern in der Regel mit einer entsprechenden Registrierung direkt auf der Homepage des Anbieters, ist der Kunde kein unbekannter Käufer mehr. Viele Hersteller bieten auf ihren Homepages eine Community (Webforen, Webchats,…) an, in der die Kunden die Möglichkeit haben, ihre Wünsche, Erfahrungen oder Probleme bezüglich des Programms auszutauschen und gemeinsam mit anderen Anwendern Lösungen und Antworten zu finden. Dadurch profitiert nicht nur der Kunde, dem ein kostenloses Support und eine Mitwirkung am optimalen Gelingen einer Software zuteil wird, sondern auch der Anbieter, der die Kunden besser an sich binden und sofort auf ihre Wünsche reagieren kann, beispielsweise in Form von Programmverbesserungen.


Welche Risiken birgt ESD für den Verkauf von Software über das Internet ?

  • Die Software kann nicht mehr angefaßt werden.
    Die CD, die Kaufbelege, das Benutzerhandbuch und die Lizenz sind nur noch in elektronischer Form vorhanden, also mit Händen nicht mehr greifbar. Dadurch entstehen Unsicherheiten: Was passiert beispielsweise, wenn die Festplatte, auf der die genannten Daten gespeichert sind, wegen eines technischen Fehler unbrauchbar wird oder ein Virus die komplette Formatierung der Festplatte erfordert? In diesem Fall wird natürlich auch die Software mit allen Installationsmedien gelöscht.  

  • Vorbehalte hinsichtlich der Sicherheit bei Bezahlung und Download.
    Gerade bei der Bezahlung mit einer Kreditkarte muß sichergestellt sein, daß diese Daten nicht während der Übertragung zum Anbieter von einem unbefugten Dritten ausgespäht werden können. Eine weitere Frage ist: "Führen technische Fehler während des Downloads der Programmdatei (en) zu einer fehlerhaften Software ?"

  • Für die Anbieter besteht die Gefahr, daß die eigentlich kostenpflichtige Software Raubkopierern zum Opfer fällt.
    Daß diese Angst begründet ist, bestätigt auch die BSA (Business Software Alliance, www.bsa.de), ein internationaler Zusammenschluss führender Software-Hersteller zum Kampf gegen Raubkopierer. Gesetze, die das Kopieren und vor allem Verkaufen von fremdem Gedankengut klar untersagen, helfen dem Händler relativ wenig; er ist vielmehr gezwungen, mit Hilfe von (meist teuren) technischen Produkten zum Kopierschutz seine Software selbst zu schützen. Ein großes Problem hierbei ist, daß es offensichtlich für manche Cracker zur Lebensaufgabe geworden ist, diese Kopierschutzmaßnahmen zu unterwandern, so daß diese oft schon kurz nach ihrer Einführung in den Markt wieder geknackt werden.


Fazit:

Grundsätzlich ist der Softwarekauf per ESD nicht risikoreicher als der im Laden um die Ecke. Es empfiehlt sich aber, die in elektronischer Form vorliegenden digitalen Zertifikate, den Kaufvertrag und die Rechnung auszudrucken und an einem sicheren Ort aufzubewahren. Eine speziell für den deutschen Markt zugeschnittene Form des ESD bietet beispielsweise der Software-Hersteller Ulead an. Der Kunde bestellt die Software, lädt sie herunter und kann sie nach erfolgter Bezahlung frei schalten. Außerdem bekommt er (etwas später) das traditionelle Softwarepaket aus CD-ROM und Handbuch auf dem Postweg zugeschickt. Das hat den Vorteil, daß die Software sofort zur Verfügung steht und später als greifbare Ausgabe ins Regal gestellt werden kann.

Während die Programmdatei (en) übertragen werden, kann es zu technischen Fehlern kommen; diese dürfen keinesfalls dazu führen, daß die Software fehlerhaft auf der Festplatte des Kunden abgespeichert wird. Um diesem Problem zu begegnen, stellen manche Anbieter ein spezielles Download-Programm zur Verfügung. Zur sicheren Übertragung von Zahlungsdaten (Kreditkarteninformationen, Lastschriftdaten,…) beim Online-Kauf gibt es hochentwickelte Verschlüsselungsmethoden wie etwa Secure Socket Layer (SSL) oder den speziell für die Kreditkartenzahlung per Internet entwickelten Sicherheitsstandard Secure Electronic Transfer (SET). Es empfiehlt sich, darauf zu achten, daß der Software-Anbieter die genannten Techniken zur sicheren Übertragung sensibler Daten per Internet anbietet. Nachdem die Software heruntergeladen, installiert und bezahlt worden ist, kann sie in der Regel vom Kunden mit dem nach der Bezahlung erhaltenen Schlüssel, freigeschaltet werden. Vor der Bezahlung kann das Programm in der Regel nur mit Funktionseinschränkungen bedient werden, so kann der Anwender überprüfen, ob die Software korrekt heruntergeladen und installiert wurde, und der Anbieter hat eine Sicherheit, daß er für die von ihm verkaufte Software das Geld auch erhält.

Alle genannten Nachteile können also entweder durch entsprechende technische Maßnahmen seitens des Software-Händlers vermieden werden, oder sie werden durch die Vorteile von ESD ausgeglichen. Ein Problem, das bleibt und für das es noch keine hinreichende Lösung gibt, sind die Raubkopierer. Hierfür gibt es zwar bisher keine optimale technische Lösung, der Umfang, in dem das Ganze stattfindet, kann aber wesentlich durch den Preis der Software und durch eine entsprechende Zivilcourage des Einzelnen in Grenzen gehalten werden. Was spricht dagegen, die BSA (Business Software Alliance, www.bsa.de) zu verständigen, wenn man auf eine Website gelangt, auf der Raubkopien angeboten werden?

Praxis

Wie lauten die Internetadressen einiger spezieller Suchdienste für Programmdateien (Software) ? Bildlink-Pfeil

Programmdateien (Software)

Informationen und Dienste:

  • gezielte Suche nach kommerzieller Software, Open-Source-Software (freie Software), Free- und Sharewareprodukten zu den unterschiedlichsten Anwendungen
  • Suche nach älteren Programmen oder nach solchen, die offiziell nicht mehr im Handel erhältlich sind
  • Neuzugänge 
  • Updates
  • Top-Listen
  • Vermietung von Anwendungsprogrammen (Büroanwendungen,  Business-Software, Messaging-Software,…), die dann für eine bestimmte Mietzeit über einen Web-Browser via Internet genutzt werden können
  • Informationen und Dienste auf den Homepage der Software-Hersteller
    • Updates (neue Programmversionen), Bugfixes (kleine Programme zur Beseitigung von Softwarefehlern) 
    • ausführliche Bedienungsanweisungen für das Programm (z. B. elektronische Handbücher)
    • Anlaufstelle für Probleme oder Fragen zur Software (E-Mail, Problemdatenbank, Diskussionsforum in dem sowohl der Hersteller als auch andere Anwender wichtige Fragen beantworten,…)
    • Newsletter (elektronischer Informationsbrief) die wichtige Neuigkeiten (Updates, Bugfixes, Tipps und Tricks,…) bezüglich der Software liefert
  • Gratis-Software (kostenlose Vollversionen von ehemals oder zukünftig kommerziellen Softwareprodukten)
  • elektronische Bestellung, Bezahlung und Lieferung von Softwareprodukten durch Electronic Software Distribution (ESD)
  • personalisierte Angebote
  • themenrelevante Linksammlungen
  • Newsletter über neue Softwareprodukte
  • Diskussions- und Chatforen


Programmdateien (Software)

Spezielle Suchdienste

deutschsprachig

www.softguide.de großer Software-Katalog zum Stöbern nach kommerzieller Software

www.winload.de sehr umfangreiches Download-Angebot für Share- und Freeware, leider keine Stichwortsuche vorhanden

www.shareware4u.de

http://freewarepage.de mit Webforum und Webchat

www.shareware.de große Auswahl auch für verschiedene Betriebssysteme

www.freeware.de

www.zdnet.de/download

www.gratissoftware.de

www.top-download.de

http://download-tipp.de mit aktuellen Download-Tipps

englischsprachig

C-Net www.download.com

www.jumbo.com   

http://rpmseek.com/ Software für Linux


Suche in themenorientierten Websites

www.scriptsearch.com

www.koders.com Suchdienst für Open-Source und anderen Code zum Downloaden

www.php-resource.de/…

http://www.kostenlos.de/software

http://www.nulltarif.de/technik-software/

www.thefreesite.com Rubrik: free software

Online-Shops

www.softline.de

www.softwarehouse.de


Suche in themenorientierten Netzwerken

http://sourceforge.net Entwickler-Plattform für Open-Source-Projekte

http://www.osdl.org/

das GNU-Projekt, http://savannah.gnu.org

Debian, http://alioth.debian.org/

BerliOS38, http://developer.berlios.de/

das Spieleportal Icculus, www.icculus.org

Devunity www.devunity.com
gemeinsam programmieren und via Chat kommunizieren, bereits entwickelten Code von Google Code oder SourceForge importieren

Insoshi, http://insoshi.com
Aufbau eigener Open Source-Netzwerke

FogBugz, www.fogcreek.com/FogBugz
Software-Projekte verwalten, sich über ein Wiki-System austauschen und Fehler mit dem BugTracker finden und beheben


Application Service Provider

asp4you.de, www.asp4you.de/index_js.htm

PIRONET NDH AG, http://www.pironet-ndh.com/…

Software-as-a-Service- (SaaS), http://www.saas-forum.net/…

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