der Internet-Guide

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Da in diesem Praxis-Beispiel längst nicht alle Fragen zur Benutzung von Ebay geklärt wurden und dies vom Umfang her weder machbar noch vertretbar wäre, kann am Schluß nur noch auf die ausführliche Hilfe der Auktionsplattform verwiesen werden. Sie finden diese im Hauptmenü.

Die Community dient den Ebay-Mitgliedern vor allem dazu, Meinungen, Erfahrungen und Tipps über den Handel bei Ebay auszutauschen. Ebay selbst profitiert von dieser Community dadurch, daß Mängel und Probleme schnell offenbar werden und so beseitigt werden können.

Bei stark nachgefragten Produkten kann durch einen niedrigen Startpreis ein höherer Endpreis erzielt werden, bei ausgefallenen Artikeln sollte der Startpreis allerdings, um kein zu großes Risiko einzugehen, so hoch wie der mindestens erwartete Verkaufspreis gewählt werden.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die BGH-Grundsatzentscheidung (Urteil des BGH vom 07.11.2001, Az.: VIII ZR 13/01) zum Vertragsschluss durch Onlineauktionen. Dort versuchte ein Autohändler, seinen Neuwagen per Online-Auktion bestmöglichst zu verkaufen, indem er einen geringen Startpreis wählte, wohl in der Hoffnung, so ein heißes Bietgefecht auszulösen. Stattdessen erhöhte sich der Preis im Laufe des Auktionsprozesses nur schleppend und blieb am Ende der Auktion auf einem Höchstgebot stehen, das weit unter dem Listenpreis lag. Für diesen Preis wollte der Autohändler seinen Neuwagen nicht herausgeben, was er aufgrund des Urteils des BGH aber doch tun mußte. Der BGH wies darauf hin, daß rechtlich verbindliche Erklärungen auch per Mausklick abgegeben werden können. Mit der Einstellung des Angebots in die Auktionsseite sei ein verbindliches Angebot abgegeben, das der Käufer durch Höchstgebot und Zuschlag annehmen könne. Der BGH betonte, daß es insoweit nicht auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auktionshauses ankomme, die alle Teilnehmer darauf hinwiesen, daß Angebote verbindlich seien.

Diese Aussage klingt zwar vordergründig so, als würde sich Ebay nur als Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer sehen und sich aus den Handelsprozessen und vor allem den dabei möglicherweise auftretenden Schwierigkeiten heraushalten – dem ist aber nicht so. Um den Kunden einen sicheren und komfortablen Ein- und Verkauf zu gewährleisten, bietet Ebay sehr nützliche Service-Funktionen an, von denen nun nachfolgend einige kurz beschrieben werden sollen:

Im Bietbereich der Artikelseite können Sie Ihr Maximalgebot eingeben und es anschließend über die Schaltfläche „Bieten“ zum Ebay-Server senden; daß dieses Gebot von einem registrierten Ebay-Mitglied abgegeben wurde, muß natürlich noch durch die Eingabe des Benutzerkennworts (Mitgliedsnamen) und des Paßworts bestätigt werden.

Beachten Sie auch, daß ein einmal abgegebenes und bestätigtes Gebot nur unter Ausnahmebedingungen zurückgezogen werden kann.

Ein Rücktritt von einem Gebot ist in Ordnung, wenn

Sie versehentlich einen falschen Betrag in Ihrem Gebot angeben. Sie bieten beispielsweise EUR 999,- anstatt EUR 99,-.
die Artikelbeschreibung für einen Artikel, für den Sie bieten, wesentlich geändert wurde.
Sie die Identität des Verkäufers nicht überprüfen können.

Nicht eingeschlossen sind Umstände wie: Ein Gebot auf oder der Gewinn eines (vielleicht ähnliches) Objektes; Ihr Budget reicht nicht aus, um zu bezahlen; Sie haben Ihre Meinung geändert, usw. Bieten Sie deshalb nur dann, wenn Sie den Artikel auch wirklich haben möchten.

Nachdem die vom Verkäufer angegebenen Zahlungs- und Versandbedingungen bekannt sind, soll nun im nachfolgenden die Bewertung des Verkäufers überprüft werden (das gleiche gilt natürlich für die Bewertung des Höchstbietenden, falls Sie als Verkäufer auftreten). Diese Bewertung wurde von anderen Kunden von Ebay abgegeben, die bereits Geschäfte mit „hunter22_de“ (Pseudonym des Verkäufers) abgeschlossen haben.

Kehren Sie dazu zurück zur “ Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zum Artikel“, die am Anfang der Artikelseite zu finden ist. Klicken Sie dort unter „Verkäufer (Bewertung)“ auf den Mitgliedsnamen „hunter22_de“, um die Bewertung dieses Verkäufers anzuzeigen. Alternativ können Sie auch den Link „Bewertung des Verkäufers“ oder, falls angegeben, die Zahl in Klammern nach dem Mitgliedsnamen anklicken.

Da Ebay die eingegangenen Angebote nicht auf ihre korrekte Rechtschreibung überprüft, kommt es nicht selten vor, daß Angebote mit Tippfehlern durch richtig geschriebene Suchwörter nicht gefunden werden. Durch absichtlich falsch gewählte Suchwörter wie etwa „Akuschrauber“ anstatt „Akkuschrauber“ kann man deshalb auf so manches interessante Angebot stoßen. Neben Tippfehlern in den Angeboten werden diese von den Verkäufern auch in Kategorien einsortiert, wo sie normalerweise niemand vermuten würde, so daß es sich auch lohnt, in themenverwandten Kategorien nach dem betreffenden Angebot zu suchen.

Um die richtige Angabe der Identität sicherzustellen, muß die E-Mail-Adresse des Neukunden zu einem Account von T-Online oder AOL gehören, stammt die Adresse von einem beliebigen Freemail-Dienst, dann wird die Identität auf dem Postweg geprüft. Das bedeutet, Ebay sendet einen Brief an die bei der Registrierung angegebene Postadresse, in dem dann weitere Einzelheiten für die endgültige Anmeldung bekannt gegeben werden.

Beim zweiten Schritt geht es darum, die Inhalte der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und der Datenschutzerklärung (Privacy Policy) zu akzeptieren.

Außerdem muß man seine Volljährigkeit und die uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit bestätigen; sind diese beiden Voraussetzungen nämlich nicht erfüllt, könnte der betreffende Käufer oder Verkäufer jederzeit und legal von einem Geschäft (Kaufvertrag) zurücktreten.

Wie kann man sich die Schnäppchensuche mit Online-Auktionen anhand eines praktischen Beispiels vorstellen ?

Es soll nun anhand der deutschsprachigen Version der von der Stiftung Warentest als gut bewerteten Auktionsplattform Ebay (www.ebay.de) gezeigt werden, wie man sich prinzipiell eine Online-Auktion in der Praxis vorstellen kann.
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Die Ebay Europe GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft von Ebay Amerika und gilt weltweit als eines der erfolgreichsten Internet-Auktionshäuser. Das Haupttätigkeitsfeld des Unternehmens liegt im Business-to-Consumer und Consumer-to-Consumer-Bereich. Das Produktangebot ist äußerst vielfältig und reicht von Elektrogeräten aller Art (Computer, Unterhaltungselektronik, Elektrowerkzeuge,…) über Kunst & Antiquitäten (handgemalte Bilder, Fotos, antiquarische Bücher,…) bis hin zum Modellauto. Auch mit Dienstleistungen wird bei Ebay gehandelt; diese können über die entsprechenden Kategorien oder durch die Eingabe relevanter Stichworte in die lokale Suchmaschine gefunden werden.

Die bekanntesten traditionellen Auktionsformen sind:

Die englische Auktion
Der Auktionator ruft die Preise für die zu versteigernden Produkte aus und Interessenten heben ihren Arm, um ein Angebot dafür zu machen. Gibt es mehrere Interessenten für ein Produkt, erhöht der Auktionator den Preis, bis schließlich ein einziger Käufer ermittelt ist. Eine Unterart der englischen Auktion erlaubt es den Interessenten, selbst Preise zu nennen. Englische Auktionen können den Preis einer Ware in die Höhe treiben, wenn viele Interessenten die Ware erstehen möchten, und sich unter Umständen lange hinziehen. Diese Auktion ist eher etwas für Käufer, die das Risiko lieben, denn zu Beginn bieten viele Teilnehmer der Auktion in der Hoffnung auf ein Schnäppchen begeistert mit – wer zuletzt den Absprung nicht geschafft hat, muß zahlen.

Die holländische Auktion
Diese Art der Auktion wird beispielsweise auf den Blumenmärkten in Holland angewendet. Da Schnittblumen schnell verwelken und somit schnell verkauft werden müssen, ist der Auktionszeitraum zeitlich begrenzt. Der Auktionator legt den maximalen Preis fest und dann beginnt die Uhr zu ticken. Mit jeder Minute fällt der Preis und das erste Angebot erhält den Zuschlag. Ist die Zeit vorbei und die Ware nicht verkauft, wird sie vom Markt genommen. Diese Auktion ist eher etwas für Käufer, die das Risiko scheuen, da ein Gebot zur richtigen Zeit sowohl den Käufer als auch den Preis festlegt.

Betrachtet man die beiden Formen von Auktionen, so stellt sich heraus, daß englische Auktionen im Internet dominieren. Der mögliche Grund hierfür ist, daß die Teilnehmer von Online-Auktionen besonders risikofreudig sind und damit ihr Bedürfnis mit englischen Auktionen besser befriedigt wird.