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Speichern bestimmter Text- und Bildinhalte

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Beispiel

Wie können bestimmte Text- und Bildinhalte von Internetseiten kopiert werden ? 

Häufig benötigt man nicht den Inhalt einer ganzen Internetseite oder gar einer Website, sondern nur bestimmte Text- und Bildinhalte einer Seite. Werden nur diese archiviert, spart man sich das anschließende Auswerten der heruntergeladenen Inhalte, das spart viel Zeit und Arbeit, hat aber auch einen Nachteil: Man stößt nicht mehr zufällig auf weitere nützliche Informationen.

Wie diese Inhalte von Seiten auf den eigenen Rechner kopiert werden können, soll nun nachfolgend kurz demonstriert werden:

  1. Kopieren von Textpassagen Bildlink-Pfeil

  2. Kopieren von Bildern  Bildlink-Pfeil

Kopieren von Textpassagen Bildlink-Pfeil

Bestimmte Textpassagen lassen sich einfach und schnell mittels der Zwischenablage von einer Internetseite in ein anderes Dokument kopieren. 

Wie das ganze mit dem Internet Explorer 5.0 und der Windows-eigenen Textverarbeitung "WordPad" funktioniert, soll nun nachfolgend kurz beschrieben werden:

Grundvoraussetzung ist natürlich, daß sowohl die Textverarbeitung als auch der Web-Browser geöffnet sind.

  1. Die betreffende Textstelle auf der aktuell im Internet Explorer angezeigten Internetseite markieren. 
    Dazu einfach mit dem Cursor an den Anfang des Textes fahren, linke Maustaste niedergedrückt halten und die Maus bis an den Schluss der Textpassage führen. Der ausgewählte Text ist jetzt blau markiert.


  2. Die betreffende Textstelle in die Zwischenablage kopieren.
    Hierfür den Menüpunkt Bearbeiten – Kopieren auswählen. 
    Alternativen: Mit der rechten Maustaste in den markierten Text klicken und im Kontextmenü den Befehl "Kopieren " auswählen oder einfach die beiden Tasten [Strg]+[C] gleichzeitig drücken.


  3. In die Textverarbeitung "WordPad" wechseln und die Datei öffnen, in die die Textpassage eingefügt werden soll. 
    Dazu klicken Sie einfach das Programmsymbol von WordPad auf der Startleiste an.
    Alternative: Einfach die beiden Tasten [Alt]+[Tab] gleichzeitig drücken.

    Hinweis
    Anstelle von WordPad können natürlich auch professionelle Textverarbeitungsprogramme, Tabellenkalkulationen oder Datenbanken verwendet werden.


  4. Die Textpassage aus der Zwischenablage in die WordPad-Datei einfügen.
    Den Cursor an der gewünschten Stelle platzieren und anschließend den Menüpunkt Bearbeiten – Einfügen auswählen.
    Alternativen: Mit der rechten Maustaste an die gewünschte Stelle klicken und im Kontextmenü den Befehl " Einfügen" auswählen oder einfach die beiden Tasten [Strg]+[V] gleichzeitig drücken.


Jetzt steht der Text in der Textverarbeitung zur Verfügung und kann weiter verwendet und /oder bearbeitet werden.

Hinweis
Beachten Sie bitte die Urheberrechte der so kopierten Textpassagen, falls Sie diese als Teil des eigenen Dokuments veröffentlichen (Quellangaben hinzufügen).

Mit dem Netscape Navigator funktioniert das Kopieren von bestimmten Textpassagen ähnlich wie mit dem Internet Explorer. Hier ist der betreffende Befehl ebenfalls im Menüpunkt Bearbeiten – Kopieren zu finden. 

Praxistip

Wesentlich komfortabler geht das Kopieren von Textpassagen aus Internetseiten mit dem englischsprachigen Freeware-Zitier-Programm "Co-Citer" (www.cogitum.com/…). Das Programm ist allerdings nur für den Internet Explorer ab Version 5.0 verfügbar.

Mit dem Tool lassen sich interessante Textstellen von Internetseiten sammeln, wichtige Zusatzdaten wie etwa der Seitentitel, die Internetadresse (URL) und das Speicherdatum werden dabei automatisch von Co-Citer hinzugefügt. Nützlich sind auch die Funktionen, die das Programm zur leichten Wiederauffindbarkeit der gespeicherten Textstellen bereitstellt.

Nach dem Herunterladen und Installieren des Programms steht es im Internet Explorer über die entsprechenden Arbeitsmenüs (Menüpunkt Extras – Grab Selected Text) und/oder über die betreffenden Icons in der Symbolleiste zur Verfügung.

Aktion
Interessante Textstelle mit Co-Citer archivieren

Grundsätzlich unterscheidet das Programm zwischen den Sammlungen (Collections), Ordnern (Folders) und den Zitat-Datensätzen (Citations).

Starten Sie das Programm und markieren Sie zuerst den Wurzelordner (Collections). Danach klicken Sie auf den Icon und geben der (Text)-Sammlung beispielsweise den Namen "Meine Textnotizen". Klicken Sie dann auf den Icon , um einen neuen Ordner in der Sammlung anzulegen. Es öffnet sich das Fenster "New Folder"; geben Sie dort den Ordnernamen "Energie sparen" ein und bestätigen Sie diese Eingabe anschließend mit "OK".

In diesen Ordner soll nun eine bestimmte Textpassage aus einer Internetseite eingefügt werden.

Hinweis
Sie können die Symbolleiste übersichtlicher gestalten, wenn Sie auf das Icon "Visibility Options" (Bild mit dem Auge) klicken und dort für Sie unwichtige Icons entfernen.



Abb.  Co-Citer – Neuen Ordner anlegen


Wechseln Sie nun zur Programmoberfläche des Internet Explorers und öffnen Sie die gewünschte Internetseite. Markieren Sie die gewünschte Textpassage, klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf die markierte Stelle und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Grab Selected Text", um das Programm Co-Citer aufzurufen.


Abb.  Internet Explorer – gewünschte Textpassage auf der Internetseite markieren 


Es öffnet sich nun eine Dialogbox von Co-Citer, mit deren Hilfe die zuvor markierte Textpassage in den relevanten Ordner einsortiert werden kann.

Im linken Teil des Dialogfensters können Sie die Ordnerstruktur jederzeit durch einen Klick auf die Schaltfläche "New" erweitern; in diesem Falle um den Ordner "Wasser" als Unterordner zum Ordner "Energie sparen". In diesem Ordner soll nun die Textstelle archiviert werden; Sie teilen dies dem Programm mit, indem Sie diesen Ordner markieren.

Im rechten Teil des Dialogfensters wird von Co-Citer automatisch der Titel der Internetseite (Title:), die Internetadresse der Seite (From:), das Datum und die Uhrzeit, an dem die Textpassage kopiert wurde (erst später sichtbar) und der Textinhalt (Text:) dokumentiert. Zusätzlich können im Eingabefeld "Comment:" eigene Kommentare eingegeben werden. 


Abb.  Co-Citer – gewünschte Textpassage mit Co-Citer archivieren 


Resultat
Darstellung der zuvor archivierten Textpassage in Co-Citer

Wählen Sie dazu einfach im Internet Explorer den Menüpunkt Extras – Cogitum Co-Citer.


Abb.  Co-Citer – Anzeigen der zuvor archivierten Textpassage 


Nachdem auf die vorher beschriebene Art und Weise zahlreiche Textpassagen in den jeweiligen Ordnern archiviert wurden, wird es je nach Anzahl zunehmend schwerer, bestimmte Textstellen zu finden. Dafür gibt es neben der Möglichkeit, die einzelnen Textstellen innerhalb der hierarchischen Ordnerstruktur beliebig zu verschieben oder zu kopieren und die Fundstellen innerhalb eines einzelnen Ordners nach vorgegebenen Eintragsfeldern auf- oder absteigend zu sortieren, auch eine Suchfunktion.

Diese können Sie über den Icon aufrufen. Dort geben Sie einfach das Suchwort oder einen Text ein und starten durch einen Klick auf die Schaltfläche "Weitersuchen" die Suche.


Abb.  Co-Citer – Suchfunktion – Suchanfrage


Wird Co-Citer fündig, so markiert er das Suchwort oder den Suchausdruck in der oder den gefundenen Textpassage(n).


Abb.  Co-Citer – Suchfunktion – Suchergebnis


Die archivierten Textstellen können über die entsprechenden Export-Funktionen in eine HTML-Datei exportiert werden. Dabei steht offen, ob man eine ganze Sammlung oder nur einen Auszug (Ordner) exportieren möchte. Auch der Versand per E-Mail ist möglich.

Um die archivierten Textpassagen aus dem Ordner "Wasser" in eine HTML-Datei zu exportieren, müssen Sie nur den Icon anklicken. Es öffnet sich ein Fenster, in das der Dateiname und der Speicherort eingegeben werden kann.

In der nachfolgenden Abbildung ist ein Teil der so erzeugten HTML-Datei mit den Textpassagen aus dem Ordner Wasser zu sehen.


Abb.  Co-Citer – Export der archivierten Textpassagen im Ordner "Wasser" in die HTML-Seite "test.htm" 


Hinweis
Falls Sie nicht nur interessante Textpassagen, sondern auch Bilder sichern möchten, können Sie zusätzlich das Programm "Image Co-Tracker" installieren, das ebenfalls vom US-Softwareunternehmen Cogitum (www.cogitum.com) entwickelt wurde.

Kopieren von Bildern Bildlink-Pfeil

Genauso unspektakulär wie das Kopieren von Textstellen gestaltet sich das Duplizieren von Bildern über die Zwischenablage.

Wie das ganze mit dem Internet Explorer 5.0 und der Windows-eigenen Textverarbeitung "WordPad" funktioniert, soll nun nachfolgend kurz beschrieben werden:

Grundvoraussetzung ist natürlich, daß sowohl die Textverarbeitung als auch der Web-Browser geöffnet sind.

  1. Das gewünschte Bild in die Zwischenablage kopieren.
    Dazu im Web-Browser das gewünschte Bild mit der rechten Maustaste anklicken und im Kontextmenü den Befehl "Kopieren" auswählen.
    Alternative : Das Bild markieren und einfach die beiden Tasten [Strg]+[C] gleichzeitig drücken. 

    Hinweis
    Das Bild kann über den Befehl "Bild speichern unter" auch in einem entsprechenden Ordner abgespeichert werden. 


  2. In die Textverarbeitung "WordPad" wechseln und die Datei öffnen, in die das Bild eingefügt werden soll. 
    Dazu klicken Sie einfach das Programmsymbol von WordPad auf der Startleiste an.
    Alternative: Einfach die beiden Tasten [Alt]+[Tab] gleichzeitig drücken.

    Hinweis
    Anstelle von WordPad können natürlich auch professionelle Textverarbeitungsprogramme, Tabellenkalkulationen oder Datenbanken verwendet werden.


  3. Das Bild aus der Zwischenablage in die WordPad-Datei einfügen.
    Den Cursor an der gewünschten Stelle platzieren und anschließend den Menüpunkt Bearbeiten – Einfügen auswählen.
    Alternativen: Mit der rechten Maustaste an die gewünschte Stelle klicken und im Kontextmenü den Befehl "Einfügen"auswählen oder einfach die beiden Tasten [Strg]+[V] gleichzeitig drücken.


Jetzt steht das Bild in der Textverarbeitung zur Verfügung und kann weiter verwendet und /oder bearbeitet werden.

Falls viele Bilder (Texte) von einer Internetseite in ein bestimmtes Dokument kopiert werden sollen, gibt es die Möglichkeit, die beiden Programmfenster (Web-Browser und Textverarbeitung) auf dem Bildschirm neben- oder untereinander zu platzieren und dann die markierten Texte oder Bilder per Drag & Drop von der Internetseite zum gewünschten Dokument zu kopieren. Dazu ziehen Sie einfach den markierten Text oder das Bild mit der gedrückten linken Maustaste von einer Anwendung in die andere und lassen an der gewünschten Position die Maustaste los.

Hinweis
Beachten Sie bitte die Urheberrechte der so kopierten Bilder, falls Sie die Bilder als Teil des eigenen Dokuments veröffentlichen (Urheber um Erlaubnis fragen).

Mit dem Netscape Navigator funktioniert das Kopieren von Bildern etwas umständlicher wie mit dem Internet Explorer. Hier muß das betreffende Bild zuerst über den Befehl Grafik speichern unter im Kontextmenü abgespeichert und anschließend über den Menüpunkt Einfügen – Objekt in die Textverarbeitung eingefügt werden. 

Praxistip

Etwas komfortabler geht das Kopieren von Bildern aus Internetseiten mit dem englischsprachigen Tool "eNotes". Es handelt sich dabei um ein Zusatzprogramm für den Internet Explorer (ab Version 5.0), das von Bob Schmonsees (www.my-enotes.com) entwickelt wurde.

Mit dem einfach zu bedienenden Programm lassen sich interessante Textstellen und Bilder von Internetseiten sammeln, wichtige Zusatzdaten wie etwa die Internetadresse (URL) als Quellangabe und das Speicherdatum werden dabei automatisch von eNotes hinzugefügt. 

Zur Installation müssen Sie Ihren Namen oder ein Pseudonym und Ihre E-Mail-Adresse angeben und danach die Schaltfläche "Download Now" anklicken – eNotes wird dann automatisch installiert.
Nach der Installation des Programms, die übrigens direkt über die Website des Anbieters ausgeführt wird (www.my-enotes.com/…), steht es im Internet Explorer über die entsprechenden Arbeitsmenüs (Menüpunkt Extras – Take an eNote) und/oder über die betreffenden Icons in der Symbolleiste zur Verfügung. 

Aktion
Interessante Textstelle mit Bild mit eNotes archivieren

Öffnen Sie die gewünschte Internetseite und markieren Sie die relevante Textpassage mit Bild (überfahren mit gedrückter linker Maustaste). Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf die markierte Stelle und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Take an eNote". Die markierten Elemente der Internetseite werden nun auf einer lokalen, automatisch von eNotes erzeugten Internetseite (HTML-Seite) abgespeichert.


Abb.  Internet Explorer – gewünschte Textpassage auf der Internetseite markieren 


Resultat
Anzeige der zuvor archivierten Textpassage mit Bild

Dazu wählen Sie einfach den Menüpunkt Extras – View eNotes.


Abb.  Internet Explorer –  Extras – View eNotes.


Es wird nun die Internetseite mit der zuvor ausgewählten Textpassage mit Bild, Quellangabe und Speicherdatum angezeigt. Wie in der Adresszeile des Web-Browsers zu sehen ist, ist die Internetseite von eNotes im Dateipfad "c:\eNotes\my-enotes.htm" abgespeichert worden. 

Hinweis
Die mit eNotes gesammelten Informationen werden in umgekehrter Reihenfolge aufgelistet, also jeweils die Aktuellste zuerst. Leider werden Formatierungen wie etwa Aufzählungen nicht direkt in die lokal von eNotes erstellte Internetseite übernommen.


Abb.  Internet Explorer – Anzeige der zuvor archivierten Textpassage mit Bild


Sollen die gesammelten Informationen weiterverarbeitet werden, etwa bestimmte Textpassagen als besonders wichtig kennzeichnen, so steht über den Menüpunkt "Extras – Edit eNotes" der entsprechende Befehl zur Verfügung. Nach dem Ausführen des Befehls wird automatisch die Textverarbeitung MS Word gestartet und die von eNotes angelegte HTML-Seite mit den Informationen geöffnet. 

Falls Sie MS Word nicht installiert haben, können Sie die Datei "my-enotes.htm" natürlich auch mit jedem beliebigen HTML-Editor (Frontpage Express, Netscape Composer, …) oder mit einer einfachen Textverarbeitung wie WordPad weiter bearbeiten. 

Dazu kopieren Sie die Datei "my-enotes.htm", die im Dateipfad "c:\eNotes\my-enotes.htm" zu finden ist, einfach in einen beliebigen anderen Ordner und öffnen Sie dann mit dem jeweiligen Bearbeitungsprogramm (HTML-Editor, Textverarbeitung,…).


Abb.  Datei Explorer – Dateipfad "c:\eNotes\my-enotes.htm"


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Speichern der Informationen

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Buch geöffnet Speichern der gefundenen Informationen

Folgende Fragen beantwortet der Abschnitt:

  • Wie können interessante Internetadressen leicht wiederauffindbar auf dem eigenen Rechner gespeichert werden ? Bildlink-Pfeil

  • Wie können ganze Internetseiten oder Websites auf den eigenen Rechner kopiert werden ? Bildlink-Pfeil

  • Wie können bestimmte Text- und Bildinhalte von Internetseiten kopiert werden ? Bildlink-Pfeil


Einführung
Um die im Internet gefundenen Informationen auf dem eigenen Rechner zu speichern, gibt es in der Regel folgende Möglichkeiten:

  • Bookmarks (Favoriten oder Lesezeichen) auf interessante Internetadressen setzen 
  • ganze Internetseiten oder Websites auf den eigenen Rechner kopieren
  • bestimmte Text- und Bildinhalte von Internetseiten auf den eigenen Rechner kopieren

Den genannten Möglichkeiten sind natürlich Grenzen gesetzt. Beim Setzen von Lesezeichen auf interessante Internetseiten beispielsweise verliert man mit wachsender Zahl von unterschiedlichen Adressen schnell den Überblick, da die Organisationsmöglichkeiten der Browser für die Fundstellen noch nicht ausgereift sind. Ein weitaus größeres Problem ist allerdings, daß die betreffenden Seiten oft schon nach kurzer Zeit nicht mehr abrufbar sind. Das kommt daher, daß die Inhalte von Websites im Gegensatz zu denen eines Buches leicht geändert werden können. Einzelne Internetseiten der Website werden aktualisiert, umbenannt, in einem anderen Verzeichnis abgespeichert oder komplett gelöscht. Unter Umständen wird gar das ganze Internetangebot auf einen anderen Server verlegt oder gelöscht. Damit wird auch klar, wie wichtig es ist, die relevanten Informationen direkt auf dem heimischen Rechner zu speichern und zwar so, daß diese leicht wiederauffindbar sind.

Doch auch hier lassen sich die relevanten Informationen mit wachsender Zahl von unterschiedlichen Dateien, in denen diese abgespeichert sind, immer schwerer auffinden. So hantiert man am Ende mit unzähligen Dateien in verschiedenen Ordnern, die nur über ihren Dateinamen gefunden werden können, nicht aber über ihren wahren Inhalt. Wie schwierig es bei einer Anzahl von ähnlichen Dateien ist, für jede einen aussagekräftigen Namen zu finden, kann man sich leicht vorstellen.

Nachfolgend sollen nun die eingangs genannten Möglichkeiten, um die im Internet gefundenen Informationen auf dem eigenen Rechner abzuspeichern, kurz beschrieben werden.


Beispiel

Wie können interessante Internetadressen leicht wiederauffindbar auf dem eigenen Rechner gespeichert werden ?   Bildlink-Pfeil

Workshop - Ihr individueller Computerarbeitsplatz

Nach und nach werden sich immer mehr Web-Seiten ansammeln, die Sie häufig oder regelmäßig besuchen möchten. Jedes Mal die komplette Internetadresse einzugeben, ist zu aufwendig. Besonders dann, wenn mehrere unterschiedliche Seiten oft besucht werden und bei jeder Internetadresse die genaue Schreibweise beachtet werden muß. 

Gängige Browser bieten die Möglichkeit, sogenannte Bookmarks auf interessante Internetseiten zu setzen. Beim Internet Explorer werden diese "Favoriten" und beim Netscape Navigator "Lesezeichen" genannt. Nachdem der Bookmark auf die jeweilige Seite gesetzt ist, kann man diese zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Klick im Web-Browser anzeigen. Da es nicht bei einigen wenigen dieser Bookmarks bleiben wird, gibt es zusätzlich die Möglichkeit, diese in Ordnern und Unterordnern, wie vom Windows Datei-Explorer bekannt, abzuspeichern. Weiterhin können Sie neue Ordner und Favoriten anlegen, alte löschen oder auch umbenennen. Sie können Ihre Favoriten selbstverständlich auch per Drag&Drop verschieben. 

Wie das funktioniert, soll nun kurz für zwei gängige Web-Browser, nämlich anhand des Internet Explorers (Version 5.0) und des Netscape Navigators (Version 4.6) gezeigt werden. Diese Anleitung ist auch für aktuelle Browser-Versionen nützlich, da die Grundfunktionalität bleibt.

Das Anlegen von Favoriten mit dem Internet Explorer wird zum besseren Verständnis in die  folgenden beiden Schritte aufgeteilt:

  1. Anlegen der Ordnerstruktur Bildlink-Pfeil

  2. Einfügen der Favoriten in die entsprechenden Ordner Bildlink-Pfeil


Aktion

1. Anlegen der Ordnerstruktur Bildlink-Pfeil

  • Klicken Sie unter Windows auf die Start-Schaltfäche und wählen Sie den Eintrag  Internet Explorer, um den Browser zu starten.

  • Wählen Sie dann den Menüpunkt Favoriten – Favoriten verwalten, um das Dialogfenster "Favoriten verwalten" zu öffnen.

    Alternative: Klicken Sie auf den Icon "Favoriten"   und dann auf den Icon "Verwalten"


Dieses ausführliche Beispiel ist nur über die vollständige und kostenpflichtige Ausgabe des Lehrgangs zugänglich.

Lehrgang - Das Internet effektiv und individuell nutzen

Nachfolgend finden Sie einige nützliche Tipps für den praktischen Umgang mit Bookmarks:

  • Überlegen Sie sich eine sinnvolle Ordnerstruktur, in die Sie die betreffenden Bookmarks einordnen.

    Damit verhindern Sie wirksam, daß Ihre Bookmark-Liste unübersichtlich und damit unbrauchbar wird. Die Planung, wie Sie die Ordner und Unterordner anlegen, machen Sie am besten auf einem Blatt Papier.

    In den meisten Fällen dürften fünf bis zehn Unterverzeichnisse genügen, die sich bei der geschäftlichen Nutzung zum Beispiel an Produkten, Geschäftsfeldern, Kunden oder Projekten orientieren können. 

    Eine praktisches Beispiel wäre:

    mein Unternehmen führen:

    • einkaufen
    • investieren
    • Partner finden
    • Produkte weiterentwickeln
    • Dienste weiterentwickeln
    • Produkte und Dienste vermarkten
    • vom Mitbewerbern lernen
    • Branche beobachten
    • verwalten

    Die auf dem Blatt Papier entworfene Ordnerstruktur übertragen Sie dann, wie vorher gezeigt, in die entsprechende Favoritenstruktur für den Fall, daß Sie den Internet Explorer verwenden, beim Netscape Navigator in die betreffende Lesezeichenstruktur.

    Hinweis
    Es ist zu empfehlen, die verschiedenen Ordner nicht in zu viele weitere Unterordner zu unterteilen.

    Zum einen wird die Bookmark-Liste sonst unübersichtlich, und zum anderen haben Sie später mehr Aufwand, um die gefundenen Internetadressen in den richtigen Unterordner einzusortieren. Dieser Aufwand wird umso größer, je feiner Sie unterteilen.


  • Erstellen eines Internet-Direktzugriffs und Quicklinks beim Internet Explorer 5.0

    Mit Hilfe eines Internet-Direktzugriffs können Sie beispielsweise direkt vom Desktop aus zu einer Internetseite wechseln. Um einen Direktzugriff auf die aktuell angezeigte Internetseite zu erstellen, positionieren Sie den Mauszeiger auf dem Seiten-Symbol in der Adresszeile des Internet Explorers und ziehen so die Adresse einfach per Drag & Drop auf den Desktop – fertig. Das gleiche können Sie natürlich auch mit Ihren in der Favoriten-Liste gespeicherten Adressen machen.


    Abb.  Internet Explorer – Internet-Direktzugriff


    Die Quicklinks finden Sie am rechten Rand der Symbolleiste des Internet Explorers unter der Schaltfläche "Links". Ist die Schaltfläche nirgends zu sehen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Menüleiste. Im erscheinenden Kontextmenü muß sich vor "Links" ein Häkchen befinden. 

    Um neue Adressen in die Quicklinks aufzunehmen, gehen Sie wie vorher beim Internet-Direktzugriff beschrieben mit dem Mauszeiger auf das kleine Seiten-Symbol vor der jeweiligen Internetadresse und ziehen diese per Drug & Drop auf die Schaltfläche "Links" – fertig.

    Hinweis
    Falls Sie die Leiste unterhalb des Adressfeldes platzieren möchten, führen Sie den Mauszeiger auf den Button „Links ", halten Sie die linke Maustaste gedrückt und ziehen die Schaltfläche etwas nach unten. 


    Abb.  Internet Explorer – Quicklinks


  • Import und Export der Bookmarks in andere Web-Browser oder Dateien

    Das Problem ist, daß die verschiedenen Web-Browser ihre Bookmarks unterschiedlich verwalten und sich deswegen die Bookmark-Listen nicht einfach von einem zum anderen Browser übernehmen lassen. Der Netscape Navigator verwaltet seine Bookmarks in einer HTML-Datei; der Internet Explorer speichert jeden einzelnen seiner Favoriten in einer eigenen Datei, einer sogenannten Internetverknüpfung (mit der Endung .url); die Hotlist des Opera-Browsers ist eine ASCII-Datei. 

    Die aktuelle Web-Browser-Version des Internet Explorers ermöglicht es glücklicherweise, über eine HTML-basierte Im- und Exportfunktion für seine Favoriten, diese in den Netscape Navigator oder eine HTML-Datei zu exportieren. Weiterhin können so auch die Lesezeichen vom Netscape Navigator bzw. die Internetadressen einer entsprechenden Datei importiert werden. Der betreffende Assistent ist unter dem Menüpunkt Datei – Importieren und Exportieren zu finden.

    Beim Netscape Navigator ist der Export der Lesezeichen in eine HTML-Datei gar nicht mehr notwendig, hier können Sie gleich direkt auf die Datei "bookmark.htm" zugreifen. Diese ist bei einer Standardinstallation von Windows und Netscape im Verzeichnispfad "c:\programme\Netscape\Communicator\Program\defaults" zu finden. Die HTML-Datei mit den Links (Lesezeichen) kann dann bei jedem Web-Browser als Startseite verwendet werden.


  • Webbasierter Zugriff auf Bookmarks

    Die vorher genannten Möglichkeiten, eine Bookmark-Liste zu erstellen und zu verwalten, beschränken sich auf den lokalen Rechner. Wer aber häufig unterwegs ist und mit verschiedenen Rechnern von zuhause aus, am Arbeitsplatz, auf Geschäftsreise oder auch im Urlaub auf seine Bookmark-Liste zugreifen und/oder diese erweitern oder in einer sonstigen Weise ändern möchte, dem empfiehlt sich ein Online-Bookmark-Dienst. Mit dem Komfort einer lokal auf dem Rechner verwalteten Bookmark-Liste kann ein solcher Dienst jedoch nicht mithalten. Weiterhin ist zu überlegen, ob man seine Bookmarks, die natürlich auch das Persönlichkeitsprofil des Besitzers wiederspiegeln können, in fremde Hände geben möchte.

    Prinzipiell funktionieren Bookmark-Communities folgendermaßen: Zuerst muß man sich bei dem jeweiligen Anbieter als neues Mitglied eintragen. Nach erfolgreicher Registrierung kann dann die betreffende Bookmark-Liste vom eigenen Rechner auf den Server des Anbieters hochgeladen werden.

    Danach steht die Bookmark-Liste in einem persönlichen Bereich der Website zur weiteren Verwendung zur Verfügung, beispielsweise um wichtige Internetseiten aufzurufen, neue Ordner anzulegen, die Ordnerstruktur zu ändern oder neue Lesezeichen hinzuzufügen. 

    Weiterhin kann man entscheiden, ob man die persönlichen Lesezeichen privat nutzen oder auch anderen Mitgliedern der Community zur Verfügung stellen möchte. Diese Verweise auf interessante Internetseiten können auch mit anderen Mitgliedern getauscht werden oder man erstellt gemeinsam ein Linkverzeichnis zu einem bestimmten Thema. In der Regel können die veröffentlichten Bookmark-Listen über eine Suchfunktion nach bestimmten Suchbegriffen durchsucht werden. 

    Viele interessante Dienste, Software-Werkzeuge und Methoden zum Aufbau Ihrer individuellen Computerumgebung lernen Sie in dem nachfolgenden Workshop kennen:

    Workshop - Ihr individueller Computerarbeitsplatz

    diesen Workshop gibt es auch als Selbstlernkurs:

    Selbstlernkurs - Ihr individueller Computerarbeitsplatz

Beispiel

Wie können ganze Internetseiten oder Websites auf den eigenen Rechner kopiert werden ? Bildlink-Pfeil

Das Kopieren von Internetseiten oder auch von ganzen Websites auf den eigenen Rechner hat den Vorteil, daß die Inhalte nicht mehr verloren gehen können, etwa weil der Anbieter die Website vom Netz genommen hat und Sie können die Inhalte in aller Ruhe, ohne Online-Gebühren zu bezahlen, zu einem späteren Zeitpunkt nachlesen.

Praxistip

Prüfen Sie online grob, ob die jeweiligen Websites und/oder einzelne Internetseiten für Sie relevante Inhalte bieten; ist das der Fall, kopieren Sie diese auf Ihren eigenen Rechner. Danach trennen Sie die Verbindung zum Internet und studieren die Inhalte offline in aller Ausführlichkeit.

Wie das Ganze funktioniert, soll nun nachfolgend kurz für die beiden Web-Browser "Internet Explorer 5.0" und "Netscape Navigator 4.6" demonstriert werden:

  1. Kopieren von einzelnen Internetseiten Bildlink-Pfeil

  2. Kopieren von kompletten Websites  Bildlink-Pfeil

1. Kopieren von einzelnen Internetseiten Bildlink-Pfeil

Beim Internet Explorer kann das aktuell geladene Internetdokument mit allen Elementen wie dem Text, Bildern, Scripts und Animationen auf den eigenen Rechner kopiert werden. 

Dazu wählen Sie einfach den Menüpunkt Datei – Speichern unter. Es öffnet sich das Fenster "Webseite speichern", dort wählen Sie unter Dateityp den Eintrag " Webseite komplett (*.htm,*.html)" aus und klicken anschließend auf die Schaltfläche "Speichern ". Der Web-Browser kopiert die Seite dann in den zuvor ausgewählten Ordner und legt zusätzlich einen eigenen Unterordner für die verschiedenen Elemente des Internetdokuments (Bilder, Scripts,…) an.


Abb.  Internet Explorer – Webseite speichern


Hinweis
In der Regel können Sie die Seite durch einen Doppelklick auf die betreffende HTML-Datei öffnen, problematisch wird es dann, wenn ein Script versucht, weitere zur gespeicherten Internetseite gehörende Seiten nachzuladen. 

Es erscheinen dann, wenn Sie offline sind und die Seite betrachten möchten, Fehlermeldungen wie etwa "Die Seite kann nicht angezeigt werden". 

In solchen Fällen ist es empfehlenswert, unter Dateityp den Eintrag "Webarchiv für E-Mails (*.mht)" auszuwählen. Die komplette Seite wird dann vom Browser in einer einzigen MHT-Datei (Mime-HTML) abgespeichert, die Sie jederzeit wieder laden können. 

Mit dem Netscape Navigator funktioniert das Abspeichern einer einzelnen Internetseite ähnlich wie mit dem Internet Explorer. Hier ist der betreffende Befehl ebenfalls im Menüpunkt Datei – Speichern unter zu finden. 

Hinweis
Zusätzlich zur elektronischen Kopie der Internetseite können Sie die betreffende Seite auch auf Papier ausdrucken.

Lange Texte lesen sich ausgedruckt auf Papier einfach besser. Sie  sind schnell weggepackt und können überall – ob im Zug oder im Flugzeug – völlig problemlos erreicht werden. PCs und auch  die verschiedenen tragbaren Geräte mit Internet-Anbindung haben als Lesemedium  deutliche Nachteile gegenüber Printmedien. Nicht nur die geringere Auflösung spielt dabei eine Rolle. Es ist auch die Unbeweglichkeit von Monitoren und Notebook-Displays, die bei vielen Surfern den Wunsch aufkommen läßt, wichtige Internet-Seiten zu Papier zu bringen.


Die vorher demonstrierte Möglichkeit, eine einzelne Internetseite komplett abzuspeichern, gerät allerdings schnell an ihre Grenzen, wenn es etwa darum geht, auch die Internetseiten zu kopieren, auf die in der ersten lokal abgespeicherten Seite per Hyperlink verwiesen wird. Um diese Aufgabe zu lösen, stehen zumindest beim Internet Explorer weitere nützliche Funktionen zur Verfügung.

Laden Sie dazu die betreffende Internetseite, die Sie archivieren möchten, und klicken Sie dann auf den Menüpunkt Favoriten – Zu Favoriten hinzufügen. Wählen Sie einen Ordner aus, in dem der Internet Explorer die Seite speichern soll, setzen Sie das Häkchen vor die Klickbox "Offline verfügbar machen", danach klicken Sie auf die Schaltfläche "Anpassen". 


Abb.  Internet Explorer – Internetseite mit den dort verlinkten Seiten speichern


Es erscheint ein Assistent, über den Sie festlegen können, bis zu welcher Ebene die Links dieser Seite offline verfügbar sein sollen. Hier sollten Sie die Ebene nicht zu tief wählen, da Sie sonst mit sehr hohen Downloadzeiten rechnen müssen.


Abb.  Internet Explorer – Assistent für Offlinefavoriten


Im weiteren Verlauf werden Sie vom Assistenten gefragt, wie die Seite synchronisiert werden soll. Beantworten Sie diese Frage mit "Nur manuell synchronisieren". Nach der letzten Abfrage landen Sie wieder im Fenster "Zu Favoriten hinzufügen", bestätigen Sie dort Ihre Eingaben mit "OK". Die Startseite mit den dort verlinkten Seiten wird nun vom betreffenden Web-Server kopiert.


Abb.  Internet Explorer – Startseite mit den dort verlinkten Seiten vom betreffenden Web-Server kopieren.


Nachdem der Download beendet ist, können Sie die Internet-Verbindung trennen, die Favoriten durch einen Klick auf den Icon anzeigen und die geladenen Seiten offline lesen. Dabei informiert Sie der Mauszeiger, ob der Internet Explorer den Link offline ausführen kann (Hand) oder ob Sie ihn nur online ausführen können (Hand mit durchgestrichenem Kreis). Der Browser fordert Sie nach einem Klick auf einen solchen Link auf, eine Internet-Verbindung herzustellen. 


Abb.  Internet Explorer – die geladenen Seiten offline lesen


Hinweis
In der Standardeinstellung lädt der Internet Explorer alle Seiten bis zur voreingestellten Ebene herunter, unabhängig von Dateityp und Internetadresse, also auch PDF-Dateien oder Werbebanner.

Damit kann sich der Download unter Umständen unnötig in die Länge ziehen. Noch gravierender wird dieses Problem, wenn die Internetseite(n) in regelmäßigen Zeitabständen auf den neuesten Stand gebracht (synchronisiert) werden soll. Für diesen Vorgang müssen Sie natürlich online sein, da hier die aktuelle Seite auf dem jeweiligen Web-Server mit der auf dem lokalen Rechner gespeicherten Seite verglichen wird. Für den Fall, daß sich der Inhalt der beiden Seiten unterscheidet, wird der Inhalt der lokal gespeicherte Seite auf den aktuellen Stand gebracht. Wenn Sie also hier falsche Einstellungen vorgenommen haben, werden beispielsweise auch Werbebanner aktualisiert.

Um dies zu verhindern, wählen Sie den Menüpunkt Extras – Synchronisieren und markieren die entsprechende Offline-Seite. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche "Eigenschaften" und wählen Sie in dem nun angezeigten Fenster die Registerkarte "Download". Dort können Sie entscheiden, bis zur wievielten Ebene die Internetseiten geladen werden sollen und können durch das Deaktivieren der Klickbox vor "Auch Links außerhalb dieser Webseite folgen" verhindern, daß beispielsweise der Link zu einem Werbebanner verfolgt wird. 

Klicken Sie dann auf die Schaltfläche "Erweitert", um in dem daraufhin angezeigten Konfigurationsfenster die Klickbox vor "Nur zu HTML-Seiten" zu aktivieren. Damit verhindern Sie das Herunterladen großer Dateien, beispielsweise solcher im PDF-Format. 



Abb.  Internet Explorer – Synchronisieren – Eigenschaften


Hinweis
Das Problem an der zuvor beschriebenen Funktion ist, daß die heruntergeladenen Internetdokumente automatisch im Cache-Ordner (Temporary Internet Files) des Internet Explorers landen. Es gibt keine Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wo die Internetdokumente auf dem Rechner abgespeichert werden sollen.

Die darin befindlichen Dateien werden aber leider, ausgewählt nach deren Aktualität, gelöscht, wenn dieser Ordner voll ist. 

Zur Lösung dieses Problems und ganz allgemein zum professionellen Website-Download gibt es sogenannte Offline-Reader, die nun im nächsten Teilabschnitt "Kopieren von kompletten Websites" besprochen werden. 

Praxistip

Mit Hilfe von sogenannten Website-Änderungsmeldern können bestimmte Websites bzw. einzelne Internetseiten auf Änderungen kontrolliert werden. Hat sich der Inhalt der betreffenden Internetseite (Texte, Verweise auf Bilder, Links,…) geändert, dann kann man sich darüber kostenlos benachrichtigen lassen, beispielsweise per E-Mail oder über eine personalisierte Webseite.

Einige Anbieter dieser nützlichen Dienstleistung sind:

Trackengine, www.trackengine.com

Changedetection.com, www.changedetection.com/…

Mit der Multiple Pages-Funktion von Netmind.com können folgende Einstellungen gemacht werden:

  • Enter URL(s)
    Eingabe der Internetadressen der zu beobachtenden Seiten

  • Create Description
    Vergabe einer Sammelbezeichnung für den Auftrag

  • Create Folder
    Anlegen von Unterverzeichnissen, um auch bei zahlreichen verschiedenen Überwachungen nicht die Übersicht zu verlieren

  • Enter Email address
    Angabe der Adresse des elektronischen Postfachs, an das die Benachrichtigungen gesendet werden sollen


Abb.  Netmind.com – Multiple Pages-Funktion 


Nachdem die vorangegangenen Angaben an den Anbieter gesendet wurden, kam wenige Tage später eine E-Mail mit einem Link zu der geänderten Internetseite aus der Website von "Suchfibel.de". Mit einem Klick auf diesen Link wird wenige Sekunden später die geänderte Seite angezeigt.


Abb.  Web.de – Freemail-Dienst – Änderungsbenachrichtigung von Netmind.com 


Hinweis
Neben den vorher genannten webbasierten Änderungsmeldern gibt es auch entsprechende Programme für die lokale Installation auf dem eigenen Rechner, wie beispielsweise den Website-Watcher (http://www.aignes.com).

2. Kopieren von kompletten Websites Bildlink-Pfeil

Zum Kopieren einer kompletten Website benötigen Sie ein spezielles Programm, einen sogenannten Offline-Reader. Mit dessen Hilfe kann man dann nach der Vorgabe einer Startseite und der Tiefe, mit der die Links verfolgt werden sollen, die betreffende Website zu einem beliebigen Zeitpunkt (einstellbar) automatisch herunterladen und auf Ihrer Festplatte speichern, am besten natürlich zu einem Zeitpunkt, in dem das Netz geringer belastet (kürzere Downloadzeit) ist und die Online-Gebühren niedrig sind. Über den Web-Browser kann die Website anschließend offline genauso betrachtet werden wie online, ohne jegliche Wartezeiten, egal, ob mit dem Einzelplatzrechner oder innerhalb eines Netzwerks (Intranet).

Welche wichtigen Kriterien gilt es bei der Auswahl des Offline Readers zu beachten ?

  • Die Tiefe, mit der die Links verfolgt werden sollen (Anzahl der Linkebenen), muß manuell einstellbar sein.
  • Die Verzeichnisstruktur, mit der die Website auf dem Dateisystem des Web-Servers gespeichert ist, muß beim Kopieren auf die eigene Festplatte dem lokalen Dateisystem angepaßt werden. 
  • Damit Sie nach dem Download nicht auch unzählige unerwünschte Seiten vorfinden, muß sich das Verfolgen von Links, die auf Internetseiten außerhalb der zu kopierenden Website führen, verhindern lassen. Es ist also eine Begrenzung der zu kopierenden Internetseiten aus einer bestimmten Website erforderlich.
  • Ebenso ist eine Begrenzung der zu kopierenden Website auf ein bestimmtes Verzeichnis von Vorteil,  beispielsweise dann, wenn Sie nur einen bestimmten Teil einer Website kopieren möchten und dieser Teil in einem bestimmten Verzeichnis abgespeichert ist.
  • Können bestimmte Dateitypen vom Herunterladen ausgeschlossen werden, etwa in die HTML-Seite eingebaute Programm-, PDF- oder Video-Dateien ? Von Vorteil ist es, wenn man zusätzlich die Maximalgröße für bestimmte herunterzuladende Dateien einstellen kann. 
  • Verfügt der Offline-Reader über eine Planungsfunktion (englisch: Scheduling), mit der das Herunterladen der gewünschten Dateien auf einen bestimmten Zeitpunkt (z. B. zum günstigen Nachttarif) festgesetzt und dann vom Offline-Reader automatisch erledigt werden kann ? Soll dies unbeaufsichtigt geschehen, sollte der Offline-Reader darüber hinaus über eine Time out-Kontrolle verfügen. Somit ist das Programm in der Lage, die Verbindung nach einer einstellbaren Wartezeit automatisch zu trennen, wenn es bemerkt, daß keine oder zu wenige Daten durch die Leitung kommen, beispielsweise weil der Web-Server vorübergehend nicht erreichbar ist. 
  • Multithreading-Funktion zum gleichzeitigen Laden von mehreren Dateien.
  • Kann eine grafische Struktur-Darstellung der heruntergeladenen Seiten angelegt werden ? 
  • Beherrscht der Offline-Reader die Java-Script-Technik, die viele Websites beispielsweise für Menüs zur Navigation verwenden ? Damit diese Menüs auch bei der kopierten Website funktionieren, muß der Reader die JavaScript-Befehle korrekt interpretieren.

Einige gängige Offline Reader sind:

Webcopier, www.maximumsoft.com

Teleport Pro, www.tenmax.com/…   

Webspider, www.xaldon.de

Hinweis
Weitere Offline Reader finden Sie mit Hilfe speziellen Software-Suchdiensten entweder durch die Eingabe der Suchanfrage "offline reader" in das Eingabefeld der Suchmaschine oder durch die entsprechende Unterkategorie in der Hauptkategorie "Internet" des Suchkatalogs.


Installation und Konfiguration des Freeware-Offline-Readers "Web Downloader 2.2"

Die Installation starten Sie nach dem Download durch einen Doppelklick auf Webdown.exe.

Der Web Downloader bietet neben den Standardfunktionen wie etwa die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere Dateien übertragen zu können (Multithreading-Funktion) oder bestimmte Dateiformate (z.B. PDF, ZIP) vom Download auszuschließen, auch viele Funktionen, die man selbst bei kostenpflichtigen Programmen oft vergeblich sucht. Hier wäre beispielsweise die Unterstützung von Java-Klassen und JavaScript-Routinen zu nennen oder entsprechende Konfigurationsmöglichkeiten des Programms, falls es hinter einer Firewall eingesetzt wird.

Wichtige Punkte, auf die man bei der Konfiguration eines Offline-Readers achten sollte:

  • Richtige Einstellung der Tiefe, mit der die Links verfolgt werden sollen (Anzahl der Linkebenen). Bei einer Tiefe von mehr als drei Ebenen müssen häufig beträchtliche Datenmengen übertragen werden. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich vor einem Download ein Bild über die Struktur der jeweiligen Website zu machen.
  • Um die Übertragungszeit beim Herunterladen der Website zu verkürzen, empfiehlt es sich, bestimmte Dateiformate wie etwa ausführbare Dateien, PDF-Dateien oder Multimediadateien vom Download auszuschließen . Von Vorteil ist es auch, wenn zusätzlich der Download für einzelne Dateiformate auf eine bestimmte Maximalgröße begrenzt werden kann.
  • Die Verfolgung externer Links, also wenn von der betreffenden Website auf Internetseiten aus anderen Websites verwiesen wird, sollte deaktiviert werden. Eine Ausnahme ist, wenn Sie beispielsweise eine Seite mit Linktipps als Startseite angeben und die betreffenden Internetseiten, auf die verwiesen wird, auch auf Ihre Festplatte kopieren möchten. In diesem Fall müssen Sie die Verfolgung externer Links aktivieren, sollten aber gleichzeitig eine geringe Tiefe bei der Linkverfolgung einstellen.
  • Um Online-Gebühren zu sparen und das Netz nicht unnötig zu belasten, ist es empfehlenswert, nur die wirklich interessanten Bereiche einer Website zu kopieren . Wenn Sie beispielsweise nur an einem bestimmten Produkt eines Unternehmens interessiert sind, brauchen Sie nicht gleich deren komplette Website (www.unternehmen.de) herunterladen, sondern können den Download auf das Verzeichnis mit den Produktbeschreibungs-Dateien (www.unternehmen.de/produkte/interessantes_produkt) beschränken. 

Bevor Sie also mit dem Herunterladen der ersten Website beginnen, sollten Sie einige Grundeinstellungen vornehmen, um den Web Downloader an Ihr System und Ihre Netzverbindung anzupassen. 

Aktion
Grundkonfiguration des Web Downloaders 2.2

Wählen Sie dazu den Menüpunkt Datei – Optionen . Es öffnet sich das Fenster "Optionen", in dem automatisch das erste Register "Download" angezeigt wird.

In diesem Register können folgende Einstellungen gemacht werden:

  • Verzeichnis: Hier trägt man den Verzeichnispfad zum Zielverzeichnis ein. Dort wird dann die heruntergeladene Website auf dem lokalen Rechner abgespeichert.
  • URL Prefix: Falls die Website auf einen (Web)-Server kopiert werden soll, etwa um sie über ein Intranet (lokales Netzwerk) anderen Netzwerksteilnehmern zugänglich zu machen, so können Sie hier den Verzeichnispfad zum Zielverzeichnis auf dem Server angeben. Damit werden die Verzeichnispfade, in denen die Dateien auf dem Quell-Servers abgelegt sind, automatisch an die Verzeichnisstruktur des Ziel-Servers angepaßt.
  • Standard Dokument: Bezeichnet die Internetseite, bei der Sie später die Offline-Betrachtung der Website beginnen. Die automatische Voreinstellung ist default.htm (dateiname.dateiformat), kann aber auch auf beispielsweise index.htm geändert werden.
  • Verbindungen aufzeichnen : Bei Anklicken dieses Punkts wird der Fortschritt des Downloads der Dateien im großen unteren Fenster von Web Downloader angezeigt. 
  • In Tray minimieren: Das Programm wird als kleines Icon rechts unten am Bildschirm neben der Uhr angezeigt; von hier aus kann es auch gestartet werden.

Tragen Sie nun im Eingabefeld "Verzeichnis:" den Verzeichnispfad (c:\dokumente\test\)zu dem Zielverzeichnis (test) ein, in das der Web Downloader die Website (oder einzelne Internetseiten) kopieren soll. Die Pfadangabe muss vollständig sein, den Backslash "\" beim Zielverzeichnis nicht vergessen! Innerhalb dieses Ordners wird dann später für jeden Download-Auftrag ein neuer Unterordner angelegt. Bei dem Eingabefeld "URL-Prefix" und bei den Klickboxen belassen Sie die automatisch vom Programm voreingestellten Angaben. Beim Eingabefeld "Standard Dokument" geben Sie der Startdatei der kopierten Website den Namen "index.htm". Wechseln Sie danach in das Register "Internet". 


Abb.  Web Downloader – Optionen – Downloadeinstellungen


In diesem Register können folgende Einstellungen gemacht werden:

  • Socket Timeout: Wartezeit auf den Server, von dem die Website kopiert werden soll. Nach der Wartezeit wird die Verbindung abgebrochen. Die Voreinstellung sind 5 Minuten (300 Sekunden).
  • Maximale Verbindungsanzahl (2-100): Zentraler Einstellungspunkt, denn das Programm kann (theoretisch) bis zu 100 Dateien gleichzeitig analysieren und downloaden. Die Vorgabe sind 25 Verbindungen. Diese Anzahl sollte nicht zu hoch gewählt werden, denn die maximal verfügbare Bandbreite wird auf alle Verbindungen aufgeteilt, so daß zwar bei mehr Verbindungen auch mehr Dateien geholt werden, davon aber jede einzelne langsamer. Man kann den automatisch voreingestellten Wert auch beruhigt auf weniger als 25 mögliche Verbindungen einstellen.
  • Erneuter Versuch, falls Server unerreichbar: Kann optional aktiviert werden.

Belassen Sie hier die automatisch voreingestellten Werte und bestätigen Sie Ihre Eingaben durch einen Klick auf die Schaltfläche "OK".


Abb.  Web Downloader – Optionen – Interneteinstellungen


Hinweis
Wenn Ihr Internetzugangsanbieter die Nutzung eines Proxy-Servers vorschreibt, dann tragen Sie diesen auf dem Register "Proxy" ein. 

Aktivieren Sie zuerst den verwendeten Typ (üblicherweise HTTP Proxy) und tragen Sie die Adresse und den Port in die gleichnamigen Felder ein. Die notwendigen Informationen sollten Sie von Ihrem Zugangsanbieter erhalten – fragen Sie danach, wenn Sie nicht sicher sind. Bestätigen Sie die Eintragungen mit einem Klick auf die Schaltfläche "OK".

Aktion
Konfiguration des Web Downloaders zum Kopieren einer bestimmten Website

Wählen Sie dazu den Menüpunkt Adresse – Hinzufügen. Es öffnet sich das Dialogfenster "Adresse hinzufügen", in dem automatisch das erste Register "Parameter" angezeigt wird.

In diesem Register können folgende Einstellungen gemacht werden:

  • URL: Diese muss vollständig eingegeben werden. 
    Praktisches Beispiel: 
    Wenn die gesamte Website der Firma "Franz Wassertechnik" heruntergeladen werden soll, dann wäre hier die Internetadresse "http://www.franz.de" einzutragen, sollen nur die Internetseiten vom Verzeichnis "Produkte" kopiert werden, dann die Internetadresse "http://www.franz.de/produkte/".
  • Grafiken laden: Kopiert neben dem Textinhalt auch die Bilder (Bilddateien) der betreffenden Internetseiten.
  • Andere Server laden: Aktiviert das Kopieren von Internetseiten anderer Websites (Server), auf die von der eigentlich zu kopierenden Website bzw. Internetseite(n) verwiesen wird. 
  • Download nur über diesen Pfad: Bestimmt nochmals, dass der Download nur im Bereich der vorgegebenen Internetadresse erfolgen soll. Die Aktivierung dieser Klickbox ist vor allem dann wichtig, wenn von einer Website nur bestimmte Internetseiten, nämlich die innerhalb eines bestimmten Ordners (Verzeichnisses) und dessen Unterordner, kopiert werden sollen. Das Ganze hat allerdings einen Nachteil: Sollten sich bestimmte Seitenelemente, etwa Bilder, in einem anderen Ordner befinden, dann können diese nicht geladen werden. 
  • Ebenentiefe: Hier kann die Linkverfolgungstiefe bestimmt werden. Eine Tiefe von 1 bedeutet, daß Seiten, auf die von der aktuellen Seite aus verwiesen wird, heruntergeladen werden. Wählen Sie 2, so werden auch Verweise von den Seiten verfolgt, auf die von der aktuellen Seite aus verwiesen wurde und so fort. 
  • Konvertiere Verbindungen für: Soll die Website auf einen anderen Web-Server kopiert werden, so muß die Option "Web Server" aktiviert werden. Die Verzeichnisstruktur auf dem Dateisystem des Quell-Web-Servers wird dabei auf die unter dem Menüpunkt Datei – Optionen (Register: Download) angegebene Verzeichnisstruktur auf dem Dateisystem des Ziel-Web-Servers angepaßt. Beim Kopieren der Website auf den eigenen Rechner muß die Option "Offline Browsing" aktiviert werden. 

Tragen Sie nun im Eingabefeld die Internetadresse "www.franz.de" ein, um die komplette Website des Unternehmens "Franz Wassertechnik" herunterzuladen. Aktivieren Sie die Klickboxen "Grafiken laden" und "Download nur über diesen Pfad", wobei letzteres für den angegebenen Fall unnötig wäre, da sowieso die ganze Website kopiert wird. Als Ebenentiefe geben Sie den Wert 2 ein und wählen zuletzt die Option "Offline Browsing". Wechseln Sie dann zum Register "Erweitert". 


Abb.  Web Downloader – Adresse hinzufügen – Register: Parameter


Hinweis
Im Register "Automatisierung" können Sie angeben, wann der Web Downloader Ihnen die angegebene Website (oder Internetseiten) automatisch aus dem Internet holen soll. 

Im Register "Persönliche Daten" können Sie die Zugangsdaten für paßwort-geschützte Websites oder Internetseiten angeben. 


Im Register "Erweitert" können folgende Einstellungen gemacht werden:

  • Maximale Dateigröße: Wenn Sie beispielweise nur Dateien unterhalb einer bestimmten Größe herunterladen möchten, dann aktivieren Sie die Option "Maximale Dateigröße" und geben Sie diese im Eingabefeld dahinter in kBytes an.
  • Script Processing aktivieren: Aktivieren Sie diese Funktion, dann verfolgt der Web Downloader auch Verweise, die in JavaScript-Anweisungen (oft in Auswahlmenüs) enthalten sind.
  • Dateitypen ausschließen/einschließen: Außer über die Größe lassen sich die Dateien auch über deren Formate einschränken. Hier können mit "Download aller Dateitypen" alle in der Website enthaltenen Programmdateien und Datendateien (HTML-Dateien, Bilder, Videos, Dokumente,…) mit auf die eigene Festplatte kopiert werden oder durch das Aktivieren der Option "Nur Download folgender Dateien" nur bestimmte Dateien. Bei Websites, deren Anbieter man nicht kennt, sollten Programmdateien (*.ocx, *.exe, *.com, …), zum Download angebotene Dokumente (*.doc,*.xls,…) oder deren komprimierte Ausgaben (*.zip,…) vom Herunterladen ausgeschlossen werden – Option "Kein Download dieser Dateien".

Aktivieren Sie nun die Klickbox vor "Maximale Dateigröße" und begrenzen Sie diese auf 1000 kBytes. Deaktivieren Sie "Script Processing", da die Website, wie das vorangegangene Beispiel (einzelne Internetseiten herunterladen) gezeigt hat, keine auf Script-Anweisungen basierende Navigationsmenüs enthält. 

Die Aktivierung dieser Funktion sollte übrigens vor allem bei unbekannten Internetanbietern generell aus Datenschutzgründen vermieden werden, genauso wie das Herunterladen von Programmdateien (vor allem mit den Formaten *.ocx, *.exe, *.com, *.bat, *.alx, *.vbs  und *.scr) und Datendateien (vor allem mit den Formaten *.doc, *.dot, *.xls, *.ppt und *.mdb), die in die Website eingebettet sind. Denn wer weiß, ob diese nicht Schad- und/oder Spionageprogramme (Viren oder Trojanische Pferde) enthalten, die dann beim Offline-Lesen der Website aktiviert werden und ohne Ihr Wissen im Hintergrund bösartige Aktionen auf Ihrem Rechner ausführen wie etwa das Versenden Ihrer lokal gespeicherten Paßwörter an den Datendieb.

Workshop - das Basis-Sicherheitskonzept

Da es sich hier um einen noch unbekannten Anbieter handelt, soll zusätzlich der Download auf die für die Offline-Darstellung der Website notwendigen Dateien (Dateiformate) begrenzt werden. Aktivieren Sie dazu die Option "Nur Download folgender Dateien" und tragen Sie dann in das Eingabefeld "Dateiendung" das jeweilige Dateiformat ein. Fügen Sie es anschließend durch einen Klick auf die Schaltfläche "Hinzufügen" in die Liste ein, die sich rechts daneben befindet. Folgende Dateien sind notwendig, um eine einfache Website korrekt darzustellen: für die Internetseiten selbst die Dateiformate htm, html, für deren Formatierung evtl. das Dateiformat css und für die darin enthaltenen Bilder die Dateiformate gif, jpg oder jpeg oder jpe und png.

Bestätigen Sie dann die Eingabe mit einem Klick auf "OK". Die Adresse wird daraufhin zunächst nur in die Liste aufgenommen, ohne daß der Download beginnt.

Hinweis
Zusätzlich können Sie auch jpe-Dateien mit in den Download einschließen um sicher zu gehen, daß wirklich alle Bilder einer Website auf Ihren Rechner kopiert werden.


Abb.  Web Downloader – Adresse hinzufügen – Register: Erweitert


Aktion
Kopieren der Website vom Quellverzeichnis des Web-Servers in das Zielverzeichnis des eigenen Rechners

Im Programmfenster werden rechts die Internetadressen (URLs) der Websites aufgelistet, die zum Offline-Lesen heruntergeladen werden sollen oder bereits wurden. Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste in der Liste auf den Eintrag "www.franz.de", also der Adresse zur Startseite der zuvor hinzugefügten Website, und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Ausführen", um den Download zu starten. 

Die Bedeutung der Inhalte in den einzelnen Spalten der Liste sind:

  • URL: Internetadresse zur Startseite der zu kopierenden oder bereits kopierten Website 
  • Img: Angabe, ob neben den Textinhalten auch die Bilder der Internetseiten mit übertragen werden.
  • Ebene: Ebenentiefe
  • Server: Wenn die Website auf einen Client-Rechner geladen werden soll, steht hier "Nein".
  • Status: Zahl der aufgebauten Verbindungen und der aktuelle Stand des Downloads.
  • Warteschlange: Angabe, wie viele Dateien vom Programm noch geladen werden müssen.

Hinweis
Im linken Teil des Programmfensters können Sie übrigens über den Menüpunkt Adresse – Ordner hinzufügen eigene Ordner anlegen, in die Sie später die hinzugefügten Webadressen der jeweiligen Websites einordnen können.


Abb.  Web Downloader – Download der Website starten


Die Website wird nun von der Startseite (in der Regel die HTML-Dateien default.htm oder index.htm) unter der Adresse www.franz.de ausgehend vom betreffenden Web-Server auf die lokale Festplatte in den Ordner "test" (c:\dokumente\test\) kopiert. Dabei zeigt der Web Downloader den aktuellen Stand des Downloads im Status- Fenster und im unteren Teilfenster die gerade übertragenen Dateien an. 

Hinweis
Sie können den Downloadvorgang jederzeit durch Anwählen des Menüpunktes "Datei – Download abbrechen" vorzeitig beenden.


Abb.  Web Downloader – Statusmeldungen am Ende des Website-Downloads


Nach dem Herunterladen befindet sich die Website (Internetseiten mit Text und Bildern) im eingangs festgelegten Ordner. Dort hat der Web Downloader einen zusätzlichen Unterordner, dessen Name die zuvor eingegebene Internetadresse ist, angelegt und die heruntergeladenen Dateien in einer dem Original der Site entsprechenden Ordnerstruktur einsortiert. 
Sie können nun die Internetverbindung trennen und mit dem Offline-Lesen (Offline-Reader) der Website beginnen. Klicken Sie dazu doppelt auf die Startseite der Website mit dem Namen "index.htm", um diese zuerst im Web-Browser anzuzeigen.

Hinweis
Neben der Programmhilfe gibt es auch im Internet zahlreiche Informationsquellen, die Sie mit den im Rahmen dieses Lehrgangs beschriebenen Such- und Informationsdiensten finden können. Häufig sind erste Anlaufpunkte im Arbeitsmenü "Hilfe" zu finden, beispielsweise bei dem Textverarbeitungsprogramm "MS Word" unter dem Menüpunkt " ? – Office im Web".

Sie können übrigens auch als freiwillige Übungsaufgabe, geeignete Hilfsquellen zur Bedienung des Programm im Internet suchen.


Abb.  Windows Datei Explorer – Kopierte Website im Zielverzeichnis" test" im Verzeichnispfad "c.\Dokumente\test\www.franz.de" – Auswahl der HTML-Datei "index.htm"


Abb.  Internet Explorer – Offline lesen der kopierten Website


Hinweis
Die einzelnen Seiten der lokalen Kopie der Website können mit der Windows-eigenen Suche im Datei-Explorer (Menüpunkt Extras – Suchen – Dateien/Ordner im Register " Weitere Optionen") nach Stichwörtern durchsucht werden. Dies gilt aber nur für die HTML-Dateien, nicht für andere Dateiformate wie etwa PDF-Dateien.

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Gezielte Suche in den relevanten Internetdokumenten

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Buch geöffnetGezielte Suche in den relevanten Internetdokumenten

Folgende Fragen beantwortet die Lektionseinheit:

  • Wie kann eine einzelne Internetseite schnell und gezielt durchsucht werden ? Bildlink-Pfeil

  • Wie kann eine Website schnell und gezielt durchsucht werden ? Bildlink-Pfeil

Einführung

Wenn Sie im Internet gezielt nach Informationen suchen möchten, sollten Sie immer wissen, wo Sie sich gerade befinden und auf welche Informationsbestände Sie zugreifen können und wollen. Wenn Sie Ihre Suchanfrage beispielsweise an eine einzelne Suchmaschine richten, sollten Sie sich bewußt sein, daß Sie nur auf einen kleinen Teil der tatsächlich im World Wide Web verfügbaren Informationen (Internetseiten) zugreifen. Einen größeren Teil des Informationsbestandes des World Wide Web erschließen Sie sich in der Regel durch die Verwendung von Meta-Suchmaschinen. Verwenden Sie dagegen Suchkataloge, dann können Sie damit rechnen, daß viele der gefundenen Internetseiten – in der Regel aus Zeitgründen – schon länger nicht mehr von den zuständigen Redakteuren besucht wurden. Das bedeutet, die Kurzbeschreibung zur jeweiligen Seite kann sich vom aktuellen Inhalt beträchtlich unterscheiden. Ähnliches gilt übrigens auch für die Suchmaschinen, die ihren Index ebenfalls aus Zeitgründen nicht täglich aktualisieren können.

Falls Ihnen eine Website bereits bekannt ist so ist es also am besten Sie durchsuchen die Informationsbestände der Website mit geeigneten Methoden und entsprechenden Such- und Navigationswerkzeugen. Einige wichtige dieser Methoden und Werkzeuge zur gezielten Suche in ganzen Websites bzw. einzelnen Internetseiten sollen nun nachfolgend gezeigt werden.

Beispiel

Wie kann eine einzelne Internetseite schnell und gezielt durchsucht werden ? Bildlink-Pfeil

Auch wenn Sie die von den Suchdiensten gefundenen Internetseiten nach Relevanz sortiert im Suchergebnis aufgelistet bekommen, so müssen Sie die gewünschten Information auf der jeweiligen Seite zuerst einmal suchen und finden. Dies ist gerade bei umfangreichen Listen oder textlastigen Internetseiten keine ganz einfache Angelegenheit.

Benutzen Sie für diese Aufgabe einfach die interne Suchfunktion Ihres Web-Browsers. Beim Internet Explorer wählen Sie dazu den Menüpunkt Bearbeiten – Suchen und beim Netscape Navigator den Menüpunkt Bearbeiten – Seite durchsuchen. Bei beiden Browsern können Sie die Such-Funktion auch über die Tastenkombination [Strg] (oder Ctrl) und [F] (wie Finden) aktivieren. 

Dann können Sie die betreffende Suchanfrage, bestehend aus einem oder mehreren Suchwörtern, in die Suchzeile eingeben und mit einem Klick auf den Button "Weitersuchen" die Suche starten.


Abb.  Internet Explorer – Suchfunktion – Suchanfrage (Wissensdatenbank)


Wird die Browser-Suche fündig, so wird die Fundstelle entsprechend markiert angezeigt.


Abb.  DIE-frankfurt.de – Wissensdatenbanken im Netz


Praxis

Wie kann eine Website schnell und gezielt durchsucht werden ? Bildlink-Pfeil

Während allgemeine Suchmaschinen wie Google oder Fireball das ganze World Wide Web nach relevanten Internetseiten durchsuchen, beschränkt sich die Suche der lokalen Suchmaschine einer Website auf relevanten Internetseiten innerhalb eines bestimmten Internetangebots . Diese Suchfunktion zur Stichwortsuche findet man mittlerweile fast auf jeder größeren Website. Die Qualität schwankt jedoch stark, je nach verwendetem Suchalgorithmus.

Die lokale Suchmaschine einer Website dient dazu, die einzelnen Internetseiten nach bestimmten Stichwörtern zu durchsuchen. Damit ist es dem Besucher der Website möglich, sich schnell einen Überblick über deren Informations- und Kommunikationsangebot zu machen. Ein praktisches Beispiel hierzu ist die sehr umfangreiche Website des Nachrichtenmagazins Focus, die eine sehr ausgereifte lokale Suchmaschine anbietet. Hierbei müssen Stichwörter eingegeben werden, die die gesuchte Information beschreiben; die Suchmaschine liefert dann jene Internetseiten aus dem Informationsangebot, in der die gesuchten Stichwörter vorkommen. Zur Suche nach allgemeinen Informationen steht ein gut strukturiertes Katalogsystem bereit, über das sich der Suchende von allgemeinen Themengebieten hin zu spezielleren Themen hangeln kann. Am Ende der Suche steht eine Seite mit Verweisen (Links) auf relevante Internetseiten zum jeweiligen Thema. 


Beispiel

Aktion 
Suche in der Internetpräsenz des Nachrichtenmagazins Focus nach Informationen zum Thema "Magnetfeld-Therapie"

Sie können die Website über die Adresse www.focus.de aufrufen. Geben Sie auf der Startseite in die lokale Suchmaschine der Site das Stichwort "magnetfeldtherapie" ein und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche rechts neben dem Eingabefeld, um die Suche zu starten.


Abb.  Focus online – Suchmaschine – Suchanfrage


Resultat
Ergebnis der Suchanfrage

Die Suchmaschine findet dazu einen sehr relevanten Treffer, was Sie an der Anzahl der rechts neben dem Suchpfad angegebenen "Ausrufezeichen" erkennen können. Sie können nun auf den Suchpfad " FOCUS Online | Gesundheit ….", klicken, um die betreffende Internetseite aus der Focus-Website anzuzeigen.


Abb.  Focus online  – Suchmaschine – Suchergebnis


Praxistip

Es gibt weitere Möglichkeiten, sich mit Hilfe komfortabler Suchfunktionen einen inhaltlichen Überblick über eine Website zu verschaffen:

  • Verwendung entsprechender Suchfunktionen von allgemeinen Suchmaschinen

    Im ersten Schritt können Sie mit der allgemeinen Suchmaschine und entsprechenden Schlagwörtern nach der Website zum Thema Ihrer Wahl suchen und im zweiten Schritt mit Hilfe der speziellen Suchfunktion die Stichwortsuche gezielt innerhalb der gefundenen Website fortsetzen.

    Eine allgemeine Suchmaschine, mit der die Suche auf eine bestimmte Website eingeschränkt werden kann, ist beispielsweise Fireball (www.fireball.de). 

    Hier würde die allgemeine Suchanfrage folgendermaßen lauten: +site:www.servername.de +suchwort1 +suchwort2… oder konkret site: www.gedichte.de +liebe.

    Werden Sie so nicht fündig, können Sie beispielsweise mit der allgemeinen Suchmaschine Google nach weiteren Websites suchen, die sich mit dem betreffenden Thema beschäftigen. 

    Die allgemeine Suchanfrage würde hier lauten: related:www.servername.de oder konkret related:www.gedichte.de.

  • Kopieren der Website auf den eigenen Rechner und gezielte Suche in der Website mit einem lokal installierten Suchprogramm

    Dazu holen Sie zuerst die gesamte Website mit einem sogenannten Offline-Reader aus dem Internet und speichern sie lokal auf der Festplatte. 

    Ein Offline-Reader ermöglicht es nach der Angabe einer Startadresse, in der Regel zur Startseite der Website, die dort befindlichen Links bis zu einer vom Anwender vorgegebenen Tiefe weiterzuverfolgen und die so gefundenen Internetseiten vom entsprechenden Web-Server auf die heimische Festplatte zu kopieren. Der Offline-Reader sollte dabei die Verzeichnisstruktur und die Hyperlinks der Website auf den neuen Speicherort (Ihre Festplatte) exakt anpassen. Damit ist gewährleistet, daß Sie durch die Website navigieren können, wie Sie es mit Internetverbindung gewohnt sind. Mehr zum Thema Offline-Reader erfahren Sie in der Lektionseinheit "Speichern der gefundenen Informationen". 

    Die lokal gespeicherte Website können Sie dann mit Hilfe eines geeigneten Programms "Desktop-Suchwerkzeug" nach entsprechenden Stichwörtern durchsuchen.

    Eine andere Möglichkeit ist es die Inhalte der Website in eine Datenbank zu importieren und mit den von dem Datenbanksystem bereitgestellten Suchfunktionen gezielt zu durchsuchen. Um die Suchgeschwindigkeit zu erhöhen, wäre es von Vorteil, wenn dieses Programm über eine Volltext-Indizierung verfügen würde. Ein einfach zu bedienendes und dazu noch günstiges Programm, das hierfür geeignet wäre, sowie Einzelheiten über seine Installation, Konfiguration und Bedienung erfahren Sie im Szenario "Informationen leicht wiederauffindbar abspeichern mit askSam 4.0".

    Diese Inhalte sind in diesem kostenlosen Internet-Guide nicht zugänglich. Sie finden die Inhalte in der vollständigen und kostenpflichtigen Ausgabe des Lehrgangs.

    Lehrgang - Das Internet effektiv und individuell nutzen

Eine andere Möglichkeit wäre es, nach einem speziellen Meta-Suchdienst für das gewünschte Thema zu suchen. So erspart man sich die Suche nach einer solchen Website und deren Bewertung hinsichtlich ihrer Qualität und kann gleichzeitig mit einer Suchanfrage in mehreren bereits vom Betreiber des Meta-Suchdienstes für gut befundenen Websites nach Informationen suchen.  

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Suchmaschinentreffer bewerten

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Praxis

Wie kann man schnell und gezielt die Relevanz einzelner Treffer in den Suchergebnissen von Suchmaschinen bewerten ? zurück

Nachdem die Suchanfrage gestellt und die Suchmaschine gestartet wurde, folgt das Suchergebnis. Jetzt gilt es, zunächst die relevanten Internetseiten (Treffer) gezielt herauszufiltern und hinsichtlich ihres Informationsgehalts zu bewerten. Wie das prinzipiell funktioniert, soll nachfolgend erläutert werden.

Bewerten der Treffer in den Suchergebnissen von Suchmaschinen 

Es gibt keine allgemeingültige Regel dafür, wie man die relevanten Seiten aus dem Suchergebnis schnellstmöglich herausfiltert. Das hängt im wesentlichen von der Art der Suche ab: Sucht man beispielsweise sehr aktuelle Informationen zum Tagesgeschehen, so wird man auf die Treffer zurückgreifen, die auf Informationsangebote von Tages- und Wochenzeitungen verweisen, bei Fachinformationen auf die von den entsprechenden Fachzeitschriften. Bei der Suche nach Produktinformationen sind die Internetangebote von Herstellern oder Händlern, die die jeweiligen Produkte in ihrem Sortiment haben, oder von virtuellen Verbrauchergemeinschaften von Interesse. Sucht man sehr spezielle Fachinformationen, dann wird man die Informationen von anerkannten Institutionen, die sich mit dem jeweiligen Fachgebiet auseinandersetzen, denen einer privaten Homepage, deren Autor man nicht kennt, vorziehen. 

Einige Informationen, die für die Bewertung der Suchergebnisse von Suchmaschinen wertvoll sind, sollen nachfolgend genannt werden.

  • Der Treffer, der am besten mit der gestellten Suchanfrage übereinstimmt, steht am Anfang der Trefferliste. Was Suchmaschinen finden, hat oft eher zufälligen Charakter – besonders dann, wenn die Suche mit der Schnell-Suche mit hastig gewählten Stichwörtern durchgeführt worden ist. Liefert die Suchmaschine Tausende von Treffern – was bei ungenauen Suchanfragen zu beliebten Themen fast immer der Fall ist -, dann wäre das Auswerten und Sichten der gefundenen Internetdokumente mit einem nicht vertretbaren Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. In der Regel lohnt es sich deshalb, nur die ersten 10 bis 30 Treffer anzusehen, da die Suchmaschine die Seiten nach Relevanz auflistet. Wie diese Relevanz einer Internetseite von einzelnen Suchmaschinen ermittelt wird, können Sie in der Antwort zur Frage "Wie funktionieren Suchmaschinen ?" nachlesen. 

  • Oft kann man anhand des Titels und der Kurzbeschreibung der Seite bereits entscheiden, ob die gefundene Seite die gewünschten Informationen enthalten könnte oder nicht, und im Einzelfall auf das Sichten verzichten.

    In der Regel liefern die Suchmaschinen folgende Angaben zum gefundenen Dokument:

    • den Titel 

      Der Titel gibt die Sprache der gefundenen Seite und das Hauptthema wieder. Die Realität zeigt allerdings, daß er oft unvollständig und sehr allgemein gehalten ist. Gelegentlich kommt es auch vor, das er ganz fehlt (no title). Bei diesen Seiten hat man den Eindruck, daß der Autor nicht sehr interessiert daran ist, daß seine Information gelesen wird oder er schlicht mit den technischen Grundlagen nicht ausreichend vertraut ist. Es kommt beispielsweise auch bei Beiträgen, die in Diskussionsforen gefunden wurden, vor, daß der Titel fehlt, die Information, die dieser Artikel enthält, aber sehr relevant ist.

    • die Internetadresse (URL)

      Über die URL erfährt man beispielsweise, aus welchem Land der Internetanbieter stammt (".de" für Deutschland, ".ch" für die Schweiz, ".it" für Italien…), ob es sich um ein kommerziell orientiertes Angebot (.com), um eine amerikanische Hochschule (.edu), eine Organisation (.org) oder eine amerikanische Militäreinrichtung (.mil) handelt. Kurze Internetadressen wie beispielsweise "www.servername.de" oder "www.servername.de/index.html" führen meist zur Startseite der Website. Lange Adressen wie beispielsweise "http://ntfreeware.zdv.uni-tuebingen.de/NTSOFT/UG080003.htm", in denen Unterverzeichnisse enthalten sind, führen meist auf eine bestimmte Internetseite einer Website. Die genannte URL beispielsweise führt auf die Seite mit dem Namen UG080003 aus der Website der Universität Tübingen und ist im Unterverzeichnis "NTSOFT" abgelegt. Private Homepages erkennt man oft daran, daß sie in einem Verzeichnis mit dem Namen "homepages" abgespeichert werden oder in einem Verzeichnis, dessen Name ein Eigenname mit vorangestellter Tilde (~) ist.

    • eine kurze Inhaltsbeschreibung

      Diese wird meist aus dem Inhalt des Metatag "content" übernommen, der speziell für die Beschreibung des Inhalts einer Seite geschaffen wurde. Wenn diese Angabe vom Autor nicht gemacht wurde, besteht die Inhaltsbeschreibung meist aus den ersten 20 Wörtern des ganz oben auf der Seite stehenden Textes. 

      Praxistip

      Besonders effektiv können die einzelnen Treffer bei der Suchmaschine Google bewertet werden: Deren Inhaltsbeschreibung besteht aus dem jeweiligen Suchbegriff und den in unmittelbarer Nähe vorkommenden Wörtern aus dem Text der betreffenden Internetseite. 

      Damit wird das wichtigste Relevanzkriterium, nämlich in welchem Zusammenhang die Suchbegriffe im Text vorkommen, schnell klar.


      Abb.  Google.de – Anzeige der einzelnen Suchergebnisse


  • Häufig kommt es vor, daß Trefferlisten Mehrfachnennungen der gleichen Internetadresse (URL) enthalten. Hier sollte man sich im Einzelfall überlegen, ob es nicht ausreicht, nur eine dieser Seiten zu betrachten und, falls diese nicht relevant ist, durch das Anwählen der entsprechenden Ausschluss-Option auch alle anderen Internetseiten dieser Website aus dem Suchergebnis zu entfernen. Bei der Suchmaschine Fireball lautet diese beispielsweise "Keine Seiten von dieser Site zeigen". Die Suchmaschine listet dann beim nächsten Suchlauf keine Internetseiten des ausgeschlossenen Internetangebotes mehr auf.

Haben Sie bei der Durchsicht des Suchergebnisses kein Dokument gefunden, das die von Ihnen gewünschte Information enthält, dann müssen Sie entweder eine andere Informationsquelle aufsuchen oder die Suchanfrage verfeinern. 

Praxistip

Zur Verfeinerung einer Suchanfrage gibt es zwei grundsätzliche Methoden:

  • Sie erweitern die ursprüngliche Suchanfrage mit den aus den Ergebnisdokumenten gefundenen und Ihnen relevant erscheinenden Suchbegriffen.

  • Sie verwenden die aus den Ergebnisdokumenten gefundenen und Ihnen unbedeutend erscheinenden Suchbegriffe in Verbindung mit dem NOT-Operator, um damit irrelevante Internetdokumente aus dem Suchergebnis auszuschließen.

Die erste Methode ist dabei wesentlich wirkungsvoller als die zweite, die zudem leicht dazu führen kann, daß man aufgrund der unvollkommenen Bewertungsmethoden von Suchmaschinen auch relevante Dokumente aus dem Suchergebnis ausschließt.

Die jeweils relevanten Treffer (Websites bzw. einzelne Informationen) können dann mit Hilfe der bereits bekannten Bewertungskriterien und -methoden genauer untersucht werden.

Die grundsätzliche Relevanz überprüft man am schnellsten, indem man den oder die verwendeten Suchbegriffe im Text der betreffenden Internetseite sucht und sich die nähere Textumgebung ansieht – die bei Google bereits im Suchergebnis als Trefferbeschreibung angezeigt wird. Die Suchfunktion kann beim Netscape Navigator und beim Internet Explorer mit dem Tastaturgriff "STRG + F" aufgerufen werden.

Eine besonders wertvolle Hilfe für die Bewertung des relevanten Treffers sind die speziellen Bewertungskriterien für die Qualitätsbewertung von Informationen und die "universelle Methode zur Relevanz- und Qualitätsbewertung von Websites". 

Hinweis
Um die Qualität und Relevanz der jeweiligen Informationen richtig beurteilen zu können, bedarf es – genau wie bei den Druckmedien – der bereits genannten Fähigkeiten.

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Informationen allgemein bewerten

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Buch geöffnet Bewerten der gefundenen Internetdokumente

Folgende Fragen beantwortet der Abschnitt:

  • Was versteht man eigentlich unter dem Begriff "Information" ? Bildlink-Pfeil

  • Welche Anforderungen werden an einen Online-Text gestellt, der für die schnelle Informationsaufnahme geeignet ist ? Bildlink-Pfeil

  • Welche Voraussetzungen sollten beim Suchenden grundsätzlich vorhanden sein, um Informationen richtig bewerten zu können und welche besonderen Probleme stellen sich bei der Informationsbeschaffung via Internet ? Bildlink-Pfeil

  • Welche Kriterien sollten gute Informationen erfüllen ? Bildlink-Pfeil

  • Wie kann man schnell und gezielt die Relevanz einzelner Treffer in den Suchergebnissen von Suchmaschinen bewerten ? Bildlink-Pfeil


 

Theorie

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff "Information" ? Allgemeine Navigation

Wir begegnen den Informationen im Alltag in den verschiedensten Formen: geschriebene Texte, Tabellen, statische Bilder wie Grafiken und Fotos, gesprochene Texte, Musik, bewegte Bilder in Animationen oder Videos.

Doch was ist Information, was bedeutet dieser Begriff ? 

Um diese Frage zu beantworten, muss erst geklärt werden, was Daten sind. Als Daten bezeichnet man die symbolische Beschreibung von Sachverhalten, beispielsweise das Gewicht des menschlichen Körpers in Kilogramm, ein Datum oder die Temperatur in Grad Celsius.

Erst wenn die Daten in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden, werden diese zur Information. Daten sind also die Bausteine von Informationen. Ein Beispiel für eine Information wäre: "Die Temperatur ist in Hamburg am 15. Januar um 10 Grad Celsius gegenüber dem Vortag angestiegen.". Wie man erkennen kann, bekommen die Daten ihren wahren Wert erst dann, wenn sie zu einer Information verknüpft werden.

Weiterhin hat jede Information einen Sender, der sie aus vorhandenen Daten erzeugt und an den oder die Empfänger weitergibt, wobei diese Information nur bei dem Empfänger ihre Wirkung (eine Antwort auf eine bestimmte Fragestellung, eine Erkenntnis,…) entfaltet, der sie verstehen und verwerten kann. In Bezug auf das vorangegangene Beispiel bedeutet das, daß die Information für einen Australier, der die Stadt Hamburg nicht kennt, eher unwichtig ist und er sie so nicht verwerten kann, da er nicht weiß, welche Temperaturen für den 15. Januar in Hamburg normal wären. Ein weiteres Beispiel hierfür wäre die Meldung eines Verkehrsstaus aus dem Radio. Die Hausfrau, die diese Information hört, während sie in der Küche beschäftigt ist, nimmt sie lediglich akustisch wahr, da sie im Moment für sie völlig irrelevant ist. Würde sie aber mit dem Auto im Staugebiet unterwegs sein, wäre es für sie eine wichtige Information, die sie verstehen will, aber nur dann tatsächlich verstehen und umsetzen bzw. praktisch für sich nutzbar machen kann, wenn sie in der Lage ist, den Stau zu umgehen. Eine Information ist also subjektiv, weil nur der Empfänger entscheiden kann, ob die erhaltene Nachricht nun tatsächlich "Information" ist oder nicht.

Eine ganz wesentliche Tatsache ist auch, daß man aus Informationen sehr unterschiedliche Schlüsse ziehen kann. Während der Autor im weiter oben genannten Beispiel einfach feststellt, daß die Temperatur in Hamburg am 15. Januar um 10 Grad Celsius gegenüber dem Vortag angestiegen ist, bemerkt der andere zusätzlich, daß dies in Anbetracht der Jahreszeit ungewöhnlich ist. Das Beispiel zeigt, daß auch die Interpretation ein und derselben Information höchst unterschiedlich ausfallen kann. 

Das bedeutet, die Qualität einer Information hängt wesentlich von der verwendeten Datenquelle, dem Vorwissen und der Glaubwürdigkeit des Menschen (Informationsquelle) ab, der die Information aus den Daten erzeugt hat. 

Theorie

Welche Anforderungen werden an einen Online-Text gestellt, der für die schnelle Informationsaufnahme geeignet ist ? Allgemeine Navigation

Um diese Frage zu beantworten, wurden bereits empirische Studien durchgeführt. Der langjährige Leiter der Sun-Labors, Jacob Nielsen, ermittelte bei seinen Untersuchungen, wie Anwender im Web Texte lesen und welche Auswirkungen dies auf die Gestaltung der Bildschirmseiten haben kann. 

Dabei stellte er unter anderem fest, daß:

  • die Texte vom Anwender nicht wirklich gelesen, sondern nur mit den Augen gescannt werden
    Ein Online-Text muss also schnell erfaßbar sein. Dazu ist es sinnvoll, die wichtigsten Informationen an den Anfang der Seite zu stellen. Den zentralen Punkt nimmt in der Regel die Überschrift ein, sie sollte also treffend und prägnant das Thema der Seite umreißen. Weiterhin sollten im Online-Text wichtige Schlüsselbegriffe deutlich vom übrigen Teil des Textes abgehoben werden, zum Beispiel durch den Fettdruck. Weitere Mittel sind Aufzählungen, wie auch hier verwendet, und der Einsatz von Listen. Für den Text selbst sollte nur ein Gedanke pro Absatz verwendet werden.

  • die Haupttätigkeit der Nutzer im Web nicht Spaß und nicht Unterhaltung ist, sondern die schiere Suche nach Information
    Die Texte müssen einen hohen Informationswert haben und sich nicht mit unwichtigen Details beschäftigen. Dazu sind in der Regel keine störenden und ablenkenden Animationen, große Grafiken, nichts Blinkendes und vor allem kein Sound notwendig. Handelt es sich um zeitkritische Informationen oder aktuelle technische Trends, so sollte der Autor das Veröffentlichungsdatum am Seitenende angeben. 

  • die Anwender keine Zeit haben, sich jedes Mal auf eine neue Form der Navigation einzulassen
    Die Neigung, neue Technologien mitzumachen, wird immer geringer, da immer mehr technisch weniger versierte Anwender das Internet nutzen. Deshalb sollten klassische Navigationsprinzipien (unterstrichene Links, anklickbare Bilder ….) eingehalten werden. Schaltflächen sollten stets an der gleichen Stelle stehen, Links müssen klar zeigen, wo sie hinführen. Die Inhalte müssen auch mit älteren Browserversionen und ohne die Installation zusätzlicher Programme gelesen werden können.

Theorie

Welche Voraussetzungen sollten beim Suchenden grundsätzlich vorhanden sein, um Informationen richtig bewerten zu können und welche besonderen Probleme stellen sich bei der Informationsbeschaffung via Internet ? Allgemeine Navigation

Grundsätzlich hängt die Fähigkeit des einzelnen, Informationen richtig zu bewerten, von folgenden Faktoren ab:

  • von seiner grundsätzliche Motivation bzw. Einstellung (Werte, Leidenschaften), insbesondere aber von seiner Offenheit, neue Informationen vollständig (nicht nur die angenehmen Teilinfos) wahrnehmen zu wollen
  • von seiner Kompetenz im Umgang mit Informationen und Wissen (Stichwort: Netzwerkkompetenz), insbesondere aber davon, daß er die jeweils relevanten Methoden, Dienste und Werkzeuge kompetent anwenden kann und auch die technischen Grundlagen zur optimalen Nutzung der Internetdienste beherrscht, denn nur so kann er sich voll und ganz dem Suchen, Auswählen und Bewerten von Informationen widmen
  • von seinen besonderen Fähigkeiten im Umgang mit Informationen und Wissen (Begabungen, Charakterstärken), insbesondere aber:
    • von seiner Lesefertigkeit und dem Maß, wie schnell und viel sein Kurzzeitgedächtnis Informationen aufnehmen kann, um vorher gelesene Inhalte mit später gelesenen zu verknüpfen
    • von seiner Disziplin gegenüber den vielfältigen Versuchungen und Ablenkungen im Informationsdschungel des Internets
  • bei speziellen Themen von seinem Fach- und Erfahrungswissen (Stichwort: Fachkompetenz)
  • bei allgemeinen Themen von seiner Allgemeinbildung 
  • von Hinweisen, Tipps oder Tricks, die er von anderen bekommen hat

Gerade bei der Informationsbeschaffung via Internet ergeben sich aber auch einige Probleme:

  • die Informationsflut
    Die schier unendliche Menge an Informationsangeboten macht es schwer, die jeweils für den eigenen Informationsbedarf relevanten herauszufiltern. Daß diese Aufgabe ohne maschinelle Hilfe nicht lösbar wäre, ist unbestritten – leider sind die aktuellen Suchmaschinen keine ausreichende Hilfe, um an die gewünschten Informationen zu gelangen. Die Suchmaschinen demonstrieren aber eindrucksvoll, wie viele Informationen von den unterschiedlichsten Informationsanbietern (vom Ministerium bis hin zum Privatanbieter) auf eine bestimmte Suchanfrage möglicherweise relevant sein können.

  • die teilweise schwierige Überprüfung der Qualität einer Information
    Gedruckte Texte werden vor der Veröffentlichung durch einen Verlag einer Qualitätsprüfung unterzogen, im Internet dagegen kann jeder ohne vorherige Überprüfung des Inhalts seine Informationen der ganzen Online-Gemeinde präsentieren. Dadurch gibt es im Internet neben vielen qualitativ hochwertigen Informationen auch jede Menge völlig unbrauchbarer Dokumente.

  • die unterschiedliche Präsentation gleicher Informationen
    Sieht man sich die Informationsangebote näher an, so stellt man zusätzlich fest, daß diese völlig unterschiedlich aufbereitet werden. Während die einen Anbieter ihre Informationen einfach und übersichtlich präsentieren, müssen sie bei anderen mühsam auf verschiedenen Internetseiten der betreffenden Website oder gar auf weiteren Internetangeboten verschiedener Anbieter zusammengesucht werden. 
    Viele Autoren bieten zwar gute Inhalte an, verfügen aber über unzureichende technische Kenntnisse zur Beschreibung des von ihnen erstellten Internetdokuments. Dies erschwert die Bewertung der Relevanz sowohl für die Maschine als auch für den Menschen und kann auch dazu führen, daß ein solches Dokument von Maschinen überhaupt nicht gefunden wird.
    Ein weiteres Problem ist, daß viele Laien Texte gestalten, die nicht für die schnelle Informationsaufnahme bei einem online präsentierten Text geeignet sind. Sie berücksichtigen nicht, daß das Lesen am Bildschirm den Nutzer schnell ermüdet – er liest ungefähr ein Viertel langsamer als auf Papier – und daß jede Online-Minute Geld kostet.

  • die vielfältigen Recherchewerkzeuge, mit denen nach ein und derselben Information gesucht werden kann
    Das World Wide Web gleicht einem riesigen Archiv ohne einen zentralen Katalog, dafür aber mit unzähligen Eingangspforten (Suchmaschinen, Suchkataloge, Homepages,…).

  • die häufigen Änderungen der Inhalte von Internetangeboten 
    Die Inhalte von Websites können im Gegensatz zu denen eines Buches leicht geändert werden. Einzelne Internetseiten der Website werden aktualisiert, umbenannt, in einem anderen Verzeichnis abgespeichert oder komplett gelöscht. Unter Umständen wird gar das ganze Internetangebot auf einen anderen Server verlegt oder aus dem Verkehr gezogen. 

Wer also ernsthaft im Internet nach Informationen stöbern möchte, wird mit Problemen konfrontiert, die er bei einem Buch oder einer Zeitschrift nicht hat.

Die genannten Probleme sind vor allem für Informationen, die für geschäftsrelevante Entscheidungen herangezogen werden, von großer Bedeutung. Diese Informationen müssen einer gewissen Qualität entsprechen, vor allem aber muß deren Herkunft eindeutig bekannt sein, so daß man sich später auf den Urheber der Information berufen kann.

Praxis

Welche Kriterien sollten gute Informationen erfüllen ? Allgemeine Navigation

Dieser Inhalt ist nur über die vollständige und kostenpflichtige Ausgabe des Lehrgangs zugänglich.

Lehrgang - Das Internet effektiv und individuell nutzen

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Fehler, die bei der Suche auftreten können

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Buch geöffnetFehler, die bei der Suche auftreten können

 Folgende Fragen beantwortet der Abschnitt:

  • Woran kann es liegen, wenn man zu einer Suchanfrage sehr wenig, gar keine oder viel zu viele Treffer erhält, und was kann man dagegen tun ? Bildlink-Pfeil

  • Woran kann es liegen, daß eine angewählte Internetseite nicht erreichbar ist und was kann man dagegen tun ? Bildlink-Pfeil

  • Wie kann man mit dem Windows-Tool Ping die Erreichbarkeit eines Servers überprüfen? Bildlink-Pfeil

  • Wie kann man mit dem Windows-Tool Tracert den Weg verfolgen, den ein Datenpaket zum Ziel-Server nimmt? Bildlink-Pfeil

Praxis

Woran kann es liegen, wenn man zu einer Suchanfrage sehr wenig, gar keine oder viel zu viele Treffer erhält, und was kann man dagegen tun ? Bildlink-Pfeil

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Sie haben auf  Ihre Suchanfrage sehr wenig oder gar keine Treffer erhalten. Das kann folgende Gründe haben:

  • Falsche Schreibweise des Suchbegriffs 
    Überprüfen Sie die Eingabe auf Tippfehler. Verwenden Sie im Zweifelsfall immer kleine Buchstaben, da nur dann die Suchmaschinen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden.

  • Der Suchbegriff ist zu speziell
    Hier kann die Eingabe von Überbegriffen und Synonymen behilflich sein. Versuchen Sie, bei zusammengesetzten Worten nur eines der Worte einzugeben. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Wildcards (Trunkierung), falls die Suchmaschine diese Suchfunktion anbietet. Dazu könnten Sie beispielsweise bei dem Wort Klimaforschungsergebnisse die Trunkierung Klimaforschung* benutzen. 

  • Falsche Verknüpfung der Suchworte
    Wenn Sie mehrere Suchbegriffe mit einem logischen UND (alle eingegebenen Suchbegriffe müssen gefunden werden) verknüpft haben und dazu keine Treffer erhalten, versuchen Sie es mit einer ODER-Verknüpfung (einer der eingegebenen Suchbegriffe muss gefunden werden). Eine weitere Möglichkeit wäre die Verwendung von weniger UND-verknüpften Suchbegriffen.

  • Verwendung des falschen Operators für die jeweilige Suchfunktion
    Sie haben beispielsweise anstatt des geforderten Operators (-) für ein logisches NICHT (Suchbegriff darf nicht im Suchergebnis vorkommen) das Wort "nicht" oder "not" eingegeben.

  • Suchbegriff in der falschen Sprache eingegeben
    Bei mehrsprachiger Suche kann der Suchbegriff nur gefunden werden, wenn Sie den Begriff in den verschiedenen Sprachen eingeben. Haben Sie eine bestimmte Landessprache gewählt, so müssen Sie auch die Suchbegriffe in dieser Sprache eingeben.

  • Nicht alle internationalen Suchmaschinen verstehen Umlaute. 
    Sie müssen für diesen Fall zu einer Maschine wechseln, die Umlaute verarbeiten kann, oder die Suchworte mit ASCII – Zeichen (statt ä schreiben Sie ae, statt ü ue, …) schreiben. 

  • Sie haben eine Suchfunktion verwendet, die von der Suchmaschine gar nicht unterstützt wird
    Sehen Sie in der Hilfe der Suchmaschine, die meist über den Link "Hilfe" in der Nähe des Eingabefeldes für die Suchanfrage zu finden ist, nach, welche Suchfunktionen von der Suchmaschine unterstützt werden.

  • Die verwendete Suchmaschine hat zu wenig Internetdokumente indexiert
    Versuchen Sie es mit einer weiteren Suchmaschine oder verwenden Sie eine Meta-Suchmaschine, bei der der Datenbestand von mehreren Volltextsuchmaschinen parallel abgefragt wird.

  • Mehrzahl statt Einzahl bei Substantiven
    Einige Wörter werden in der Einzahl anders geschrieben als in der Mehrzahl, z. B. Thema – Themen. Die Suchbegriffe werden nur in der Form gefunden, in der sie in das Suchfeld eingegeben worden sind. Um Fehler dieser Art zu vermeiden, sollten Sie solche Suchbegriffe in beiden Varianten (ODER-verknüpft) eingeben.


Sie haben auf  Ihre Suchanfrage viel zu viele Treffer erhalten.

  • Der eingegebene Suchbegriff war zu allgemein
    Bei der Eingabe des Suchbegriffes "Software" erhalten Sie beispielsweise zig- oder gar hunderttausend Treffer, je nach verwendeter Suchmaschine bzw. Index. Grenzen Sie die Suche durch Eingabe weiterer Suchworte ein, mit denen Sie die von Ihnen gewünschte Information näher beschreiben. Suchen Sie ein Textverarbeitungsprogramm, so können Sie beispielsweise durch die Eingabe des zusätzlichen Suchbegriffs "Textverarbeitung" die Suche weiter verfeinern. Verwenden Sie dabei eine UND-Verknüpfung der Suchbegriffe. Natürlich können Sie auch das verwendete Stichwort spezieller wählen, beispielsweise anstatt des allgemeinen Begriffs "Therapie" eine spezielle Form der Therapie, die "Magnetfeld-Therapie". 

  • Verwendung der falschen Suchfunktion
    Liefert die ODER-Verknüpfung der Suchbegriffe viel zu viele Treffer, dann verwenden Sie stattdessen die UND-Verknüpfung, um die Trefferzahl zu verringern. Schließen Sie mit der NICHT-Verknüpfung von Suchworten Internetseiten aus dem Suchergebnis aus. Eine oft entscheidende Reduzierung der Trefferzahl wird mit Hilfe der Phrasensuche erreicht. 
    Eine andere Fehlerquelle kann die Verwendung einer falschen Trunkierung sein. Suchen Sie beispielsweise nach Autozubehör und verwenden die Trunkierung auto*., nehmen Sie damit sehr viele ungewollte Begriffe mit in die Treffermenge, beispielsweise Automatisierungstechnik, Automat, Autorisierung oder Autobahn.

  • Falsche Spracheinstellung
    Wenn Sie beispielsweise mit einer internationalen Suchmaschine nach dem international gebräuchlichen Stichwort "Computer" recherchieren, erhalten Sie Internetseiten in den verschiedensten Landessprachen. Wählen Sie statt der internationalen eine auf Ihre Landessprache begrenzte Suche nach Internetdokumenten.

  • Viele der gefundenen Internetseiten stammen von der gleichen Website
    Häufig passiert es, daß zig Dokumente vom gleichen Internetangebot (Website) aufgelistet oder Hunderte von Seiten mit archivierten Nachrichten aus Diskussionsforen im Suchergebnis aufgeführt werden. Auch wenn die einzelnen Treffer relevant sind, gehen dadurch die Internetseiten von anderen Anbietern in der Masse unter. 

    Es gibt folgende Möglichkeiten, um Internetdokumente, die von bestimmten Websites stammen, aus dem Suchergebnis auszuschließen:

    • Ausschluss dieser Seiten durch das Voranstellen des NICHT-Operators vor einen gemeinsamen Begriff, der in den einzelnen Beschreibungen zu diesen Dokumenten im Suchergebnis zu finden ist. Dieser Operator wird meistens durch das Zeichen "-" repräsentiert und muss von Hand in das Eingabefeld der Suchmaschine eingegeben werden.
      Beispiel: – site:unerwuenschtewebsite.de
      Das Beispiel gilt für viele, nicht aber für alle Suchmaschinen.

    • Anwählen der entsprechenden Ausschluss-Option; bei der Suchmaschine Fireball lautet diese beispielsweise " Keine Seiten von dieser Site zeigen ". Die Suchmaschine listet beim nächsten Suchlauf keine Internetseiten des ausgeschlossenen Internetangebotes.

      Natürlich kann auch der umgekehrte Fall eintreten, daß aus einem Internetangebot viele sehr relevante Seiten stammen und Sie deshalb nur Dokumente von dieser Website möchten. Dazu gehen Sie wie vorher beschrieben vor mit dem Unterschied:

      Beispiel: +site:erwuenschtewebsite.de
      Das Beispiel gilt für viele, nicht aber für alle Suchmaschinen.

      Anwählen der entsprechenden Option; bei der Suchmaschine Fireball lautet diese beispielsweise "Nur Seiten von dieser Site zeigen". Sie finden diesen Link am Ende des jeweiligen Treffers.

  • Verwendung des falschen Suchdienstes
    Verwenden Sie anstatt einer Meta-Suchmaschine eine einzelne Suchmaschine. Noch besser ist es, wenn Sie zuerst recherchieren, ob es nicht einen speziellen Suchdienst für Ihre gewünschte Information gibt.

Was ist jetzt besser bei umfangreichen Suchergebnissen – aus dem gesamten Suchergebnis die ersten 10-20 Treffer auszuwerten und die interessanten Webseiten zu betrachten oder die Suchanfrage neu zu formulieren, um die Trefferzahl zu reduzieren ?

Am besten wählen Sie den Mittelweg , nämlich die ersten 10 – 20 Treffer dazu zu verwenden, um interessante Seiten herauszufiltern und gleichzeitig die weniger interessanten Seiten heranzuziehen, das Suchergebnis zu verbessern, beispielsweise durch Ausschluss bestimmter Suchbegriffe, die in diesen Seiten (im Volltext und im Seitentitel) vorkommen.

Praxis

Woran kann es liegen, daß eine angewählte Internetseite nicht erreichbar ist, und was kann man dagegen tun ? Bildlink-Pfeil

  • Die Seite wurde nicht gefunden oder "No such file or directory" (HTTP 404 – Datei nicht gefunden)


    Abb.  Beispiel der Fehlermeldung – Datei nicht gefunden


    Mögliche Gründe:

    • das Dokument ist unter einer neuen Adresse abgelegt worden
    • die Seite wurde in ein anderes Verzeichnis gelegt bzw. umbenannt
    • die Internetseite wurde vom Server entfernt

    Gegenmaßnahme:
    Angenommen, die Eingabe und Anwahl der Adresse www.uni-duesseldorf.de/WWW/ulb/zeitung.html führt zu der vorher genannten Fehlermeldung –  versuchen Sie, bei der Internetadresse in die nächsthöhere Verzeichnisstruktur zu gelangen: www.uni-duesseldorf.de/WWW/ulb/ kein Erfolg, dann
    www.uni-duesseldorf.de/WWW/ – kein Erfolg, dann www.uni-duesseldorf.de/; damit landen Sie auf der Startseite des Internetangebots der Universität Düsseldorf


  • Connection timed out (Server momentan nicht erreichbar)

    Mögliche Gründe:

    • Wartungsarbeiten
    • technischer Defekt am angewählten Server
    • unterbrochene Verbindung zum Provider

    Gegenmaßnahme:
    Machen Sie einen Bookmark auf die Seite und wählen Sie die Internetadresse zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an. 


  • Host not found / DNS lookup failed (Server nicht erreichbar)

    Mögliche Gründe:

    • DNS-Server (DNS = Domain Name System) ist ausgefallen. Dadurch kann die von Ihnen eingegebene symbolische Internetadresse (z. B. www.servername.de) von dem zuständigen DNS-Server nicht durch die entsprechende IP-Adresse (z.B. 192.000.001.000) des betreffenden Web-Servers ersetzt und damit keine Verbindung zu diesem hergestellt werden.
    • Server wurde vom Netz genommen 

    Gegenmaßnahme:
    Machen Sie einen Bookmark auf die Seite und wählen Sie die Internetadresse zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an.
    Führen auch weitere Versuche zu späteren Zeitpunkten nicht zum Erfolg, ist der Server wahrscheinlich nicht mehr vorhanden. 


  • Authorization required, Access denied (HTTP 401 – Unerlaubter Zugriff)

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    Abb.  Beispiel der Fehlermeldung – Zugriff verboten


    Grund:
    Sie haben versucht, auf eine paßwortgeschützte Seite zuzugreifen. 

    Gegenmaßnahme:
    Sie registrieren sich bei dem Internetanbieter.


Es kann durchaus vorkommen, daß, nachdem Sie die Verbindung zum Internet hergestellt haben, der zuständige Server nicht erreichbar ist. Nun wäre es eine feine Sache, wenn Sie herausfinden könnten, woran das liegt. Dazu gibt es die beiden Windows-Tools Ping und Tracert, mit denen Sie den Status einer Verbindung feststellen können. Wie diese zu bedienen sind, soll im nachfolgenden erklärt werden.

Beispiel

Wie kann man mit dem Windows-Tool Ping die Erreichbarkeit eines Servers überprüfen? Bildlink-Pfeil

Das Windows-Tool Ping testet die Erreichbarkeit eines Servers auf der untersten Ebene. Dazu baut es zunächst die Verbindung zu diesem Server auf und schickt ihm dann einige Datenpakete (Prüfpakete), die dieser dann, falls er erreichbar ist, wieder zurücksendet.

Das Tool Ping.exe finden Sie in der Regel bei einer Standard-Installation von Windows im Windows-Verzeichnis (c:\windows).

Sehen Sie zunächst nach, ob Ping auf Ihrem Rechner verfügbar ist.

Aktion
Testen der Erreichbarkeit des News-Servers "news.cs.tu-berlin.de" mit dem Windows-Tool Ping

  • Starten der MS-DOS-Eingabeaufforderung mit Startmenü – Programme – MS-DOS-Eingabeaufforderung

  • Geben Sie dann nach dem DOS Prompt (c:\>) folgenden Befehl ein: ping news.cs.tu-berlin.de
    Der Befehl startet das Programm Ping und übergibt ihm den Namen des Servers, in diesem Fall news.cs.tu-berlin.de.

Resultat
Mögliche Reaktionen des Tools sind:

  • Der News-Server sendet die von Ihrem Rechner verschickten Datenbytes korrekt zurück.

    • Ping funktioniert ohne Fehlermeldung und Ihr News-Client und der News-Server können Daten (Nachrichtentitel/Nachrichtentexte aus der betreffenden Newsgroup) austauschen.

    • Ping funktioniert ohne Fehlermeldung, aber Ihr News-Client kann trotzdem keine Daten mit dem News-Server austauschen. 

      Möglicher Fehler:
      Der News-Server ist zwar noch ans Internet angeschlossen, hat aber zeitweilig den angebotenen News-Dienst eingestellt. 

  • Ping gibt folgende Fehlermeldung aus: Ungültige IP-Adresse <news.cs.tu-berlin.de>

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    Bedeutung:
    Der News-Server mit dem Namen news.cs.tu-berlin.de existiert nicht mehr.

    Mögliche Fehler:
    Das Internet ist ein schnelllebiges Medium – jeden Tag kommen neue Server hinzu, und jeden Tag werden welche vom Netz genommen. Manche davon sind nur zeitweilig abgeklemmt, die meisten jedoch für immer — auch wenn sie noch monatelang in den Ergebnissen von Suchmaschinen auftauchen.

    Diesen Fehler kann aber auch ein Name-Server (DNS-Server) verursachen, der zeitweise ausfällt. Was ist ein Name-Server ? Um eine Verbindung zu einem Rechner im Internet herzustellen, muß die symbolische Adresse (z.B. news.cs.tu-berlin.de) in eine IP-Adresse (z.B. 193.197.167.200) umgewandelt werden. Ein Rechner, der für eine symbolische Adresse eine IP-Adresse liefert, wird als Name-Server bezeichnet.  Damit Sie feststellen können, ob ein zeitlich begrenzter Ausfall vorliegt, sollten Sie den Test einige Zeit später wiederholen und in der Zwischenzeit versuchen, andere Server zu erreichen. Ist dies nicht möglich, ist die Wahrscheinlichkeit eines ausgefallenen Name-Servers sehr hoch.

  • Ping gibt folgende Fehlermeldung aus: Zeitüberschreitung der Anforderung (Timeout)

    Bedeutung:
    Der News-Server hat nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit geantwortet.

    Möglicher Fehler:
    Die Gründe dafür können vielfältig sein: vom zeitweiligen Ausfall des Servers über eine Störung der Verbindung bis hin zur häufigsten Ursache – einer langsamen oder schlechten Anbindung. Eine schlechte Anbindung kann man am prozentualen Anteil der Datenpakete erkennen, die unterwegs verloren gehen – also den Sender nicht wieder erreichen.

  • Ping gibt folgende Fehlermeldung aus: Ziel-Host nicht erreichbar

    Bedeutung:
    Die Weiterleitung der Datenpakete von Ihrem Rechner/Netzwerk zum Internet ist gestört.

    Möglicher Fehler:
    Der Rechner oder das Netzwerk, mit dem Sie sich an das Internet anbinden, ist fehlerhaft konfiguriert. Bei einer direkten DFÜ-Verbindung wird dieser Fehler kaum auftauchen. Stellen Sie die Internet-Verbindung dagegen über ein Netzwerk her, ist die Meldung ein Zeichen dafür, dass die Verbindung von Ihrem Einzelplatzrechner zu dem Netzwerk-Server (Gateway), der Sie ins Internet weiterleiten soll, nicht funktioniert. Prüfen Sie deshalb zunächst mit dem Ping-Befehl nach, ob Sie eine Verbindung mit dem Gateway-Rechner (erster Rechner in der Tracerroute – siehe nachfolgendes Windows-Tool Tracert) haben; wenn nicht, überprüfen Sie die TCP/IP-Konfiguration Ihres Rechners. 

    Letzteres geht am einfachsten mit dem Windows-Tool "ipconfig" bzw. dem Befehl "ipconfig /all".


Beispiel

Wie kann man mit dem Windows-Tool Tracert den Weg verfolgen, den ein Datenpaket zum Ziel-Server nimmt ? Bildlink-Pfeil

Das Windows-Tool Tracert verfolgt den Weg eines Datenpakets zum gewünschten Server über alle Zwischenstationen und zeigt diese in einer sogenannten Tracerroute an.

Das Tool Tracert.exe finden Sie in der Regel bei einer Standard-Installation von Windows im Windows-Verzeichnis (c:\windows).

Sehen Sie zunächst nach, ob Tracert auf Ihrem Rechner verfügbar ist.

Aktion
Testen der Erreichbarkeit des News-Servers "news.cs.tu-berlin.de" mit dem Windows-Tool Tracert

  • Starten der MS- DOS-Eingabeaufforderung mit Startmenü – Programme – MS- DOS-Eingabeaufforderung

  • Geben Sie dann nach dem DOS Prompt (c:\>) folgenden Befehl ein: tracert news.cs.tu-berlin.de
    Der Befehl startet das Programm Tracert und übergibt ihm den Namen des Servers, in diesem Fall news.cs.tu-berlin.de.

Resultat
Auch wenn keine Verbindung zum Server möglich ist, führt Sie das Programm so nahe wie möglich an den Server heran, so dass Sie sehen können, wo die Verbindung abbricht. 

Mögliche Reaktionen des Tools sind:

  • Alle Server, bei denen Ihre Datenpakete durchgekommen sind, weisen noch den Namen Ihres Internet-Providers auf. 

    Bedeutung:
    Der Weg der Daten, die eigentlich beim News-Server ankommen sollten, endet bei Ihrem Internet-Provider.

    Möglicher Fehler:
    Der Fehler liegt bei der Weiterleitung des Internet-Providers zu anderen Servern im Internet.

  • Der Weg der Datenpakete endet kurz vor dem Ziel-Server news.cs.tu-berlin.de.

    Bedeutung:
    Mit etwas Übung beim Lesen der zwischengeschalteten Gateway-Namen können Sie bald feststellen, wo eine Verbindung unterbrochen ist: noch bei Ihrem Provider, bei der weiteren Übertragung oder im Provider-Netz Ihres Verbindungspartners. 

    Möglicher Fehler:
    Der angewählte News-Server news.cs.tu-berlin.de ist ausgefallen.  

Mit dem Tool Tracert können Sie sicher feststellen, daß ein aufgetretener Fehler nicht an der Konfiguration Ihres Rechners liegt, da sonst die Tracert-Anfrage nicht reagieren würde.

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Richtige Suche mit einer Suchmaschine

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Folgende Fragen beantwortet der Abschnitt:

  • Welche Überlegungen sollte man hinsichtlich der verwendeten Suchbegriffe anstellen ? Bildlink-Pfeil

  • Welche Überlegungen sollte man hinsichtlich der verwendeten Suchfunktion anstellen ? Bildlink-Pfeil

Einführung
Suchmaschinen haben so ihre Tücken: entweder ist das Gesuchte gerade nicht erfaßt oder aber der Suchende wird umgekehrt von der Menge der gefundenen Internetseiten erschlagen. Um aussortieren zu können, müsste man wissen, wie Suchmaschinen die eingegebene Suchanfrage bearbeiten, um schließlich zu ihrem Suchergebnis zu gelangen. 

Eine Untersuchung, die von Sven Körber am Institut für Kommunikationswissenschaften Münster durchgeführt wurde, kam zum Ergebnis, dass der Unterschied zwischen Such-Profis und Anfängern kleiner ist, als man vermuten würde. Bei einer verfeinerten Suchanfrage werden die Suchbegriffe mit booleschen Operatoren (UND, ODER, NICHT) oder sonstigen Suchfunktionen beispielsweise der Feldsuche verknüpft. Selbst erfahrene Anwender von Suchmaschinen, so stellt die Studie fest, waren jedoch nicht immer in der Lage, diese präzise und fehlerfrei einzusetzen.

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Eine Suchmaschine mit einer gezielten Suchanfrage, das heißt mit richtigen, wohl gewählten und korrekt verknüpften Suchbegriffen abzufragen, verlangt vom Anwender Erfahrung im Umgang mit den zur Verfügung stehenden Abfragetechniken und entsprechendes Hintergrundwissen zum Finden der richtigen Suchbegriffe. Diesen Ansprüchen kann jemand, der nur gelegentlich nach den unterschiedlichsten Informationen sucht, kaum gerecht werden. 

Ein großes Problem für den gelegentlichen Anwender ist, daß die Suchmaschinen in der Regel keine Suchanfragen in natürlicher Sprache akzeptieren und keine Möglichkeit der direkten Rückfrage anbieten, um so schrittweise an die gewünschte Information zu gelangen. Ein weiteres Problem ist, daß die Suchmaschinen die zur Suchanfrage gefundenen Internetseiten und vor allem deren Relevanz größtenteils nach statistischen Berechnungen von Worthäufigkeiten bewerten. 

Das bedeutet, daß das, was die Suchmaschinen als relevante Internetseiten in ihrem Suchergebnis auflisten, oft auf dem Zufallsprinzip beruht, vor allem dann, wenn die Suche mit dürftigen Suchanfragen gestellt wurde. Meist erhält man dann Tausende von Internetseiten, von denen man schon des Zeit- und Arbeitsaufwands wegen nur die ersten 20 sichtet und davon die besonders relevanten in den Browser lädt. 

Eine gute Suchmaschine liefert in der Regel nur dann akzeptable Resultate, wenn der Suchende gute Suchbegriffe auswählt und diese Suchbegriffe in geeigneter Weise verknüpft.


Eine optimale Suchanfrage besteht also aus der: 

  1. Verwendung von gut gewählten Suchbegriffen

  2. Verwendung der richtigen Suchfunktion (Boolesche Suche, Feldsuche, Phrasensuche…)


Praxis

1. Welche Überlegungen sollte man hinsichtlich der verwendeten Suchbegriffe anstellen ?   Bildlink-Pfeil

Verwendung von gut gewählten Suchbegriffen
Diese finden Sie am besten, nachdem Sie genau festgelegt haben, nach welchen Informationen Sie suchen möchten. Wie das funktioniert, wurde in der Lektionseinheit "Die universelle Suchstrategie" gezeigt. 
Eine gute und vor allem einfache Möglichkeit, um gute Suchergebnisse zu erzielen, ist die Kombination von zwei Suchbegriffen. Der erste Suchbegriff beschreibt, welche spezielle Information gesucht werden soll, und der zweite deren übergeordneten Themenbereich. Hier kommt es maßgeblich darauf an, wie genau das verwendete Stichwort die gewünschte spezielle Information beschreibt. 

Praktische Beispiele dieser Art der Suche:

Allgemein gilt: "welche_spezielle_Information +Thema " oder vertauscht  "Thema +welche_spezielle_Information ".

Konkrete Beispiele:

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Suche nach einer Internetseite mit Informationen darüber wo Tiger leben: lebensraum tiger
Suche nach einer Internetseite mit klugen Gedanken von Goethe: "Johann Wolfgang von Goethe" zitate

  • Wählen Sie das Suchwort so, daß es die gewünschte Information möglichst treffend beschreibt
    Man kann schon durch die Wahl des Suchbegriffes, beispielsweise durch die Genauigkeit des gewählten Begriffs (Klimaforschung statt Wetter), des Fachausdrucks (Meteorologie statt Wetter), die Präzisierung (Klimaerwärmung statt Klima) und die Synonymwahl (Route statt Weg) erstaunliche Qualitätsverbesserungen erzielen.

  • Überlegen Sie, ob zu den verwendeten Suchbegriffen auch gleichbedeutende Wörter (Synonyme) oder englische Ausdrücke existieren
    Setzen Sie diese ein, falls Sie mit den bereits verwendeten kein relevantes Suchergebnis erhielten. Es gibt beispielsweise für das Wort Lehrgang auch die gleichbedeutenden Begriffe Kurs oder Tutorial. 

  • Achten Sie auf die richtige und ausführliche Schreibweise des Suchbegriffs
    Versuchen Sie, auf Trunkierungen zu verzichten, da Sie dann meist viele ungewollte Begriffe mit in die Treffermenge aufnehmen. So schließt die Trunkierung "Silber*" beispielsweise die Begriffe Silbermine, Silbersee, Silberfisch oder Silberschmuck mit ein, um nur einige wenige zu nennen. 

  • Wählen Sie als Suchbegriff vorzugsweise das Substantiv (Verwaltung), nicht das Verb (verwalten)
    Sehen Sie sich die Angaben des Meta-Tags "keywords" an und Sie werden feststellen, daß dort viele Schlüsselwörter als Substantiv angegeben sind und nicht in der Verb-Form. Weiterhin ist es oft sinnvoll, die Einzahl des Substantivs und nicht die Mehrzahl zu wählen. Geben Sie beispielsweise das Stichwort "Zeitungen" an, so werden nur Internetseiten gefunden, die dieses Wort enthalten. Die Eingabe des Suchbegriffs "Zeitung" dagegen liefert Webseiten, die sowohl den Begriff "Zeitung" als auch "Zeitung en" enthalten. Anders ist es bei unregelmäßiger Mehrzahl: so führt das Stichwort "Museum" vorwiegend zu Internetangeboten, die ein konkretes Museum präsentieren, das Suchwort "Museen" dagegen eher zu einem Verzeichnis, auf dem verschiedene einzelne Museen aufgelistet sind.

  • Stellen Sie vor der Verwendung der Suchmaschine fest, ob diese zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet
    Auch Groß- und Kleinschreibung kann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, denn während in der deutschen Sprache beispielsweise alle Hauptwörter groß geschrieben werden, sind sie in der englischen Sprache bis auf einige Ausnahmen wie Eigennamen alle klein geschrieben. Viele Abfragetechnologien von Datenbanken gehen deshalb mit der Groß- und Kleinschreibung unterschiedlich um. 

    Viele Suchmaschinen wandeln zwar automatisch die großgeschriebenen Stichwörter in kleingeschriebene um, trotzdem gibt es auch solche, die es nicht tun. Einige prominente Beispiele hierfür sind Fireball und Altavista, die übrigens die gleiche Suchtechnologie verwenden. Bei einem kleingeschriebenen Stichwort finden diese Suchmaschinen alle Varianten des Wortes, beispielsweise Hilfe und hilfe; wird das Suchwort großgeschrieben, zählt dessen exakte Schreibweise, also, um beim Beispiel zu bleiben, nur das Wort "Hilfe".

    Ein praktischer Versuch mit der Suchmaschine Fireball, wo bei der ersten Suchanfrage das Stichwort "Wissensmanagement" groß eingegeben wurde und bei der zweiten Anfrage klein, führte bei der kleingeschriebenen Variante zwar zu mehr Treffern (9974 gegenüber 9361), nicht aber zu mehr relevanten Internetdokumenten, zumindest nicht unter den ersten 50 Treffern.

    Dies hängt aber auch mit dem Umstand zusammen, daß es sich dabei um einen eigenständigen Begriff handelt. Ein nicht eigenständiger Begriff wäre beispielsweise "fluss", der im Zusammenhang viele Bedeutungen haben kann wie z. B. der Fluss, der Informationsfluss, der Durchfluss oder der Einfluss. Um hier nicht Unmengen von irrelevanten Seiten zu erhalten, müßte die Suchanfrage entsprechend verfeinert werden, beispielsweise fluss UND donau.
    Ein weiterer Versuch mit der Suchanfrage "Internet Hilfe Webring" und "internet hilfe webring" führte zu folgendem Ergebnis: Mit den kleingeschriebenen Suchbegriffen wurden deutlich mehr Treffer (2468 gegenüber 1107) erzielt und auch, zumindest unter den ersten 10, besser zur Suchanfrage passende Internetdokumente gefunden.

    Fazit:
    Bei der Großschreibung von Eigennamen wie Wissensmanagement oder Informationsmanagement ist das Suchergebnis zwar umfangreicher, nicht aber zwingend relevanter.
    Bei der Großschreibung von Namenwörter wie Allergie, bei denen es beispielsweise eine Pollenallergie, eine Stauballergie usw. gibt, ist das Suchergebnis wesentlich umfangreicher und die Treffer sind in der Regel auch relevanter.

    Praxistip

    Ein Trick, mit dem Sie schnell herausfinden können, ob die Suchmaschine zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet, ist die Eingabe des Wortes "Hilfe" und anschließend "hilfe". Während Fireball das Stichwort "Hilfe" mehr als 2 Millionen mal zählte, kam das Stichwort "hilfe" über 3 Millionen mal in den gefundenen Internetseiten vor. Noch besser geeignet für diesen Test ist natürlich die Groß- und Kleinschreibung von ausgefallenen Suchbegriffen, wie etwa Minnesänger.

  • Eine weitere Eigenheit einiger Suchmaschinen ist, daß sie nicht mit Sonderzeichen wie etwa ä, ö, ü oder ß umgehen können
    Auch hier hat die deutsche Sprache wieder eine Besonderheit zu bieten, die Sonderzeichen (ä, ö, ü, ß) müssen bei vielen Suchmaschinen aufgelöst (ae, oe, ue, ss) werden. Das Wort "Währung" beispielsweise muß dann in der Schreibweise "Waehrung" oder "waehrung" eingegeben werden, falls die Groß- und Kleinschreibung auch noch mit berücksichtigt werden muß.

    Viele Suchmaschinen kennen dieses Problem und interpretieren diese Sonderzeichen bei einer Suchanfrage korrekt oder lösen sie automatisch auf. Auch manche Internetanbieter berücksichtigen dieses Problem, indem sie die entsprechenden Stichwörter in verschiedenen Schreibweisen wiedergeben, um so eine optimale Suche nach den Seiten zu ermöglichen.

    Da Sie aber nicht von vornherein wissen, wie die Suchmaschine oder die Anbieter von Internetseiten mit diesen Sonderzeichen umgehen, sollten Sie sich diesbezüglich vorher informieren oder die Suchwörter immer in aufgeloester Form eingeben.

    Praxistip

    Ein Trick, mit dem Sie schnell herausfinden können, ob die Suchmaschine die Sonderzeichen automatisch auflöst, ist die Eingabe von Wörtern, die eben diese Sonderzeichen enthalten, beispielsweise das Stichwort "währung" und anschließend "waehrung". Versteht die Suchmaschine die Sonderzeichen, werden Sie relativ viele Treffer für das Stichwort "währung" erhalten, falls nicht, wird das Suchergebnis weniger umfangreich als für das Wort "waehrung" ausfallen. 

  • Achten Sie auf die neue deutsche Rechtschreibung
    Bisher dürfte der größte Teil der Internetseiten des World Wide Web noch mit den Regeln der alten deutschen Rechtschreibung verfaßt sein, in Zukunft wird dieses Problem massiver werden.
    Eine gute Anlaufstelle hierfür ist die Website von Canoo, wo Sie ein Programm unter http://services.canoo.com/… finden, das Ihre Texte automatisch auf alte und neue Rechtschreibung prüft. Nicht nur das: Sie finden dort auch ein Tool, das Ihnen das gesamte Wörterbuch und alle Wortbildungszusammenhänge zeigt, ein Webforum zum Thema neue Rechtschreibung und vieles mehr.

Praxis

Welche Überlegungen sollte man hinsichtlich der verwendeten Suchfunktion anstellen ? Bildlink-Pfeil

Dieser Inhalt ist nur über die vollständige und kostenpflichtige Ausgabe des Lehrgangs zugänglich.

Lehrgang - Das Internet effektiv und individuell nutzen

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Die universelle Suchstrategie

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Buch geöffnet Die universelle Suchstrategie

Viele ausführliche Beispiele zur nachfolgend kurz vorgestellten "universellen Suchstrategie" finden Sie in der vollständigen und kostenpflichtigen Ausgabe des Lehrgangs.

Lehrgang - Das Internet effektiv und individuell nutzen

Folgende Fragen beantwortet die Lektionseinheit:

  • Welche Fehler werden bei der Suche nach Informationen im Internet häufig gemacht und vor allem wie können diese und weitere Fehler vermieden werden ? Bildlink-Pfeil

  • Gibt es eine universelle Suchstrategie, die meistens zu relevanten Suchergebnissen führt und relativ unabhängig von der benötigten Information ist ? Bildlink-Pfeil

Praxis

Welche Fehler werden bei der Suche nach Informationen im Internet häufig gemacht und vor allem wie können diese und weitere Fehler vermieden werden ? Bildlink-Pfeil

Häufig gemachte Fehler sind:

  • Kennzeichnend für die Verwendung von Suchmaschinen sind ganz allgemein unsicheres Wissen und damit ungenaue Suchanfragen, aus den daraus zwangsläufig ungenauen resultierenden Suchergebnisse werden die Inhalte einzelner Treffer für die weitere Eingrenzung der Suche verwendet, bis man mit etwas Glück bei der gewünschten Information landet.

    Diese ungenauen Suchanfragen bestehen aus:

    • Einwort-Suchanfragen, beispielsweise nach dem Stichwort "Software"; dies führt dazu, daß der Suchende mit Hunderttausenden von Treffern erschlagen wird. Eine Suchanfrage mit der die gewünschte Information nur sehr ungenau beschrieben wird, kann nur durch Zufall die richtige Information liefern bzw. läßt gefundene Informationen relevant erscheinen.

    • Verwendung der falschen Suchfunktion, beispielsweise eine ODER-Verknüpfung zweier Stichwörter anstatt einer UND-Verknüpfung; das kann je nach Suchanfrage zu sehr hohen Trefferzahlen mit vielen nicht relevanten Seiten führen.

    • Keine thematische, räumliche und zeitliche Eingrenzung der Suche, beispielsweise auf die jeweilige Landessprache, etwa die Suche nach internationalen Dokumenten (gesamtes Web) zu den Suchbegriffen "Information" und "Management", obwohl dem Suchenden nur die deutsche Sprache geläufig ist.

  • Anstatt bekannte und bewährte Informationsquellen für die jeweilige Information zu verwenden, deren Internetangebote oft durch die Eingabe ihres Namens in das Adresseingabefeld des Web-Browsers aufgerufen werden können, wird, ohne nachzudenken, ein Suchbegriff in eine allgemeine Suchmaschine eingegeben. Diese liefert dann unter Umständen Tausende von Treffern und man ist, auch wenn nur die ersten zwanzig gefundenen Internetseiten durchforstet werden, sinnlos damit beschäftigt, relevante Inhalte herauszufiltern und stellt am Ende fest, daß die Informationen, die so gefunden wurden, doch nicht relevant genug sind.

  • Verwendung der falschen Such- und Informationsdienste , beispielsweise die Suche mit allgemeinen Suchmaschinen, obwohl spezielle Suchmaschinen die Information in besser aufbereiteter Form und vollständiger liefern würden.

Was kann man tun, um die vorher genannten und weitere Fehler zu vermeiden ?

Ganz allgemein kann man nur richtig handeln, also Fehler vermeiden, wenn man weiß, wo man hin möchte (Ziel) und sich darüber bewußt ist, wo man zum aktuellen Zeitpunkt steht (Start). 

Ziel: 
Ein Handlungsplan, mit dem die genannten und weitere Fehler vermieden werden können. Dieser Handlungsplan ist im Grunde "Eine universelle Suchstrategie, die meistens zu relevanten Suchergebnissen führt und relativ unabhängig von der benötigten Information ist".

Start: 
Hier gilt es zunächst zu überlegen, wie so ein Handlungsplan grundsätzlich aussehen könnte. Dabei wird auch klar, welches Wissen in etwa notwendig ist, um den Handlungsplan zu erstellen. 

Nachdem das benötigte Wissen grob festgelegt wurde, gilt es, zu hinterfragen, ob das aktuell vorhandene Wissen ausreicht. In Bezug auf den Lehrgang bedeutet dies, daß man zunächst aus den bisher im Rahmen des Lehrgangs gelernten Lerninhalten diejenigen herausfiltern muß, die besonders wichtig für die Entwicklung des Handlungsplans (Die universelle Suchstrategie) sind, und dann überlegen muß, ob diese das benötigte Wissen abdecken.

Besonders relevante Informationen dafür sind:

Mit dem bisher gelernten Wissen ist es möglich, den Handlungsplan (Die universelle Suchstrategie) zu erstellen. Um diesen Handlungsplan genauer zu formulieren, müssen nun die einzelnen Handlungen (Teilaufgaben) näher beschrieben und deren Reihenfolge festgelegt werden.

Die universelle Suchstrategie umfaßt nur einen Teil der Aufgaben, die für die gesamte Informationsbeschaffung notwendig sind. Die wesentlichen Teilaufgaben für die Informationsbeschaffung und deren Reihenfolge wurden bereits in der Antwort zur Frage "Welche großen Probleme stellen sich für Internetnutzer, die nicht über eine ausreichende Netzwerkkompetenz verfügen, und wie können diese gelöst werden ? Bildlink-Pfeil" beschrieben.

Für die universelle Suchstrategie sind folgende Teilaufgaben relevant:

Für eine erfolgreiche Suche muß man:

vor der Suche wissen:

  • was man genau sucht
    Was will ich eigentlich genau wissen ?
    Welche Randbedingungen gelten für die gesuchte Information ?"; ein Beispiel hierfür wäre, in welches Hauptthemengebiet (Schlagwort) diese eingeordnet werden kann und/oder welche Stichwörter und Stichwortverknüpfungen die gesuchte Information auf sinnvolle Weise beschreiben. 

  • wo man sucht
    Welche Such- und Informationsdienste eignen sich für welche Art der Informationssuche ?

Diese und weitere Fragen, die einer Suche vorangehen müssen, sollen nun gestellt und beantwortet werden, um so eine universelle Vorgehensweise bei der Suche mit der Vielzahl der verfügbaren Such- und Informationsdienste zu entwickeln.

Was Sie im nachfolgenden Frage-Antwort-Paar allerdings nicht bekommen, ist eine Anleitung, wie Sie aus den teilweise verwirrenden Informationen und unübersichtlichen Internetseiten für Sie nutzbare Antworten auf Ihre Fragen finden können und wie Sie die teilweise langen Ladezeiten der verschiedenen Seiten verringern.

Systematischer Inhalt

Gibt es eine universelle Suchstrategie, die meistens zu relevanten Suchergebnissen führt und relativ unabhängig von der benötigten Information ist ? Bildlink-Pfeil

Folgende Fragen sollten Sie sich der Reihe nach beantworten, bevor Sie auf die Suche nach der von Ihnen gewünschten Information gehen:

  1. Was will ich eigentlich genau wissen ? Bildlink-Pfeil

  2. Gibt es schnell und leicht verfügbare Informationsquellen in nächster Nähe ?  Bildlink-Pfeil

  3. Angenommen, Sie haben sich für das Internet entschieden, dann lautet die erste Frage: "Welche Such- und Informationsdienste eignen sich für welche Art der Informationssuche ?" Bildlink-Pfeil

1. Was will ich eigentlich genau wissen ?  Bildlink-Pfeil

Am Anfang einer Informationssuche ist es wichtig, daß man die gesuchte Information möglichst genau definiert. Empfehlenswert ist, die gewünschte Information durch verständliche und genau formulierte Fragen zu beschreiben. Dabei wird auch deutlich warum die betreffende Information gesucht wird.

Dies gelingt Ihnen umso besser, je mehr Vorwissen Sie zu dem Themengebiet haben, in das Ihre gewünschte Information fällt. Haben Sie sehr viel Vorwissen, so wird es Ihnen nicht schwer fallen, eine speziellen Frage zum Beschreiben der von Ihnen gewünschten Information genau und verständlich zu formulieren. Wesentlich problematischer wird das Ganze, wenn Sie wenig oder gar kein Vorwissen besitzen. In diesem Fall ist es am besten, zuerst nach allgemeinen Informationen zum gewünschten Thema zu suchen, um so genügend Hintergrundwissen für die genaue Beschreibung der gewünschten Information zu bekommen. 
Haben Sie die gewünschte Information genau beschrieben, dann ist die nächste Überlegung, welche Informationsquelle(n) Ihnen am ehesten die Antworten liefern könnte(n). 

Hinweis
Eine sorgfältig vorbereitete Suche ist nicht nur wichtig, um gezielt nach einer Information zu suchen, sondern auch Voraussetzung, um die Brauchbarkeit der Suchergebnisse angemessen bewerten zu können.

Ganz allgemein kann man eine beliebige Information thematisch (Themen-/Fachgebiet, relevante Schlag- und Stichwörter,…), räumlich (Region, Land, Kontinent, weltweit,…) und zeitlich (genaues Datum, Zeitabschnitt,…) eingrenzen. 

Am schwierigsten ist dabei die thematische Eingrenzung, die nun nachfolgend näher beschrieben werden soll. Grundsätzlich sollten Sie zuerst festlegen, ob Sie allgemeine Informationen zu einem bestimmten Themenbereich (Gesundheit, Technik, Unterhaltung, Sport,…) benötigen oder ob Sie eine spezielle Information zu einem bestimmten Themenbereich suchen.  

  1. Falls es sich um allgemeine Informationen zu einem bestimmten Themenbereich handelt , so versuchen Sie zunächst, über- und untergeordnete Themenbereiche (Schlagwörter) zu finden. 

    Praktisches Beispiel:

    Wenn Sie beispielsweise nach allgemeinen Informationen zum Bundesland Bayern suchen, so wären übergeordnete Themenbereiche Deutschland oder Europa und untergeordnete Themenbereiche Oberpfalz, Oberbayern oder Niederbayern. 

    Diese Zerlegung von großen Informationseinheiten finden Sie auch in den Lektionen, Lektionseinheiten bzw. Abschnitten und  Frage-Antwort-Paaren dieses Lehrgangs, im Inhaltsverzeichnis eines Buches, in den Schlagwortkatalogen von Bibliotheken und in den thematisch strukturierten Web-Katalogen (Suchkatalogen) wieder. 

    Ziel:

    Können Sie also die von Ihnen gewünschte Information in der vorher beschriebenen Weise aufbereiten, dann fällt es Ihnen auch leicht, sich in einem Verzeichnis (Web-Katalog) von einer allgemeinen Kategorie (Hauptthema) zu spezielleren Themenbereichen (Unterthema) bis hin zur gewünschten Information vorzuarbeiten. 

  2. Falls es sich um eine spezielle Information zu einem bestimmten Themengebiet handelt, welches Ihnen bereits bekannt ist , so zerlegen Sie dieses in relevante Unterthemen. Danach versuchen Sie, gezielte Fragen zu formulieren, um diese Unterthemen näher zu beschreiben. Die jeweilige Frage sollte natürlich auch zur eigentlich gesuchten Information führen. Beschreiben Sie in Ihren Fragen die gewünschte Information möglichst genau. Versuchen Sie dann, aus diesen Fragen die geeigneten Stichwörter herauszufiltern , mit denen Sie diese speziellen Informationen beschreiben können.

    Praktisches Beispiel:

    Angenommen, Sie sind Heimwerker und gerade mit dem Fliesen eines Bades beschäftigt; nun stehen Sie vor dem Problem, daß Sie wegen einer Steckdose ein Loch aus der Fliese herausschneiden müssen, wissen aber nicht, wie Sie das am besten machen können.

    Fliesen bearbeiten (Themengebiet)

    Werkzeug (1. Unterthema)

    Mit welchem Werkzeug können große Löcher aus einer Fliese herausgeschnitten werden ?
    Für welche Fliese kann welches Werkzeug verwendet werden ?
    Was kostet das Werkzeug und lohnt sich der Kauf für die Anzahl der zu bearbeitenden Fliesen ?

    Geeignete Stichwörter für die Suche nach dieser speziellen Information sind: Fliese, Loch, Werkzeug, schneiden, Preis,…

    Fachmann (2. Unterthema)

    Welcher Handwerk er weiß, wie man Fliesen bearbeitet ?
    Wo und wie kann der Kontakt zu dem Fachmann hergestellt werden ?

    Geeignete Stichwörter für die Suche nach dieser speziellen Information sind: Handwerk, Fliese, Kontakt, Fachmann,…

    Diese Zerlegung von großen Informationseinheiten finden Sie auch im Stichwortverzeichnis eines Buches oder im Index von Datenbanken (Suchmaschinen) wieder.

    Ziel:

    Eine gezielte Frage ist prinzipiell die Voraussetzung für eine präzise Antwort, egal, ob Sie diese nun an einen anderen Menschen stellen oder an sich selbst. Die präzise Frage enthält in der Regel die konkreten Stichwörter. 

    Nur wenn Sie eine spezielle Information mit konkreten Stichwörtern beschreiben können, sind Sie in der Lage, diese über eine Suchmaschine aus der entsprechenden Datenbank abzufragen. 

2. Gibt es schnell und leicht verfügbare Informationsquellen in nächster Nähe ?  Bildlink-Pfeil

Dies können Menschen in Ihrem Familien- und Freundeskreis oder Kollegen am Arbeitsplatz sowie eigene Bücher oder Fachzeitschriften sein. Eine weitere Möglichkeit wäre, daß Sie diese Informationsquellen bereits lokal auf Ihrem Rechner beispielsweise in einer Wissensdatenbank gespeichert haben oder in einer Bookmark-Liste ein relevanter Link existiert.

Praxistip

Diese möglicherweise bereits vorhandenen Quellen können Ihnen auch als Ausgangspunkt für die Recherche (siehe vorgehenden Punkt "Was will ich eigentlich genau wissen ?") dienen. 

3. Angenommen, Sie haben sich zur weiteren Informationsbeschaffung für das Internet entschieden, dann lautet die erste Frage: "Welche Such- und Informationsdienste eignen sich für welche Art der Informationssuche ?" Bildlink-Pfeil

Um diese Frage möglichst unkompliziert zu beantworten, soll nachfolgend eine universelle Suchstrategie beschrieben werden, die meistens zu relevanten Suchergebnissen führt und relativ unabhängig von der benötigten Information ist.

Systematischer Inhalt

Hinweis
Bei der nachfolgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung muß der nachfolgende Schritt nicht ausgeführt werden, wenn der vorhergehende erfolgreich war. Erfolgreich heißt, Sie sind mit dem Suchergebnis zufrieden.

Buch geöffnet Die universelle Suchstrategie

Suche nach der gewünschten Information:

  1. durch die direkte Eingabe von sinnvollen Internetadressen Bildlink-Pfeil

  2. mit speziellen Such- und Informationsdiensten  Bildlink-Pfeil

  3. mit allgemeinen Suchdiensten Bildlink-Pfeil

  4. mit einer allgemeinen Meta-Suchmaschine Bildlink-Pfeil

Zusammenfassung Bildlink-Pfeil

die vollständigen Lerninhalte zur "universellen Suchstrategie" finden Sie in der kostenpflichtigen Ausgabe des Lehrgangs.

Lehrgang - Das Internet effektiv und individuell nutzen

oder im entsprechenden Workshop:

Workshop: die universelle Suchstrategie

 

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sich vor den Sicherheitsrisiken schützen

sich vor den Sicherheitsrisiken, die mit dem Anschluß an das weltweite Datennetz "Internet" verbunden sind, schützen

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Bei der letzten Teilaufgabe geht es nun darum, wie wir uns grundsätzlich vor den Sicherheitsrisiken, die mit dem Anschluß an das weltweite Datennetz "Internet" verbunden sind, schützen können.

Da das Thema Sicherheit im Internet ein sehr umfassendes Thema ist, wird hier nur ein Ausschnitt daraus behandelt. Es geht dabei um die anonyme Nutzung der Internetdienste und die Ausfilterung von unerwünschten Inhalten von Internetanbietern.

Problem

Wer keine Maßnahmen ergreift, um die Internetdienste anonym zu nutzen bzw. um unerwünschte Inhalte auszufiltern, der setzt sich möglicherweise folgenden Gefahren aus:

  • zweifelhafte Internetangebote können seine Interessen und Neigungen auskundschaften, während er online ist
  • Datenschnüffler können das Internet und seine Dienste dazu verwenden, um in seiner Privatsphäre zu schnüffeln.
  • zweifelhafte Internetanbieter, die fleißig seine Daten gesammelt und an Interessenten verkauft haben, und sonstige Datenschnüffler sind Ursachen dafür, daß er unerwünschte Daten, beispielsweise in Form von Werbe-Mails, zugeschickt bekommt
  • boshafte Zeitgenossen und Spaßvögel können mit der Kenntnis seiner E-Mail-Adresse dafür sorgen, daß sein elektronisches Postfach vor unerwünschten Nachrichten überquillt
  • zweifelhafte Internetangebote, die uns zu angeblich kostenlosen Angeboten verführen oder uns reich machen wollen

Loesung
Wie löst Google das Problem ?

Gar nicht, wobei das auch nicht die Aufgabe einer allgemeinen Suchmaschine ist.


Eine große Suchmaschine, wie Google, die zwangsläufig auch ein eifriger Datensammler (Protokolle über Milliarden von Suchanfragen, der riesige Informationsindex über viele Milliarden Internetdokumente,…) ist und die, die Daten mit Such- und Bewertungsalgorithmen auswertet, die nicht öffentlich zugänglich sind, kann sogar die Ursache für ein massives Sicherheitsproblem sein.

Loesung
Wie löst ein Mensch mit Netzwerkkompetenz und seiner Internetquellensammlung (und einem entsprechenden Sicherheitsbewußtsein) das Problem ?

Selbstlernkurs - Informationen schützen und sichern

Er verfügt über das Handlungswissen zur sicheren Nutzung der Internetdienste und ist deshalb in der Lage, grundsätzliche technische, aber vor allem vorbeugende Schutzmaßnahmen zu treffen, die ihn vor vielen Gefahren bewahren. 

Im wesentlichen geht er dabei folgendermaßen vor:

  • Er erkennt, meidet und filtert zweifelhafte Internetangebote.
  • Er wählt seinen Internetdienste-Anbieter, insbesondere den Provider/Online-Dienst, sorgfältig aus, vor allem in Bezug auf dessen Maßnahmen zum Schutz und zur Sicherheit seiner persönlichen Daten.
  • Er gibt seine persönlichen Daten nur dann preis, wenn es unbedingt erforderlich ist und auch dann nur die wirklich notwendigen, darüber hinaus verwendet er eine eigene nichtssagende E-Mail-Adresse für Registrierungen bei Internetdiensten oder sonstigen Internetaktivitäten.
  • Er verwendet Privacy-Tools, die es ihm ermöglichen, weitestgehend anonym zu surfen und damit verhindern, daß jemand seine Interessen und Neigungen auskundschaftet, während er die jeweiligen Internetdienste nutzt. 
  • Er weiß das die für den Internetzugang verwendeten Programme, insbesondere der WWW-Client während der Internetsitzung Daten mitprotokollieren, die andere, beispielsweise um mehr über die Surfgewohnheiten eines Anwenders zu erfahren, ausspionieren könnten. Deshalb löscht er diese, in der Regel nicht mehr notwendigen Daten, nach jeder Internetsitzung entweder manuell oder automatisch über ein entsprechendes Script.
  • Er filtert so weit als möglich unerwünschte (Werbe-)E-Mails bereits von vorn herein aus, um zu verhindern, daß diese überhaupt in seinem elektronischen Postfach landen.
  • Er hat sich ausführlich über seine rechtlichen Möglichkeiten informiert.

Workshop - das Basis-Sicherheitskonzept

Fazit:

Wie man in dem Vergleich eindeutig sehen konnte, ist auch die erfolgreichste allgemeine Suchmaschine nicht annähernd in der Lage, auch nur eine der genannten Teilaufgaben, die sich bei der Informationsbeschaffung stellen, vollständig zu lösen. Das bedeutet, daß allgemeine Suchmaschinen zwar wertvolle Gehilfen für bestimmte Recherchezwecke sind, aber keinesfalls das konstruktive Denken und die Netzwerkkompetenz des Anwenders ersetzen können, die beide notwendig sind, um die vielfältigen elektronischen Informations- und Kommunikationssysteme (allgemeine Suchmaschinen und -kataloge, kostenpflichtige Fachinformationsdienste, Fachdatenbanken und -kataloge, Newslettern, Diskussionsforen, Unified-Messaging-Dienste, Chatsysteme, virtuelle Gemeinschaften, …) effektiv und sicher für den individuellen Bedarf zu nutzen.

Wenn man sich die einzelnen Teilaufgaben der Informationsbeschaffung genauer betrachtet, dann stellt man fest, daß diese wie die einzelnen Teilsysteme in einem System in Wechselwirkung zueinander stehen. Eine ungenaue Suchanfrage wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem ungenauen Suchergebnis führen. Wenn man nicht genau weiß, welche Information man eigentlich sucht, kann man auch nicht entscheiden, wo man diese Information am besten suchen soll. Eine diesbezüglich klare Entscheidung setzt außerdem voraus, daß man einen Gesamtüberblick über die verfügbaren Quellen hat und auch über die Informationen und Dienste, die sie grundsätzlich bereitstellen. Wenn man nicht genau weiß, was man eigentlich sucht, kann man auch die Relevanz der einzelnen Treffer des Suchergebnisses nur mit großer Mühe und sehr ungenau bewerten. Fehlt dann noch die Kenntnis von Bewertungsmethoden und wichtigen Bewertungskriterien, so wird es kaum möglich sein, kompetente Aussagen über die Qualität der Informationsquelle zu treffen.

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Die relevanten Informationen leicht wiederauffindbar abspeichern – Lösung

Die relevanten Informationen/Informationsquellen so abspeichern, daß sie später leicht wiederauffindbar sind – Lösung

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Loesung
Wie löst Google das Problem ?

Gar nicht, da eine allgemeine Suchmaschine, mit dem leicht wiederauffindbaren Abspeichern von Quellen und Informationen (für alle) ganz andere Ziele verfolgt, wie der einzelne Computeranwender.

Loesung
Wie löst ein Mensch mit Netzwerkkompetenz und seiner Internetquellensammlung das Problem ?

Lehrgang - Das Internet effektiv und individuell nutzen

Ihm ist bewußt geworden, daß die großen Mehrwerte, die das Internet in Bezug auf den Zugang zu Informationen und die Möglichkeiten zur Bewertung und Verteilung von Informationen schafft, gleichzeitig auch für eine bislang nicht gekannte Informationsflut verantwortlich sind.

Da er sich aber im Klaren darüber ist, was er gemeinsam mit seinen Mitmenschen erreichen kann, wenn er aktiv und kompetent am globalen Netzwerk „Internet“ teilnimmt (alle, unabhängig von ihrer Herkunft, haben die gleichen Chancen, das Beste aus ihrem Leben zu machen | die Möglichkeit in Politik und Wirtschaft selbst mitzuentscheiden | die Entwicklung innovativer und qualitativ hochwertiger Produkte und Dienste im Rahmen entsprechender Netzwerke, …) ist er nicht zu den traditionellen Informationsangeboten zurückgekehrt, sondern hat sich entsprechende Methoden angeeignet und den Umgang mit geeigneten Werkzeugen erlernt, die ihm helfen, die Informationsflut zu bewältigen.

Mit dem Handlungswissen zum schnellen Wiederauffinden von Informationen, das er sich anhand von Praxisbeispielen angeeignet hat, ist er in der Lage, unterschiedliche Werkzeuge (Web-Client, News-Client, Bookmark-Manager, Windows-Explorer,…) für verschiedene Aufgaben (Internetadressen abspeichern, beliebige Dateien und Dokumente archivieren,…) zu bedienen, um die im Internet gefundenen Informationsquellen und Informationen leicht wiederauffindbar auf dem lokalen Rechner abzuspeichern.

Er organisiert die für ihn wertvollen Informationen/Informationsquellen mit Hilfe seiner maschinellen Gedächtnishilfe. Diese aktualisiert er fortlaufend bei der alltäglichen Benutzung, in dem er neue wertvolle Quellen/Informationen hinzufügt und alte, nicht mehr benötigte oder im Netz zwischenzeitlich nicht mehr vorhandene aus der Sammlung entfernt.

Diese maschinelle Gedächtnishilfe besteht aus der gemeinsamen und der individuellen Internetquellensammlung (kurz IQS).

  • die gemeinsame Internetquellensammlung
    dient dem schnellen und gezielten Zugriff auf eine qualitativ hochwertige Vorauswahl an Internetdiensten, Informationen, Methoden und Werkzeugen und ermöglicht die Suche nach themen- und fachunabhängigen Informationen/Quellen

    Nicht zuletzt dient die gemeinsame IQS als kontextbezogenes Nachschlagewerk für das von mir erstellte Grundwerk (das Buch, der Lehrgang, das Lehr-/Lernkonzept, das Konzept für die webbasierte Lernumgebung). Mit Hilfe der gemeinsamen IQS kann der Anwender die gerade benötigten Lerninhalte (Handlungswissen, Suchmethoden, Bewertungsmethoden und -kriterien, Bedienungsanleitungen für Informations- und Kommunikationswerkzeuge,…) gezielt (im jeweiligen Zusammenhang) finden und nachlesen.


    Falls die gerade benötigten Quellen bzw. Informationen nicht in den Lerninhalten des Lehrgangs enthalten sind, kann er diese mit Hilfe der im Lehrgang beschriebenen Methoden schnell und gezielt finden und in der individuellen Internetquellensammlung, mit Hilfe des von mir entwickelten Ordnungssystem leicht wiederauffindbar abspeichern. Auf diesem Wege kann der Anwender das über die gemeinsame Internetquellensammlung strukturierte Grundwissen, auch um eigene Inhalte, die er während seiner Internetrecherchen findet, flexibel erweitern

  • die individuelle Internetquellensammlung
    dient dem schnellen und gezielten Zugriff auf die vom Anwender selbst ausgewählten Internetquellen bzw. Internetdienste, Informationen, Methoden und Werkzeuge und ermöglicht damit die freie Suche nach Informationen/Quellen zu seinem beruflichen Aufgabengebiet und/oder seinem Hobby und dient ihm als Grundlage für ein Ordnungssystem, mit dem er die gemeinsame Internetquellensammlung um eigene Informationen/Quellen, die er während seiner Internetrecherchen findet, flexibel erweitern kann


Die gemeinsame Internetquellensammlung ist das von mir erstellte hierarchisch organisierte Ordnungssystem (Wissensstruktur) – also das, was der Anwender unmittelbar, nachdem er den Lehrgang erworben hat, vorfindet, die individuelle Internetquellensammlung ist dann die vom Anwender bestimmte Ergänzung des Grundwerks um eigene Inhalte. 
Letztendliches Ziel ist es, daß der Anteil der individuellen Internetquellensammlung infolge der häufigen Benutzung immer mehr zunimmt und mehr und mehr überwiegt, die Wissensstruktur also im Laufe der Zeit die Art und Weise des Anwenders, bestimmte Informationen einzuordnen, wiederspiegelt und damit zu seiner ganz individuellen Gedächtnishilfe heranwächst. 

Selbstlernkurs - Ihr individueller Computerarbeitsplatz

Mit Hilfe des Handlungswissens zur Planung und Umsetzung des individuellen Informations- und Kommunikationskonzepts ist der Anwender grundsätzlich in der Lage seine individuelle Lernumgebung selbst zu planen und zu realisieren. Das Handlungswissen, zum leicht wiederauffindbar abspeichern der relevanten „Informationen/Quellen ermöglicht es ihm die individuelle Lernumgebung (Wissensdatenbank) kompetent zu nutzen.

Darüber hinaus ist er in der Lage, die für ihn geeignete Software (Informations- und Kommunikationswerkzeuge,…), mit Hilfe der Methode zur Auswahl der richtigen Software“ und den „Bewertungskriterien für die richtige Auswahl des Softwareanbieters selbst auszuwählen, zu testen und schließlich auf dem eigenen Rechner einzurichten. Das dazu notwendige Handlungswissen hat er sich bei der praktischen Anwendung der Lerninhalte im Rahmen der Szenarien des Lehrgangs angeeignet. 

Selbstlernkurs - Die richtige Software auswählen

Mit Hilfe seiner persönlichen Wissensdatenbank (die individuelle Lernumgebung) kann er die unterschiedlichsten Informationen wie Texte, Bilder, Videos, Internetseiten, ganze Websites, Briefe, E-Mails, Faxe oder Internetadressen auf seinem Computer leicht wiederauffindbar archivieren und so effektiv nutzen. Durch die lokale Speicherung verhindert er, daß die gefundenen Informationen verloren gehen, beispielsweise weil das betreffende Internetangebot geändert wurde oder gar nicht mehr existiert.

Alle Dokumente und Dateien werden mit aussagekräftigen Namen abgespeichert. Für den schnellen und gezielten Zugriff auf seine Informationen, hat er ein entsprechendes Ordnungssystem (auf Grundlage der Lesezeichenfunktion und des Dateisystems), das es ermöglicht die Dokumente und Dateien den jeweils relevanten Themen/Aufgaben zuzuordnen und später im jeweiligen Zusammenhang (Thema/Aufgabe) wieder aufzufinden. Im Bedarfsfall kann er auch den Volltext seiner Dokumente und Dateien durchsuchen, also die benötigten Informationen mit Hilfe von geeigneten Stichwörtern und Suchfunktionen ausfindig machen. 

Darüber hinaus kennt er Wege, die es ihm ermöglichen, die Informationen, die nur eine begrenzte Zeit gültig sind oder die er einfach nur für eine kurze Zeit benötigt, teilweise automatisch aus dem System zu entfernen und teilweise separat abzuspeichern. Weiterhin weiß er, wie er zufällig bei der Recherche gefundene Informationen, die er zwar für die momentane Fragestellung nicht benötigt, aber möglicherweise für eine andere zu einem späteren Zeitpunkt, so abspeichert, daß sie bei Bedarf verfügbar sind. Schon gelesene Informationen versieht er mit einer entsprechenden Kurzbewertung, die er beispielsweise an das betreffende Dokument hängt. Diese Kurzbewertung erleichtert ihm beim nächsten Zugriff auf die Information, deren Relevanz zu beurteilen. 

Da gerade beim E-Mail- und Newsdienst ein teilweise hoher Zeitaufwand notwendig ist, um die relevanten von den irrelevanten Nachrichten zu trennen, hat er sich in die entsprechenden Filter- und Vorschaufunktionen der Programme eingearbeitet bzw. entsprechende Ordnungssysteme aufgebaut. Er selbst verwendet aussagekräftige Nachrichtentitel und ermöglicht so den betreffenden Empfängern, daß sie die Relevanz seiner Nachricht bereits durch das Lesen des Nachrichtentitels bewerten können.

Bei all den genannten und vielen weiteren Aufgaben, kann ich Ihnen im Rahmen eines entsprechenden Workshops individuelle Hilfe bei Bedarf geben. 

Workshop - Ihr individueller Computerarbeitsplatz

Im nächsten Teil erfahren Sie, mit welchen grundsätzlichen Sicherheitsproblemen der Anschluss an das weltweite Computernetzwerk verbunden ist.

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