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Suchmaschinentreffer bewerten

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Praxis

Wie kann man schnell und gezielt die Relevanz einzelner Treffer in den Suchergebnissen von Suchmaschinen bewerten ? zurück

Nachdem die Suchanfrage gestellt und die Suchmaschine gestartet wurde, folgt das Suchergebnis. Jetzt gilt es, zunächst die relevanten Internetseiten (Treffer) gezielt herauszufiltern und hinsichtlich ihres Informationsgehalts zu bewerten. Wie das prinzipiell funktioniert, soll nachfolgend erläutert werden.

Bewerten der Treffer in den Suchergebnissen von Suchmaschinen 

Es gibt keine allgemeingültige Regel dafür, wie man die relevanten Seiten aus dem Suchergebnis schnellstmöglich herausfiltert. Das hängt im wesentlichen von der Art der Suche ab: Sucht man beispielsweise sehr aktuelle Informationen zum Tagesgeschehen, so wird man auf die Treffer zurückgreifen, die auf Informationsangebote von Tages- und Wochenzeitungen verweisen, bei Fachinformationen auf die von den entsprechenden Fachzeitschriften. Bei der Suche nach Produktinformationen sind die Internetangebote von Herstellern oder Händlern, die die jeweiligen Produkte in ihrem Sortiment haben, oder von virtuellen Verbrauchergemeinschaften von Interesse. Sucht man sehr spezielle Fachinformationen, dann wird man die Informationen von anerkannten Institutionen, die sich mit dem jeweiligen Fachgebiet auseinandersetzen, denen einer privaten Homepage, deren Autor man nicht kennt, vorziehen. 

Einige Informationen, die für die Bewertung der Suchergebnisse von Suchmaschinen wertvoll sind, sollen nachfolgend genannt werden.

  • Der Treffer, der am besten mit der gestellten Suchanfrage übereinstimmt, steht am Anfang der Trefferliste. Was Suchmaschinen finden, hat oft eher zufälligen Charakter – besonders dann, wenn die Suche mit der Schnell-Suche mit hastig gewählten Stichwörtern durchgeführt worden ist. Liefert die Suchmaschine Tausende von Treffern – was bei ungenauen Suchanfragen zu beliebten Themen fast immer der Fall ist -, dann wäre das Auswerten und Sichten der gefundenen Internetdokumente mit einem nicht vertretbaren Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. In der Regel lohnt es sich deshalb, nur die ersten 10 bis 30 Treffer anzusehen, da die Suchmaschine die Seiten nach Relevanz auflistet. Wie diese Relevanz einer Internetseite von einzelnen Suchmaschinen ermittelt wird, können Sie in der Antwort zur Frage "Wie funktionieren Suchmaschinen ?" nachlesen. 

  • Oft kann man anhand des Titels und der Kurzbeschreibung der Seite bereits entscheiden, ob die gefundene Seite die gewünschten Informationen enthalten könnte oder nicht, und im Einzelfall auf das Sichten verzichten.

    In der Regel liefern die Suchmaschinen folgende Angaben zum gefundenen Dokument:

    • den Titel 

      Der Titel gibt die Sprache der gefundenen Seite und das Hauptthema wieder. Die Realität zeigt allerdings, daß er oft unvollständig und sehr allgemein gehalten ist. Gelegentlich kommt es auch vor, das er ganz fehlt (no title). Bei diesen Seiten hat man den Eindruck, daß der Autor nicht sehr interessiert daran ist, daß seine Information gelesen wird oder er schlicht mit den technischen Grundlagen nicht ausreichend vertraut ist. Es kommt beispielsweise auch bei Beiträgen, die in Diskussionsforen gefunden wurden, vor, daß der Titel fehlt, die Information, die dieser Artikel enthält, aber sehr relevant ist.

    • die Internetadresse (URL)

      Über die URL erfährt man beispielsweise, aus welchem Land der Internetanbieter stammt (".de" für Deutschland, ".ch" für die Schweiz, ".it" für Italien…), ob es sich um ein kommerziell orientiertes Angebot (.com), um eine amerikanische Hochschule (.edu), eine Organisation (.org) oder eine amerikanische Militäreinrichtung (.mil) handelt. Kurze Internetadressen wie beispielsweise "www.servername.de" oder "www.servername.de/index.html" führen meist zur Startseite der Website. Lange Adressen wie beispielsweise "http://ntfreeware.zdv.uni-tuebingen.de/NTSOFT/UG080003.htm", in denen Unterverzeichnisse enthalten sind, führen meist auf eine bestimmte Internetseite einer Website. Die genannte URL beispielsweise führt auf die Seite mit dem Namen UG080003 aus der Website der Universität Tübingen und ist im Unterverzeichnis "NTSOFT" abgelegt. Private Homepages erkennt man oft daran, daß sie in einem Verzeichnis mit dem Namen "homepages" abgespeichert werden oder in einem Verzeichnis, dessen Name ein Eigenname mit vorangestellter Tilde (~) ist.

    • eine kurze Inhaltsbeschreibung

      Diese wird meist aus dem Inhalt des Metatag "content" übernommen, der speziell für die Beschreibung des Inhalts einer Seite geschaffen wurde. Wenn diese Angabe vom Autor nicht gemacht wurde, besteht die Inhaltsbeschreibung meist aus den ersten 20 Wörtern des ganz oben auf der Seite stehenden Textes. 

      Praxistip

      Besonders effektiv können die einzelnen Treffer bei der Suchmaschine Google bewertet werden: Deren Inhaltsbeschreibung besteht aus dem jeweiligen Suchbegriff und den in unmittelbarer Nähe vorkommenden Wörtern aus dem Text der betreffenden Internetseite. 

      Damit wird das wichtigste Relevanzkriterium, nämlich in welchem Zusammenhang die Suchbegriffe im Text vorkommen, schnell klar.


      Abb.  Google.de – Anzeige der einzelnen Suchergebnisse


  • Häufig kommt es vor, daß Trefferlisten Mehrfachnennungen der gleichen Internetadresse (URL) enthalten. Hier sollte man sich im Einzelfall überlegen, ob es nicht ausreicht, nur eine dieser Seiten zu betrachten und, falls diese nicht relevant ist, durch das Anwählen der entsprechenden Ausschluss-Option auch alle anderen Internetseiten dieser Website aus dem Suchergebnis zu entfernen. Bei der Suchmaschine Fireball lautet diese beispielsweise "Keine Seiten von dieser Site zeigen". Die Suchmaschine listet dann beim nächsten Suchlauf keine Internetseiten des ausgeschlossenen Internetangebotes mehr auf.

Haben Sie bei der Durchsicht des Suchergebnisses kein Dokument gefunden, das die von Ihnen gewünschte Information enthält, dann müssen Sie entweder eine andere Informationsquelle aufsuchen oder die Suchanfrage verfeinern. 

Praxistip

Zur Verfeinerung einer Suchanfrage gibt es zwei grundsätzliche Methoden:

  • Sie erweitern die ursprüngliche Suchanfrage mit den aus den Ergebnisdokumenten gefundenen und Ihnen relevant erscheinenden Suchbegriffen.

  • Sie verwenden die aus den Ergebnisdokumenten gefundenen und Ihnen unbedeutend erscheinenden Suchbegriffe in Verbindung mit dem NOT-Operator, um damit irrelevante Internetdokumente aus dem Suchergebnis auszuschließen.

Die erste Methode ist dabei wesentlich wirkungsvoller als die zweite, die zudem leicht dazu führen kann, daß man aufgrund der unvollkommenen Bewertungsmethoden von Suchmaschinen auch relevante Dokumente aus dem Suchergebnis ausschließt.

Die jeweils relevanten Treffer (Websites bzw. einzelne Informationen) können dann mit Hilfe der bereits bekannten Bewertungskriterien und -methoden genauer untersucht werden.

Die grundsätzliche Relevanz überprüft man am schnellsten, indem man den oder die verwendeten Suchbegriffe im Text der betreffenden Internetseite sucht und sich die nähere Textumgebung ansieht – die bei Google bereits im Suchergebnis als Trefferbeschreibung angezeigt wird. Die Suchfunktion kann beim Netscape Navigator und beim Internet Explorer mit dem Tastaturgriff "STRG + F" aufgerufen werden.

Eine besonders wertvolle Hilfe für die Bewertung des relevanten Treffers sind die speziellen Bewertungskriterien für die Qualitätsbewertung von Informationen und die "universelle Methode zur Relevanz- und Qualitätsbewertung von Websites". 

Hinweis
Um die Qualität und Relevanz der jeweiligen Informationen richtig beurteilen zu können, bedarf es – genau wie bei den Druckmedien – der bereits genannten Fähigkeiten.

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Informationen allgemein bewerten

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Buch geöffnet Bewerten der gefundenen Internetdokumente

Folgende Fragen beantwortet der Abschnitt:

  • Was versteht man eigentlich unter dem Begriff "Information" ? Bildlink-Pfeil

  • Welche Anforderungen werden an einen Online-Text gestellt, der für die schnelle Informationsaufnahme geeignet ist ? Bildlink-Pfeil

  • Welche Voraussetzungen sollten beim Suchenden grundsätzlich vorhanden sein, um Informationen richtig bewerten zu können und welche besonderen Probleme stellen sich bei der Informationsbeschaffung via Internet ? Bildlink-Pfeil

  • Welche Kriterien sollten gute Informationen erfüllen ? Bildlink-Pfeil

  • Wie kann man schnell und gezielt die Relevanz einzelner Treffer in den Suchergebnissen von Suchmaschinen bewerten ? Bildlink-Pfeil


 

Theorie

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff "Information" ? Allgemeine Navigation

Wir begegnen den Informationen im Alltag in den verschiedensten Formen: geschriebene Texte, Tabellen, statische Bilder wie Grafiken und Fotos, gesprochene Texte, Musik, bewegte Bilder in Animationen oder Videos.

Doch was ist Information, was bedeutet dieser Begriff ? 

Um diese Frage zu beantworten, muss erst geklärt werden, was Daten sind. Als Daten bezeichnet man die symbolische Beschreibung von Sachverhalten, beispielsweise das Gewicht des menschlichen Körpers in Kilogramm, ein Datum oder die Temperatur in Grad Celsius.

Erst wenn die Daten in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden, werden diese zur Information. Daten sind also die Bausteine von Informationen. Ein Beispiel für eine Information wäre: "Die Temperatur ist in Hamburg am 15. Januar um 10 Grad Celsius gegenüber dem Vortag angestiegen.". Wie man erkennen kann, bekommen die Daten ihren wahren Wert erst dann, wenn sie zu einer Information verknüpft werden.

Weiterhin hat jede Information einen Sender, der sie aus vorhandenen Daten erzeugt und an den oder die Empfänger weitergibt, wobei diese Information nur bei dem Empfänger ihre Wirkung (eine Antwort auf eine bestimmte Fragestellung, eine Erkenntnis,…) entfaltet, der sie verstehen und verwerten kann. In Bezug auf das vorangegangene Beispiel bedeutet das, daß die Information für einen Australier, der die Stadt Hamburg nicht kennt, eher unwichtig ist und er sie so nicht verwerten kann, da er nicht weiß, welche Temperaturen für den 15. Januar in Hamburg normal wären. Ein weiteres Beispiel hierfür wäre die Meldung eines Verkehrsstaus aus dem Radio. Die Hausfrau, die diese Information hört, während sie in der Küche beschäftigt ist, nimmt sie lediglich akustisch wahr, da sie im Moment für sie völlig irrelevant ist. Würde sie aber mit dem Auto im Staugebiet unterwegs sein, wäre es für sie eine wichtige Information, die sie verstehen will, aber nur dann tatsächlich verstehen und umsetzen bzw. praktisch für sich nutzbar machen kann, wenn sie in der Lage ist, den Stau zu umgehen. Eine Information ist also subjektiv, weil nur der Empfänger entscheiden kann, ob die erhaltene Nachricht nun tatsächlich "Information" ist oder nicht.

Eine ganz wesentliche Tatsache ist auch, daß man aus Informationen sehr unterschiedliche Schlüsse ziehen kann. Während der Autor im weiter oben genannten Beispiel einfach feststellt, daß die Temperatur in Hamburg am 15. Januar um 10 Grad Celsius gegenüber dem Vortag angestiegen ist, bemerkt der andere zusätzlich, daß dies in Anbetracht der Jahreszeit ungewöhnlich ist. Das Beispiel zeigt, daß auch die Interpretation ein und derselben Information höchst unterschiedlich ausfallen kann. 

Das bedeutet, die Qualität einer Information hängt wesentlich von der verwendeten Datenquelle, dem Vorwissen und der Glaubwürdigkeit des Menschen (Informationsquelle) ab, der die Information aus den Daten erzeugt hat. 

Theorie

Welche Anforderungen werden an einen Online-Text gestellt, der für die schnelle Informationsaufnahme geeignet ist ? Allgemeine Navigation

Um diese Frage zu beantworten, wurden bereits empirische Studien durchgeführt. Der langjährige Leiter der Sun-Labors, Jacob Nielsen, ermittelte bei seinen Untersuchungen, wie Anwender im Web Texte lesen und welche Auswirkungen dies auf die Gestaltung der Bildschirmseiten haben kann. 

Dabei stellte er unter anderem fest, daß:

  • die Texte vom Anwender nicht wirklich gelesen, sondern nur mit den Augen gescannt werden
    Ein Online-Text muss also schnell erfaßbar sein. Dazu ist es sinnvoll, die wichtigsten Informationen an den Anfang der Seite zu stellen. Den zentralen Punkt nimmt in der Regel die Überschrift ein, sie sollte also treffend und prägnant das Thema der Seite umreißen. Weiterhin sollten im Online-Text wichtige Schlüsselbegriffe deutlich vom übrigen Teil des Textes abgehoben werden, zum Beispiel durch den Fettdruck. Weitere Mittel sind Aufzählungen, wie auch hier verwendet, und der Einsatz von Listen. Für den Text selbst sollte nur ein Gedanke pro Absatz verwendet werden.

  • die Haupttätigkeit der Nutzer im Web nicht Spaß und nicht Unterhaltung ist, sondern die schiere Suche nach Information
    Die Texte müssen einen hohen Informationswert haben und sich nicht mit unwichtigen Details beschäftigen. Dazu sind in der Regel keine störenden und ablenkenden Animationen, große Grafiken, nichts Blinkendes und vor allem kein Sound notwendig. Handelt es sich um zeitkritische Informationen oder aktuelle technische Trends, so sollte der Autor das Veröffentlichungsdatum am Seitenende angeben. 

  • die Anwender keine Zeit haben, sich jedes Mal auf eine neue Form der Navigation einzulassen
    Die Neigung, neue Technologien mitzumachen, wird immer geringer, da immer mehr technisch weniger versierte Anwender das Internet nutzen. Deshalb sollten klassische Navigationsprinzipien (unterstrichene Links, anklickbare Bilder ….) eingehalten werden. Schaltflächen sollten stets an der gleichen Stelle stehen, Links müssen klar zeigen, wo sie hinführen. Die Inhalte müssen auch mit älteren Browserversionen und ohne die Installation zusätzlicher Programme gelesen werden können.

Theorie

Welche Voraussetzungen sollten beim Suchenden grundsätzlich vorhanden sein, um Informationen richtig bewerten zu können und welche besonderen Probleme stellen sich bei der Informationsbeschaffung via Internet ? Allgemeine Navigation

Grundsätzlich hängt die Fähigkeit des einzelnen, Informationen richtig zu bewerten, von folgenden Faktoren ab:

  • von seiner grundsätzliche Motivation bzw. Einstellung (Werte, Leidenschaften), insbesondere aber von seiner Offenheit, neue Informationen vollständig (nicht nur die angenehmen Teilinfos) wahrnehmen zu wollen
  • von seiner Kompetenz im Umgang mit Informationen und Wissen (Stichwort: Netzwerkkompetenz), insbesondere aber davon, daß er die jeweils relevanten Methoden, Dienste und Werkzeuge kompetent anwenden kann und auch die technischen Grundlagen zur optimalen Nutzung der Internetdienste beherrscht, denn nur so kann er sich voll und ganz dem Suchen, Auswählen und Bewerten von Informationen widmen
  • von seinen besonderen Fähigkeiten im Umgang mit Informationen und Wissen (Begabungen, Charakterstärken), insbesondere aber:
    • von seiner Lesefertigkeit und dem Maß, wie schnell und viel sein Kurzzeitgedächtnis Informationen aufnehmen kann, um vorher gelesene Inhalte mit später gelesenen zu verknüpfen
    • von seiner Disziplin gegenüber den vielfältigen Versuchungen und Ablenkungen im Informationsdschungel des Internets
  • bei speziellen Themen von seinem Fach- und Erfahrungswissen (Stichwort: Fachkompetenz)
  • bei allgemeinen Themen von seiner Allgemeinbildung 
  • von Hinweisen, Tipps oder Tricks, die er von anderen bekommen hat

Gerade bei der Informationsbeschaffung via Internet ergeben sich aber auch einige Probleme:

  • die Informationsflut
    Die schier unendliche Menge an Informationsangeboten macht es schwer, die jeweils für den eigenen Informationsbedarf relevanten herauszufiltern. Daß diese Aufgabe ohne maschinelle Hilfe nicht lösbar wäre, ist unbestritten – leider sind die aktuellen Suchmaschinen keine ausreichende Hilfe, um an die gewünschten Informationen zu gelangen. Die Suchmaschinen demonstrieren aber eindrucksvoll, wie viele Informationen von den unterschiedlichsten Informationsanbietern (vom Ministerium bis hin zum Privatanbieter) auf eine bestimmte Suchanfrage möglicherweise relevant sein können.

  • die teilweise schwierige Überprüfung der Qualität einer Information
    Gedruckte Texte werden vor der Veröffentlichung durch einen Verlag einer Qualitätsprüfung unterzogen, im Internet dagegen kann jeder ohne vorherige Überprüfung des Inhalts seine Informationen der ganzen Online-Gemeinde präsentieren. Dadurch gibt es im Internet neben vielen qualitativ hochwertigen Informationen auch jede Menge völlig unbrauchbarer Dokumente.

  • die unterschiedliche Präsentation gleicher Informationen
    Sieht man sich die Informationsangebote näher an, so stellt man zusätzlich fest, daß diese völlig unterschiedlich aufbereitet werden. Während die einen Anbieter ihre Informationen einfach und übersichtlich präsentieren, müssen sie bei anderen mühsam auf verschiedenen Internetseiten der betreffenden Website oder gar auf weiteren Internetangeboten verschiedener Anbieter zusammengesucht werden. 
    Viele Autoren bieten zwar gute Inhalte an, verfügen aber über unzureichende technische Kenntnisse zur Beschreibung des von ihnen erstellten Internetdokuments. Dies erschwert die Bewertung der Relevanz sowohl für die Maschine als auch für den Menschen und kann auch dazu führen, daß ein solches Dokument von Maschinen überhaupt nicht gefunden wird.
    Ein weiteres Problem ist, daß viele Laien Texte gestalten, die nicht für die schnelle Informationsaufnahme bei einem online präsentierten Text geeignet sind. Sie berücksichtigen nicht, daß das Lesen am Bildschirm den Nutzer schnell ermüdet – er liest ungefähr ein Viertel langsamer als auf Papier – und daß jede Online-Minute Geld kostet.

  • die vielfältigen Recherchewerkzeuge, mit denen nach ein und derselben Information gesucht werden kann
    Das World Wide Web gleicht einem riesigen Archiv ohne einen zentralen Katalog, dafür aber mit unzähligen Eingangspforten (Suchmaschinen, Suchkataloge, Homepages,…).

  • die häufigen Änderungen der Inhalte von Internetangeboten 
    Die Inhalte von Websites können im Gegensatz zu denen eines Buches leicht geändert werden. Einzelne Internetseiten der Website werden aktualisiert, umbenannt, in einem anderen Verzeichnis abgespeichert oder komplett gelöscht. Unter Umständen wird gar das ganze Internetangebot auf einen anderen Server verlegt oder aus dem Verkehr gezogen. 

Wer also ernsthaft im Internet nach Informationen stöbern möchte, wird mit Problemen konfrontiert, die er bei einem Buch oder einer Zeitschrift nicht hat.

Die genannten Probleme sind vor allem für Informationen, die für geschäftsrelevante Entscheidungen herangezogen werden, von großer Bedeutung. Diese Informationen müssen einer gewissen Qualität entsprechen, vor allem aber muß deren Herkunft eindeutig bekannt sein, so daß man sich später auf den Urheber der Information berufen kann.

Praxis

Welche Kriterien sollten gute Informationen erfüllen ? Allgemeine Navigation

Dieser Inhalt ist nur über die vollständige und kostenpflichtige Ausgabe des Lehrgangs zugänglich.

Lehrgang - Das Internet effektiv und individuell nutzen

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